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Hüruper

HSG Tarp-Wanderup - 1. VfL Potsdam

Startbeitrag von Hüruper am 27.02.2006 03:58

Paciorek-Team unterlag Mitkonkurrenten

Handball. Aufstiegsrennen bleibt spannend - Tarp-Wanderup unterlag Potsdam mit 28:32.

TARP. Die zweite Heimniederlage der Saison war gleichzeitig die erste Niederlage in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga für die HSG Tarp-Wanderup. Mit 28:32 (14:16) verlor die HSG gegen die Gäste aus Potsdam und ist in der Tabelle auf den dritten Rang zurückgefallen. Einen Platz hinter dem VfL.

Tarp-Wanderup musste neidlos anerkennen, dass die Gäste aus Potsdam den besseren spielten und zu Recht die Punkte aus der Treenehalle entführten.

»Wir sind heute auf ein Team getroffen, das sehr gut eingestellt war, zudem hatten wir nicht unseren besten Tag und haben deshalb verloren«, sagte HSG-Trainer Waldemar Paciorek.

»Wir haben heute so gut wie lange nicht mehr gespielt«, freute sich dagegen Potsdams Spielmacher und Mann des Tages Pawel Kaniowski.»Wir hatten jedoch auch viel Glück«, fügte der Pole hinzu, der einst das Trikot der SG Flensburg-Handewitt trug.

»Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Über 60 Minuten waren wir das bessere Team, wir hatten mehr Möglichkeiten und haben diese ausgenutzt«, freute sich sein Trainer Alexander Haase.

Schwache Ausbeute

Die Gastgeber erwischten einen schwachen Start und kassierten in Überzahl in den Anfangsminuten vier Tore. Beim Stande von 8:8 (17.) konnte Tarp-Wanderup erstmals eine Überzahl ausnutzen und sich auf 11:8 (19.) absetzen.

Danach folgten jedoch acht Minuten ohne HSG-Tor und Potsdam zog seinerseits auf 14:11 (27.) davon. »Das war der Knackpunkt«, gestand Waldemar Paciorek und sein Gegenüber Alexander Haase sah es genauso: »Tarp hat uns am Anfang mit ihrem Tempospiel große Probleme bereitet. Nachdem wir den 8:11-Rückstand aufgeholt hatten, lief es besser für uns und am Ende haben wir das Spiel souverän nach Hause geholt.«

Zu Beginn der zweiten Hälfte kämpften sich die Hausherren zurück und konnten durch Dominik Juckenath zum 18:18 (39.) ausgleichen. Angeführt von einem überragenden Pawel Kaniowski, der drei Treffer in Folge markierte, schlug Potsdam zurück. Neben Kaniowski hatte die HSG vor allem mit Potsdams Halbrechten, Enrico Bolduan (8 Tore) große Probleme und als in der Schlussphase VfL-Ersatzkeeper Stefan Wagner auch noch sein Tor verriegelte, war die Partie endgültig entschieden.

»Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gekämpft, allerdings standen wir in der Abwehr nicht kompakt genug um gegen die langen Kerle von Potsdam zu bestehen. Da habe wir uns gegenseitig zu wenig unterstützt«, sagte Paciorek.

Nach einem insgesamt gutem Regionalliga-Spiel blieb der HSG-Coach dennoch optimistisch und will weiterhin um die Meisterschaft mitspielen:

»Es bleibt alles offen. Nach nur einer Niederlage werden wir nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir gucken von Spiel zu Spiel und am Ende wird abgerechnet.«

HSG Tarp-Wanderup: Samuelsen - Plähn 6, Knaack 1, Weide 2, Pieper, Juckenath 5, Brüne 4, Petersen 6, König 3, Carstens 1, Karsten, Will.

1.VfL Potsdam: Pahl, Wagner - Pohlack 4, Thiele 1, Böhm 1, Hoffmann 2, Kärsten 1, Schugardt, Bolduan 8, Pawlazyk 4, Kaniowski 10, Rupprecht, Lenser 1.

(Quelle: http://www.flensborg-avis.de/index.php?load=120&ID=329886 )

Gruß,
Michael

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Abgerechnet wird später

Herber Dämpfer für die HSG Tarp-Wanderup im Titelkampf der Handball-Regionalliga Nordost. Im Spitzenspiel gegen den 1. VfL Potsdam kassierte der Tabellenführer mit 28:32 (14:16) die erste Niederlage in der Meisterrunde.

