Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
KBS 970 - Forum
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
km63.8, razor300, 218 240, 212 160, KBS962, Hiwi, km 69,3, ropix, claus-juergen schulze, Reichsbahnmasten-Nostalgiker

Wer heute nicht raus willl ..... ein Rätsel zum Zeitvertreib

Startbeitrag von claus-juergen schulze am 17.01.2016 07:44


Ein ungewöhnliches Fahrzeug für das Forengebiet: Wer kennt die Fotostelle?

Antworten:

Es handeslt sich dabei um den Bahnhof Diemendorf an der Kursbuchstrecke 960, seit 1984 aufgelassen, ehemaliger Kreuzungsbahnhof, rückgebaut im Jahr 1996.

Auch damals kannte man schon Triebwagen, aber noch schöner wäre es wenn die Triebwagen die heute hier verkehren, wieder dort planmäßig dort halten könnten!

Diemendorf wäre eigentlich sehr wichtig als Kreuzungsbahnhof auf dem Streckenabschnit Tutzing Weilheim! Es könnte damit eine ein großer Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz abgefangen werden! Den der Abschnitt zwischen Tutzing und Wilzhofen ist eigentlich zu lang. Eine vernünftige Lösung beim Umbau des Bahnhof Tutzing zur Verbesserung des neuen Werdenfelstaktes vor etwa 3 - 4 Jahren werde leider nicht wahrgenommen! Hätte man die Strecke Tutzing - Kochel auf halber Strecke zwischen Tutzing und Diemendorf Kreuzungsfrei eingebunden und die Strecke Tutzing - Weilheim bis zum ehemaligen Bahnhof Diemendorf zweigleisig ausgebaut wäre der größte Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz heutzutage Geschichte!

von km 69,3 - am 17.01.2016 10:20
Ganz eindeutig Diemendorf, so ein Stellwerk direkt am Bahnhof (ist es eigentlich eines?) Gabs nur ein mal.

Dazu noch eine Frage: Warum steht das Bahnhofsgebäude eigentlich so hoch? Dachte bislang immer da hat man die Bahn in den Hang gegraben, aber auf dem Bild sieht es so aus als ob man schlicht den Bahnhof zu hoch gebaut hätte? Oder hat das damals alles noch gepasst und die Bahn erst später "tiefergelegt"? Siehe z.B. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bahnhof_Diemendorf_Empfangsgeb%C3%A4ude_Gleisseite.JPG

von ropix - am 17.01.2016 14:22

Super :-)

Ist ja schon gelöst, aber ich hatte es auch sofort erkannt. Ist das die legendäre letzte elektrische Fahrt nach Peißenberg?

Was mich auch interessiert, weshalb hat man den Bahnhof Diemendorf nicht nach Diemendorf gebaut oder den Bahnhof richtigerweise Kampberg benannt?

Viele Grüße, Lutz

von km63.8 - am 17.01.2016 17:44
Hallo Lutz,

kann es sein, dass es Kampberg noch nicht so lange gibt, wie Diemendorf und die Bahn?

Gruß Thomas

von Hiwi - am 18.01.2016 10:00

Name Diemendorf + Stilllegung im Tutzinger Gemeinderat

Hallo ins Forum,

ein Spitzenbild, ich schließe mich an, Danke!

- Name Diemendorf: Ich bin kein Ortshistoriker, aber glaube, dass Kampberg eher
so eine Art Vertriebenensiedlung ist. Bis 1945 gab es da wohl vor allem nur einen
Landwirt und die Bahnhofswirtschaft (200 m südlich der Gleise, am Sträßchen nach
Haunshofen).

- Witzigerweise war ich in der Gemeinderatssitzung als Zuhörer, als die Gemeinde
Tutzing über den Stilllegungsplan informiert wurde (extra deswegen bin ich hingegangen).
Muss wohl 30 Jahre her sein. Damals versprach der DB-Vertreter, dass die Busse viel
bequemer seien, denn sie würden stets mitten in die Orte fahren. Natürlich führen sie
auch mindestens so oft wie die Züge. Alles eine schier wunderbare Verbesserung, so
versprach man das Blaue vom Himmel.

Na ja: Wie sich das mit dem Verkehr an Samstagen, Sonn- und Feiertagen verhält,
kann man natürlich selber überprüfen, wenn man sich über die RVO-Linie 9600 schlau
macht. Und die Betriebsruhe der Bahnbusse ab Samstagnachmittag trat gleich im
zweiten Fahrplanjahr nach der Bahnhofs-Auflassung ein, soweit ich mich erinnern kann.
Einige Busse hielten zeitweise auch nur an den Straßen-Abzweigungen nach Kampberg
bzw. nach Wilzhofen. So viel also zu den Versprechungen der DB.

