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Forum Transrapid - Maglev - Eurorapid
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vor 12 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Medien..., Martin Retzmann, Felix2, Denker, Polbahnfan, Joh. Klühspies, Tim Graf, Gerd Kirschke, Stefan Münster

Magnetschnellbahn London - Glasgow: 800 km für 24 Mrd. ¤ ?

Startbeitrag von Medien... am 07.06.2005 22:56

Transrapid für 800-Kilometer-Strecke im Gespräch

Konsortium: Voruntersuchungen sind «sehr positiv» verlaufen

Zitat

...
Die Magnetbahn Transrapid ist als mögliche Variante für eine neue 800-Kilometer-Strecke in Großbritannien im Gespräch. Das deutsche Transrapid-Konsortium bestätigte am Montag auf Anfrage, über eine Beratungsgesellschaft werde mit der Regierung in London über eine Nutzung gesprochen. Das Interesse, die Technik in die Überlegungen zur Verbindung britischer Ballungsräume einzubeziehen, sei zu begrüßen. Voruntersuchungen seien «sehr positiv» verlaufen. Der nächste Schritt wäre die Vereinbarung einer Machbarkeitsstudie.

Bei der geplanten Langstreckenverbindung geht es um eine knapp 800 Kilometer lange Nord-Süd-Strecke zwischen London und Glasgow. Mit einer Fahrtzeit von knapp drei Stunden sei dies «eine hochattraktive Verbindung», wie es beim Transrapid-Konsortium hieß. Nach einem Bericht der Zeitung «The Guardian» werden die reinen Baukosten für die Strecke über Birmingham, Manchester, Leeds, Newcastle und Edinburgh auf 16 Milliarden Pfund (24 Mrd Euro) geschätzt.
...


[www.mz-web.de]

.

Antworten:

Werte Diskutanten,

dieses Projekt könnte abermals ein Referenzmodell für eine HGV-Strecke (MSB - R/S) sein. 800 km an einem Stück, das schmückte. Frankreich/Spanien haben es vorexerziert, nur in diesem unseren Land zerfleddern wir in typisch deutscher Manier derartige Projekte in diverse Kleinstteile, so daß von einer HGV-Strecke keine Rede mehr sein kann. Hier etwas HGV und auch dort, damit jeder Provinzfürst auf seine Kosten kommt. So zerstückelt dieses Land (Bundesländer) ist, so zerkrümelt sind auch seine HGV-Strecken.
So wie in Großbritanien die Strecke London-Glasgow, so hätte z.B. bei uns eine Trasse HH-B-L-N-M gebaut werden können. Aber was haben wir bekommen?

Viereinhalb Lachnummern ohne HGV-Kontakt zueinander.
Weiter so Deutschland!

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Kirschke

von Gerd Kirschke - am 08.06.2005 10:00

London by maglev in just 22 minutes!

London by maglev in just 22 minutes!

Zitat

...IMAGINE a train that floats on air, travels at speeds up to 310mph and could get you from Coventry to Newcastle in about 80 minutes including stops.

Impossible you might think, but the government is considering a new transport system that could become reality as early as 2009.

The trains would float above a magnetic track using the latest Maglev technology, a system which has already been pioneered in Shanghai, and at Birmingham International Airport.

Since 2003, passengers on the Shanghai Transrapid have travelled between the city and airport in just eight minutes at speeds of 267mph.

The train floats a few inches above or below a track and is held in mid air by a powerful magnetic field.

The technology was developed in the 1960s and used at Birmingham airport at low speeds in the early 1990s to transport passengers between the station and airport....


[iccoventry.icnetwork.co.uk]

.

von Medien... - am 09.06.2005 20:17

Magnetschnellbahn London - Glasgow

Briten am Transrapid interessiert

Zitat

...
Der „Guardian“ berichtete, die am Flughafen von Schanghai eingeführte Magnetschwebebahn habe mehrere britische Minister beeindruckt. Blairs Berater sähen in dem System klare umweltpolitische Vorteile, da angesichts der enormen Geschwindigkeit des Transrapids auf Inlandsflüge fast vollständig verzichtet werden könnte. Das Transrapid-Konsortium schätzt die Kosten laut „Guardian“ auf 16 Milliarden Pfund (23,7 Milliarden Euro). Darin sei noch nicht der Erwerb benötigter Grundstücke eingerechnet....


