eben schnell ein Lebenszeichen

Startbeitrag von Zeusi am 18.06.2009 11:28

Hallo Ihr lieben Foris!

Nachdem ich gerade unser liebes Lieb.chen auf einer anderen Plattform "getroffen" habe, muss ich mich hier mal schnell melden.

Tschja, mir geht es gar nicht gut.

Wir haben uns ja vor einigen Monaten einen Hund zugelegt und einigen von Euch habe ich ja auch noch ein Bild von unserer Hündin geschickt... nun müssen wir sie leider wieder weggeben... ja Ihr lest richtig...

Ich habe vor einigen Wochen die Diagnose Rheuma bekommen. Habe die sog. parallele Morgensteife und kann morgens überhaupt nicht laufen. Jeder Schritt schmerzt - die Hölle... und dann noch mit dem Hund raus....

Zum anderen dreht unser Sohn total durch. Wir haben ja gedacht, dass der Hund unseren Sohn vielleicht ruhiger werden lässt, aber nothing. Jeden Morgen Theater. Er ärgert den Hund, macht ihn total kirre.

Die ganze Arbeit bleibt an mir hängen und nun habe ich die bittere Bilanz gezogen. Der Hund muss wieder weg. Ich habe schon einige Interessenten. Also wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis sie ein neues Zuhause gefunden hat. Mir tut das sehr weh, aber es muss leider sein.

So und nun bin ich schon wieder weg. Ich melde mich im Urlaub mal ausführlicher...

LG
Zeusi

Antworten:

Hallo Zeusi,

ich habe in letzter Zeit häufiger an Dich gedacht. Wollte mich eigentlich auch schon längst bei Dir gemeldet haben, aber....

Das sind ja gar keine guten Nachrichten. Hast Du denn inzwischen einen Spezialisten für Dein Rheuma gefunden? Bei meinem früheren Arbeitgeber (im KH) gibt es sogar extra eine Rheumaambulanz.

Schade auch, daß das mit dem Hund nicht so klappt, wie ihr euch das erhofft hattet. Aber ich denke, es ist besser so. Kann mir gut vorstellen, daß der Abschied nicht leicht sein wird.

Bei uns läuft es mal so, mal so. Werde Dir dann aber genaueres mal per Mail schreiben. Ich hoffe, ich komme mal in den nächsten Tagen dazu.

Ganz liebe Grüße,


von Rosenfan - am 18.06.2009 11:46
Liebe Conny,

ich glaube, wenn Du mir eine Mail geschrieben hättest - hätte ich es nicht einmal gemerkt. Ich habe nicht einmal Zeit, privat an den PC zu gehen.... traurig aber wahr! Mir bleibt im Grunde genommen überhaupt kein Freizeit mehr. War seit Monaten nicht beim Sport.

Ich stehe morgens um 5.55 Uhr auf, schnell mit dem Hund raus und anschließend ins Badezimmer. Dann Sohni wecken, runter Frühstück machen, wieder hoch Sohni runterholen. Frühstücken, aufräumen, wieder ins Bad. Dann Sohni fertig machen, Taxi steht vor der Tür - Sohni zur Schule. Jacke überschmeißen, wieder mit dem Hund gehen. Schnell wieder rein, andere Schuhe anziehen, Tasche nehmen, ab zur Arbeit....

13.30 Uhr Feierabend, fix nach Hause, Sohni wartet schon. Essen machen, Hund versorgen, HA mit Sohni (zur Zeit mit sehr viel Stress verbunden und jeden Tag Schreierei).

Um 14.50/15.00 Uhr kommt Göga von der Arbeit - vielleicht ist noch Zeit für eine Tasse Kaffee. Dann länger raus mit dem Hund (1 - 1/2 Stunden). So ein Terrier muss ja Bewegung haben...

Zwischendurch noch Aufräumen, Saugen, Wischen etc.

Bis Sohni um 20.15 Uhr ins Bett geht, habe ich ein volles Programm. Aber wem sage ich das von Euch.

Göga kommt nach Hause, trinkt erst einmal eine Tasse Kaffee, liest den Rest Zeitung - was er in der Arbeit nicht geschafft hat, macht seinen obligatorischen Toilettengang und wenn ich mit dem Hund raus bin, dann legt er sich noch auf's Sofa. Armer Kerl, muss ja jeden Tag um 4.30 Uhr aufstehen. Wir bedauern ihn doch alle...

