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KBS 970 - Forum
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Pasinger Metamorphosen (48 B)

Startbeitrag von doku-des-alltags am 12.06.2017 14:23

Hallo zusammen,

im April 2008 begannen die Baumaßnahmen am Bahnhof München-Pasing für den barrierefreien Ausbau und zur Neugestaltung des gesamten Umfelds. Nach der Komplettverlegung des Bahnhofs in den 1950er Jahren, als die Gleisanlagen vom EG wegrückten und in Hochlage großzügig und modern neu angelegt wurden, änderte sich mit dem zuletzt erfolgten Umbau das Erscheinungsbild des Bahnhofs ein weiteres Mal.

Ich habe nun einmal ein paar Ansichten zwischen "einst und jetzt" zusammengestellt. Die Intention des Beitrags ist weder "früher war alles besser", noch "heute ist alles schöner", sondern lediglich ein neutraler Vergleich zwischen vorher und nachher.

Ein herzlicher Dank geht auch noch an Frank H. aus Kopenhagen, Claus-Jürgen Schulze und Paul Müller den Isartalbahner, für die Bereitstellung einiger besonderer Bilder aus der Zeit vor der S-Bahn.





Vergleich 1



1.) Das Empfangsgebäude von 1873 im Januar 1991. Das Gebäude ist noch nicht renoviert und hat noch reichlich Patina. Die erste Renovierung hat nicht lang danach stattgefunden, 1991 oder 1992. Als hier noch der Taxistand war, konnte man sich noch nicht vorstellen, dass hier mal eine Straßenbahnhaltestelle sein wird, denn Trambahnstrecken baute man damals noch eher ab, statt auf.

Das Gebäude wurde zusammen mit dem Streckenabschnitt München – Kaufering im Jahre 1873 in Betrieb genommen.





2.) Der Vorplatz am am 14.12.2013 nach den umfangreichen Umbauarbeiten. Das Gebäude erstrahlt im neuen Glanz. Nunmehr fährt die Trambahn bis vor den Bahnhof und das gesamte Umfeld hat sich völlig verändert. Vorher war die Wendeschleife der Straßenbahn am Pasinger Marienplatz.





Vergleich 2





3. + 4.) Der Nordeingang im Stadtteil Obermenzing an der Ecke Gottfried-Keller-Str. / August-Exter-Str. in den Jahren 1995 und 2016. Im Verlauf der August-Exter-Straße Richtung Norden bis zum Nymphenburger Kanal schließt die Villenkolonie Pasing I an, die von dem Architekten August Exter Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen wurde. Die Gottfried-Keller-Straße führte hingegen direkt zur Chemiefabrik Weyl an der Nordseite des Bahnhofs.






Vergleich 3





5. + 6.) Der Bahnsteig der Garmischer Fernbahn, annähernd gleicher Standpunkt, 24 Jahre dazwischen. Es hat sich einiges verändert, aber der Wiedererkennungswert ist zweifelos gegeben. Die 420er mischen seit 2015 wieder im Münchner S-Bahngeschehen mit.

Mit dem Bahnhofsumbau änderte sich die Gleisnummerung. Gleis 1 wurde Gleis 2 usw. Der Grund ist, dass am Hausbahnsteig auf der gleislosen Seite die Option für ein neues Gleis 1 geschaffen wurde.





Vergleich 4



7.) Der S-Bahnsteig für die stadteinwärtsfahrenden Züge im Mai 1998. 1998 endete die Flughafen-S-Bahn S8 im Westen noch in Pasing, sie wurde erst später auf mehrmals wechselnde Aussenlinien (Nannhofen, Geltendorf, aktuell Herrsching) weitergeführt. 420 428 im Airport-Line-Anstrich ist gerade um 14:25 vom Flughafen angekommen und hat noch die Schlussbeleuchtung an. Wegen der Wende fuhren die Züge gleich in das Stadteinwärtsgleis ein. Um 14:53 geht die Fahrt zurück zum Flughafen, Ankunft dort um 15:41.





8.) Mit dem Umbau wurden die beiden S-Bahnsteige verkürzt, die Dächer aber verlängert und zwei Signalausleger wurden aufgestellt.


