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Forum 3. Liga Nord Handball
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vor 14 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 7 Monaten
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Bob Andrews, ukw, Marjorie

Doberan - Ellerbek 27:29 (11:17)

Startbeitrag von Marjorie am 06.10.2003 08:18

Ellerbeks Handballer überraschen Angstgegner 29:27

Ellerbek
- Die Regionalliga-Handballer des TSV Ellerbek haben offensichtlich die richtigen Lehren aus dem wenig überzeugenden Auftritt im Hamburger Pokal bei der HG Norderstedt II gezogen: Nur 48 Stunden, nachdem sie (wie gemeldet) gegen das Team aus der 2. Liga mit 30:28 nach Verlängerung das Erstrunden-Aus knapp abwenden konnten, setzten sich die Schützlinge von Trainer Kay Germann mit 29:27 (17:11) im Punktspiel beim Bad Doberaner SV durch. "Ich brauchte die Pokalpartie gar nicht mehr zu erwähnen, meine Jungens wussten, dass ich mit ihrer Leistung unzufrieden war, und haben sich in Bad Doberan von ihrer besten Seite gezeigt", sagte der TSV-Coach, für den es gleich zwei Gründe gab, sich über den Auswärtssieg zu freuen.

Zum einen hatte Ellerbek in den vergangenen Jahren beim bekannt heimstarken SV nie etwas zu bestellen, zum anderen muss sein Team demnächst gegen die Bramstedter TS, den VfL Bad Schwartau und Empor Rostock antreten, die Germann allesamt als "Aufstiegskandidaten" einschätzt.

Zur Erholungsfahrt geriet für die Ellerbeker aber auch das Gastspiel in dem mecklenburgischen Kurort keineswegs. Zwar führten sie schon früh und lagen auch noch in der 50. Minute mit fünf Toren vorn, aber dann drohte die Partie zu kippen. "Ein Bad Doberaner sah nach einem Foul an Philip Altong die direkte rote Karte, und das hat beim Heimteam eine Trotzreaktion ausgelöst", berichtete Kay Germann.

Die Mecklenburger, die in der Anfangsphase viermal frei stehend nur Pfosten oder Latte getroffen hatten, stellten auf Manndeckung um, zwangen die Ellerbeker so zu Fehlern und kamen noch einmal auf 27:28 (59.) heran, ehe der erneut starke Bastian Blietz nach einem Alleingang mit seinem neunten Treffer Coach und Teamkameraden erlöste.

Hoch zufrieden war Kay Germann aber nicht nur mit dem Matchwinner, sondern mit dem gesamten Team: "Alle haben ihren Beitrag zum schwer erkämpften Sieg geleistet."

Spielverlauf: 1:4 (5.), 8:8 (13.), 8:13 (20.), 11:17 (Halbzeit) - 18:23 (45.), 23:28 (50.), 27:28 (59.), 27:29.

Aufstellung (Tore/Siebenmeter): Laupichler, Luarte Correas - Blietz (9), Altong (3), Himborn (7), F. Burmeister, K. Burmeister (1), Häfele (7/3), Hildebrand, Heger, Opderbeck, Butzmann (2). fwi

Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/06/215319.html

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Doberan: 300 Fans waren stinksauer

Handball-Regionalliga Nordost: Doberan verlor gegen Ellerbek 27:29

Bad Doberan
(NNN/rek) Das war nichts, was die Männer des Bad Doberaner SV am Sonnabend Abend in der Stadthalle gegen den TSV Ellerbek ihren Zuschauern boten. Ohne Druck, Spielwitz und Engagement verloren sie am 4. Spieltag der Handball-Regionalliga Nordost mit 27:29 zurecht.

Großzügig verschenkten die Münsterstädter beide Punkte - die rund 300 Fans waren stinksauer. So wird es auf der Handballkarte wohl bald keinen Standort Bad Doberan in der Regionalliga mehr geben.

Schon in den ersten Minuten hätten die Gastgeber eigentlich reagieren müssen, als der Handball-Kindergarten aus Ellerbek (Durchschnittsalter knapp 22 Jahre) den gestandenen Männern des DSV die Show stahl und fast ohne Gegenwehr mit 4:1 und 5:2 in Front zog. Nach zehn Minuten erwachten die Doberaner etwas aus dem Tiefschlaf, glichen zum 8:8 (14.) aus, um dann aber gleich wieder wegzunicken. Aufgrund einer desolaten Abwehrleistung und harmlosen Angriffen verabschiedeten sie sich beim Stande von 11:17 mit sechs Toren Rückstand in die Pause.

