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Usedomer, ukw

HSV Insel Usedom - TSV Ellerbek

Startbeitrag von Usedomer am 12.03.2008 08:59

Zitat
von Carsten Hänsch, Forum HSV Insel Usedom, 12.03.2008
Am Samstag, den 15.03.2008 trifft der HSV Insel Usedom um 19.30 Uhr auf den TSV Ellerbek.
Beim zweiten von drei aufeinander folgenden Heimspielen steht der gastgebende HSV mächtig unter Druck. Sieben Spiele wurden in Folge verloren, einzelne Spieler und die Trainer stehen zumindest bei einigen Fans in der Kritik und trotzdem hat der HSV sein Saisonziel noch nicht aus den Augen verloren. Man liegt im Hinblick auf einen einstelligen Taballenplatz immer noch voll im Soll.
Die Unzufriedenheit ist teilweise nachzuvollziehen. Der HSV, der eine so vielversprechende Hinserie gespielt hat, punktet seit genau zwei Monaten nicht mehr (letzter Punktgewinn 12.01.2008 beim Bramstedter TS mit 34:29). Trotzdem sollte man Realist bleiben und diesem jungen Team eingestehen, dass sie noch lange nicht zu den Großen der Regionlliga gehören. Und dann kann man auch mal gegen die Top5-Mannschaften verlieren. Wenn man sich dann nochmal die Ergebnisse anschaut, sieht man eigentlich nur zwei deutliche Niederlagen (gegen Schwartau und Felnsburg II). Alle anderen Spiele wurden mehr oder weniger knapp verloren und hätten bei etwas weniger Verletzungspech und mehr Abgeklärtheit auch gewonnen werden können. Also laßt uns nicht alles bisher Geleistete in Frage stellen und schaut nach vorn.
In diesem Sinne komme ich gleich mal zu unserem aktuellen Gegner.
Der TSV Ellerbek steht momentan auf dem 11.Tabellenplatz mit 4 Punkten Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Ellerbeker gewannen ihr letztes Punktspiel beim fast abgestiegenen TuS Esingen mit 32:29. Nach jetzigem Tabellenstand der 2.Bundesliga würde mindestens eine Mannschaft (LHC Cottbus)direkt in die Regionalliga Nordost absteigen und Empor Rostock würde im Moment den Klassenverbleib in einem Relegationsspiel gegen die TSG Münster ausspielen. Das bedeutet, dass man beim Abstieg der Rostocker erst auf dem 10.Platz das rettende Ufer erreicht hat. Von daher muss man in Ellerbek alles daran setzen und noch einen Platz gut machen, um sicher der Verbleib in der Regionalliga zu erreichen. Bei den Torjägern verfügt der TSV Ellerbek über einen in den Top 10 platzierten Klaus Häfele (RM, RL) mit 130/41 Treffern in 23 Spielen (Schnitt 5,7).
Auswärts konnte der TSV einige Male überaschen, Gegner wie die Preußen aus Berlin (34:36) oder der VfL Potsdam (29:30) ließen zu Hause gegen Ellerbek Federn. Das wird der HSV hoffentlich zu verhindern wissen.
Das Hinspiel in Ellerbek gewann der HSV deutlich mit 37:29. Neben einer sehr guten Leistung des gesamten Teams hatte der Erfolg damals in Ellerbek zwei Namen: Tomasz Gala (10 Feldtore) und Adrian Amoedo (19 Paraden).

Weitere Ergebnisse gegen Ellerbek: 8 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen, 350:264 Tore, Schnitt 31,8 : 24,0

2006/2007 H 34:22, A 27:25
2003/2004 H 44:29, A 34:30
2002/2003 H 34:25, A 31:25
2001/2002 H 30:30, A 28:29
2000/2001 H 31:22, A 20:27

Die letzte Niederlage gegen den TSV Ellerbek liegt jetzt schon fast 5 1/2 Jahre zurück, damals verlor man noch als SG BW Ahlbeck-Heringsdorf am 29.09.2001 in Ellerbek knapp mit 28:29.
Auch wenn es gegen Doberan nicht zum Sieg gereicht hat, glaube ich jetzt ganz fest an einen Sieg unserer Jungs. Gerade gegen Ellerbek hat man in der Vergangenheit viele Tore erzielen können. Irgendwann muss der Knoten doch wieder platzen. Ich wünsche den Jungs und den Verantwortlichen dafür alles Gute und viel Glück.