[www.ksta.de]

.

von Medien... - am 15.06.2005 18:18

Re: Magnetschnellbahn London - Glasgow

Zitat

Der „Guardian“ berichtete, die am Flughafen von Schanghai eingeführte Magnetschwebebahn habe mehrere britische Minister beeindruckt. Blairs Berater sähen in dem System klare umweltpolitische Vorteile, da angesichts der enormen Geschwindigkeit des Transrapids auf Inlandsflüge fast vollständig verzichtet werden könnte. Das Transrapid-Konsortium schätzt die Kosten laut „Guardian“ auf 16 Milliarden Pfund (23,7 Milliarden Euro). Darin sei noch nicht der Erwerb benötigter Grundstücke eingerechnet....

Kommentar:

Jaja, alles richtig!
Aber noch mehr würde es die Engländer und vor allem die späteren, zahlenden
Fahrgäste, sowie die Medien und den internationalen Vergleich beeindrucken, wenn
vor Ort mal ein funktionierender Demo-Abschnitt gebaut, oder viel mehr "hingestellt"
würde. So ca. 2 - 7 km lang. Das muss nicht gleich Shanghai-Ausmasse haben.
IVA-Massstab tät's zur Genüge.

S.Münster

von Stefan Münster - am 15.06.2005 19:22

Projekt London - Glasgow

Info zum Planungsstand und Realisierungsweg als pdf file:

[www.expall.com]


Wie realistisch ist dieser Ansatz? Speziell das Thema Energieverbrauch ist m.E. nicht korrekt prognostiziert. Zitat dazu:
Zitat

“Ultraspeed is a proposed new national ground transport system, which drastically reduces journey times between major cities in Britain by operating at speeds up to 500km/h (311mph). [...]This work produced indicative approximate journey times including:
- London to Birmingham 30 minutes;
- Newcastle to Leeds 25 minutes; and
- Heathrow to Tyneside, serving all major markets en route (Midlands, Greater
Manchester, West Yorkshire and Teesside) 100 minutes.
Ultraspeed is faster than jet air travel over most UK short-haul routes, whilst producing as
little as 20% of the emissions. Compared to the best of UK rail (London–Leeds) Ultraspeed takes half the time, operates twice as frequently, provides up to four times the capacity, yet uses less energy.
Where a car driver travelling from London to Glasgow will purchase around £50 in petrol alone, Ultraspeed will purchase less than £3 in electricity to transport the same individual between the same points. But Ultraspeed will cover the distance in 2hr 40mins, compared to 8 hours for a road journey and will have served all major centres of population en route. Ultraspeed will give Britain the fastest, safest and most environmentally sustainable strategic national transport system in the world. The system creates “a very real possibility of a major re-alignment in the UK’s economic geography”, empowering growth in the North and simultaneously de-stressing the South.”


Ein interessantes Projekt mit derzeit realtiv guten Aussichten für den südlichen Planungsabschnitt - aber diese Energieverbrauchsannahmen .....

jok


.

von Joh. Klühspies - am 18.06.2005 16:18

Re: Projekt London - Glasgow

Zitat

Where a car driver travelling from London to Glasgow will purchase around £50 in petrol alone, Ultraspeed will purchase less than £3 in electricity to transport the same individual between the same points.


Die Zahlen stimmen im Prinzip. Allerdings dürfte man sie nicht so als Vergleichswerte in den Raum stellen.

Die Streckenlänge zwischen London und Glasgow soll ja 800 km betragen. Bei einem Benzinverbrauch von 8l/100km benötigt man 64l für die Strecke. In Euro wären das beim Literpreis von 1,20 Euro/l Super etwa 77 Euro. Bei einem Kurs von 1GBP=1,5Euro kommt man auf die 50GBP.

Annahme für den TR: Der Energieverbrauch liegt im Bereich zwischen 10 und 30 kWh/km je nach Geschwindigkeit niedriger oder höher. Nehmen wir einen Mittelwert von 20 kWh/km. Bei 800 km Streckenlänge sind dies 16.000 kWh. Jetzt wirds spannend. Weitere Annahme: Es wird mit 5-Sektionenfahrzeugen mit durchschnittlich 100 Sitzplätzen je Sektion gefahren. Macht zusammen 500 Sitzplätze. 16.000 dividiert durch 500 macht 32 kWh/Sitzplatz über der gesamten Streckenlänge. Die 32 kWh/Sitzplatz werden noch mit 15 Cent/kWh multipliziert, macht 4,80 Euro und demzufolge rund 3 GBP.