Immerhin waren Gemeinderäte und Bürgermeister Alfred Leclaire - muss man ehrenhalber
feststellen - absolut nicht begeistert und stimmten der DB-Planung nur mit deutlicher
Resignation zu. Die Debatte war stellenweise fast feurig, glaube ich mich zu erinnern.

Also nochmals größtmöglichen Dank
der
Nostalgiker

von Reichsbahnmasten-Nostalgiker - am 18.01.2016 10:58

Kreuzungsstation Diemendorf

Zitat
km 69,3
Diemendorf wäre eigentlich sehr wichtig als Kreuzungsbahnhof auf dem Streckenabschnit Tutzing Weilheim!


In den letzten Jahren vor Rückbau des Ausweichgleises gab es in Diemendorf keine planmäßigen Zugkreuzungen mehr. Der Bahnhof wurde nur noch für Kreuzungsverlegungen im Verspätungsfall und für Sonderfahrten gebraucht. Argument genug für die damalige Deutsche Bundesbahn bzw. die Deutsche Bahn, den Bahnhof aufzulassen.

Das Problem solcher Kreuzungsbahnhöfe in der Nachbarschaft von Taktknoten (auf der Werdenfelsbahn schon seit 1984: Tutzing, Murnau, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald): Die Kreuzungsmöglichkeiten werden planmäßig praktisch nie benötigt, da die Kreuzungen (fast) immer im benachbarten Taktknoten stattfinden. Die Versuchung ist dann groß, diese Bahnhöfe aufzulassen. Ohlstadt, Farchant und Klais sollten nach dieser Logik ebenfalls rückgebaut werden, was glücklicherweise verhindert werden konnte. Für die Fahrplanstabilität sind diese Kreuzungsbahnhöfe in der Nachbarschaft aber sehr wichtig, da dann bereits Verspätungen von 10 bis 15 Minuten durch Kreuzungsverlegungen gut abgefangen werden können. Alternativ ist der Doppelspurausbau ausgehend von den Taktknoten eine Möglichkeit, die Fahrplanstabiliät zu verbessern. Durch die neue Überleitstelle Unterzeismering hat sich die Doppelspur von Tutzing aus bis auf ca. 1,8 km dem ehemaligen Bahnhof Diemendorf angenähert, wodurch die Kreuzungsmöglichkeit in Diemendorf überflüssig wird. Durch Kreuzungsaufenthalte geht ja auch Zeit verloren, die Fahrzeit zw. Diemendorf und Unterzeismering ist dagegen unbedeutend.

Zitat
km 69,3
Es könnte damit eine ein großer Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz abgefangen werden! Den der Abschnitt zwischen Tutzing und Wilzhofen ist eigentlich zu lang. Eine vernünftige Lösung beim Umbau des Bahnhof Tutzing zur Verbesserung des neuen Werdenfelstaktes vor etwa 3 - 4 Jahren werde leider nicht wahrgenommen! Hätte man die Strecke Tutzing - Kochel auf halber Strecke zwischen Tutzing und Diemendorf Kreuzungsfrei eingebunden und die Strecke Tutzing - Weilheim bis zum ehemaligen Bahnhof Diemendorf zweigleisig ausgebaut wäre der größte Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz heutzutage Geschichte!

Eine kreuzungsfreie Ausfädelung der Kocheler Strecke wäre ganz schön aufwändig geworden. Leider werden (verglichen mit dem Straßenbau) auch relativ bescheidene Maßnahmen viel zu selten umgesetzt (Ausnahme: Huglfinger Kurve, Trassenkorrektur Ohlstadt). Nötig für die Fahrplanstabiliät wäre z.B. auch der Doppelspurausbau zw. Murnau und Uffing.

Grüße, Andreas

von KBS962 - am 18.01.2016 12:36

Re: Name Diemendorf + Stilllegung im Tutzinger Gemeinderat

Zitat
Reichsbahnmasten-Nostalgiker
- Name Diemendorf: Ich bin kein Ortshistoriker, aber glaube, dass Kampberg eher
so eine Art Vertriebenensiedlung ist. Bis 1945 gab es da wohl vor allem nur einen
Landwirt und die Bahnhofswirtschaft (200 m südlich der Gleise, am Sträßchen nach
Haunshofen).

Luftbild 9. April 1945 ca. 25 Gebäude ersichtlich, teilweise recht groß, heutiger Bereich Rosenweg und Arnikaweg.

von razor300 - am 19.01.2016 19:56

Re: Ausweichgleis in Diemendorf

Zitat
km 69,3
Auch damals kannte man schon Triebwagen, aber noch schöner wäre es wenn die Triebwagen die heute hier verkehren, wieder dort planmäßig dort halten könnten!