Mein Tip: 29:25 für den HSV


Ganz liebe Grüße aus Zarrentin

Carsten Hänsch

Antworten:

Anzahl Absteiger

Zitat
Usedomer
Zitat
von Carsten Hänsch, Forum HSV Insel Usedom, 12.03.2008
Das bedeutet, dass man beim Abstieg der Rostocker erst auf dem 10.Platz das rettende Ufer erreicht hat.

Der gleiche Rechenfehler wie jedes Jahr. Bei zwei Absteigern aus der 2. BL müssen insgesamt sechs Mannschaften neu aufgenommen werden (die zwei Absteiger plus vier Aufsteiger aus den Oberligen). Es müssen also auch sechs raus, nämlich der Aufsteiger plus fünf Absteiger (= Plätze 12-16). Der elfte Platz würde demnach für den Klassenerhalt reichen. Nur bei drei Absteigern aus der 2. BL wäre Platz 11 ein Abstiegsplatz.

von ukw - am 12.03.2008 12:12
Zitat
aus Abendblatt, erschienen am 14. März 2008
Ellerbek und Esingen nach Vorpommern

Der TSV ist morgen trotz zuletzt drei Siegen aus vier Spielen beim HSV Insel Usedom ebenso Außenseiter wie die Tornescher beim HSV Loitz.

Von Frank Will

Ellerbek/Tornesch - Vor den Handball-Männern des TSV Ellerbek liegt morgen die längste Reise der Regionalliga-Saison 2007/08. Um 19.30 Uhr stellt sich der Tabellen-Elfte (17:29 Punkte) nach knapp 350 Kilometern und - im Optimalfall - viereinhalbstündiger Busfahrt beim achtplatzierten HSV Insel Usedom (21:25) vor.
Zum Siegen verdammt sind die Ellerbeker nach zuletzt drei Siegen aus vier Spielen auf der Ostseeinsel zwar nicht, aber, so TSV-Trainer Carsten Heide: "Es wäre schön, wenn wir außer der Reihe Punkte für den Klassenerhalt holen könnten." Wie schwer das fallen dürfte, weiß der 40-Jährige, der auf die beruflich verhinderten Jens Hildebrand, Philip Ruge und Ingo Ahrens sowie Oliver Müller (Einsatz in der A-Jugend) verzichten muss, aber aus eigener Erfahrung: In der vergangenen Spielzeit ging sein Team in Ahlbeck 22:34 unter. Vor allem die Atmosphäre in der Pommernhalle schüchtert viele Gegner ein: Bis zu eintausend HSV-Anhänger heizen den Gästeteams ein.
Der TSV dagegen wird wohl, nicht zuletzt aufgrund der weiten Anreise, ohne Unterstützung auskommen müssen - anders als beim jüngsten 32:29 im Derby beim TuS Esingen. Das aggressive Auftreten und die Schlachtgesänge einiger TSV-Fans, die bei nicht wenigen Tornescher Zuschauern Entsetzen ausgelöst hatten, missbilligt auch Carsten Heide: "So etwas ist verheerend für die Außendarstellung des Klubs, es besteht Gesprächs- und Handlungsbedarf." Geschäftsführender Vereinsvorstand, Handballvorstand und andere Funktionsträger haben sich inzwischen auf der TSV-Homepage (www.tsv-ellerbek.de) "aufs äußerste von diesen Parolen" distanziert.
Der TuS Esingen, der durch Niederlage gegen Ellerbek vielleicht schon die letzte Chance auf den Klassererhalt vergab, muss morgen kaum weniger weit reisen als der Kreisrivale: Um 16 Uhr gastiert der Tabellenvorletzte (7:39) beim HSV Peenetal Loitz (Sechster/32:14). Auch in der Hinrundenpartie gegen die Vorpommern verpassten die Tornescher eine Gelegenheit, im Abstiegskampf zu punkten, verloren 32:33.
Die Fahrt ins Peenetal muss der TuS ohne seinen Trainer Kay Germann antreten, der beruflich nicht abkömmlich ist. Für den 41-Jährigen wird auf der Bank Werner Zink einspringen, und das ist für die Tornescher alles andere als ein schlechtes Omen: Bislang siegten sie jedes Mal, wenn der profilierte Jugendtrainer den Chefcoach vertrat.
Ob die Serie auch in Loitz hält, wagt Germann indes nicht vorauszusagen: "Der HSV gehört sicherlich zu den stärkeren Mannschaften der Regionalliga Nordost, auch wenn wir ihn in der Hinrunde am Rand einer Niederlage hatten." Ganz chancenlos sieht er die Tornescher nicht: "Wir haben bislang in der Rückrunde mit fast allen Spitzenteams mitgehalten." Fraglich ist beim TuS der Einsatz von Jan-Philipp Bülow (Knieverletzung).