Nun folgen ein paar Bilder aus der Zeit vor dem S-Bahnbetrieb, Dank an Claus-Jürgen Schulze für die Bereitstellung dieser Bilder:


Foto: Claus-Jürgen Schulze

9.) Die Situation an den Gleisen 3 und 4 im September 1971, noch vor Aufnahme des S-Bahnbetriebs. Im Vorortverkehr kommt neben der E44 die E41 zum Einsatz. Bis Geltendorf seit der Elektrifizierung im Jahre 1970 auch die E16.

Die blaue 141 015 schiebt ihren Wendezug vermutlich Richtung Starnberg. 141 123 könnte aus Geltendorf kommen.




Foto: Claus-Jürgen Schulze


Foto: Claus-Jürgen Schulze

10. + 11.) Auf der Strecke nach Herrsching sind überwiegend Wendezüge aus dreiachsigen Umbauwagen + Mitteleinstiegssteuerwagen im Einsatz. 141 008 und 141 034 kommen wohl gerade vom Ammersee.

Während die Überbrückung der Abstellbahn durch die Augsburger Strecke bereits in den 50ern gebaut wurde, erfolgte die niveaufreie Einfädelung der Allgäubahn/Mittelschwabenachse erst mit dem S-Bahnausbau. Die helle Schotterung auf der Rampe im Hintergrund ist ein Indiz, dass das Brückenbauwerk gerade kurz zuvor fertiggestellt wurde. Ein betrieblicher Nachteil ist, dass diese Rampe nur eingleisig ausgeführt wurde. Während die S-Bahn stadtauswärts ein eigenes Gleis unterhalb benutzt, müssen Reisezüge von/nach Buchloe mit Halt in Pasing diesen eingleisigen Abschnitt in beiden Richtungen benutzen.







Vergleich 5



12.) Das erste Bahnhofsgebäude von Pasing aus dem Jahre 1854, entworfen von Friedrich Bürklein, hier im Sommer 1989. Vorne liegt noch das originale Gleis 1 mitsamt Bahnsteigkante. Das Gelände wurde von der Bahnmeisterei Pasing genutzt. Im Hintergrund der Nachfolgebau von 1873, der in bayerischer Einheitsform mit Seitenflügeln errichtet wurde. Seine Eröffnung erfolgte zeitgleich mit dem letzten Abschnitt der Mittelschwabenachse Pasing – Kaufering.

Die Gleise 1 und 2 waren wohl die letzten Gleise mit Zugverkehr, während der schrittweisen Verlagerung auf den neuen Bahnhof und wurden von Zügen von/nach Starnberg benutzt.
(Quelle: Schriftenreihe Pasinger Archiv, Ausgabe 2017, S. 56)






13.) Dass der Bürkleinbahnhof bis heute überdauert hat, hat er wohl seiner früher abseitigen Lage auf dem Gelände der Bahnmeisterei zu verdanken. Heute ist das renovierte Gebäude dank seiner Nutzung als Café zu neuem Leben erwacht.

Bereits in den 1970er Jahren gab es einen Plan, die Straßenbahn bis zum Bahnhof zu führen. Dabei wäre die Strecke von der Landsberger Str. durch die Rathausgasse zum Bahnhof gelegt worden. Die Wendeschleife wäre genau hier an dieser Stelle entstanden, was zum Abriss des Bürkleinbahnhofs geführt hätte (Quelle: "Ein Jahrhundert wird mobil", Buchendorfer Verlag 1994, S. 119). Die heutige Straßenbahntrasse führt durch die Bäckerstraße zum Bahnhof und durch die Gleichmannstraße zurück.





Vergleich 6





14. + 15.) 2008 noch dem Verfall preisgegeben, 2009 stand die Renovierung des völlig maroden Gebäudes schon kurz bevor. Dahinter die Baugrube für die Pasing Arcaden, ganz im Hintergrund das Gebäude der Güterabfertigung. Das Geländer im Vordergrund gehört zur östlichen Unterführung, die zu diesem Zeitpunkt noch ohne Bahnsteigzugänge die Bahnhofgleise unterquerte.