Diemendorf wäre eigentlich sehr wichtig als Kreuzungsbahnhof auf dem Streckenabschnit Tutzing Weilheim! Es könnte damit eine ein großer Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz abgefangen werden! Den der Abschnitt zwischen Tutzing und Wilzhofen ist eigentlich zu lang. Eine vernünftige Lösung beim Umbau des Bahnhof Tutzing zur Verbesserung des neuen Werdenfelstaktes vor etwa 3 - 4 Jahren werde leider nicht wahrgenommen! Hätte man die Strecke Tutzing - Kochel auf halber Strecke zwischen Tutzing und Diemendorf Kreuzungsfrei eingebunden und die Strecke Tutzing - Weilheim bis zum ehemaligen Bahnhof Diemendorf zweigleisig ausgebaut wäre der größte Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz heutzutage Geschichte!


Hierzu von ProBahn Weilheim eine Statement:

"Ausweichgleis in Diemendorf
Beim Umzug in die neue Geschäftsstelle im April 2006 haben wir einen interessanten Schriftwechsel mit DB Netz aus dem Jahre 1995 gefunden. Damals ging es um den Rückbau der Kreuzungsmöglichkeit in Diemendorf (zwischen Tutzing und Weilheim) und unsere Befürchtung, dass darunter die Fahrplanstabilität leiden würde. Leider gibt uns die Realität recht: Fast täglich müssen Fahrgäste erleben, dass sich Verspätungen durch das Fehlen dieser Kreuzungsmöglichkeit (der Rückbau erfolgte 1996) aufschaukeln, weil ein Zug auf den anderen warten muss. Damals hatten wir im übrigen auch den abschnittsweisen zweigleisigen Ausbau angemahnt.

Das PRO BAHN Schreiben vom 9. September 1995 finden Sie hier. Die Antwort von DB-Netz vom 19. September 1995 (Zitat: "Woraus schließen Sie, daß die Strecke auch künftig verspätungsanfällig sein wird?") können Sie hier nachlesen. Eine PRO BAHN-Pressemeldung vom Dezember 1995 zum Thema erschien u.a. im Weilheimer Tagblatt und im Kreisboten.

Zum zehnjährigen Jubiläum hat PRO BAHN am 6. November 2006 in einer Pressemeldung den Wiedereinbau des Kreuzungsgleises gefordert und den zweigleisigen Ausbau zwischen Tutzing und Diemendorf angemahnt."



Gute Nacht!
Thomas

von 218 240 - am 19.01.2016 22:50

Re: Name Diemendorf + Stilllegung im Tutzinger Gemeinderat

Letztendlich hat man den Bahnhof wohl doch wegen der Topografie da hin gelegt. Der Bahnhof lag nahezu in der Ebene und es ist hier der höchste Punkt zwischen Tutzing und Weilheim. Wenn man den Bahnhof bis direkt nach Diemendorf verlegt hätte wären erheblich größere Erdarbeiten nötig gewesen und der Bahnhof hätte im Gefälle in Richtung Weilheim gelegen. Früher hat man das ja wenn immer möglich vermieden. Erst heute legt man Bahnhöfe in Steilstrecken:rp:.

Gruß, Lutz

von km63.8 - am 20.01.2016 08:20
Zitat
km 69,3
Diemendorf wäre eigentlich sehr wichtig als Kreuzungsbahnhof auf dem Streckenabschnit Tutzing Weilheim! Es könnte damit eine ein großer Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz abgefangen werden! Den der Abschnitt zwischen Tutzing und Wilzhofen ist eigentlich zu lang. Eine vernünftige Lösung beim Umbau des Bahnhof Tutzing zur Verbesserung des neuen Werdenfelstaktes vor etwa 3 - 4 Jahren werde leider nicht wahrgenommen! Hätte man die Strecke Tutzing - Kochel auf halber Strecke zwischen Tutzing und Diemendorf Kreuzungsfrei eingebunden und die Strecke Tutzing - Weilheim bis zum ehemaligen Bahnhof Diemendorf zweigleisig ausgebaut wäre der größte Teil der Verspätungen im Werdenfelsnetz heutzutage Geschichte!



Moin Lutz!
Man rupft ned ungestraft Gleise raus, um damit den längsten eingleisigen Abschnitt zwischen MTZ und MMU zu schaffen....
Mit einem Wort: Selbstamputation!!

Grüße vom
TB 4.2

von 212 160 - am 24.01.2016 03:56
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.