Tarp – Waldemar Paciorek brachte die 60 Minuten in der Treenehalle mit vier Worten auf den Punkt. „Potsdam war heute besser“, sagte der Trainer der HSG Tarp-Wanderup nach dem 28:32 (14:16) in der Meisterrunde gegen den Tabellendritten 1. VfL Potsdam. An der nötigen Einstellung hatte es den Gastgebern an diesem Nachmittag vor rund 350 Zuschauern nicht gemangelt, doch gegen einen cool aufspielenden Gegner mit einem überragenden Spielmacher Pawel Kaniowski hatte die HSG kein probates Rezept gefunden. „Das war ein sehr gutes Spiel von uns“, strahlte denn auch der Potsdamer Regisseur, der einst das Trikot der SG Flensburg-Handewitt getragen hatte. „Wir haben wenig Fehler gemacht und hatten eine hohe Quote in unserer Wurfausbeute. Wir haben unsere Chancen heute konsequent genutzt.“

Im Gegensatz zur HSG Tarp-Wanderup: Zwar führten die Gastgeber nach 19 Minuten mit 11:8 und schienen dem dritten Sieg im dritten Spiel der Meisterrunde entgegen zu steuern. Doch sieben schwache Minuten, in denen vor allem im Angriff nichts gelang, drehten das Spiel. Angeführt von Kaniowski, der in den 60 abwechslungsreichen Minuten von der HSG-Defensive nie auszuschalten war, machte der VfL aus dem Rückstand eine 14:11-Führung. Zwar schaffte der Spitzenreiter nach dem Wechsel beim 18:18 (39.) und 22:22 (46.) noch zwei Mal den Ausgleich, eine Führung gelang der Paciorek-Truppe aber nicht mehr. Im Gegenteil: Immer wenn die HSG drauf und dran war, die Partie erneut zu drehen, waren Kaniowski oder der starke Linkshänder Bolduan zur Stelle und brachten ihre Farben wieder in Führung. Der Pole erzielte zwei Treffer in Folge zum 20:18 und Bolduan nach dem 25:26 die Tore zum vorentscheidenden 28:25 (54.) für Potsdam. Kaniowski hatte auch eine plausible Erklärung für das große Selbstvertrauen, dass die Gäste in der Treenehalle an den Tag gelegt hatten: „Auswärts spielen wir augenblicklich besser als zu Hause.“

Die HSG hatte laut Paciorek dagegen „nicht den besten Tag erwischt“. Die Rückraumspieler Simon Plähn und Mario Petersen blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Petersen traf erst, als die Partie entschieden war. Sven Karsten als Spielmacher blieb ebenfalls blass, und von Sascha Will war auf Linksaußen überhaupt nichts zu sehen. Der zweite Linksaußen Timo Brüne erzielte vor der Pause zwar vier Tore, doch als es um die Wurst ging, zeigte auch er Nerven. Und in der Defensive fehlte „die nötige Bewegung und die Unterstützung der Nebenleute, um die Räume eng zu machen“, bemängelte der HSG-Trainer. Damit war die Niederlage vorprogrammiert.

Für den HSG-Trainer ist mit der vermeidbaren Schlappe gegen Potsdam im Aufstiegskampf zur Zweiten Liga jedoch noch nichts verloren. „Es bleibt alles offen, und wir werden bis zum letzten Spiel weiter kämpfen. Erst dann wird abgerechnet“, sagte Waldemar Paciorek im Brustton der Überzeugung.

HSG Tarp-Wanderup: Samuelsen, B. Petersen (nicht eingesetzt) - Plähn (6), Knaack (1), Weide (2), Pieper, Juckenath (5), Brüne (4), M. Petersen (6), König (3), Carstens (1), Karsten, Will.
1. VfL Potsdam: Pahl, Wagner (ab 50.Minute ) - Pohlack (5), Thiele (1), Böhm (1), Hoffmann (2), Kärsten (1), Schugardt, Bolduan (8), Pawlazyk (4), Kaniowski (10), Rupprecht, Lenser (1), Baumgart.
Schiedsrichter: Wiese-Müller/Wodke (Berlin). - Zeitstrafen: 2:7. - Siebenmeter: 2:0. - Zuschauer: rund 350.

HANS-W. KLÜNNER

(Quelle: Flensburger Tageblatt vom 27.02.2006)

Gruß
Michael

von Hüruper - am 27.02.2006 10:37
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