Zitat
von Matthias Schönherr, Pinneberger Tagesblatt, 14.03.2008
Die jüngste Negativserie des HSV Insel Usedom:
Last oder Lust für Ellerbeks Regionalliga-Handballer?

"Zuletzt haben wir dort immer deftige Niederlagen kassiert", erinnert sich Carsten Heide mit Grausen an Auftritte des TSV Ellerbek beim HSV Insel Usedom. Diesmal aber sind die Vorzeichen andere: Vor Ellerbeks morgigem Gastspiel in der Ahlbecker Pommernhalle (Anwurf 19.30 Uhr) blicken die Insulaner auf eine herbe Negativserie zurück: Siebenmal ging das HSV-Team zuletzt als Verlierer vom Feld, rutschte so auf Platz acht ab.
Heide warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen: "Vielleicht erwischen wir sie zum richtigen Zeitpunkt, vielleicht aber auch zum falschen - weil sie auf Wiedergutmachung brennen." In Bestbesetzung reisen die TSVer jedenfalls nicht an: Jens Hildebrand fehlt ebenso aus beruflichen Gründen wie Philipp Ruge; auch Routinier Ingo Ahrens und der A-Jugendliche Oliver Müller machen die weite Reise nicht mit. Dafür kehrt Hendrik Zilinski ins Aufgebot zurück.
Nicht glücklich war Heide über die Unruhe, die durch die Berichterstattung über die "Ellerbek Ultras" entstanden ist. Eines aber stellt der Trainer klar: "Hass und Gewalt - das sind Parolen, die nicht zum TSV Ellerbek gehören." Der Vorstand hat derweil erste Gespräche mit den beteiligten Personen geführt und Konsequenzen angedroht. Auf einem Plakat, das in der Gemeinde ausgehängt werden soll, heißt es unter anderem, "dass wir weitere Verstöße ohne Rücksicht auf Position und Stellung konsequent verfolgen werden. Dies kann unter anderem zu Vereinsausschlussverfahren und strafrechtlichen Maßnahmen führen."






von Usedomer - am 15.03.2008 08:53
Zitat
von Ralf Edelstein, OZ, 14.03.2008
HSV will Talfahrt mit Erfolg beenden
Zweites Heimspiel in Folge - TSV Ellerbek kommt in die Pommernhalle

Gegen Ellerbek wollen die Insulaner am Sonnabend ordentlich Gas geben, ihre Fans versöhnen und neuen Mut sammeln. Ein Sieg soll’s bringen.

