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Forum Transrapid - Maglev - Eurorapid
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Polbahnfan, Denker, MrMedia, Tim Graf, Nöbi, Aragorn

Fahrt mit dem TR billiger als mit dem ICE

Startbeitrag von Polbahnfan am 15.06.2005 11:26

Es wurde eine TR Strecke zwischen Berlin und Budapest studiert ,und ich habe im Inernet auch evtl. zukunftige Fahrpreise
gefunden. Eine Sache kann ich total nicht verstehen.
Die Reise mit dem TR zwischen Berlin und Dresden sollte nur 36 Euro kosten.
Heute kostet eine Fahrt mit dem EC, der wesentlich langsamer ist, 31 Euro.
Eine Fahrt mit dem ICE zwischen Köln Hbf und Frankfurt HBF (180 km ) kostet 51 Euro.
In einer polnischen Bahnzeitschrift ,, Nowe Sygnaly " wird ein Preis 90 DM (zirka 45 Euro ) für die Strecke zwischen Berlin und Hamburg angegeben - günstiger als heute mit dem ICE.
Wie kann man das verstehen.

Quelle :[www.transrapid.de]

Antworten:

Achtung die Daten sind von 1998!
Die Strecke London-Glasgow soll 24 Mrd ¤ kosten für 800 km. Auf der von Ihnen genannten Internetseite werden 14 ¤ Mrd für 950 km angesetzt.
Man muss die genannten Preise also etwa mit 1,7 multiplizieren.

von Denker - am 15.06.2005 18:18
Ist ja auch logisch, dass eine Fahrt mit einem schnelleren Ferkehrsmittel günstiger ist, als mit einem langsameren. Die Kosten sinken ja mit der Fahrzeit. Es wird weniger Personal und es werden auch weniger Fahrzeuge benötigt, um einen bestimmten Takt einzuhalten. Außerdem sind beim TR aufgrund der Reibungsfreiheit weniger Wartungsarbeiten nötig.

von Nöbi - am 17.06.2005 20:34
Dann ist der Flug mit der Concorde also auch billiger, als der Flug mit einem normalen Verkehrsflugzeug !?

von Denker - am 19.06.2005 19:43
Nein, aber die Kosten im Flugverkehr - das ist eine total andere Sache., die nicht mit dem Schnellbahnverkehr zu vergleichen ist.

Wenn es um diese flugzeuge geht, waren die Kosten auch so hoch, weil wenige Maschinen im Einsatz waren

von Polbahnfan - am 19.06.2005 20:09
Zitat

Außerdem sind beim TR aufgrund der Reibungsfreiheit weniger Wartungsarbeiten nötig.


Theoretisch sicher richtig.
Praktisch stellt sich aber die Frage warum sich die Chinesen in einem Artikel über die hohen Wartungskosten beschweren.
Hat hier irgendjemand konkrete Zahlen wie es tatsächlich in der Praxis mit der Wartungsfreundlichkeit aussieht?

Es entsteht zwar keine Rollreibung oder sowas, aber Vibrationen mit hoher Geschwindigkeit=Energie gibt es sicher auch welche zu mechanischer Belastung führen.

Überhaupt könnte ich mir vorstellen das die Kosten von Brückenbauwerken (nichts anderes ist ja der TR-Fahrweg) auf lange Sicht (Jahrzehnte, Jahrhunderte) bedeutend höher sind als von Bauwerken die mit ihrer ganzen Fläche auf dem Boden aufliegen und so weit geringeren Kräften unterliegen.

Wieviele Jahrzehnte hält denn eine Brücke aus Beton bis sie aufwändigen Reperaturen unterliegt oder wenn dies zu lang nicht geschehen ist abgerissen werden muss?

Im Normalfall heisst höhere Geschwindigkeit mehr Wartung mehr (teure) Sicherheitsmassnahmen, mehr Luftwiderstand=mehr Energiekosten und Belastung der elektrischen Anlagen, teurere Unterwerke, Leitungen,...

Wenn es anders wäre (schneller=billiger) würden Güterzüge mindestens 300 fahren



Ich denk mal je nach Sparpreis/Bahncard, etc. kommst Du auch heute für unter 45¤ von Berlin nach Hamburg.
Die Bahn gibt in ihrer Werbung auch immer den günstigst möglichen Preis an.
Beim Billigflieger ist auch klar das nicht alle Gäste für n paar Euro von Berlin nach London fliegen.
Also Preisangaben sind immer sehr mit Vorsicht zu geniessen.
Ausserdem verdoppeln sich die Kosten während des Baus sowieso, oder irgendetwas kommt dazwischen. Aber erstmal müssen die Leute überzeugt werden.

Auch wenn es nicht so rüberkommt, ich in für den Transrapid, aus Imagegründen.

Deutschland (bzw. Europa) muss mal wieder zeigen das es etwas kann und nicht nur Desaster fabrizieren wir auseinanderbrechnede Strassenbahnen, Rennsportereignisse ohne Rennfahrer, Hochgeschwindigkeitszüge mit zerbrechenden Achsen (ICET,Acella). Wenn sich das Bild nämlich in der Welt verfestigt ist es aus mit der Exportnation.
Was wir vom Inlandsmarkt im "Geiz ist @!#$"-Land erwarten können dürfte uns allen klar sein.

von Aragorn - am 20.06.2005 08:09
Die Ausführungen zu den Baukosten klingen bedenkenswert. Was die Wartungskosten in Shanghai betrifft kommt mir aber ganz spontan in den Sinn, dass es sich dabei ja eigentlich um sowas wie einen ersten Reality-Check handelt, den wir schon längst hätten im eigenen Lande durchführen müssen und bei dem möglicherweise die Kosten tatsächlich höher sind, als sie es später mal sein werden.

Ein weiterer Punkt bei der Kostenbetrachtung mit Blick auf die "Brücken" ist m.E. der Sicherheitsaspekt. Wir haben ja wegen des Umstandes, dass der HGV statt auf Stelzen mitten durch das Menschengewusel geführt wird, in Eschede schon einen verdammt hohen "Preis" bezahlt und man muss sich vielleicht fragen, ob die Kosten, sowas in Zukunft zu verhindern, letztlich nicht einen R/S-HGV gar verbieten.

Den Ausführungen zu "Deutschland ... muss mal wieder zeigen..." kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich würde mit Blick auf die Rente meine Steuerzahlungen gerne dafür verwendet sehen, dass der TR marktreif gemacht wird und dass er besser nicht wieder mal ein Flopp wird...

von Tim Graf - am 20.06.2005 09:18
Da kann ich mich nur anschließen.
habe übrigens von Transrapid International Post bekommen.
Werbematerial für meine Leute die den Transrapid nur von Hören-Sagen kennen.
Binnen zwei Wochen war es da.
Man hatte ich mich gefreut.
DVD war auch dabei.

von MrMedia - am 20.06.2005 12:59
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