16.) Wenn man heute bei den Pommes-Freunden sitzt und einen Burger genießt, hat man diese Ansicht. Die Unterführung wurde an dieser Stelle geöffnet und mit einer veränderten Rampenneigung führt sie unter der neuen Straße und den Bahnhofgleisen hindurch. Ausserdem wurden auch von ihr aus Zugänge zu den Bahnsteigen geschaffen.





Vergleich 7



17.) Dort wo die östliche Unterführung die Gleise querte, waren auf den Bahnsteigen "Glasbausteine" in den Boden eingelassen. Dort endeten auch die damaligen Bahnsteigdächer. An dieser Stelle kommen heute die zusätzlichen Bahnsteigaufgänge herauf. Die neuen Bahnsteigdächer reichen weiter ans östliche Bahnsteigende.




18.) Zwischenstadium 2010, nun mit Blick aufs Bahnhofsgebäude. Im Hintergrund ist schon eines der neuen Gebäude in die Höhe gewachsen. 360 847, eine alte Münchnerin zu DB-Zeiten, hört nun auf den Namen Johanna und war während der Bauarbeiten oft in Pasing im Einsatz.




19.) Fünf Jahre später der aktuelle Zustand. Die Vegetation ist wieder emporgeschossen. Das neue Bahnsteigdach von Gleis 3 u. 4 (vorher 2 u. 3) endet heute auf Höhe des Turmmastens, der auf Bild 18 hinter der V60 zu sehen ist.





Vergleich 8





20. + 21.) Der Blick Richtung Hauptbahnhof am km 7,2 und 0,2 in den Jahren 1998 und 2016. Durch neue Weichenverbindungen besteht heute die Möglichkeit von den ersten 4 Gleisen auf die Verbindungsstrecke zum Südring zu fahren.




22.) Diese interessante Ansicht von Frank H. aus dem Jahre 1969 ist zwar nicht im selben Blickwinkel entstanden, weil vom Zugfenster von Gleis 2 aus aufgenommen, ist aber vergleichbar mit Bild 20/21. Anhaltspunkte sind der vorletzte Betonlichtmast am Bahnsteig, der auch auf Bild 20 noch vorhanden ist, sowie der Bohlenübergang für die Gepäckkarren mit der Zufahrt zum kürzeren Bahnsteig der Gleise 4 und 5. Von der asphaltierten Einmündung ist auf Bild 20 noch ein Stück zu sehen.

Damals gab es eine Weichenverbindung von Gleis 2 bis in den Güterbahnhof hinüber. Zudem fällt auf, dass die Turmmasten der Quertragwerke anders standen als heute. Vermutlich kamen die Veränderungen mit dem S-Bahnausbau.

Die Tanks links gehören zur Chemiefabrik Weyl. Daneben verläuft die Offenbachstraße. Der Wohnblock dahinter steht in der Nimmerfallstr.





Vergleich 9



23.) Wir bleiben noch kurz an dieser Ecke, diesmal am Bahnsteigende von Gleis 1. Wie der Vergleich mit Bild 22 zeigt, wurden innerhalb der vergangenen drei Jahren die alten Lichtsignale gegen neue getauscht. Es verblieben aber zwei Ausfahrtsignale der alten Bauart an den Gleisen 12 und 14, sowie ein Vorsignal und ein Vorsignalwiederholer bis zur Inbetriebnahme des ESTW im Jahre 2011. Entlang der Abstellbahn und im Güterbahnhof blieben noch sämtliche alten Lichtsignale.





24.) Am 28.11.1972 fährt 232 001 mit dem kurzen N 2590 nach Kempten auf Gleis 3 ein.







25 + 26.) Nach seinem kurzen Halt auf Gleis 3 setzt der Koloss mit seinen drei Wagen den Weg ins Allgäu fort.








27. + 28.) Der direkte Vergleich 1972 / 2008 an der westlichen Bahnhofsausfahrt. Das schräge Dach unten links gehört zum Post- und Gepäcktunnel, der zu den Aufzügen auf den Bahnsteigen führt.





