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Hüruper

HSG Tarp-Wanderup - HSG Kropp-Tetenhusen 36:29 (21:18)

Startbeitrag von Hüruper am 19.02.2007 09:25

„Notlösung“ brachte Tarp in Schwierigkeiten

Keine Überraschung an der Treene. Handball-Regionalligist HSG Tarp-Wanderup setzte mit einem 36:29 (21:18) gegen die immer tiefer im Abstiegsstrudel versinkende HSG Kropp-Tetenhusen den Aufwärtstrend fort und verbucht erstmals seit dem ersten Spieltag wieder ein positives Punktekonto. „Das wollen wir nächste Woche beim Gastspiel in Schülp aufbessern“, forderte Tarps Trainer Waldemar Paciorek gleich nach dem Schlusspfiff.

Tarp/ki – Die Unruhe vor dem Anpfiff war zu diesem Zeitpunkt fast vergessen. Die Strapazen der „englischen Woche“ hatten im Tarper Lager unübersehbare Spuren hinterlassen. Am schlimmsten hatte es Mittelmann Simon Plähn erwischt. Beim Mittwochsderby in Flensburg war nach einem Foul in der Schulter ein Band gerissen, zwei weitere lädiert. „Ich muss bestimmt zwei Monate pausieren“, vermutet Simon Plähn, während Trainer Waldemar Paciorek und Manager Stephan Thonak den Rest der Saison vorsorglich ohne ihn planen.

Zudem laborierten auch Dominik Juckenath (Rücken), Simon Lundgaard Petersen (Wade), Sascha Will (Rücken) und Timo Brüne (Leiste) an Wehwehchen. „In der Besprechung hatten wir uns gesagt“, berichtete Waldemar Paciorek, „wir warten ab, wie das Aufwärmen läuft.“ Dem Trainer fiel ein Stein vom Herzen. Alle konnten spielen. „Unser Physiotherapeut Mario Moll hat hervorragende Arbeit geleistet.“ Bei dieser Aussage kassierte Waldemar Paciorek etwas neidische Blicke von seinem Kropper Trainer-Kollegen Kai Nielsen: „Medizinische Betreuung? Wir haben im Training noch nicht einmal Heftpflaster.“

Unter dem Strich waren es die Kropper, die mit größeren Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten. Dem Gast fehlten praktisch drei Innenverteidiger. Malte Plöhn, der nur für einen Siebenmeter erschien, ist ebenso verletzt wie Robert Wichmann. Andre Hennings gab nach mehrwöchiger Pause ein überraschendes Comeback. Dementsprechend schwierig war es für Kai Nielsen, das passende Abwehr-Konzept zu finden. Weder 5:1- noch 6:0-System funktionierten.

Dennoch blieben die Handballer aus dem südlichen Kreisgebiet bis zum 15:14 (23.) dran, da auch die Tarper Deckung sehr müde wirkte. Erst nach einigen Rotationen kam der Deckungsverband in Schwung und ermöglichte einen Zwischenspurt zum 20:14 (27,). Dann probierte es Kai Nielsen gleich mit zwei vorgezogenen Akteuren. „Das war eigentlich eine Notlösung“, verriet er später. Doch die stach. Die Hausherren waren verunsichert. „Wir sind immer zur Mitte gelaufen und sind uns selbst auf die Füße getrampelt“, rätselte Waldemar Paciorek.

Beim 22:22 (39.) hatten die Kropper tatsächlich ausgeglichen. Diverse Faktoren verhinderten jedoch die endgültige Wende: Eine magere Chancen-Verwertung, nicht immer durchschaubare Schiedsrichter-Pfiffe, die nun sicher agierende Tarper Abwehr, der Kräfteverschleiß und ein fehlender Rückhalt im Tor. „Wir bräuchten mal eine überragende Torhüter-Leistung, die uns aus dem Tal hilft“, sagte Kai Nielsen, der spätestens beim 32:25 (53.) aufsteckte.

HSG Tarp-Wanderup: Samuelsen, D. Jessen (35.-49.) – Knaack (5), Pieper (9/5), Juckenath (6), Brüne (3), de Vries (4), Koenig (1), Weide, Carstens (3), Jacobsen, Will, S. Petersen (4), Jessen (1) HSG Kropp-Tetenhusen: Koch, Schugardt (bei einem 7m) – Carstens (1), Greve (5), Thomas, Hennings (1), R. Kobs (7), S. Kobs (4/1), M. Plöhn (1/1), Hohnsbehn (2), Henningsen (4), L. Plöhn (4) – Zeitstrafen: 5:4, Siebenmeter: 5:3; Zuschauer: 380

(Quelle: Flensburger Tageblatt)

Anstrengende Berg- und Talfahrt

Handball. Die breitere Personaldecke entschied die Partie in Tarp zu Gunsten des Gastgebers.

