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Inselpower

Ludwigsfelder HC - HSV Insel Usedom

Startbeitrag von Inselpower am 09.02.2007 10:04

Pysall: Wir werden massiv angreifen
Beim Auswärtsspiel in Ludwigsfelde kehrt Rechtsaußen Marcel Saß ins Team zurück


Nach zehntägiger Pause brennt das Team des HSV auf einen Sieg in Ludwigsfelde. Tor- und Punktekonto sollen unbedingt im Positiven bleiben.

Ohne eigenes Zutun hat der HSV Insel Usedom vor dem 20. Spieltag ein positives Torverhältnis (517:514). Es fehlen die zehn „Minustore“ aus dem Spiel gegen die HSG Nord Nordfriesland und damit verbunden zwei Minuspunkte aus der Niederlage gegen diese Mannschaft.
Das Inselteam ist damit Nutznießer aus der Abmeldung der Nordfriesen aus dem Spielbetrieb der Regionalliga. Die deutsch-dänische Zeitung „Flensborg-Avis“ berichtete in ihrer Montagausgabe, dass die HSG aus finanziellen Gründen diese Abmeldung vorgenommen hat. Nach acht Jahren Zugehörigkeit zur Regionalliga steht Nord NF in dieser Saison damit als erster von fünf Regelabsteigern in die Oberliga fest. Alle Spiele der HSG wurden annulliert, das heißt einigen Mannschaften fehlen damit auch Pluspunkte, einen wesentlichen Einfluss auf die Tabelle gibt es jedoch dadurch nicht.
Als Tabellensechster müssen die HSV-Männer am Sonnabend (18.30 Uhr) beim Ludwigsfelder HC (12.) antreten. Die zehntägige Pause hat die Pysall-Sieben zu intensivem Training genutzt. „Wir haben nicht nur Spielzüge geübt, sondern auch individuelle Schulungen durchgeführt“, so HSV-Trainer Peter Pysall. „In Ludwigsfelde wollen wir massiv angreifen. Ein Sieg ist machbar, wir wollen keine Kaffeefahrt veranstalten“, legt der Trainer nach.
Natürlich hofft Pysall, dass seine Jungs voll einsatzfähig sein werden. Jedoch hatte Daniel Holtz in der Woche einen grippalen Infekt zu bekämpfen und Eik Wicht Probleme in der Wurfschulter (Schleimbeutelentzündung). Beide Akteure werden aber wahrscheinlich zum Einsatz kommen, zumindest Daniel Holtz konnte gestern Abend wieder trainieren. Mit dabei sein wird auch wieder Marcel Saß, der bereits am vergangenen Freitag gegen Grimmen zum Einsatz kam.

(von Ralf Edelstein, OZ 09.02.2007)


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Die Last der eigenen Überzahl

HSV-Coach Pysall haderte mit der Leistung seines Teams. Vor allem nutzten die HSV-er mehrmals das Überzahlspiel nicht entscheidend.