Was ist los beim Regionalligateam des HSV Insel Usedom? In den letzten sieben Spielen konnte die Inselmannschaft weder punkten noch spielerisch überzeugen. Steckt Blau-Weiß in einer ernsten Krise? „Nein“, lautet die klare Antwort von Michael Holtz, Manager des HSV. „Sportlich gesehen, ohne die Punkte zu betrachten, haben wir wirklich nur zwei Partien verloren. Das Spiel gegen den AMTV Hamburg und der katastrophale Auftritt gegen Doberan sind ernst zu nehmende Punktverluste. Die anderen fünf Spiele und die damit verbundenen Niederlagen gehörten in unsere Rechnung. Unsere Mannschaft ist ganz einfach noch nicht soweit, beispielsweise gegen Flensburg oder Schwartau punkten zu können.

Keine Krise – Stimmung im Team ausgezeichnet

Da die Stimmung im HSV-Team aber nach wie vor „ausgezeichnet“ sei, so Holtz, ist davon auszugehen, dass am Sonnabend, 19.30 Uhr in der Pommernhalle gegen Ellerbek, eine „Trotzreaktion unserer Mannschaft“ zu erleben sein wird.
In ähnlichen Situationen kommt im Metier schon einmal die „Trainerfrage“ auf. Aber auch hier erklärt Holtz unmissverständlich, dass das überhaupt kein Thema beim HSV ist: „Das Konzept von Jörn Schläger und Jens-Peter Teetzen stimmt. Wir haben mit ihnen zu Beginn der Saison 2007/08 das Ziel herausgegeben, am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz zu stehen. Wir sind nach wie vor im Soll.“ Holtz gibt aber zu bedenken, dass zu diesem Zeitpunkt fest mit dem Einsatz von Mateusz Zaremba (ist derzeit im Kader der B-Nationalmannschaft Polens und spielt in seinem Heimatland in der 1. Liga) und Jörn Schläger (laboriert an alter Verletzung) gerechnet worden war. „Durch diese Ausfälle hat das Team an Klasse verloren“, so der Manager.

HSV-Team schwört: Wir geben ordentlich Gas

„Wir brauchen wieder einen Sieg, dann läuft es auch wieder besser“, ist der Trainerfuchs optimistisch. Er bestätigt die Aussage des Managers Holtz, wonach die Stimmung im Team ausgezeichnet ist. „Wir wollen das Spiel gegen Ellerbek gewinnen. Die Jungs haben geschworen, ordentlich Gas zu geben.“ Mit von der Partie wird eventuell auch wieder Ben Teetzen sein. Dagegen ist der Einsatz von Gordon Wicht eher fraglich, er hat eine Grippe und sich eine weitere Verletzung zugezogen.


von Usedomer - am 15.03.2008 08:56
Schaut es euch an, bei unserem tollen Liveticker (auch bei Heimspielen).
Heute wird bestimmt auch wieder von einem Sieg berichtet. *grins*

http://www.usedom-handball.de/index.php?article_id=45

von Usedomer - am 15.03.2008 08:59
Der HSV gewinnt nach 7 Spielen ohne Sieg mit 27:25 gegen den TSV Ellerbek.
Max Rinderle (7), Tomasz Gala und Daniel Holtz (je 6) machen den Unterschied aus.

von Usedomer - am 15.03.2008 21:20
Zitat
von Frank Will, Hamburger Abendblatt, erschienen am 17. März 2008
Knappste Ellerbeker Niederlage auf Usedom seit 2002
Starker Endspurt unbelohnt

Die abstiegsbedrohten Gäste lagen in Ahlbeck nach 40 Minuten schon 12:21 zurück, schafften aber nicht mehr ganz die Wende.

