Usedom - Schwartau 26:31 (14:16)

Startbeitrag von Marjorie am 11.12.2006 11:38

Schwartau siegt auf Usedom

Der VfL Bad Schwartau gewann am gestrigen Samstag sein Auswärtsspiel gegen den HSV Blau/Weiss Insel Usedom mit 31:26 (16:14) und rangiert somit weiterhin auf dem 2. Tabellenplatz der Regionalliga Nord-Ost.

Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel. Ca. 700 Zuschauer wollten diese Partie sehen und feuerten ihre Mannschaft frenetisch an. Doch der VfL ließ sich trotz dieser Atmosphäre nicht beirren. Zielgerichtet führte ein erneut stark aufspielender Matthias Hinrichsen Regie auf der Mittelposition, während Keeper Maik Hintze sowie Top-Goalgetter Dennis Tretow ein ums andere Mal ihre Stärken ausspielten und den VfL so stets in Führung brachten. Doch auch Usedom hielt tapfer mit und blieb bis zur 20.Minute auf Tuchfühlung, ehe Schwartau auf 11:8 (22.Minute) davonziehen konnte. Zwei Zeitstrafen kurz vor der Halbzeit gegen den VfL brachten dann den Gastgeber wieder auf Aufholkurs, der bei einer 16:14 Führung für Schwartau mit dem Halbzeitpfiff beendet wurde.

Auch in der zweiten Halbzeit hatte dann der VfL Bad Schwartau die Partie in der Hand. Lediglich Mateusz Zaremba stämmte sich mit aller Macht gegen die bevorstehende Pleite seines Teams und erzielte in den zweiten dreißig Minuten acht blitzsaubere Treffer. Das war es dann jedoch auch mit der Usedomer Herrlichkeit. Der VfL dominierte die Partie weiterhin und Schwartau-Keeper Hintze vernagelte hinten seinen Kasten. Immer wieder wusste er mit tollen Glanzparaden zu überzeugen und entnervte seine Gegenspieler gänzlich. Somit gewannen Tretow & Co. letztendlich völlig verdient in der einstigen Handball-Hochburg auf Usedom und wollen nun mit einem weiteren Sieg am kommenden Wochenende gegen Brandenburg, den zweiten Tabellenplatz vor der Winterpause weiter festigen.

Die VfL-Treffer: Tretow (13), Hinrichsen (7/5), Kammler (4), Petersen, Zeschke, Wohler (alle 2), Jäde (1)

Quelle: www.schwartau-handball.de

Antworten:

Gegen Schwartau war mehr drin

Eine Niederlage gegen den VfL Bad Schwartau ist keine Schande. Bedenklich war allerdings die Art und Weise, wie der Punkt- verlust zustande kam.

Handball / Regionalliga: HSV Insel Usedom – VfL Bad Schwartau 26:31(14:16)


Nach zuletzt zwei starken Heimauftritten hatten sich die Insulaner auch gegen den Tabellenzweiten Bad Schwartau einiges ausgerechnet und wollten Punkte sammeln. In der Pommernhalle verliefen die ersten zehn Minuten ausgeglichen.

Zunächst legte Schwartau vor (0:1, 1:2), ehe der HSV durch Treffer von Gleß, Gala und Zaremba beim 3:2 in der fünften Spielminute erstmals führte. Ein größerer Vorsprung wurde aber nicht erspielt. Als der Gastgeber nach Zeitstrafe (12.) gegen Gleß in Unterzahl spielte, drehten die Schwartauer die Partie und führten 8:5. Usedom lief fortan einem Rückstand hinterher. Die Gäste kamen durch ihre offensivere Deckung mehrmals zu Kontern, die durch den besten Spieler des Abend, Dennis Tretow (13 Feldtore), kompromisslos abgeschlossen wurden.

Es waren noch nicht einmal 20 Minuten gespielt, da erhielt Gleß durch eine sehr fragwürdige Schiedsrichterentscheidung bereits die zweite Zeitstrafe und musste im Mittelblock kürzer treten. Auffallend war die Usedomer Abschlussschwäche von der Außenposition, wo Teetzen, Saß und Pommerening mehrfach am Schwartauer Keeper Hintze scheiterten. Auf der Gegenseite spielten Müller und Köpke (16. bis 30. Minute) trotz einiger Paraden weniger auffällig. Mehr als drei Tore Rückstand ließ die Pysall-Sieben, bei der Klepp früh Eik Wicht (Verletzung an der Wurfhand) ersetzte, in der ersten Spielhälfte aber nicht zu. Beim Halbzeitstand von 14:16 war auch weiterhin alles drin für die Mannschaft um Kapitän Gala.

Die Hoffnungen der 500 Zuschauer erhielten kurzzeitig Nährboden als Zaremba direkt nach dem Wiederanpfiff den 15:16-Anschluss herstellte. Der Ausgleich gelang jedoch nicht. Heidenreich scheiterte mit einem Tempogegenstoß. Stattdessen konnten sich die Randlübecker bis zur 35. Minute auf vier Tore absetzen (16:20). Abgesehen vom 16:17 (32.) durch Gleß war das Torewerfen jetzt nahezu ausschließlich Zaremba vorbehalten. Während der Pole vom Siebenmeterpunkt Nervenstärke bewies, waren bei seinen Wurfversuchen aus dem Feld viele Fehler zu registrieren.

Häufig spielte sich seine Mannschaft auch mit Zeitspiel fest, sogar bei zwischenzeitlicher Überzahl. Die Usedomer hatten kein Konzept gegen die Schwartauer Deckung. Gala blieb diesmal blass, „leistete“ sich einige unvorbereitete Würfe. Der Druck aus dem Rückraum fehlte, die Außen trafen zu selten. Auch die Impulse von der Bank – mit der Hereinnahme von Painke und später Gordon Wicht – brachten keine entscheidende Besserung. Leow löste zwischenzeitlich Zaremba ab. Der HSV fand keinen Anschluss mehr. Bad Schwartau genügte eine allenfalls durchschnittliche Leistung, um den dennoch verdienten Sieg sicherzustellen. HSV-Trainer Peter Pysall vermisste nach dem Spiel die Spritzigkeit bei seinen Spielern. „Mehrere Spieler waren gesundheitlich angeschlagen“. Als Entschuldigung für die schwache Chancenverwertung akzeptierte er dies aber nicht. Die Mannschaft zog sich nach dem Schlusspfiff minutenlang zurück, besprach einige Sachen offensichtlich unter sich.

Aufstellung HSV: Müller, Köpke; E. Wicht, Painke, Gala 3, Teetzen 2, G. Wicht, Leow, Klepp 2, Pommerening 1, Gleß 5, Heidenreich, Zaremba 13/7, Saß.

Siebenmeter: HSV 7/7; VfL 5/5.

Zeitstrafen: HSV 4 (je 2 Gleß, Gala), VfL 7; Rot: Petersen(VfL Bad Schwartau, nach dritter Zeitrafe).

ROBERT NEIDEL

Quelle: www.ostsee-zeitung.de

von Marjorie - am 11.12.2006 11:42
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