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KBS 970 - Forum
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
218er-Diesellok, doku-des-alltags, Laim-Ost, BwKempten

?? Frage zu 218er-Leistungen ECs München - Lindau ??

Startbeitrag von 218er-Diesellok am 10.08.2016 06:54

Hallo zusammen,

warum werden die ECs München - Lindau mit Mühldorfer 218ern bespannt und nicht mit Kemptenern?

Danke schon mal für eure Antworten!

Antworten:

Weil Mühldorf bis letztes Jahr das einzige Bw mit GTO-Loks in Südbayern war, und diese sind für die Energieversorgung der EC nötig!
MKP hat zwar mittlerweile auch welche, aber die Verträge mit MMF haben bestand.

von Laim-Ost - am 10.08.2016 08:29

Vielen Dank für die schnelle/fachkundige Antwort!! (owT)

.

von 218er-Diesellok - am 10.08.2016 08:41

Mangelnde Anzahl an 218 in MKP

Das Bw Kempten besitzt zudem nicht genug 218er um die Leistungen komplett übernehmen zu können. Ich meine, Kempten besitzt zur Zeit 10 Br 218. 5 Stück sind unter der Woche planmäßig im RE-Dienst im Allgäu unterwegs. 1 Lok muss immer für den Hilfsgerätewagen in Kempten für den Notfall zurück gehalten werden. Somit bleiben nur noch 4 Loks übrig. Nachdem auch nicht alle Loks immer unterwegs sind, sondern auch mal in die Werkstatt müssen, würde ich grob sagen, dass man 2 Stück "hergeben" könnte. Diese reichen offensichtlich für die Bespannung der EC´s nicht aus.

Ein weiterer Aspekt: Wie sollten die Loks planmäßig nach Kempten in die Werkstatt kommen, wenn sie EC-Züge zwischen Lindau und München bespannen? Jedesmal eine Leerfahrt/Überführung zu machen, wäre meiner Meinung nach zu ineffizient.

In Mühldorf wurde dieses Problem geschickt gelöst. Die EC-Züge enden zwar in München, bespannen jedoch in der Früh und am Abend Nahverkehrszüge von/nach Mühldorf, wodurch Sie bei Bedarf immer in die Werkstatt können.

von BwKempten - am 11.08.2016 09:23

Abgabe Kempten -> Mühldorf

Hallo zusammen,

ich möchte noch ergänzend hinzufügen, dass die Mühldorfer GTO-Loks bis in die 90er Jahre beim Bw Kempten beheimatet waren.

Meines Wissens hängt die Umbeheimatung mit dem Eintreffen der Dosto-Steuerwagen in Mühldorf zusammen. Die bis dato dort vorhandenen 218er (218 3xx) waren nur mit einer 36-poligen Wendezugsteuerung ausgestattet, für die Dosto-Steuerwagen ist jedoch die zeitmultiplexe Wendezugsteuerung (ZWS) notwendig, mit der hauptsächlich Loks mit 400er-Betriebsnummer ausgestattet sind.

Somit kamen diese "moderneren" 218er nach Mühldorf, der EC-Einsatz wird aber eben wegen der GTO-Thyristoren weiterhin mit ihnen durchgeführt. Nach Kempten kamen ab Ende der 90er Jahre bunt zusammengewürfelte Loks quer durch alle Nummerngruppen, von denen viele längst ausgemustert sind.


Viele Grüße,
Georg

von doku-des-alltags - am 11.08.2016 09:55
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