Ellerbek - Von der weiten Reise an die deutsch-polnische Grenze kehrten die Regionalliga-Handballer des TSV Ellerbek einmal mehr mit leeren Händen zurück, doch so nah an einem Erfolg (und Bonuspunkten im Abstiegskampf) waren sie auf der Ostseeinsel Usedom lange nicht mehr: Das 25:27 (10:15) gegen den dortigen HSV war für die Gäste die knappste Niederlage in der Ahlbecker Pommernhalle seit einem 30:30 in der Saison 2001/02.
Die Bandbreite zwischen Triumph und Pleite indes war für die Ellerbeker diesmal so groß wie nie zuvor. "Der Verlauf der Partie erinnerte mich stark an unser 27:26 beim HSV Grimmen vor einigen Wochen, denn auf Usedom lagen wir nach 40 Minuten auch schon deutlich mit 12:21 zurück", berichtete TSV-Trainer Carsten Heide, dessen Team somit zum zweiten Mal in dieser Saison bei einem Gastspiel in Vorpommern einen atemberaubenden Endspurt hinlegte, diesmal aber dafür nicht belohnt wurde.
Die große Chance, eine verloren geglaubte Partie noch zu drehen, ergab sich in Ahlbeck dadurch, dass Heide nach exakt 40 Minuten von 6:0- auf 4:2-Deckung umstellte. "Dadurch haben wir Usedoms Haupttorschützen weggenommen, und fortan lief beim HSV kaum noch etwas im Angriff", schilderte der Ellerbeker Coach die Auswirkungen seiner taktischen Maßnahme. Als Manndecker taten sich vor allem Jonas Mecke und Rouven Alimi hervor, doch zollte Carsten Heide auch seinen übrigen Youngstern ein großes Lob: "Gerade Rouven, Jonny, Hendrik Zilinski und Tarek Fejry haben in dieser Phase Akzente gesetzt."
Das einzige, was Heide seinem Team vorzuwerfen hatte, war mangelnde Konsequenz im Abschluss: "Da sind wir oft noch nicht clever genug." Auch am Deckungs- und Tempogegenstoßverstoßen gelte es aber in der spielfreien Zeit über Ostern zu arbeiten, um dann am Sonnabend darauf (29. März, 18 Uhr) bei der ebenfalls abstiegsbedrohten Bramstedter TS zu punkten. Dass auch die Konkurrenten im Tabellenkeller derzeit nichts reißen und der TSV so Platz elf behauptete, interessiert Carsten Heide kaum: "Wir wollen zeigen, dass wir in die Regionalliga gehören, und das schaffen wir nur durch Siege und nicht dadurch, dass die anderen verlieren."
Ellerbek (Tore/Siebenmeter): Florian Knust, Tobias Laupichler - Bastian Blietz (5), Rouven Alimi (1), Christian Hachenberg (1), Matthias Menzel, Philip Altong, Klaus Häfele (7/2), Björn Hesebeck, Hendrik Zilinski (1), Jonas Mecke (4/2), Tarek Fejry (6).


von Usedomer - am 17.03.2008 12:18
Zitat
von Lars Petersen, OZ, 17.03.2008
Kein tolles Spiel – aber gewonnen
HSV Insel Usedom - TSV Ellerbek 27:25 (15:10)

Der erwartete Erfolg stellte sich gegen Ellerbek ein. Doch die HSV-Mannschaft konnte nicht vollends überzeugen. Noch gab es zu viele Fehler.