Nach dem Abpfiff gratulierte HSV-Coach Peter Pysall seinem Ludwigsfelder Amtskollegen Uwe Janke sportlich fair, dann verschwand er schnurstracks in die Kabine. Sichtlich angefressen. Zum einen wegen mehrerer Entscheidungen des Hamburger Schiedsrichter-Duos Hochsprung/Kamp, zum anderen wegen des Unvermögens seiner Mannschaft, aus personeller Überzahl und aus freien und damit hundertprozentigen Chancen das nötige Kapital zu schlagen. Beides vornehmlich nach dem Seitenwechsel.
In den ersten 30 Minuten standen sich in der Ludwigsfelder Stadtsporthalle zwei Teams gegenüber, die in Angriff, Abwehr wie auch in der Fehlerquote ebenbürtig waren. Die HSV-Sieben beeindruckte in der Anfangsphase die Hausherren mit ihrer schnellen Mitte und einer tempoharten zweiten Welle. Die personell ohnehin nicht sonderlich komfortabel bestückten Ludwigsfelder, zuletzt durch die Verletzung mehrerer Leistungsträger zusätzlich gebeutelt, setzten vor allem eine Neuverpflichtung entgegen. Heiko Hufnagel, am Freitag vom Zweitbundesligisten Dessau-Roßlauer HV 06 gekommen, sorgte aus dem rechten Rückraum durch starkes 1:1-Verhalten für viel Druck und avancierte mit sieben Treffern zum LHC-Torjäger des Abends. So ging es über Zwischenstände von 2:2 (5.), 3:4 (15.), 6:6 (20.) und 9:8 (25.) bis zum 11:11 in die Pause.
Unmittelbar davor und danach nutzte der HSV eine doppelte Überzahl nicht, um sich deutlicher von der Janke-Sieben abzusetzen. Vielmehr machte der LHC aus einem 12:13 (33.) mit dem 17:14 (39.) erstmals eine Drei-Tore-Führung. Dann konterte Marcel Schröder zum 19:15 (42.). Ludwigsfelde hatte da einen Mann weniger auf dem Feld. Mateusz Zaremba, siebenfacher und damit erfolgreichster Torschütze von der Insel, verkürzte auf 16:19. Der nächste HSV-Angriff brachte das 17:19, aber die Referees versagten dem Tor wegen Stürmerfouls die Anerkennung. Pysall tobte und musste danach mit ansehen, wie sein Team den folgenden Konter nach einem LHC-Fehlabspiel kläglich vergeigte (43.).
Die Würfel schienen gefallen zu sein. Als der Gastgeber mit fünf Toren führte (22:17/48.) setzte sich der HSV-Coach resignierend auf die Bank. Fast aber hätte der LHC seinen Gast noch einmal in die Partie zurückgebracht. Steffen Schieke fand mit seinem zu lässigen Strafwurf-Heber in Schlussmann Stefan Köpke seinen Meister (49.). Tomek Gala und Zaremba verkürzten noch einmal auf 22:19 (54.), ehe Rene Rose zweimal das Leder in die HSV-Maschen (24:19/56.) wuchtete. In einer Phase, in der der LHC wieder einen Spieler weniger auf der Platte hatte. Nach diesen Rose-Treffern stellte der LHC das Torewerfen bis zur Schlusssekunde ein.
Auf der anderen Seite brachten aber Marcel Saß, drei Mal (!) Felix Klepp und Alexander Leow selbst aus besten Positionen das Leder nicht an LHC-Keeper Robert Giebel vorbei. Was blieb, war ein maßlos enttäuschter Peter Pysall.
Aufstellung HSV Insel Usedom: Müller, Köpke; Zaremba 7/2, Gleß 4, Gala 3, Teetzen 2/2, Holtz 1, Leow 1, Wicht 1, Klepp 1, Heidenreich 1, Saß.
Schiedsrichter: Matthias Hochsprung / Stephan Kamp (Hamburg)
Zeitstrafen: Ludwigsfelder HC: Rose 2, Klein 2, Schieke 1, Lenser 1, Heiden Rot/54.;
HSV Insel Usedom: Gala 2, Zaremba 1;
Siebenmeter: Ludwigsfelder HC: Hufnagel 2, davon 1 neben das Tor, Schieke 2, davon einer gehalten von Köpke; HSV Insel Usedom: Zaremba 2, Teetzen 2.

(Manfred Mohr, OZ 09.02.2007)


Daniel Holtz (am Ball) ringt nach wie vor um seine Form. Nach seiner langwierigen Verletzung kann er immer noch nicht sein wahres Potenzial abrufen. Gegen Ludwigsfelde war der HSV-Aufbauspieler nur einmal erfolgreich. Foto: M. Mohr


Pysall vom eigenen Team maßlos enttäuscht


Handball: „Das war nicht die Leistung, die die Mannschaft und auch einzelne Spieler abrufen können“, ärgerte sich HSV-Trainer Peter Pysall. Wieder einmal war es die mangelnde Chancenverwertung, die den HSV in Ludwigsfelde verlieren ließ. „Mit unserer Wurfeffektivität lagen wir unter 50 Prozent“, so Pysall, der den Punkteverlust allein auf die „verloren gegangenen“ Bälle bezieht. „Im technischen Bereich war soweit alles im Normalen.“ Allerdings fordert der HSV-Trainer von einigen seinen Spielern nach wie vor mehr Kontinuität. „Alexander Leow und auch Tomek Gala müssen es sich gefallen lassen, wenn sie an ihren Glanzleistungen in den Heimpartien gemessen werden. Hinzu kommt, dass Daniel Holtz nach seiner Verletzung immer noch seiner gewohnten Form hinterher läuft.“ Gestern nutzte Pysall das normale Training (in Vorbereitung auf das Mittwochspiel gegen Loitz), um der Mannschaft unmissverständlich zu sagen, was die Vereinsführung und er als Trainer vom HSV-Team erwarten. „Es waren deutliche Worte“, so Pysall.

(von Ralf Edelstein, OZ 12.02.2007)

von Inselpower - am 12.02.2007 18:15
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