Nun zu den Schwachpunkten der Rechnung. Beim Auto wird als Fahrpreis der Gesamtkraftstoffbedarf zugrunde gelegt, nicht nach meinetwegen 4 möglichen Fahrgästen unterteilt. Beim TR werden die Kosten auf den Sitzplatz umgerechnet. Aber fährt der TR über die 800 km vollbesetzt? Wohl kaum! In Wahrheit werden die Kosten wohl Richtung 10 GBP je Individuum tendieren, beachtet man Auslastungsgrad, Fahren von Teilstrecken, Sitzplatzanordung (die Rehcnung nach Sitzplätzen ist sowieso ungenau, besser ist es nach Grundfläche zu rechnen).

Die zitierte und nachempfundene Rechnung dient wohl in erster Linie zur Begeisterung der breiten (eher uninformierten) britischen Öffentlichkeit. Und warum auch nicht. ;-)

Viele Grüße MR

von Martin Retzmann - am 19.06.2005 08:54

Kosten und Kosten

TGV fahren in Frankreich nicht selten fast vollbesetzt. In Frankreich muss der Fahrer auch die Autoban bezahlen, in England - meine ich auch.
Der TR kann besonders attraktiv sein - besser als das Auto, und besser als das Flugzeug .
Nicht zu vergessen sind auch die Kosten, die der Staat für die Beseitigung der Folgen eines Autounfalls tragen muss.
Weniger Autos - weniger Unfälle.
Der TR ist sicher.
Er ist umweltfreundlich. Durch eine zunehmende Luftverschmutzung verliert der Staat auch - mehr Leute, die krank sind

von Polbahnfan - am 19.06.2005 09:31

Re: Kosten und Kosten

Zitat

TGV fahren in Frankreich nicht selten fast vollbesetzt. In Frankreich muss der Fahrer auch die Autoban bezahlen, in England - meine ich auch.


In England war ich zuletzt vor 10 Jahren. Damals gab es keine Maut, nur einige Brücken waren "Toll"-pflichtig.
In D muss der Fahrer auch die Autobahn bezahlen, wenn auch indirekt, über die Mineralölsteuer.

Fahren die TGV in F pünktlicher?
Beim Bahnfahren in D stört mich am meisten, dass ich mich nie darauf verlassen kann, meinen Anschlusszug zu erreichen.

von Denker - am 22.06.2005 10:24

Verspätungen

In der letzten Zeit kann man sehr viele 5 oder 10 minutige Verspätungen beobachten.
Vor allem ICE Züge aus dem Ruhrgebiet erreichen Köln HBF oder Hannover HBF 5 oder 10 Minuten nach der Zeit.
Auch für ICE Sprinter ist eine fünf oder zehnminutige Verspätung zu einer Norm geworden.
Warum kommt es zu solchen Verspätungen, und was soll die Bahn machen, um sie zu beseitigen ?

von Polbahnfan - am 22.06.2005 11:27

Re: Verspätungen

Ich habe das Gefühl, dass die Bahn bei der Wartung spart, und es damit vermehrt zu Ausfällen kommt. Vorletztes Wochenende saß ich eine halbe Stunde in Hamm fest, weil wegen einer Störung im Stellwerk keine Züge in der Bahnhof herein, oder aus dem Bahnhof heraus fahren konnten. Letztes Wochenende hörte ich eine Durchsage, dass ein Zug wegen Lokschadens liegengeblieben sei, und der Zug mit 45 min Verspätung ankomme. Dass sind sicher keine Einzelfälle.

von Denker - am 23.06.2005 13:33

Kein Wunder

Zitat

...das Gefühl, dass die Bahn bei der Wartung spart
Wenn man sich vorstellt, was das für ein Aufwand sein muss, wenn man Eisenbahnen HGV-mäßig durch die Menschenansammlungen knüppeln lässt, würde mich das nicht wundern.

von Tim Graf - am 23.06.2005 13:45

Guardian: London-Glasgow in two hours

Hovertrain to cut London-Glasgow time to two hours

by Martin Wainwright, The Guardian - Tuesday August 9

Zitat

....

....
Plans for a 300mph-plus "hovertrain" link which would cut cut journey
times between between London and Glasgow to under two hours have
taken a step forward.