Durchatmen beim HSV Insel Usedom und seinen Fans. Endlich wurden wieder zwei Punkte eingefahren. Zwar nicht mit einer Glanzleistung, jedoch mit dem nötigen Ernst und der passenden Einstellung der Mannschaft sowie einer kurzzeitigen starken Phase. „Psychologisch war dieser Erfolg wichtig für die Mannschaft. Das Ergebnis geht auch in Ordnung“, so die kurze Spielanalyse von HSV-Trainer Jörn Schläger nach der langen, sieben Spiele andauernden Durststrecke. Dieses Negativerlebnis merkte man den Jungs vom Inselteam in der ersten Viertelstunde vor allem im Angriff deutlich an. Sie spürten den Druck. Jeder Fehlwurf zerrte zusätzlich an den Nerven. Und solche Situationen gab es reichlich. Rinderle verwarf einen Siebenmeter und einen freien Konter. Holtz stand völlig frei vor dem Ellerbeker Keeper – und vergab. Auch Leow und Wicht sowie Geburtstagskind Gala waren mit mehreren Versuchen erfolglos.
Zum Glück parierte Müller in der Anfangsphase unter anderem einen Siebenmeter und einige freie Würfe. Aber auch die Durchschlagskraft des TSV-Angriffs war nicht besonders berühmt. So stand es nach gut 20 Minuten – für ein Handballspiel ungewöhnlich – nur 5:5. Es schien für den HSV nicht zu laufen. Beim Stand von 6:7 (22.) musste Eik Wicht für zwei Minuten vom Feld. Doch es kam anders. In Unterzahl spielend, drehte der HSV die Partie. Vor allem bei Holtz platzte der Knoten. Innerhalb von acht Minuten erzielte er sechs Tore. Die anderen Treffer warfen Bernhardt, Wicht und Rinderle. Mit dem Zwischenstand von 15:10 kam ein wenig Ruhe ins Spiel, dafür wurde die Stimmung in der „Pommernhölle“ auch wieder besser.
Direkt nach der Pause hatte das HSV-Team dann seine beste Phase. Amoedo agierte jedoch mit den gleichen Höhen und Tiefen wie sein Vorgänger Müller. Er hielt nur in der Anfangsphase gut. Vorn bauten Rinderle, Klepp und Gala aber die Führung auf neun Tore (20:11) aus. Dann jedoch folgten viele Zeitstrafen, auch gegen HSV-Trainer Jens-Peter Teetzen. Das Inselteam kämpfte, kam jedoch nur noch sporadisch zu Treffern und hatte auch im 1:1-Abwehrverhalten Probleme. Die Sieben-Tore-Führung (45.) schmolz dahin. Vier Minuten vor dem Ende war Ellerbek auf drei Tore (22:25) heran. In dieser Phase waren es vor allem Klepp und Rinderle, die immer wieder in die Lücken stießen, „dorthin gingen, wo es weh tut“, so Jörn Schläger. Gala und Leow trafen in der Schlussphase. Beim 27:24 in der 59. Minute war der wichtige Sieg erkämpft. „Der Mannschaft war die Nervosität deutlich anzumerken. Der Wachrüttler war dann das Unterzahlspiel in der ersten Halbzeit. Dort drehten wir das Spiel. Wir waren in den letzten Wochen oft – auch gegen große Teams – immer dicht dran. Dafür konnten wir uns aber nichts kaufen. Nun haben wir diesen wichtigen Erfolg. Über das Wie spricht in 14 Tagen niemand mehr“, so Jens-Peter Teetzen.
Aufstellung HSV Insel Usedom: Amoedo, Müller; E. Wicht 1, Rinderle 7/6, Holtz 6, Gala 6, Reetz (n.e.), Teetzen (n.e.), Bernhardt 2, Leow 2, Klepp 3, Gleß, Witt (n.e.), Heidenreich.
Zeitstrafen: HSV 8 (Gala 3, Leow, Wicht 2, Holtz, Heidenreich); TSV 3
Rot: Gala (drei Zeitstrafen)
Siebenmeter: HSV 9/7; TSV 5/3
Spielfilm: 0:1 (2.); 1:1 (4.); 3:2 (9.); 4:4 (16.); 5:5 (20.); 6:7 (22.); 9:7 (23.); 14:9 (29.); 18:11 (34.); 21.12 (39.); 22:15 (45); 22:18 (49.); 25:20 (53.); 25.22 (56.); 27:23 (58.); 27:25 (60.).