29.) Damit auch der unscheinbare Post- und Gepäcktunnel nicht in Vergessenheit gerät: Seine Zufahrt auf der Südseite. Die Stelle befindet sich heute unter dem Niveau der Josef-Felder-Straße. In der Schriftenreihe des Pasinger Archivs, Ausgabe 2017 ist auf S. 49 ein Foto von 1958 abgedruckt, als die Zufahrt noch im Rohbau war. Ein VW-Käfer kommt gerade die Rampe heraufgefahren.





Vergleich 10




30.) Zurück auf den Bahnsteig zum Gleis 3. 218 220 (Bw Regensburg) befördert einen Eilzug nach Oberstdorf. Eine purpurrote 218 auf der Allgäubahn war wegen des ozeanblau-beige dominierten Bw Kempten zu dem Zeitpunkt schon eine Seltenheit.




Foto: Claus-Jürgen Schulze

31.) Eine wunderschöne Rarität, bei der das Motiv über der Grobkörnigkeit steht. Der exakt gleiche Standpunkt, 24 Jahre vorher. Unauffälliger Hinweis: am rechten Bildrand spitzen minimalst die drei Umlaufbänder des Lastenaufzugs ins Bild. Im Hintergrund sind die beiden hohen Schornsteine der dort ansässigen Chemiefabrik Weyl zu sehen.

1964 war der moderne Bahnhof Pasing gerade 6 Jahre in Betrieb, als 39 150 (Bw Kempten) mit einem Personenzug Richtung Buchloe auf Gleis 4 steht. Seit 1972 ist das der Stadteinwärtsbahnsteig der S-Bahn. Die Gleise der Vorortbahn Starnberger Flügelbahnhof – Hauptwerkstätte – Laim – Pasing mündeten in Pasing direkt in die Gleise 4 und 5 und gingen nach Westen raus auf die Gautinger Vorortbahn. Richtung Buchloe musste von Gleis 4 aus abgezweigt werden. Zumindest haben das meine Recherchen ergeben. Einen Gleisplan aus der Zeit vor 1972 mit niveaugleichen Weichenverbindungen am Westkopf hatte ich leider noch nicht zu Gesicht bekommen. Möglich, dass die Gleise 6 und 7 direkt auf die Allgäubahn führten. Mit dem Bau des Brückenbauwerks zur höhenfreien Einfädelung von S-Bahn und Allgäubahn (ca. 1969-70) änderte sich das, so dass mehrere Züge gleichzeitig ein- und ausfahren können.







32. + 33.) Anfang 2009 begann der Abriss der Bahnsteigdächer. Die Dächer wurden schrittweise ab- und aufgebaut, der Vorgang zog sich über mehrere Jahre. Die Aufzüge wurden ebenfalls schrittweise demontiert.




34.) Montage des neuen Bahnsteigdaches auf dem Bahnsteig 2.






Vergleich 11



35.) Nun wenden wir uns dem Empfangsgebäude von 1873 zu. Die Überdachung vom Hausbahnsteig war "gleisseitig" verglast, mittig führt die überdachte Rampe in den Fußgängertunnel zu den Bahnsteigaufgängen. Immer wieder wurde was neues dazu gebaut, so dass das hier ziemlich verschachtelt wirkte. Rechts dahinter das Postamt von Pasing, das heute nicht mehr existiert.

Bis zur Komplettverlagerung des Betriebs auf den neuen Bahnhof in Hochlage befanden sich hier die Gleisanlagen. Pasing hatte sieben Bahnsteiggleise und drei weitere durchgehende Gleise. Am östlichen Ende vom Bahnsteig der Gleise 3 und 4 stand ein großes (elektro?)mechanisches Stellwerk. Im EK-Buch "Verkehrsknoten München" ist es auf Seite 97 abgebildet.

Für die Nutzung der Fläche zwischen EG und neuen Gleisanlagen gab es verschiedene Überlegungen, u. a. einen U-Bahnhof für die verlängerte Linie der U4/U5. Letztendlich blieb es bei Parkplätzen und Brachflächen.





36.) Für kurze Zeit gab es einen unverstellten Blick auf Bahnhofsgebäude und Hausbahnsteigdach.





