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Forum 3. Liga Nord Handball
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M@rkus

Ahrensburg - Rudow

Startbeitrag von M@rkus am 10.03.2006 11:52

Unsere Hallenzeitung "Handball-News" mit den Infos zum Spiel gegen den TSV Rudow (morgen, Samstag, 11.3.2006, 17 Uhr, Heimgartenhalle) ist online und liegt zum Download auf unseren Seiten bereit:

http://www.atsv.de/handball/handballnews.php

Viel Spaß beim Lesen!

Antworten:

Der Wirbelwind ist wieder dabei

Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2006/03/11/542057.html

von M@rkus - am 11.03.2006 10:40

Ahrensburg - Rudow 25:14 (7:14)

Sensationelle Aufholjagd zum Sieg

In einem waren sich am Ende alle einig: So etwas wie den 25:24 (7:14)-Erfolg der Regionalliga-Handballer des Ahrensburger TSV gegen den TSV Rudow hatte keiner der Anwesenden jemals zuvor erlebt. Völlig aussichtslos lagen die Schützlinge von Trainer Jens Lüdtke nach 40 Minuten mit 9:19 hinten, um zum Schluss doch noch den Platz als Sieger zu verlassen. Dass trotz des Triumphs die Chancen auf den Klassenerhalt nur noch theoretisch vorhanden sind, störte niemanden. Ausgelassen wurde der nicht mehr für möglich gehaltene Sieg gefeiert.

Lüdtke wagte trotz der schlechten Erfahrungen aus dem Spiel vor Wochenfrist in Neubrandenburg wieder die 6:0-Abwehrvariante und lag damit zunächst richtig. Die Schlossstädter standen sicher in der Deckung und hatten mit Torhüter Steffen Reider, der insgesamt 21 Bälle parieren konnte, einen großen Rückhalt. Leider kam der ATSV dafür mit der offensiven Abwehr der Berliner nicht zurecht. So stand es nach einer Viertelstunde gerade einmal 4:4. Danach verliefen bis zum Pausenpfiff die Ahrensburger Angriffsbemühungen weiterhin größtenteils im Sande, doch dafür ließ die Konzentration in der Abwehr nach. Die Gäste zogen innerhalb weniger Minuten auf 8:4 davon und erhöhten später noch einmal von 11:7 auf 14:7.

Auch nach der Pause das gleiche Spiel: Der „Angsthasenhandball“, den Trainer Lüdtke angemahnt hatte, ging weiter. Auch die Umstellung auf eine 5:1-Deckungsvariante brachte keinen Erfolg. Nach 40 Minuten lag der ATSV hoffnungslos mit 9:19 im Hintertreffen, und alle Beteiligten hatten das Spiel bereits abgehakt. Wie die Ahrensburger trotzdem zurück in die Begegnung fanden, konnte sich hinterher keiner wirklich erklären. Plötzlich stockten die Angriffsbemühungen der Hauptstädter. Und obwohl der ATSV den größten Teil der zweiten Hälfte in Unterzahl auf dem Feld war, kämpfte er sich wieder heran. Elf Zeitstrafen und eine – allerdings berechtigte – direkte Rote Karte gegen Rechtsaußen Patrick Ranzenberger standen am Ende zu Buche. Said Evora und Robert Delinac mussten nach der jeweils dritten Zeitstrafe ebenfalls schon frühzeitig auf der Tribüne Platz nehmen. Nur sechsmal hingegen mussten Rudower Spieler auf die Strafbank. Aber auch von den teilweise mehr als unverständlichen Pfiffen des Schiedsrichtergespanns Ehrig/Wall (Fahrenkrug/Bebensee) ließen sich die Ahrensburger nicht ablenken. In der stärksten Phase erzielten sie sieben Treffer in Folge und glichen zum 20:20 aus.

Was folgte, war Spannung pur. Am Ende pfiff der ATSV aus dem letzten Loch. Als zwei Minuten vor Schluss Spielmacher André Peter umknickte und nicht weiter spielen konnte, musste selbst Kreisläufer Andre Buschmann als letzter übrig gebliebener Ersatzspieler noch einmal ran, obwohl er es sich eigentlich wegen eines Hexenschusses im Trainingsanzug auf der Bank gemütlich gemacht hatte. Ein angebliches Stürmerfoul von Thiago Santos, der inzwischen in den Rückraum hatte wechseln müssen, brachte Rudow den letzten Versuch zum Ausgleich. Christoph Palder foulte seinen Gegenspieler und musste für die letzten Sekunden auf die Bank. Die Schiedsrichter erhöhten die Zahl der übrig gebliebenen Spielsekunden von zwei auf vier, doch der letzte Wurf von Marian Blanke landete im ATSV-Block.

Zwar ist der Klassenerhalt bei immer noch fünf Punkten Rückstand auf den rettenden dritten Platz und nur noch vier ausstehenden Begegnungen nahezu aussichtslos. Trotzdem haben die Ahrensburger ein Zeichen für die Zukunft gesetzt und gezeigt, dass sie immer noch Moral haben. Dies können sie bereits am kommenden Samstag im Auswärtsspiel bei der SG TMBW erneut beweisen. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Havellandhalle.

Aufstellung ATSV (Tore/Siebenmeter): Steffen Reider (21 Paraden), Florian Schmidt (n. e.) – Thiago Santos (7/1), Christoph Palder, Said Evora (je 4), Patrick Ranzenberger (4/1), André Peter, Marc Feldtmann, Philipp Ruge (je 2), Markus Fraikin, Andre Buschmann.