TARP. Kein neuer Trend in der Regionalliga Nordost. Die HSG Tarp−Wanderup schlug vor 380 Zuschauern den Abstiegskandidaten HSG Kropp−Tetenhusen und kann dem weiteren Saisonverlauf mit einem nun positiven Punktekonto optimistisch entgegenblicken. "Am Anfang waren wir noch etwas müde in der Abwehr", analysierte Tarps Trainer Waldemar Paciorek. "Dann wurden wir aber zunehmend aggressiver."

Kollege Kai Nielsen schockt nach zuletzt 0:16 Punkten in Folge nichts mehr so richtig. Der drohende Abstieg scheint angesichts der beschaulichen Strukturen in Kropp fast wie eine Erlösung. "Ich kann nicht durch eine rosarote Brille blicken: Als ich am Donnerstag zum Training in die Geestlandhalle kam, waren nur fünf Feldspieler und zwei Torhüter da", haderte Kai Nielsen. "Uns fehlt einfach eine zweite regionalliga−taugliche Garde."

Waldemar Paciorek griff "tröstend" ein. "Aber du hast doch die beiden Kobs."

Der gebürtige Pole sprach diesen Namen wie "Cops" aus. Die Brüder Steffen und Rainer Kobs sind aber nicht wie Kai Nielsen im Alltags−Leben Polizisten, hielten die Hausherren mit ihren zahlreichen Treffern im ersten Durchgang aber im Schach. In der 6:0−Deckung der Tarper fehlte rund 20 Minuten lang die Stabilität.

Kein Profit

Allerdings konnten die Gäste keinen Profit daraus ziehen, da auch ihre Defensive ein "offenes Scheunentor" war. "Mir fehlen im Moment drei Innenverteidiger", erklärte Kai Nielsen, der auf Malte Plöhn (nur bei einem Siebenmeter) und Robert Wichmann verzichtete. André Hennings feierte nach langer Verletzungspause ein überraschendes Comeback, war aber noch nicht wieder der "Alte". So waren alle Abwehr−System − egal ob 5:1 oder 6:0 − zum Scheitern verurteilt. Als Waldemar Paciorek, der längerfristig auf Simon Plähn (Schulter) verzichten muss, mit seinen Rotationen in seiner Deckung Erfolg hatte, zogen die Hausherren auf 20:14 (27.) davon.

Kai Nielsen versuchte es mit einer "Notlösung". Er nahm Dominik Juckenath und Simon Lundgaard Petersen in kurze Deckung. Tarp war sichtlich irritiert. "Wir sind immer zur Mitte gelaufen und sind uns selbst auf die Füße getrampelt", rätselte Waldemar Paciorek. Nach der Pause setzte der 51−Jährige auf Routinier Jan Weide, der prompt "Wachhund" Boris Hohnsbehn an seiner Seite hatte. Erst ab der 45. Minute gewöhnte sich Tarp an die unbequeme Gäste−Deckung. Das zwischenzeitliche 22:22 (39.) blieb eine Momentaufnahme. Die breitere Bank und die größeren Kraft−Reserven gaben den Ausschlag für den Favoriten. So konnte Waldemar Paciorek nach dieser Berg− und Talfahrt mit einem Schmunzeln die Gratulation eines Zuschauers entgegennehmen: "Wisst ihr, dass ihr anstrengend seid?"

HSG Tarp−Wanderup: Samuelsen, D. Jessen − Knaack 5, Pieper 9/5, Juckenath 6, Brüne 3, de Vries 4, Koenig 1, Weide, Carstens 3, Jacobsen, Will, S. Petersen 4, Jessen 1

HSG Kropp−Tetenhusen: Koch, Schugardt − Carstens 1, Greve 5, Thomas, Hennings 1, R. Kobs 7, S. Kobs 4/1, M. Plöhn 1/1, Hohnsbehn 2, Henningsen 4, L. Plöhn 4

Jan Kirschner

(Quelle: Flensborg Avis)

Gruß
Michael

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