37.) Im fertigen Zustand führt die vierspurige Josef-Felder-Straße zwischen Gleise und EG hindurch. Von dieser "zweiten" Straßenseite in Hochlage gibt es nun einen neuen Eingang zum alten Empfangsgebäude.





38.) Imaginäres Hausbahnsteig-Feeling im Jahre 2008 auf der westlichen Seite: auch hier noch blitzte noch die originale Bahnsteigkante von Gleis 1 durch den Asphalt. An dieser Stelle beginnt heute die Gastromeile.

Die großzügige Breite des Hausbahnsteigs war dadurch begründet, dass entlang der vordersten Säulenreihe der Überdachung am Empfangsgebäude die Bahnsteigsperre verlief. Überdacht stand man an Gleis 1 also nur ausserhalb der Sperre.





Vergleich 12





39. + 40.) Ausfahrt nach Westen in den Jahren 1989 und 2015 mit dem Stellwerk Pf. Technisch wird es von ayshanancy hier beschrieben: [www.drehscheibe-online.de]




Vergleich 13



41.) Am 12. Juli 1988 verlässt 218 441 Gleis 9 mit dem Eilzug nach Basel.




42.) Gleis 10 im November 2015, mit 440 003 als RE aus Treuchtlingen und Ulm.





Diverses



43.) Die weitausladenden Bahnsteigdächer waren charakteristisch für den Pasinger Bahnhof. Während hier an den Gleisen 2 und 3, sowie 8 und 9 noch die älteren Rollbandanzeiger das Zugziel anzeigen, haben die S-Bahnsteige schon Fallblattanzeiger bekommen.





44.) Die Rollbandanzeiger der Gleise 8 und 9 im Frühjahr 1990. Im Vordergrund noch eine der alten Sitzbänke, die auf allen Bahnsteigen anzutreffen waren.





45.) Zwischen den Treppenabgängen standen diese Warteräume.





46.) Alte Lichtsignale aus den 50er Jahren standen noch an Gleis 12 und an der Abstellbahn.





47.) Aufzüge, Dächer und Empfangsgebäude.




48.) Und noch ein Blick aufs Stellwerk.



Viele Grüße,
Georg

Antworten:

Servus Georg!

Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag - natürlich auch an die Bildlieferanten! Ausgezeichnet beschrieben und herrliche Bildvergleiche aus vergangenen Tagen.

Schönen Gruß
Gabriel

von JimKnopff - am 12.06.2017 16:44

WOW! Das ersetzt jedes Abend-Fernsehprogramm!

Ein Riesendankeschön!

Besonders für Bild 22, jetzt weiß ich endlich, wie es von der Fernbahn in den Gbf ging......

Gruß, Stefan

von Stefan von Lossow - am 12.06.2017 17:44
Herzlichen Dank für diese geniale Dokumentation! Ich freue mich auch immer wieder über Bilder, die keine Standardmotive darstellen, wie z.B. die ersten vier Bilder. Es gibt dort so viele Details zu entdecken, die im Laufe der Zeit mehr oder weniger unbemerkt verschwunden sind.
Viele Grüße, Andreas

von KBS962 - am 13.06.2017 06:52

Danke für den tollen Bericht! (OwT)

.

von JonasH - am 13.06.2017 21:03
Phantastischer Bilderbogen - Herzlichen Dank !!!!!

Zur Ergänzung vielleicht noch der Hinweis, dass es die charakteristischen Pasinger Bahnsteigdächer als H0-Bausatz bei KIBRI gab als "Bahnsteig München-Pasing".

von D-ADSO - am 19.06.2017 09:42
Hallo allerseits

Bild 5 zeigt eine Besonderheit: Hauptsignal und Vorsignal teilen sich einen Mast, in diesem Fall zeigen beide jedoch in entgegengesetzte Fahrtrichtungen.