Durch den Hund habe ich endlich gemerkt, welche Leute mich in der Not unterstützen und welche nicht. Zu den ersten gehören auf jeden Fall nicht meine Eltern (sie haben uns vorher ihre Unterstützung zugesagt, jetzt sollten sie mal den mal Hund nehmen und haben es abgelehnt...) und mein Mann.

Diese Menschen brauchen nun auch nicht mehr auf mich bauen. Göga kann sehen, wie er mit seiner Ex und Tochter auseinandergeht - hier ist meine Grenze errreicht und meine Mutter + Mann können ebenfalls sehen, wie sie künftig ihren Garten gepflegt kriegen, wenn wieder Land unter ist...

Ich habe eine mega Wut im Bauch!

Gestern abend fing Sohni auf einmal an, über den Hund zu reden, dass er doch nicht verkauft wird, oder? Er hat es gerochen... denn heute morgen fährt mein Mann (ich hoffe ja, dass er das wenigstens noch macht...) zu einem älteren Ehepaar nach HB und stellt unseren Hund dort vor. Ich habe Sohni dann gesagt, dass wir ganz bestimmt den Hund nicht an die erst beste Familie abgeben werden und wir uns ganz in Ruhe eine Familie suchen werden, wo sie es richtig gut hat. Er fing bitterlich an zu weinen und ich musste auch weinen, denn auch mir bricht es das Herz, sie wieder wegzugeben.

Meinem Mann geht das am Hintern vorbei. Er will nur, dass der Hund wieder wegkommt. Wenn der Hund sich schüttelt, dann schüttelt er sich auch, weil er sich vor den Haaren ekelt, wenn der Hund jault, muss er ins Körbchen oder raus. Ins Wohnzimmer darf sie nicht mehr, wegen der Haare und wenn ich krank bin, wie am vorletzten WE, dann macht er mich morgens um 7.00 Uhr an, weil er mit dem Hund raus muss... vielleicht sollte ich mal über den Charakter meines Mannes nachdenken und mir über darüber Gedanken machen, was mich im Leben am meisten stört und diesen Störfaktor sollte ich wegschicken...

Liebe Grüße von einer ganz traurigen
Zeusi



von Zeusi - am 22.06.2009 06:48
Ach liebe Zeusi,

fühl Dich mal ganz ganz herzlich gedrückt und getröstet.

Oh mann, da hast Du ja wirklich viel um die Ohren. Schade, dass Dein Mann sich so gar nicht an den Hund gewöhnt hat. Aber wenn alles an Dir hängen bleibt, dann wird das einfach zu viel. Das kann ich gut verstehen.

Komisch, dass immer wir Frauen dann die "Oberverantwortung" für so ein 4-beiniges Familienmitglied haben. Mein Mann ist zwar schon auch mit dem Hund raus, trotzdem hatte ich immer das Gefühl, dass ich diejenige bin, die sich um alles kümmern muss. Wie geht es ihr? Will sie spielen? Braucht sie Zuneigung/Streicheleinheiten? Muss sie zum Tierarzt? und und und. Hab ich das meinem Mann dann gesagt, hat er es schon gemacht, da will ich mich ja nicht beschweren, aber darauf achten musste immer ich.

Und als unsere Hundeomi dann gestorben war, hätte mein Mann am Liebsten sofort wieder einen Hund geholt. Aber da habe ich mich durchgesetzt!!!! Ich möchte jetzt mal unabhängig sein. Keine Rücksicht nehmen müssen. Gerade jetzt, wo Sohni selbständig ist/wird. Mal spontan was machen können, auch mal übers WE wegfahren, oder spontan wo länger bleiben können, weil es schön ist und nicht weil der Hund ja raus muss zu einer bestimmten Zeit wieder daheim sein müssen.

Allerdings hat es auch seine Nachteile. Die Spaziergänge seitdem kann ich an zwei Händen abzählen *schäm*.

Ach Zeusi, ist schon schwer, wenn man dann so eine Entscheidung treffen muss. Hat das Ehepaar denn zugesagt?

