Flensborg - BraHU 27:24 (11:16)

Startbeitrag von ukw am 29.01.2007 11:09

Handball: DHK Flensborg - SG Bramstedt/Henstedt-Ulzburg 27:24

Optimismus trotz der Niederlage

Die abstiegsgefährdeten Gäste überzeugen mit einer starken ersten Halbzeit und ihrer exzellenten Abwehrarbeit.

Von Joachim Jakstat

Bad Bramstedt - Die Regionalliga-Handballer der SG Bramstedt/Henstedt-Ulzburg hatten ihr Gastspiel beim DHK Flensborg mit 24:27 verloren - und doch verließen die Gäste erhobenen Hauptes das Parkett der Flensburger Idraetshalle. "Natürlich sind wir sauer, weil wir hier trotz einer 16:11-Halbzeitführung nicht gewonnen haben. Aber beim DHK muss man nicht die Punkte gegen den Abstieg holen. Für mich ist wichtig, dass wir trotz widriger Umstände eine Einheit sind und uns in Zukunft auf unsere Abwehr verlassen können", fasste Jens Häusler, der Spielertrainer der SG, seine Eindrücke der spannenden, aber keineswegs hitzigen Partie zusammen.

In einer kampfbetonten, aber stets fairen Partie dominierten die Abwehrreihen und die beiden starken Torleute Thorsten Meyer (SG Bramstedt/Henstedt-Ulzburg) und Alwin Berg (DHK Flensborg).

Wenn die Gäste nach dem Wechsel nicht über zehn Minuten ohne Torerfolg geblieben wären, hätte es durchaus zum Sieg für den Abstiegskandidaten reichen können. In der ersten Halbzeit hatte die SG BraHU den DHK Flensborg förmlich an die Wand gespielt. "Wir waren dann aber in der zweiten Hälfte, insbesondere zwischen der 30. und 40. Minute, im Angriff nicht durchschlagskräftig genug", stellte Jens Häusler kritisch fest.

Kein Wunder, denn die Gäste traten ohne Rückraumspieler Jan-Henning Himborn an, der nach einem Nasenbeinbruch mit anschließender OP noch mindestens fünf Wochen pausieren muss. Da auch Linkshänder Tim Früchtenicht nur mit angezogener Handbremse spielen konnte, weil er von einem Taxi angefahren worden war und Prellungen an Beinen und Ellenbogen erlitten hatte, war der SG-Rückraum arg geschwächt.

Zu allem Unglück zog sich Christian Jürchott nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung für den ermüdeten Jens Thöneböhn eine Handverletzung zu.

"Wir haben dann vorne unsere Chancen nicht verwertet und etliche Gegenstoßtreffer kassiert", so Häusler. Aus dem Positionsspiel heraus entwickelte der DHK Flensborg dagegen wenig Torgefahr. "Unsere Abwehr stand exzellent", so Häusler, den gerade dieser Umstand für die Zukunft optimistisch stimmt. Trotz der Niederlage sieht er den Aufwärtstrend bestätigt.

Spielverlauf: 0:1, 1:1, 2:2, 2:6, 3:8, 7:9, 8:10, 8:13, 9:15, 10:16, 11:16 - 16:16, 16:18, 18:20, 21:21, 24:21, 24:23, 25:24, 27:24.

Die Tore der SG Bramstedt/Henstedt-Ulzburg: Philipp Liebe (8/5 Siebenmeter), Jens Thöneböhn (4), Jens Häusler (4), Lars-Uwe Lang, Ingo Ahrens, Nils Himborn (je 2), Tim Früchtenicht, Jan Wrage (1).

Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/29/678736.html

Antworten:

DHK sicherte Vorherrschaft

Handball. Nach 27:24 (11:16)−Erfolg gegen die SG BraHu ist der DHK zurück in der Erfolgsspur.

FLENSBURG.
Nach der höchsten Saisonniederlage (38:26) beim AMTV Hamburg am vorvergangenen Wochenende, war der DHK (Dansk Håndbold Klub) Flensborg in der Handball−Regionalliga gegen die SG Bramstedt−Henstedt−Ulzburg gefordert und um Wiedergutmachung bemüht. Dank einer Steigerung auf allen Positionen im zweiten Durchgang gelang dies zumindest teilweise.

Das 27:24 über BraHU sichert dem SdU (Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger)−Vertreter den dritten Rang und die Vorherrschaft der Nordklubs, vor der SG Flensburg−Handewitt II.

Katastrophaler Beginn


Die Anfangsphase der Partie war allerdings aus DHK−Sicht eine Katastrophe. Nach zehn Minuten lagen die Gastgeber mit 3:8 im Rückstand. Da war es Still in der Idrætshallen.

Wesentlich besser wurde es mit der Einwechslung von Torwart Alwin Berg, der den verletzten Oliver Schulz zusammen mit dem jungen Eigengewächs Christoph Peters vertritt. Doch herumreißen konnte er das Ruder noch nicht. Zur Halbzeit stand ein 11:16 auf der Anzeigetafel.

Deutliche Steigerung

Erst nach der Pause, als sich der DHK auch insgesamt steigerte, verringerte sich der Rückstand. Auch Alwin Berg legte noch einmal zu. Mit mehreren erstklassigen Paraden sorgte der Keeper hinten zusammen mit Alexander Klein für Sicherheit, und den Angriffmotor forcierten Robert Koch und Jan Molsen.

Beim 22:21 (53.), der ersten DHK−Führung, waren die ersten "Alwin, Alwin!"−Rufe von den Rängen zu hören. Als der DHK eine Minute vor dem Ende mit zwei Toren in Front lag, und Berg einen weiteren Ball parierte, war der 36−jährige endgültig zum "Matchwinner" avanciert.

DHK−Coach Christian Lutter sagte nach dem Spiel: "Wir sind froh über den Sieg. Ohne Alwin hätten wir heute nicht gewonnen. Wir sind sehr glücklich, dass er bei uns aushilft."

Der Spielertrainer der Gäste, Jens Häusler, fasste zusammen: "Es fehlte uns am Ende zwar die Kraft, doch ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Das Hinspiel hatten wir zu Hause noch mit 16 Toren (23:39) verloren, und so haben wir uns doch deutlich gesteigert."

DHK Flensborg: Berg (ab 10.), Peters − Koch 7, Barthen 1, Karstens, Johansen 1, Stotz 4/1, Jessen 1, Klein 3, Kohnagel 1, Molsen 9.

SG BraHu: Meyer − Ahrens, Becker 1, Liebe 5/4, Jürchott, Scholz, Lang 2, Früchtenicht 2/1, Breckwoldt, Alpers, Wrage 1, Thöneböhn 3, Häusler 3.

Zuschauer: 250

Zeitstrafen: 10:4 Minuten

Siebenmeter: 3/2 : 6/4

Jasper Wenzel

Quelle: http://www.flensborg-avis.de/index.php?c=v2113028.339

von ukw - am 29.01.2007 11:16
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