Rudow: Daniel Strumpski, Christoph Kaminski, Jens Wegener (6), Marian Blanke (5/2), Tilo Rautenberg (4), Adrian Namyslo (3), Semjon Schimanke, Jens Skowronnek (je 2), Timo Schäfer, Mathias Kopp (je 1), Alexander Ottho, Alexander Hagenstein, Sven Konieczny, Lars Konieczny.

Schiedsrichter: Stefan Ehrig, Michael Wall (Fahrenkrug/Bebensee).

Siebenmeter: 3/2 : 3/2 (Santos an den Pfosten – Reider pariert gegen L. Konieczny).

Zeitstrafen: 11:6 (Evora 16., 47., 54., Santos 18., 42., Delinac 30., 47., 51., Peter 38., Feldtmann 54., Palder 60., - Skowronnek 21., Namyslo 30., Schäfer 40., Wegener 46., Schimanke 53., 55.).

Rote Karte: Ranzenberger (ATSV, 44.).

Spielverlauf: 0:1, 1:1, 4:4, 4:8, 5:8, 5:10, 6:11, 7:11, 7:14 – 8:14, 8:15, 9:15, 9:19, 13:19, 13:20, 20:20, 20:21, 21:22, 23:22, 24:23, 24:24, 25:24.

Zuschauer: 100.

von M@rkus - am 13.03.2006 10:58

Re: Ahrensburg - Rudow 25:14 (7:14)

Triumph nach grandioser Aufholjagd

Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2006/03/13/542551.html

von M@rkus - am 13.03.2006 11:00

Re: Ahrensburg - Rudow 25:14 (7:14)

Und so sah es der Gegner. Gelesen auf http://handball.wtt3.de/index.php?id=41:
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Ahrensburger TSV - TSV Rudow 25:24 (7:14)

So, damit dürfte das Thema Kassenerhalt langsam erledigt sein. Und so schmerzlich es ist, so müssen wir nach dem Spiel in Ahrensburg wohl eingestehen, dass wir in dieser Liga auch nix verloren haben, wenn wir ein solches Spiel auf so eine Art und weise verlieren können.

Und dabei fing mal wieder alles so gut an (das hatten wir allerdings schon so manches Mal in dieser Saison)...

Wir waren fest entschlossen, in Ahrensburg unseren ersten Auswärtssieg einzufahren, der uns in der Abstiegsrunde ein gutes Stück nach oben geschoben hätte und uns alle Möglichkeiten auf den erhofften Klassenerhalt erhalten hätte.

Und wir fingen auch sehr gut an. Nach einer kurzen Phase des Abtastens auf beiden Seiten konnten wir von 4:4 auf 8:4 lösen und zeigten, dass wir durchaus noch in der Lage sind, richtig guten Handball zu spielen. Basierend auf eine hervorragend eingestellten Abwehr konnten wir unseren Vorsprung Tor um Tor ausbauen und führten beim Halbzeitpfiff mit 14:7. Der Wille der Mannschaft spiegelte sich in der letzten Aktion vor der Pause wieder, als Tilo und Hagi beim gemeinsamen Versuch einen gegnerischen Konterpass abzufangen gehörig aufeinander prallten, das drohende Gegentor damit aber vermeiden konnten.

In Halbzeit zwei stellte Ahrensburg seine Deckung etwas offensiver ein, was uns zunächst aber nicht beeindrucken sollte. Kontinuierlich konnten wir unseren Vorsprung auf 19:9 (40.min) ausbauen. Bis hierhin konnte man feststellen, dass wir unsere vielleicht beste Saisonleistung gezeigt hatten. Was danach kam ist einfach unbeschreiblich. Als in der 50. min. der 20:20 Ausgleich fiel waren alles beteiligten völlig konsterniert. Was war passiert?? Ich kann es euch nicht sagen. Man könnte jetzt denken, so etwas ist nur möglich, wenn man verpfiffen wird und ständig in unterzahl spielt, aber das war mit Nichten der Fall. Ganz im Gegenteil dazu waren wir sogar mehrfach mit einem oder sogar zwei Leuten mehr auf der Platte. Aber diverse Fehlwürfe und –pässe wurden auf einmal von Ahrensburg zu blitzschnellen Kontern genutzt und wir waren plötzlich nicht mehr im Stande, unser Rückzugsverhalten darauf einzustellen. Und so schmolz der Vorsprung Tor für Tor und unsere Nervosität wuchs. Zwar konnten wir uns nach dem Ausgleich ein wenig fangen und noch zweimal erneut in Führung gehen, jedoch gelang Ahrensburg mit dem 23.22 das erste mal die eigene Führung. Das darauf folgende Hin und Her endete damit, dass wir kurz vor dem Abpfiff noch die Chance zum Ausgleich hatten, leider blieben aber sowohl Marian als auch Jenne S. mit Ihren Würfen in der gegnerischen Deckung hängen und wir hatten das Spiel tatsächlich mit 25:24 verloren. Schlimm genug, dass wir selbst nur noch 5 Tore geworfen haben, in den letzen 20 min. Aber im selben Zeitraum 16 Gegentreffer zu kassieren, obwohl wir in den vorangegangenen 40 min nur 9 Tore des Gegners zuließen ist einfach unglaublich...

Mit diesem Spiel haben wir wohl Handball-Geschichte geschrieben, leider in negativem Sinne...



Aufstellung:

TSV Rudow:

Tor: Strumpski, Kaminski

Feld: Blanke (5/2), Wegener (6), Schäfer (1), Namyslo (3), Rautenberg (4), Schimanke (2), L.Konieczny, Kopp (1), Hagenstein, Skowronnek (2), S.Konieczny, Ottho

von M@rkus - am 14.03.2006 15:01
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