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Plauderforum
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6
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
silkesluka, C_C_W, Marion O, Monkele, mamatil, Veronika Ehrenberg

Soeben in FB gefunden.....

Startbeitrag von Veronika Ehrenberg am 08.08.2013 20:12

Kann es nicht glauben.....!!!!


Das hat mein Sohn in FB rein gesetzt.....
natürlich ein gefundenes Fressen für ihn !!!!!



[pravdatvcom.wordpress.com]


[www.faz.net]



Ein Artikel davon ganz groß in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung " ;o((


Bin gerade mal wieder ganz schön ...........grrrrrrrrrr!!!!!!!!


Könnte an die Decke gehn -.-



Trotzdem liebe Grüße an euch ;o))

Antworten:

Liebe Veronika,
wenn ich den Artikel lese möchte ich am liebsten schreien vor wut.
Ständig wird die Diagnose ADHS generell angezweifelt, wenn du deinem Kind Ritalin oder Strattera gibst bist du in den Augen der meisten Menschen Karieregeil für dein kind,das diese Mittel bei GESUNDEN (ohne ADHS) ganz anders wirkt, wird Ignoriert.
Die Artikel sind alle so einseitig.
Gerade unsere kinder scheinen besonders sensibel zu sein,meiner ist oft von der Ablehnung die dieses Thema hervorruft ziemlich fertig .
Liebe grüße
mamatil

von mamatil - am 09.08.2013 09:53
Liebe Vero,

tja, er ist erwachsen ..... und wenn er meint, dass es kein AD(H)S gibt, dann muss man ihn lassen. Du kannst ihn nicht zwingen und je mehr man sich einmischt, desto mehr steuern sie dagegen.

Auch wenn es einem als Mutter weh tut und wir vermutlich mehr oder zumindest genauso leiden wie die Kids, in dem Alter kann man nicht helfen, wenn sie die Hilfe nicht wollen.

Ich kenne Erwachsene, die ganz genau beschreiben können, wie sie sich mit und ohne Medikament fühlen ..... da glaube ich dann doch eher einem echten Erfahrungsbericht als einem Zeitungsartikel.

Versuch Dich nicht aufzuregen, es nützt nichts. Denk lieber an Dich (ich weiß, das ist einfacher gesagt als getan)

Liebe Grüße

Moni

von Monkele - am 09.08.2013 14:06
Liebe Vero

Denn bericht habe ich auch gelesen :(((

Ich weis was wir haben da kann mir kein Zeitungsbericht was anderes sagen .

Liebe Grüße Marion

von Marion O - am 11.08.2013 13:34
Hallo

ich habe den Bericht vor längerer Zeit auch schon mal gelesen.

Ich habe mich furchtbar aufgeregt und als ich meine Freundin deshalb angerufen habe und ihr davon erzählte meinte sie nur:

Wenn bei Deinem Kind die Medis helfen und Du und er dahinter stehen, dann kann es dir doch Sch** egal sein, was andere davon halten.

Sie ist selbst ADSlerin und steht auch voll dazu. :0))))

Tja, hat sie wohl recht.
Also tiiieeeefff durchatmen und alle anderen machen lassen.
Lebt sich wirklich ruhiger ;0)

Liebe Grüße
Silke

von silkesluka - am 13.08.2013 19:16
Ja liebe Vero, ich kann es dir sehr gut nachempfinden. Mein Sohn ist noch nicht erwachsen, aber ich kann ihm trotzdem keine Medikamente mehr geben. Er hat sich mit aller Gewalt dagegen gewehrt und hatte Psychologen und Sozialpädagogen auf seiner Seite. Er ist jetzt 13 und nimmt seit Oktober 2012 (da war er noch 12) nichts mehr. Seine Schrift ist noch nie sehr schön gewesen, aber ohne Medis kaum noch zu entziffern. Seine Zeugnisnoten haben sich verschlechtert, wobei ich mit drei Vierer, zwei Zweier und den Rest Dreier in der 6. Klasse noch zufrieden sein kann. Außerdem sind Arbeitsverhalten 3 und Sozialverhalten 2 sogar noch richtig Spitze.