Magnetic "hovertrains" which would reach Manchester from Heathrow in
less time than a taxi takes to get from the airport to Westminster,
would snake to Edinburgh and Glasgow in a zig-zag which crosses the
Pennines along the M62.

The £30bn project, first announced in outline in February, is
becoming a serious contender for the new north-south links announced
in Labour's election manifesto.

The success of the world's first commercial "maglev" system in
Shanghai has helped commercial acceptance.

The outline was warmly received last year in Downing Street by senior
government figures including Tony Blair. The chancellor Gordon Brown
has also travelled on the Chinese maglev between Shanghai centre and
Pudong airport.

The British plan, promoted by a consortium called Ultraspeed UK,
envisages 300mph services which would reach Leeds from London via
Birmingham and Manchester in an hour and York and then Newcastle in a
further 30 minutes. The newly published route goes on to Edinburgh
and Glasgow in about another half an hour, with stations on the edge
of cities and at airports and a notional earliest date of 2010.

"We can do something which even Stephenson and Brunel never managed,
by creating a single route north," said Alan James, a regeneration
expert at Ultraspeed. "Because maglev services can go up 1-in-10
hills, we are able to go across the Pennines just as the M62 does."

The project faces formidable hurdles, especially in planning terms,
but may have an advantage because of its green credentials. The
trains reach their 311mph by floating above a magnetic rail, with
minimal friction to slow down the linear motor, a British invention
developed in Germany
.....


[www.guardian.co.uk]

.

von Medien... - am 09.08.2005 08:54

campaign to build 300mph train link to London

All aboard campaign to build 300mph train link to London
Zitat

...
BUSINESS leaders were today joined by environmental campaigners and politicians in calling for a high-speed rail link between Edinburgh and London.

A host of organisations have urged the Scottish Executive to back the introduction of 300mph trains which could complete the journey between the capitals in two-and-a-half hours.

Supporters said it would reduce the need for domestic flights from Edinburgh Airport, allowing far more routes to foreign destinations - creating better business and tourism opportunities.

The Chamber of Commerce, the Federation of Small Businesses, Friends of the Earth Scotland and transport lobby group TRANSform Scotland all said fast trains were long overdue. Council leader Donald Anderson and Edinburgh West MSP Margaret Smith also backed the idea.
...


[edinburghnews.scotsman.com]

.



von Medien... - am 14.09.2005 14:59

Blair pushes forward hover train proposal

-- The government has asked for the
Ultraspeed project, a proposed "maglev" train capable of travelling
at a speed of 500 km/h, to be considered as part of an extensive
review of transport infrastructure options by outgoing BAA chief
executive Rod Eddington, according to industry sources. The project
has been developed by a private consortium called Ultraspeed

A source close to Ultraspeed said Downing Street had hinted that it
was becoming more interested in the scheme, which uses magnetic
levitation technology and is based on similar schemes in Shanghai and
Germany

The source said: "No 10 has asked Eddington to scrutinise Ultraspeed
in his review of transport infrastructure. Tony Blair has also asked
Alistair Darling, the transport secretary, to hold further meetings
with the Ultraspeed project directors." Alan James, UK Ultraspeed
project leader, would not be drawn on his contacts with government
but said that he anticipated extensive discussions in the future. He
said: "Ultraspeed looks forward to having substantive dialogue with
the government. The project would provide significant economic
benefit to the country."

....

A provisional route mapped out for the system would enable passengers
to travel from London to Birmingham in 30 minutes, and from Heathrow
to Newcastle upon Tyne in 100 minutes. It could operate every 10
minutes. Transrapid maglev technology is the only ground transport
system in the world safety-certified to travel at 500 km/h, with an
automated operational control system constantly monitoring and
adjusting the power supply to provide high levels of safety and
reliability

....




per email, FT Europe Intelligence Wire - 09/27/2005



von Medien... - am 30.09.2005 07:11

Re: Blair pushes forward hover train proposal

£30bn high-speed London to Scotland rail link proposed

Zitat

.....


The proposed railway would use magnetic levitation technology, which
was invented in the UK but developed in Germany, that allows a train
to run in near-silence almost twice as fast as conventional trains.

The system, which has been developed by Siemens and ThyssenKrupp, the
big German industrial groups, is already in use in China, linking
Shanghai's new airport with the city centre.

....