Bild 7: Die Signale Richtung Stammstrecke besaßen Richtungsvoranzeiger ( unterm Stellwerk) und Richtungsanzeiger am Ausfahrsignal. Viel der erste Lampenkreis des Anzeigers aus wurde dies selten von den S-Bahnführern gemeldet, gab es doch keine andere Fahrtmöglichkeit! Wenn dann der zweite Lampenkreis ausfiel, kam das Signal nicht mehr auf Fahrt. Dies hätte mit Ausbau der letzten Weichen ( 1976 ?) auch zurück gebaut werden können. Der Rückbau der Querverbindungen im Ostkopf geschah ja in Etappen über mehrere Jahre. Die ersten Weichen dürften mit Verlängerung des Fernbahnsteiges (damals 8/9 ) verschwunden sein.
Bild28: Am linken Bildrand befindet sich das Stellwerk Lochhausen. Wer jetzt nichts sieht muss nicht gleich zum Optiker. Das Stellwerk war unter der Erde und nur beim Rückbau kurzzeitig sichtbar. Es lief übrigen bis zur Abschaltung mit ein und dem selben Batteriesatz ! Heute unvorstellbar!
Bild 29: Rechts des Tunnelausganges befand sich der Abgasschacht des Notstromaggregates. Wenn mal wieder ( trotz Absperrung) Autos drauf parkten und das Netz ausfiel, kam schon öfters mal die Feuerwehr. Bis zu 8 Löschfahrzeuge bevölkerten dann den Parkplatz auf der Suche nach (einem oder mehrerer) brennender Pkw.
Nicht alle Signale der Kanalbahn waren der alten Bauart (1959 ?). Da der komplette zweigleisige Ausbau erst später erfolgte gab es auch neuere Signale.
Wer hat Bilder der originalen (nur verfüllten) Fußgängerunterführung (zwischen Gleis 2 und EG)? Hatte Bilder mit dem Handy gemacht, finde diese allerdings nicht mehr.

Wenn es die Zeit erlaubt werde ich mal die alten Unterlagen digitalisieren.

Bis dahin schöne Grüße nach Bayern

René

von Zs 4 - am 21.06.2017 21:50
Hallo René,

danke für die Informationen!

Ja, das Ausfahrtsignal von Gleis 1 (heute 2) ist ja weiter zurück versetzt, weil die Weichenverbindung innerhalb des Bahnsteigbereichs liegt. Bei der Ausfahrt von Gleis 1 (2) geht es damals wie heute an zwei Ausfahrtsignalen vorbei. Das Asig von Gleis 2 (3) zeigt dabei nur ein weisses Licht.

Zitat
Zs 4
Wer hat Bilder der originalen (nur verfüllten) Fußgängerunterführung (zwischen Gleis 2 und EG)? Hatte Bilder mit dem Handy gemacht, finde diese allerdings nicht mehr.


Meinst Du den überdachten Rampenweg? Ich glaube davon habe ich auch nur eine eher schlechte Handyaufnahme....



Hier zumindest ein Bild vom Seiteneingang. Gegenüber war damals der Yormas untergebracht.






Und hier noch der Gepäcktunnel aus anderer Perspektive. War der Abgasschacht dort rechts, wo die beiden Hütchen stehen?


@all: freut mich wenns gefällt :-)



Viele Grüße,
Georg

von doku-des-alltags - am 22.06.2017 07:38
Hallo allerseits

Der von mir angesprochene Tunnelrest befand sich genau unter dem auf Bild 1 sichtbaren Bereich. Der Tunnel müsste laut Plan bis zum ehemaligem Gleis 1 am EG geführt haben.

Die Kegel auf Bild 2 zeigen den Abgasschacht. Zeitweise gab es auch Absperrungen mit Kette, jedoch mit wenig Erfolg. Da die alte Notstromaggregate keine Warmhaltefunktion besaßen und der Strom nun mal unangekündigt ausfällt qualmte es halt die ersten Minuten mächtig.

Die Bilder 23 und 24 des oberen Beitrages dürften die zur damaligen Zeit vorhandenen Verzögerungs- und Beschleunigungssignale zeigen. Die dafür benötigten Anlagenteile waren bis zum Schluss im Relaisraum vorhanden. Größtenteils waren selbst die Adern bis zum Signal verschalten.

Schönes Wochenende wünscht

René

von Zs 4 - am 23.06.2017 21:34
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