Lass Dich nochmal virtuell ganz dolle knuddeln. Ich drück die Daumen, dass sich alles wieder entschärft bei Dir.

Liebe Grüße

Moni

von Monkele - am 22.06.2009 18:08
Liebe Zeusi,
habe Dir auf der anderen Plattform gerade geschrieben.
Du tust mir verdammt leid.
Ich frage mich, wann wirst Du nur einmal zur Ruhe.
Ich wünsche Dir so sehr, dass all Deine Sorgen sich in Seifenblasen auflösen und Du wieder Lachen kannst.

Komm an meine Mutterbrust ....lächele wenigsten einbischen.

LG liebchen

von lieb.chen - am 22.06.2009 18:33
Hallo Zeusi,

das alles hört sich wirklich nicht schön an. Du putzt doch aber hoffentlich nicht jeden Tag, oder? Falls doch, solltest Du das Maß hier vielleicht etwas reduzieren. Ich weiß, das sagt sich manchmal leichter als es ist.

Als ich vor knapp 2 Jahren mein Knie gebrochen hatte, bin ich auch mit einer Hand am Staubsauger, mit der anderen Hand an der Stütze durchs Haus getobt. Die Wäsche habe ich auch selbst aufgehängt (wollte ich aber unbedingt). Mußte zudem mich auch um's Kochen kümmern, da Göga in der Zeit eine befristete Vollzeitstelle hatte. Und da die Kinder Ferien hatten, hatte ich beide Jungs auch fast die ganze Zeit über im Haus.

Zum Glück war Frederick schon alt genug, um mal kleinere Besorgungen zu machen. Und Vincent durfte dann als einziges Kind vom Kindergarten alleine mit seinem Roller nach Hause. War zwar nur 1 km weg, aber insgesamt hätte ich so um die 4 km mit den Stützen laufen müssen, und das jeden Tag. War so schon anstrengend genug, hatte da ja auch noch kein Gewicht abgenommen.

Aber alles in allem kann ich mich nicht wg. mangelnder Unterstützung beklagen. Bei uns hat eigentlich jeder so seinen Bereich, wo was gemacht wird. Wenn einer von uns oder wir beide wieder arbeiten sollten, wird ohnehin wieder alles neu strukturiert und aufgeteilt werden müssen.

Es ist natürlich sehr schade, wenn ihr den Hund nach so kurzer Zeit wieder weggeben müßt. Aber danach wirst Du doch sicher wieder etwas zur Ruhe kommen können. Haben Deine Eltern Dir denn gesagt, warum sie den Hund jetzt doch nicht nehmen wollten? Ich finde es immer blöd, wenn erst alle Hilfe anbieten, aber wenn's denn nötig ist, einen Rückzieher machen.

Ich kann auch verstehen, daß Du auf Deinen Mann jetzt sauer und verletzt reagierst. Kann es sein, daß er den Hund eigentlich gar nicht wollte und jetzt eher froh ist, wenn er wieder wegkommt? Vielleicht solltet ihr mal in einem ruhigen Moment darüber sprechen. Die Probleme sind dann zwar noch nicht unbedingt gelöst, aber zumindest auf dem Tisch.

So, wie versprochen werde ich mich demnächst noch mal bei Dir melden. Wird aber wohl frühestens Ende der Woche was. Die nächsten Tage liegt bei mir einiges an.

Liebe Grüße und laß den Kopf nicht allzu sehr hängen.


von Rosenfan - am 22.06.2009 23:19

etwas Spannung ist nun weg...

Hallo Ihr Lieben!

Unser Hund ist nun verkauft. Das ältere Ehepaar hat unsere Alma genommen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass sie sie genommen haben. Dort hat sie es wirklich gut. Sie wohnen im Grünen und haben ein Haus mit einem großen eingezäunten Garten. Alles hundgerecht etc. Sie hatten ja vorher einen Jacky, der musste vor 2 Wochen mit 14 1/2 Jahren eingeschläfert werden. Sie freuen sich sehr über den Kauf. Nächste Woche werden wir sie dann hinbringen.

Sohni weiß davon noch nichts. Hatte heute einen Termin in der KJP. Die Kipsy meinte, wir sollten es ihm einen Tag vorher sagen. Dann hat er noch Zeit, sich von ihr zu verabschieden. Wenn er will, kann er ja auch mitfahren, damit er sieht, wohin sie kommt und dass sie es wirklich gut hat.

