Langsamfahrstelle Oberreitnau

Startbeitrag von Roland Linz am 06.07.2003 20:44

Ganz verständlich ist mir die neue Langsamfahrstelle in Oberreitnau (Strecken-Km 145) am Bahnübergang Schloßstraße auch nach den Ausführungen in diesem Forum nicht:

Denn wie ich bei Beobachtungen aus dem Zug heraus feststellte, ist unmittelbar hinter (!) dem Bahnübergang die Schloßstr. geradeaus für LKWs über 16 t gesperrt. Vorher zweigt scharf rechts der Bahnweg ab, der nach einem Haus zu einem Feldweg wird. Dieser führt bis zu der großen Unterreitnauer Str. an die Bahnunterführung.

Es ist mir völlig unverständlich, wieso die Schloßstr. erst hinter dem Bahnübergang für LKWs gesperrt ist. Denn will ein Bauer mit Schlepper etc. zu seinen Feldern fahren (anderen LKW-Verkehr wird es da wohl schwerlich geben), so könnte er dies problemlos über die Unterreitnauer Str. tun. Dieser Umweg ist ihm viel eher zuzumuten als allen Bahnkunden dauernde Verspätungen und z.B. in meinem Fall einen regelmäßig verpassten Busanschluß um 6.00 in Röthenbach, was meinen täglichen Arbeitsweg von Lindau nach RAWE in Weiler um eine halbe Stunde verlängert.
Außerdem hätte es fatale Folgen, wenn sich wirklich einmal ein "normaler" LKW (womöglich mit Anhänger) ganz legal über den Bahnübergang verirrt: Dieser kann dann überhaupt nicht wenden, geschweige denn über den Feldweg fahren, und die Bahnstrecke wäre für Stunden blockiert!

Es ist schon richtig, daß für Bahnübergänge strenge Sicherheitsregularien gelten. Aber anscheinend sind unsere Behörden und wohl auch viele Bahner vor lauter Vorschriften schon
derartig blind, daß sie nicht auf die einfache Lösung kommen, die Schloßstr. schon vor (!) den Schranken für LKWs zu sperren und so die Gefahrenstelle ohne großen Aufwand zu beseitigen.

Antworten:

Die Bahner haben damit herzlich wenig damit zu tun.
Für die Beschilderung, bzw. Sperrung einer Straße für den Verkehr (oder einem Teil davon) ist nicht die Bahn zuständig, sondern das zuständige Straßenbauamt. Eine Außnahme davon wären nur bahneigene Straßen.
Die La wird von der Bahn auch nicht freiwillig aufgestellt, sondern auf Veranlassung des EBA (EisenbahnBehinderungsAmt). Das dieses bisweilen seinen Namen verdient, zeigt sich an solchen Stellen.
Keiner hat jemals bestritten, daß beim EBA Bürokraten arbeiten.
Traurig aber leider immer wieder wahr.

Armin



von Bavaria - am 07.07.2003 18:37
Du schreibst ganz richtig:
"Die La wird von der Bahn auch nicht freiwillig aufgestellt, sondern auf Veranlassung des EBA (EisenbahnBehinderungsAmt)."
In Oberreitnau ist diese Langsamfahrstelle wohl nicht ganz unbegründet.
Unternimmt das EBA auch etwas um die Mängel der Straßenverkehrsführung abzustellen. Oder hat das EBA ( obwohl Behörde) da keine Möglichkeiten. Es kann ja nicht sein, dass Bahnreisende sich mit Landrats- Straßenverkehrsämtern usw. rumschlagen, damit diese Langsamfahrstellen beseitigt werden können.
Gruß Westallgaeuer

von Franz - am 08.07.2003 15:16
Anscheinend wird schon was unternommen.
Vorletzte Woche hat das EBA gemeinsam mit Bahn und Landratsamt eine Lösung für Ruderatshofen gefunden und auch in Buchloe wird heute der Bahnübergang straßenverkehrstechnisch geändert, indem nur noch ein Auto auf den Übergang darf und eine Gegenverkehrsvorrangregelung eingeführt wird.

Gruß,

Roman

von Roman - am 09.07.2003 12:53

Beiseitigung der LA in Oberreitnau...

Heute in der Lindauer Zeitung gelesen: Da drauf klicken...

Es wurden, wie auf den in der Zeitung abgebildeten Foto, Markierungslinien erneuert bzw. hinzugefügt und ein paar Schilder wurden auch noch aufgestellt.

Michi

von Michi S. - am 10.07.2003 10:47
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