Als mit Beginn der zweiten Halbzeit in der Halle endlich die volle Beleuchtung eingeschaltet wurde, kam auch etwas mehr Licht ins DSV-Spiel. Die Deckung stand besser und vorne wurde gekämpft, zunächst aber ohne den nötigen Erfolg. Der Pausenabstand blieb beim 13:20 und 14:21 (38.) noch bestehen. Erst nach der unberechtigten roten Karte gegen Peter Roloff, sein Gegenspieler "beging ein klassisches Stürmerfoul" (Ellerbeks Trainer), leisteten die Mecklenburger den von Anfang an erwarteten Widerstand, kamen ab der 42. Minute immer näher an die Gäste heran.

Doch zur Wende in der Begegnung kam es nicht mehr. Zum einen spielten die Münsterstädter ohne lenkende Hand, vergaben auch drei Strafwürfe in Folge, im gesamten Spielverlauf sogar fünf. Zum anderen griffen die sehr schlecht pfeifenden Unparteiischen mit falschen Entscheidungen und Herausstellungen (teilweise drei Doberaner gegen sechs Ellerbeker) derart in die Partie ein, dass der DSV zwar auf 27:28 herankommen konnte, aber das Spiel nie und nimmer gewonnen hätte.

Ein enttäuschter Doberaner Trainer Bodo Wieland meinte: "Jetzt konnten unsere Zuschauer einmal miterleben, wie der Bad Doberaner SV seine Heimspiele verliert, die gar nicht zu verlieren sind. Ohne aggressive Deckungsarbeit und den entsprechenden Druck nach vorne kann man ein Match nicht positiv gestalten. Meine Spieler wollen immer so souverän sein, setzen aber die Forderungen nicht um. Selbst im kämpferischen Aufbegehren waren sie diesmal kopflos."

Quelle: www.svz.de

von Bob Andrews - am 06.10.2003 09:56

Doberan: Verdiente Heimniederlage nach mäßiger Leistung

DSV-Handballer unterlagen TSV Ellerbek in eigener Halle

Doberans Handballer bleiben weiter in dieser Saison ohne Sieg. Auch am vierten Spieltag warteten gut 200 Zuschauer in der Doberaner Stadthalle vergebens auf den ersten Erfolg ihrer Mannschaft.

Bad Doberan
Gegen den Tabellenfünften der Handball-Regionalliga Nordost, TSV Ellerbek, unterlagen die Schützlinge des Trainergespanns Wieland/Lankowski in einer äußerst mäßigen Partie mit 27:29 (11:17).

Bodo Wieland wollte am Ende nichts beschönigen: „Der Sieg von Ellerbek geht völlig in Ordnung. Wer wie wir die nötige Aggressivität von der ersten Minute an vermissen lässt, muss sich am Ende nicht wundern, dass er verliert.“

In der Tat boten die Einheimischen in der ersten Halbzeit eine nahezu desolate Leistung. Der DSV, ohnehin im Rückraum nicht gerade glänzend besetzt, versuchte immer wieder über die Kreispositionen zum Erfolg zu kommen. Doch das stellte die defensive Deckung der Randhamburger kaum vor Probleme. Dazu kam eine äußerst schwache Chancenverwertung. Nachdem Ellerbek bis zur 8. Spielminute mit 6:3 in Führung gegangen war, schienen die Münsterstädter das Spiel in den Griff zu bekommen. Als Alexander Kraeft nach 15 Minuten den 8:8-Ausgleich erzielte, keimte kurzzeitig Hoffnung auf, doch diese war trügerisch. Im Gegenteil, es war erschreckend, was der DSV von nun an bot. Jeder Wurf der Gegner wurde ein Treffer. Die Abwehrarbeit war weitestgehend eingestellt und im Angriff wurden reihenweise beste Chancen vergeben. Allein vier verworfene Siebenmeter sprechen Bände. Als es nach 26 Minuten gar 9:16 stand, musste schon mit einem Debakel für die Münsterstädter gerechnet werden.