Was Sohni betrifft: wir stellen nun einen Antrag auf Erziehungshilfe beim JA. Empfehlung der KJP: heilpädagogische Ganztagsgruppe. Man hat den Verdacht, dass er ganz schwere Depris hat. Eigentlich sollte er wieder in die KJP - in die Tagesklinik. Aber das will ich nicht. In der Schule läuft es ja gut und warum sollen wir ihn da wieder rausnehmen. Wahrscheinlich muss er dann noch das Schuljahr wiederholen... ne, das geht gar nicht. Ich werde jetzt ganz massiv Druck beim JA machen. Wir haben nur dieses eine Jahr. Nächstes Jahr steht der Wechsel auf die weiterführende Schule an. Die Zeit müssen wir nutzen.

Klappt das nicht, ja dann ist nur noch ein Internat drin. Im Emsland soll ein sehr gutes und bezahlbares sein. Schauen wir mal - aber soweit sind wir noch nicht.

Liebchen hatte mich noch gefragt, wie es mit meine Stieftochter so läuft... sie hat ja ihre Lehre abgebrochen. Das Probearbeiten beim Frisör hat sie nicht überstanden - Absage wegen Zickigkeit etc. Nun hat sie sich in eine vom Staat geförderte Maßnahme verkrochen und ist mit meinem Mann vors Gericht gezogen. Mir hat sie einen beleidigenden und bedrohenden Brief geschrieben, den wir dann postwendend ans Gericht geschickt haben. Damit hat sie sich alles verscherzt. Sie hat ihren Unterhaltsanspruch verwirkt! Sie bekommt jetzt keinen Pfennig mehr!

Aber da sie sich nun überlegt hat, ab dem 1.08. wieder zur Schule zu gehen, um ihren Realschulabschluss nachzuholen, hat sie wieder den Anwalt auf uns gehetzt. Will nun 270 EUR von meinem Mann. Wir haben die Sache dem Anwalt übergeben. Denn verwirkt ist verwirkt und bedroht ist bedroht.

Diese Person ist für alle Zeiten für mich gestorben. Jetzt im Urlaub werden wir ein entsprechendes Testament beim Gericht hinterlegen. Sie wird keinen Pfennig mehr bekommen. Den Drohbrief werden wir an das Testament hängen - falls sie dann noch meint, ihr würde ein Pflichtteil zustehen... Mein Mann hat ja Gott sei Dank schon ein Testament gemacht und sie enterbt. Da bin ich schonmal auf der sicheren Seite, falls mal etwas passieren sollte. Durch die Enterbung ist sie auf jeden Fall von der Erbengemeinschaft ausgeschlossen und hat kein Mitspracherecht. Die würde es doch bringen und würde großkotzig vor der Tür stehen und ihren Pflichtteil fordern bzw. mich auffordern, das Haus zu verkaufen, damit ich sie auszahlen kann. Da ist Gott sei Dank ein Riegel vorgeschoben!

Im übrigen hatte mein Mann schon große Zweifel an der Sache mit dem Hund. Er hat vorher schon gesagt, dass es zu stressig wird. Ich werde es morgens nicht packen und wenn, dann nur mit viel Stress. Er hat Recht behalten. Das ist auch nichts. Alles schnell, schnell und dann ab zur Arbeit. Grundsätzlich breche ich die Geschwindigkeitsbegrenzung - statt 80 mindestens 100 km/h, damit ich pünktlich im Büro bin. Er hat einfach nur Recht behalten.... und was meine Eltern betrifft... sie haben uns fest ihre Unterstützung zugesagt. Jetzt verweisen sie auf ihre Katzen, die sie ja schon vorher hatten. Naja, man kann eben auch auf das Wort von Verwandten nicht immer was geben. Traurige Resonanz dieser ganzen Geschichte. Aber wie Ihr mich kennt... auf meine Hilfe brauchen solche Leute dann auch nicht mehr zu hoffen...

Naja, nächste Woche werden wir unseren Hund wegbringen und dann wird hoffentlich wieder etwas Ruhe einkehren. Das wünsche ich mir jedenfalls!

LG
Zeusi

von Zeusi - am 23.06.2009 11:08
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