James is attempting to raise around £10m for a detailed feasibility
study. "In 18 months we need to move to the point where detailed
financial due diligence can be carried out and we expect to fund that
with the help of the private sector and with Regional Development
Agencies," said James.

He estimates the cost of building the scheme, excluding the cost of
acquiring the land required, to be £16bn for an 800km track running
from London via Birmingham, Manchester and Leeds to Edinburgh and
Glasgow.

The total price is likely to be nearer £30bn once other costs are
included. This could be met by the private sector, says James, and
would be repaid by revenues from fares and from the Government once
the system is up and running.

The Government is understood to be seriously considering whether a
high-speed north-south rail link is required. News of the plan comes
as the Institution of Civil Engineers prepares to launch a report on
Tuesday recommending the building of a new north-south high-speed
rail route in the UK.


[money.telegraph.co.uk]

von Medien... - am 20.11.2005 09:42

Re: Blair pushes forward hover train proposal

Zitat

The proposed railway would use magnetic levitation technology, which
was invented in the UK but developed in Germany
(...)


Wurde hier im Forum meines Wissens schon mal erläutert, aber erstaunlich klingt es dennoch.

Zitat

He estimates the cost of building the scheme, excluding the cost of
acquiring the land required, to be £16bn for an 800km track running
from London via Birmingham, Manchester and Leeds to Edinburgh and
Glasgow.

The total price is likely to be nearer £30bn once other costs are
included.


16 Mrd £ für die gesamten 800 km Magnetbahn sehen in meinen Augen zunächst mal realistisch aus. Das entspricht einem Kostenaufwand von 20 Mio £ je km Strecke. Der aktuelle Umrechnungskurs laut FAZ beträgt 1 £ = 1,4586 ¤. Also etwas mehr als 29 Mio ¤ je km Strecke. Dies deckt sich mit den Erfahrungen der Studie "Erzgebirgsquerung" mit einem etwaigem Aufwand von 27 - 29 Mio ¤ je km Strecke abhängig von der Entwurfsgeschwindigkeit, wohlgemerkt bei einer anspruchsvollen Mittelgebirgsquerung mit einigen Tunneln und Talbrückenbauwerken, bei der großzügigerweise die Kosten für Landerwerb auf der Strecke schon mit vorgesehen sind.

Was die Briten aber mit beinahe dem doppelten Kostenaufwand von 30 Mrd £ anstellen wollen? Soll der Landerwerb 14 Mrd £ betragen? Das hieße, der Quadratmeterpreis würde 850 ¤ betragen. (Annahme: 800 km Streckenlänge x Landerwerb von einem 30 m breiten Landstreifen = 24.000.000 m² Grundfläche; 14 Mrd £ / 24 Mio m² = 583 £/m² = 850 ¤/m²)

Sagenhaft! Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder ist Britannien mit seinen Reihenhausstraßen, Mooren, Heiden und Schweinefeldern ein teures Pflaster, oder die 14 Mrd. £ beinhalten noch gewisse Dinge, wie Erschließung der TR-Haltestellen, was aber im Grunde so nicht üblich wäre. Selbst wenn der Landerwerb wirklich so teuer sein sollte, stellt sich doch die Frage, ob nicht ein gewisser Vorteil des Systems TR bekannt ist, als da die aufgeständerte Bauweise wäre. Bei plattem Land sollte sie aus ästhetischen Gründen vermieden werden, aber im bewegten Hügelland ist der TR geradezu ideal. Einschnitte brauchen nicht so tief ausgeführt werden, und Bodensenken bzw. kleinere Täler werden aufgeständert passiert. Darunter können gewissermaßen friedlich die Kühe grasen, Schweine wühlen oder verbotene Fuchsjagden durchgeführt werden. Dazu müsste nicht die gesamte Trassenbreite erworben werden, sondern nur die eigentlich benötigte Grundfläche für die Stützen+Schutzeinrichtung und ein Nutzungsrecht für die Überquerung, wie es auch bei Elt-Trassen (Stromleitungen) üblich ist.

Frage: Weiß zufällig vielleicht jemand, welche zusätzlichen Kosten sich in den "£30bn" verbergen, oder ob Britannien ein solch teures Pflaster ist?

MR

von Martin Retzmann - am 20.11.2005 14:02

Re: Blair pushes forward hover train proposal

Zitat
Martin Retzmann
Frage: Weiß zufällig vielleicht jemand, welche zusätzlichen Kosten sich in den "£30bn" verbergen, oder ob Britannien ein solch teures Pflaster ist?