Das 11:17 zur Halbzeit war noch schmeichelhaft. Nach der Pause gelang es zunächst den Gästen nicht, sich weiter abzusetzen. In der 39. Minute kam plötzlich Hektik auf. Peter Roloff sah für eine angebliche Tätlichkeit von den Hamburger (!) Schiedsrichtern die Rote Karte. Aber dies sorgte für eine Trendwende. Plötzlich war die Aggressivität da, die so lange vermisst wurde. Alexander Kraeft, der bis dahin einen schwarzen Tag erwischte, und Marcus Schlette machten noch einmal Dampf. Nach 46 Minuten stand es nur noch 19:23. Ellerbek wurde zunehmend nervöser. Doberan weiter am Drücker, scheiterte jedoch immer wieder an der Chancenverwertung. Als der DSV zeitweise mit nur noch drei Feldspielern agierte, enteilten die Gäste auf 21:27 (52.). Aber der DSV, plötzlich hellwach, gab sich noch nicht geschlagen. Tor für Tor wurde wettgemacht. Kapitän Alexander Kraeft sorgte mit einem Doppelschlag 60 Sekunden vor Ende der Partie noch für den 27:28-Anschluss. Doch das Aufbäumen kam zu spät. Ellerbek gelang Sekunden vor dem Abpfiff das 27:29.

Beim DSV spielten: Tor: Silvio Weiser, Alexander Michaelis; Feld: Michael Kahnert, Dirk Weisheitel(3), Maik Pentzien(1/1), Peter Roloff(4/1), Christian Jürchott(1/1), Stephan Voss(1), Jan Mietzelfeld(1), Marcus Schlette(5/1), Christoph Käckenmeister(3), Alexander Kraeft(8).

MARTIN WEBER

Quelle: http://www.ostseezeitung.de/do/start_112747_863674.html

von Bob Andrews - am 06.10.2003 09:58

Ellerbeker Überraschungssieg

Von Per Asmussen

Ellerbek. Kay Germann hat auf dem Handballfeld bereits alles gesehen. Der Trainer des TSV Ellerbek (Regionalliga) spielte selbst mehrere Jahre für den THW Kiel in der 1. Liga und hat auch als Coach schon einige Partien auf dem Buckel. Doch vor Überraschungen ist auch Germann nicht gefeit: Vor dem Duell beim Bad Doberaner SV hatte er seine Mannschaft als klaren Außenseiter gesehen. Diese spielte jedoch groß auf und siegte bei den heimstarken Mecklenburgern verdient mit 29:27 (17:11).

Wie überrascht Germann war, zeigte sich nach der Partie: Entgegen seiner Gewohnheit, auch gewonnene Spiele nüchtern zu analysieren, sprach er über den zweiten Auswärtssieg der Saison als einen „tollen Erfolg“, der das Ergebnis einer „hoch anzusehenden Leistung“ seiner jungen Truppe war. Diese hatte die Partie von Anfang an gut im Griff: Nach 20 Minuten lag der TSV mit 13:8 vorne und baute die Führung auf 17:11 zur Pause aus. Besonders die von Jens Hildebrand und Klaus Häfele geführte Abwehr überzeugte in dieser Phase.
Auch zehn Minuten vor Schluss sah es alles nach unerwartet leicht verdienten zwei Punkten für die Ellerbeker aus: In der 50. Minute führte der TSV mit 27:21. Urplötzlich kam es jedoch zum Bruch im Gästespiel. Zwei Angriffe wurden nicht genutzt, Bad Doberan traf jeweils und nahm die bis dahin stark spielenden Jan-Henning Himborn und Klaus Häfele in enge Manndeckung. Mit Erfolg: 30 Sekunden vor Ende hatten sich die Hausherren herangekämpft (27:28).

Doch dann kam Bastian Blietz: Der Kreisläufer des TSV ließ sich zurückfallen, bekam den Ball und sorgte mit einem unhaltbaren Wurf für die Entscheidung. Nicht nur diese Aktion brachte Blietz ein Sonderlob seines Trainers ein: „Er hat überragend gespielt“, urteilte Germann, der nach dem dritten TSV-Saisonsieg in Folge beruhigt in die nächsten Partien gehen kann. Hier warten mit Bad Bramstedt, Bad Schwartau und Rostock drei echte Brocken auf die Ellerbeker. Aber wer weiß, vielleicht überrascht der TSV seinen Trainer auch in den Partien gegen die „Meisterschaftskandidaten“.

TSV Ellerbek: Laupichler, Luarte-Correas - Blietz (9 Tore), Altong (3), Himborn (7), F. Burmeister (n. e.), Häfele (7/3 Siebenmeter), Hildebrand, K. Burmeister (1), Heger, Butzmann (2), Opderbeck.

Quelle: www.pinneberger-tageblatt.de/index2.php?aid=14566&kat=6

von ukw - am 07.10.2003 13:22
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