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KBS 970 - Forum
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4
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
bluetiger, helmut.reese, Marcus798

Ausbau KBS 950 Brennerzulauf im BVWP

Startbeitrag von bluetiger am 02.05.2016 13:05

Gestern habe ich mal Zeit gefunden mir die Unterlagen vom Bundesverkehrswegeplan mal durchzuschauen. Etwas erstaunt war ich als ich von den Planungen der KBS 950 zwischen Grafing Bf und Brannenburg gelesen habe. Vielleicht kennt das der ein oder andere schon aber für einige ist es sicher neu.

Wie ich verstanden habe gibt es offenbar zwei verschiedene Überlegungen:
* Blockverdichtung München-Trudering – Grafing, Neubau der Strecke zwischen Grafing Bf und Großkarolinenfeld und zwischen Großkarolinenfeld und Brannenburg nahe der Bestandsstrecke mit Vmax 230 km/h. Rosenheim würde dabei westlich umfahren. 2 zusätzliche Gleise Brannenburg – Kiefersfelden – Grenze D/A (Projektnummer 2-009-V03)
* Als Alternative: Ausbau ohne zusätzliche Gleise. Blockverdichtung München – Rosenheim – Kiefersfelden – Kufstein Grenze, LZB zwischen Ostbahnhof und Grafing, mit Vmax 200 km/h ab Trudering

Man muss aber dazu sagen, dass die Planungen erst in einem frühen Stadium sind, in dem Dokument ist es als Grundlagenermittlung gekennzeichnet. Ich hoffe, ich hab nix wichtiges ausgelassen.

Quellen:
[www.bmvi.de]
[www.bvwp-projekte.de]
[f-cdn-o-002.l.farm.core.cdn.streamfarm.net] Seite 181/200 bzw. 168 im Dokument
[f-cdn-o-002.l.farm.core.cdn.streamfarm.net] Seite 16-17
[f-cdn-o-002.l.farm.core.cdn.streamfarm.net] Seite 244
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Nach meiner Meinung braucht es den Neubau zwischen Grafing und Brannenburg eher nicht. Wenn ich mir überlege wie selten es eigentlich vorkommt, dass die Güterzüge wirklich in ganz kurzen Abständen daherkommen, glaube ich dass die Kapazitätsgrenze bisher selten erreicht wird. Oft war dann vorher irgendwo eine Streckensperrung im Spiel.
Anders herum: Wenn zwischen Grafing und Großkarolinenfeld vier Gleise liegen müssten die S-Bahn Gleise eigentlich auch für den restlichen Verkehr genutzt werden, ansonsten hat man hier wieder einen potentiellen Engpass. Das passiert zwar heute auch schon, aber nur wenn es auf der Hauptstrecke eine Störung gibt.
Ich wäre eher dafür, dass die Mangfalltalbahn darin mit einbezogen wird. Was los ist wenn die Hauptstrecke gesperrt ist, sieht man ja aktuell mit der OL Baustelle in Aßling. Wenn es auf der Mangfalltalbahn längere zweigleisige Abschnitte geben würde, könnten auch regulär mehr Züge über diesen Weg fahren. Der Abschnitt Bad Aibling – Heufeld käme mir da als Kandidat in den Sinn. Da die Mittenwaldbahn ja auch Richtung Brenner führt, wäre dort ein Ausbau als weitere Zulaufstrecke vielleicht auch überlegenswert.

Auch wenn die Eingabefrist heute Nacht schon abläuft würden mich andere Meinungen auch interessieren. Ich sehe das auch bewusst nicht durch die Fotografenbrille.

Gruß
Leonhard

Antworten:

Servus zusammen,

es ist zumindest mal nicht schlecht, daß die Strecke im Bundesverkehrswegeplan enthalten ist, leider heißt das bei unserer Politik nicht viel. Wenn man bedenkt, daß die Strecke München-Ost - Mühldorf schon seit 1938 zweigleisig und elektrifiziert ist.......

Zitat
bluetiger
Nach meiner Meinung braucht es den Neubau zwischen Grafing und Brannenburg eher nicht. Wenn ich mir überlege wie selten es eigentlich vorkommt, dass die Güterzüge wirklich in ganz kurzen Abständen daherkommen, glaube ich dass die Kapazitätsgrenze bisher selten erreicht wird. Oft war dann vorher irgendwo eine Streckensperrung im Spiel.


Dann bist Du aber nicht oft an dieser Strecke unterwegs. Oft genug kommt man als Güterzug in Waldtrudering nicht raus, weil erst der Railjet, dann der EC und danach zweimal der Meridian daherkommen. Dazu laut Fahrplan mehrere Güterzüge hintereinander. Oder gerade Nachts sind zu bestimmten Stunden die Güterzüge im Blockabstand unterwegs, eine Entlastung wäre dringendst erforderlich. Leichter wird es ab Rosenheim oft auch nicht aufgrund der Korridorzüge der ÖBB.

Gruß Marcus

von Marcus798 - am 02.05.2016 18:14
Das Ganze wird sicher noch Jahre dauern. Alle Beteiligten haben aufgrund der Erfahrungen andernorts mehrfach in der Lokalpresse und bei verschiedensten Anlässen eine breite Bürgerbeteiligung versprochen, wobei die Variante mit der Umfahrung von Rosenheim auf breiten Widerstand stößt. Mal sehen wie es weitergeht!

Gruß
Helmut

von helmut.reese - am 02.05.2016 18:38
Gut, die Sache mit der Auslastung ist auch nur mein subjektives Empfinden. Dazu bin ich tatsächlich zu selten an der Strecke um das objektiv beurteilen zu können.

Ohne die Einbeziehung der Bevölkerung bzw. der Anwohner wird das Projekt jedenfalls sicherlich schlecht durchzusetzen sein. Ich bin jedenfalls gespannt was sich bei dem Thema weiter tut.

Gruß
Leonhard

von bluetiger - am 02.05.2016 21:25
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