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Plauderforum
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Rosenfan, silkesluka, *Karamba*

Finanzamt

Startbeitrag von Rosenfan am 09.07.2009 22:31

Hallo Ihr Lieben,

könnte jetzt mal dringend Euren Rat gebrauchen.

Heute bekamen wir Post vom Fianzamt. Das hatte den Steuerbescheid aus dem Jahr 2005 !! nachträglich zu unserem Ungunsten geändert. Wir sollen jetzt bis knapp Mitte August gut 500 Euro nachzahlen.

Angeblich hatte mein Mann den Firmenwagen auch privat genutzt und damit einen geldwerten Vorteil gehabt. Das Finanzamt hatte sein Bruttoeinkommen nach einer Prüfung der Firma, die es seit Januar 2007 gar nicht mehr gibt, einfach raufgesetzt und damit die Nachzahlung begründet.

Jetzt wissen wir nicht genau, ob das Finanzamt das nach über 3 Jahren überhaupt noch darf. Mein Mann hatte seinerzeit ein Fahrtenbuch geführt und das jedes Jahr seinen Chefs gegeben. Damals hatte er die Aufzeichnungen auch im PC. Aber nach 3,5 Jahren, so lange ist er schon nicht mehr bei der Firma, hat er mittlerweile auch keine Aufzeichnungen mehr gespeichert.

Wir haben somit auch keinerlei Beweismittel mehr da. Aber wir sind der Meinung, daß die Chefs damals das regeln müßten, weil die ja die Fahrtenbücher bekommen haben. Mein Mann hatte ja alles korrekt angegeben. Da frage ich mich schon, wie kann das angehen.

Und dann kommt bei uns ja noch das Problem dazu, daß ich nicht mal eben 500 Euro aus dem Ärmel schütten kann, schon gar nicht mit Hartz IV. Jetzt ist bei mir auch gar nicht mehr sicher, ob ich die Stelle bei meinem ehemaligen Arbeitgeber tatsächlich antreten kann. Noch so eine blöde und ungewisse Sache. Ich kann auch nicht mal eben 500 Euro ansparen, wovon, und schon gar nicht in gut einem Monat.

Ich bin deswegen heute richtig fertig. Da dachte man mal, es geht langsam wieder etwas aufwärts, da kommt wieder etwas und jemand und verteilt heftige Nackenschläge. Als ob wir nicht schon genug Sorgen und Probleme haben.

Weiß jemand von Euch da vielleicht, was wir tun können, außer auf jeden Fall Einspruch einlegen? Wäre für jeden Rat dankbar. Das dumme ist ja noch, daß der Einspruch ja die Zahlungen nicht aufschiebt. Echt alles Sch....

Vielen Dank schon mal. Liebe Grüße und hoffentlich Gute Nacht,

Antworten:

Guten Morgen,
erstmal Widerspruch einlegen, dass verlängert dann schon mal die Frist.

Aber Unterlagen , die das Finanzamt betreffen müssen 10 Jahre aufgehoben werden, somit sollte das Fahrtenbuch noch bei den Unterlagen in der Firma sein.

Ansonsten, wenn ihr keinerlei Beweise bringen könnt, dann sieht es schlecht aus.
Ihr , bzw. dein Mann ist in diesem Fall in der Beweispflicht.

Im Falle einer Insolvenz der ehemaligen Firma, würde ich mich aber mit dem Insolvenzverwalter in Verbindung setzen.

Solltet ihr wirklich zahlen müssen, was ich allerdings bezweifel, kann man mit dem Finanzamt Ratenzahlung vereinbaren.
Also erst,mal Kopf hoch.


Viel Erfolg
Karamba

von *Karamba* - am 10.07.2009 01:49
Morgen,

die Aufbewahrungspflicht gilt auch für insolvente Firmen, also müssen die Unterlagen auch noch vorhanden sein.
Also, wie meine Vorrednerin schon sagte: Widerspruch!

Wenn ihr eine Rechtschutzversicherung habt, dann würde ich mal bei einem Fachanwalt für Steuerrecht nachfragen!
Vielleicht hilft auch das AA bei solchen Problemen (zumindest könnten die wahrscheinlich eine Adresse nennen, wo man mal nachfragen )
Verbraucherberatung? Können vielleicht helfen. Anrufen und nachfragen kostet da (glaube ich) nichts.
Ein Steuerberater in der Bekanntschaft? (Ist immer gut :0) )

Kopf hoch!
Erst mal können die Euch gar nichts!


Silke




von silkesluka - am 10.07.2009 06:13
Hallo Ihr Zwei,

erst mal Danke für Eure Antworten.

Die Chefs haben die Firma aus Altersgründen aufgelöst. In den Jahren vorher wurden wohl deswegen schon diverse Mitarbeiter entlassen. Meinem Mann wurde ein Jahr vor Aufgabe gekündigt.

Da mein Mann ja Fahrtenbücher geführt hatte bzw. auch mußte und er ja längst nicht mehr bei der Firma beschäftigt war, hatte er irgendwann auch die Aufzeichnungen im PC gelöscht. Konnte ja keiner ahnen, daß da nach über drei Jahren noch was kommen würde.

Wir wissen allerdings nicht, wie genau die Chefs das mit der ganzen Buchhaltung genommen haben. Soweit ich weiß, waren die immer sehr knauserig. In den 8 Jahren, die mein Mann dort war, gab es nicht eine Gehaltserhöhung. Ich wüßte aber nicht, wie man da irgendwas beweisen sollte.

Eine Rechtschutzversicherung haben wir nicht, können wir uns derzeit auch gar nicht leisten. Soweit ich weiß, sind solche Beratungen bei Verbraucherzentralen auch kostenpflichtig.

Ich werde auf jeden Fall noch mal meine Stiefschwiegermutter anrufen. Sie macht immer die Steuer für uns, weil sie früher mal bei einer Steuerberaterin gearbeitet hatte. Außerdem war bis vor einiger Zeit mal ihr Cousin der für uns zuständige Beamte, war aber Zufall. Danach wurden wir einem anderen Finanzamt zugeteilt. Sollte wohl Kosten sparen.

Liebe Grüße,


von Rosenfan - am 10.07.2009 14:11
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