Ich weiß es nicht, aber vielleicht interessieren Sie in diesem Zusammenhang die Kosten des Channel Tunnel Rail Link:

1. Abschnitt, bereits fertiggestellt: 74 km, £1.9bn = 25,7 Mio £ pro km
2. Abschnitt: 39 km, £3.3bn = 84,6 Mio £ pro km

Quelle

von Felix2 - am 20.11.2005 14:20

Re: Blair pushes forward hover train proposal

Der zweite Abschnitt erreicht beinahe astronomische Kilometerpreise, wo liegt denn der genauer? Im Londoner Stadt-/Umlandgebiet?

MR

von Martin Retzmann - am 20.11.2005 14:26

Re: Blair pushes forward hover train proposal

Zitat
Martin Retzmann
Der zweite Abschnitt erreicht beinahe astronomische Kilometerpreise, wo liegt denn der genauer? Im Londoner Stadt-/Umlandgebiet?


Ja. Er hat 51% Tunnelanteil:

"25% (26km) of the route will be in tunnels, of which 51% of CTRL Section 2 is made up of tunnels."

Zu den hohen Kosten beigetragen dürfte auch der Umbau des Bahnhofs St. Pancras:

"St Pancras Station is undergoing a major upgrade to transform it into one of the largest interchanges in Europe. Work includes the construction of new platforms, extended bus, taxi and coach facilities and the refurbishment of the Grade 1 listed trainshed."

von Felix2 - am 20.11.2005 14:41

Lib Dems back bullet maglev in GB

Zitat


THE Liberal Democrats are preparing to unveil plans to construct a new bullet train service between Glasgow and Edinburgh as a key plank of their next manifesto.

Deputy First Minister and Lib Dem leader Nicol Stephen is expected to support the radical scheme in the run-up to the 2007 election campaign, promising to cut journey times between the two cities to just 20 minutes.

The plan could form a major part of any coalition negotiations following the 2007 elections, when the Lib Dems are expected to attempt to form part of the Scottish Executive.

Consequently, their plan could well be put into action immediately afterwards, with an opening date for the new line being set within the next 10 years.

The idea for a non-stop link between Edinburgh and Glasgow has been talked about for more than a decade but has never been put in place because of the enormous cost and environmental problems.

.......

The Lib Dems' plans would envisage the new line as part of a wider long-term cross-Border high-speed link all the way to London - either from Edinburgh or Glasgow - which would reduce the journey time to three hours.

Stephen's conversion appears to have been triggered by a visit to Shanghai in China earlier this month, where he travelled on the revolutionary 300mph Maglev train. The trains have no wheels and float above an electromagnetic field.

A Lib Dem source said: "Nicol has always been of the view that improving infrastructure is key to business success, and what he saw in China really enthused him about the need to do similar things here. There is a real need to help our competitive edge.

"We are considering the bullet train as part of our manifesto for 2007. The business case stacks up and the environmental case stacks up as well."


.....

One firm, Ultraspeed, has already put forward plans to build a Maglev train linking Glasgow or Edinburgh to London. The firm claims that it could reduce journey times between Scotland's two cities to a mere 10 minutes.

Enthusiasts for the new bullet train point to the examples of fast rail links across Europe, such as the TGV in France and the AVE in Spain, for evidence that the new link would be both cost-effective and environmentally sound.

Calls for a new link have been growing since devolution, with transport experts insisting that a new line is well overdue.

Figures show that the journey time between Glasgow Queen Street and Edinburgh Waverley is now longer than it was 30 years ago. Average trips last some 50 minutes now, compared with 43 minutes in the early 1970s.

There is also convincing evidence that a faster service would attract commuters who currently prefer to travel by car on the M8.

Since the introduction of the four-times-an-hour ScotRail service between the two cities in September 1999, passenger numbers have increased by 23% at peak times and 43% off-peak.

The Lib Dems' plan is a clear policy shift. Less than two years ago, Stephen ruled out a bullet train, insisting such a project would be expensive and fraught with difficulties.

The party's conversion could also have been helped in part by Stephen's bid to snatch support from Labour within the crucial central belt area at the next 2007 elections


[news.scotsman.com]

von Medien... - am 27.11.2005 11:21
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