Max Rinderle war mit sieben Treffern der erfolgreichste Werfer beim HSV. Sechs der Tore erzielte er vom Siebenmeterpunkt, bewies gerade in diesen Situationen enorme Nervenstärke.



von Usedomer - am 17.03.2008 12:21
Zitat
von Wolfgang Dannenfeldt, Nordkurier, 17.03.2008
HSV meldet sich mit 27:25-Sieg zurück
Nordkurier: Spielbericht vom Regionalligaheimspiel gegen TSV Ellerbek

Beim Handball-Regionalligisten HSV Insel Usedom scheint der Knoten geplatzt: Nach sieben Niederlagen in Folge gab’s nun einen Heimsieg

Großes Aufatmen im Lager des HSV Insel Usedom, denn nach einer Durstrecke von sieben Schlappen in Folge konnte das Team endlich wieder einen Sieg feiern. 27:25 hieß es am Ende gegen den TSV Ellerbek. Dementsprechend begeistert zeigten sich die 550 Zuschauer in der Ahlbecker Pommernhalle. „Der TSV ist keine Mannschaft, die man einfach mit links abfertigen kann. Kürzlich gewannen sie sogar beim VfL Potsdam. Sie haben gutes Potential“, hob Trainer Jens-Peter Teetzen die Leistung seiner Jungs hervor. Zum Auftakt standen die Schlussleute mit guten Paraden im Blickpunkt des Geschehens, so dass nur wenige Tore zustande kamen. Zu unplatziert wurde geworfen; hinzu kam Pech, wie zum Beispiel beim vergebenen Siebenmeter von Max Rinderle beim Stand von 2:1 (7.). Auch in der Folge konnte sich kein Team absetzen. Neuzugang Roman Bernhardt gelangen Treffer zum 6:6 (21.) und 8:7 (23.), doch zu viele Bälle wurden unkonzentriert verballert. Gute Arbeit leistete dagegen die Abwehr, und da die Ellerbeker eine noch größere Fehlwurfquote aufwiesen, konnte sich der Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff auf 15:10 absetzen und sich somit ein gutes Polster für die zweiten 30 Minuten schaffen. Die zweite Halbzeit begann mit einem Fehlversuch von Daniel Holtz, doch auch die Gäste scheiterten am eingewechselten Keeper Adrian Amoedo. Was folgte, war eine starke Phase der Heim-Sieben. Holtz, Geburtstagskind Tomek Gala – er wurde 30 – Rinderle und Felix Klepp je zweimal, warfen bis zur 39. Minute mit dem 21:12 die vermeintliche Entscheidung heraus. Ellerbek steckte aber nicht auf und kam noch einmal bedrohlich zurück. Bernhardt wurde „kurz“ gedeckt, womit das Team von Jens-Peter Teetzen und Jörn Schläger zunächst nicht klar kam. So schrumpfte bis zur 56. Minute das Ergebnis auf 25:22. Erst als Alexander Leow in der 58. Minute das 27:23 besorgte, war der Sieg unter Dach und Fach. Da hatte auch Rinderles vergebener Strafwurf eine Minute später keine Auswirkung mehr, da nur wenig später beim Stand von 27:25 das umjubelte Schlusssignal ertönte.
HSV: Müller, Amoedo - E. Wicht 1, Rinderle 7/6, Holtz 6, Gala 6, B. Teetzen,
Bernhardt 2, Leow 2, Klepp 3, Gleß, Heidenreich, Witt, Reetz

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Spieler & Trainerstimmen:

Nico Heidenreich, Kreisläufer
Der Sieg wirkt wie ein Befreiungsschlag. Das gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden weiteren Aufgaben.

HSV-Trainer Jörn Schläger
Kein leichtes Spiel für uns. Doch letztlich hat die Mannschaft gezeigt, dass sie wieder siegen kann. Der Wille kann Berge versetzen.

HSV-Trainer Jens-Peter Teetzen
Was spielerisch nicht klappte, wurde über Kampf getan. Letztlich mit Erfolg.


von Usedomer - am 17.03.2008 15:12
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