HSV Insel Usedom - VfL Bad Schwartau

Startbeitrag von Usedomer am 26.02.2008 09:28

Zitat
von Lars Petersen, OZ 25.02.2008
HSV-Team nur eine Halbzeit stark
HSV Insel Usedom - VfL Bad Schwartau 31:38 (16:18)

Schwartau war zwei Nummern zu groß für den HSV: Einmal vom Spielvermögen her und dann von der Körpergröße der beteiligten VfL-Spieler.

Beim Warmmachen wurde den meisten Zuschauern in der Pommernhalle bereits ein wenig mulmig. Schon das „Äußere“ beider Mannschaften deutete auf einen Kampf „David gegen Goliath“ hin: 15 Zweimeter-„Kleiderschränke“ aus Schwartau gegen die „Inselzwerge“.
Der HSV Insel Usedom machte diese körperlichen Defizite in der Anfangsphase durch Tempospiel und Begeisterung weg, die Pommernhalle brodelte. Eik Wicht eröffnete den Torreigen. Rinderle (Siebenmeter) und ein Dreierpack von Roman Bernhardt brachten den HSV mit 5:2 in Führung. Gala erhöhte auf 6:2 und bekam, während die Sirene erklang (VfL-Spielertrainer Thomas Knorr hatte in der 8. Minute die „Grüne Karte“ gezogen), eine etwas unverständliche Zweiminutenstrafe. „Der HSV hat in der Anfangsphase das Optimale aus seinen Möglichkeiten herausgeholt, hat eine sehr starke offensive Deckung gespielt, mit der wir mit unserer pomadigen Spielweise sehr schlecht ausgesehen haben. Wenn wir so weiter gespielt hätten, wir hätten das Ding verloren. Zum Glück konnten wir den Schalter umlegen. Den Insulanern fehlte mit ihrer jungen Mannschaft zum Ende auch ein wenig die Kraft“, so der ehemalige Bundesligaprofi Knorr. Trotz Unterzahl erhöhte der HSV auf 7:2 (E. Wicht), doch dann zeigten die Anweisungen während der Auszeit bei den VfL-Spielern Wirkung. Schwartau hatte den Ernst der Lage erkannt und kämpfte sich Tor um Tor heran. Mit 6:8 waren sie wieder dran. Die Insulaner konnten das resultat durch Rinderle noch einmal auf drei Tore (10:7) ausbauen. In dieser Phase vergaben die HSV-er zwei Konter. Nach dem 11:8 von Bernhardt drehte der Aufstiegsfavorit die Partie. Über 12:11 setzten er sich bis zur Halbzeit auf 18:16 ab. Das Fehlen von Gala (Rot/ 23.) machte sich bemerkbar. Beim Stand von 18:20 (33.) entschied Schwartau durch sieben Tore im Minutentakt das Spiel (18:27/40.). Der HSV stemmte sich zwar gegen die Niederlage, aber der Gast war eine Nummer zu groß. „Die ersten 20 Minuten haben wir sehr gut gespielt. Der kleine Vorsprung wurde schnell eingerissen, vor allem durch Nachlässigkeiten im Angriff. Trotz Rückstand wollten die Jungs die schnelle Mitte spielen. Dann gab es zehn Minuten zu viele Fehler, gute Möglichkeiten wurden nicht genutzt. Schwartau setzte sich ab und das war nicht mehr einzuholen“, so HSV-Trainer Jörn Schläger.
Aufstellung HSV: Amoedo, Müller; E. Wicht 4, Rinderle 3/2, G. Wicht 6, Heidenreich 1, Reetz 3, Bernhardt 5, Holtz 3, Gala 1, Leow 3, Klepp 2.
Zeitstrafen: HSV 2 (Gala, Heidenreich) / VfL Bad Schwartau 3; Rote Karte: Gala;
Siebenmeter: HSV 2/2 – VfL 1/1;
Spielablauf: 1:0 (1.); 3:1 (3.); 7:2 (9.); 8:6 (13.); 10:7 (15.); 11:10 (20.); 11:12 (22.); 14:16 (27.); 16:18 (30.); 18:20(33.); 18:27 (40.); 23:28 (46.); 25:35 (50.); 26:37 (55.); 29:38 (58.); 31:38 (60.).


Stimmen nach dem Regionalligaspiel des HSV gegen Schwartau

Hans-Jürgen Biedermann ist Sponsor im „Club 100“. Er meint zum Spiel: „Natürlich gehört er zu den Stammgästen in der Pommernhalle. „Man hat heute wieder bemerkt, dass unser Team nicht auf drei Hochzeiten tanzen kann. Durch die Mehrfachbelastung fehlt nach hinten heraus die Kraft. Das kostet uns in der Tabelle bestimmt den einen oder anderen Platz. Die Anfangsformation hat sich gut präsentiert. Wir haben aber sicher schon bessere Spiele gesehen. Der Neuzugang hat mich erfreut. Die uns verlassen wollen, sollen ruhig gehen. Sie sollten auch nicht mehr spielen. Daniel Holtz hat heute nicht reingepasst, da sollte man den Reetz spielen lassen. Dennoch war die Stimmung in der Halle wieder Klasse.
Nico Heidenreich vertrat diesmal den verletzten Alexander Gleß. Er meint: Wir haben heute gesehen, dass Schwartau zu Recht dort oben steht. Bei einem normalen Tag von Schwartau ist das Team kaum zu bezwingen. Aber man konnte auch sehen, dass wir bei vollem Einsatz und Kampf einiges kompensieren können. Wir sind gut dran geblieben. In der zweiten Halbzeit fehlte bei einigen die Kraft. Wir schauen nach vorn und können in der nächsten Woche vielleicht Flensburg ein wenig ärgern. Danach kommen Teams, gegen die wir punkten werden.

Antworten:

Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.