Die Lehrer wissen Bescheid, wenn er während des Unterrichts ständig irgendwo klopfen muss, nervige Geräusche macht oder gerade erklärte Aufgaben nochmal hinterfragt, Arbeitsaufträge falsch oder garnicht erledigt oder keine Hausaufgaben macht, weil er versäumt hat sie zu notieren. Sie nehmen es eben einfach so hin.

Ich habe resigniert. Der jahrelange Kampf hat sich irgendwie nicht gelohnt. Wenn er aus der Schule kommt schmeißt er seine Tasche in die Ecke und setzt sich vor den PC. Wenn Klassenarbeiten angesagt sind, quäle ich mich mit ihm durch und übe etwas mit ihm. Dann steckt er sich Dinge in den Mund, gähnt dauernd, ist total abwesend, klopft irgendwo rum oder bemahlt sich. Er schreibt extra klein oder groß oder macht ständig Pausen, weil er sich was zum Trinken oder Essen holen muss, oder zur Toilette will. Aber wir schaffen es, einigermaßen auf die Arbeiten vorbereitet zu sein.

Sonst lass ich meinen Sohn machen was er will, packe seine Schulsachen, mach sogar manchmal seine Hausaufgaben, leg ihm seine Kleidung heraus, bring ihm Essen an den PC und lass ihn Abends länger wach, als es ursprünglich die Regel war.

Mein Mann arbeitet auf Montage und kommt nur jedes zweite Wochenende nach Hause. Er ist weiterhin konsequent geblieben, hat also nicht aufgegeben wie ich. Bei ihm klappt alles sogar ohne Medikamente. Da packt er alleine sein Schulzeug, geht sogar freiwillig pünktlich ins Bett. Aber an den restlichen Tagen bin ich mit Sohnemann alleine. Ich weiß, dass mein Verhalten falsch ist und meinem Kind nicht hilft. Aber seitdem ich mich nur noch um mich selbst kümmere geht es mir besser. Auch meinem Sohn geht es besser, denn vorher haben wir uns permanent gestritten. Ich habe fast täglich geweint, weil ich einfach nicht mehr konnte. Dann hat Pascal geweint, weil er mich eigentlich nicht ärgern wollte.

Ich fand es mit Medikamenten viel einfacher, auch wenn es nicht 100%ig geklappt hatte. Nur konnte ich mein Kind einfach nicht mehr zwingen, sie zu schlucken. Ich weiß nicht, wie es sich weiter entwickeln wird. Es hat auch positive Seiten. Pascal ist fröhlicher als früher, er isst mehr und ist dadurch auch nicht mehr so rappeldür. Er ist nicht so wahnsinnig schlecht in der Schule. Selbst wenn er nur einen Realschulabschluss mit einem Dreier Durchschnitt bekäme könnte ich zufrieden sein.

Sein Psychologe sagt zwar nicht es gäbe kein ADHS, ist aber auch ein Tablettengegner und unterstützt Pascal in seiner Verweigerungshaltung. Mein Sohn hat seine Meinung auch geändert. Als er klein war, hat er immer bereitwillig erzählt, dass er ADHS habe. Mittlerweile glaubt er auch, dass diese Krankheit nur von Müttern erfunden wurde, die mit ihren Kindern nicht klar kommen. Vielleicht probiert er als Erwachsener noch einmal die Medikamente aus und staunt darüber, wie geordnet ein Mensch doch leben kann. Aber das muss er dann selber entscheiden.

Ich weiß, dass diese Krankheit existiert. Wer anderer Meinung ist, hat eine Bildungslücke oder verschließt sich vor den Tatsachen. Kein Pädagoge oder Psychologe kann auch nur im Geringsten erahnen, wie sich betroffene Eltern fühlen.

Mag sein, dass viele Psychologen es sich einfach machen und ein lebhaftes Kind als ADHS Kind behandeln oder umgekehrt. Das liegt dann aber eher an deren Unfähigkeit, diese Krankheit richtig zu erkennen. Wer weiß, ob dieser Dr. Eisenberg wirklich auf seinem Sterbebett nichts Besseres zu tun hatte, als ausgerechnet über die Existens von ADHS zu sprechen. Das würde ich eher bezweifeln.

Liebe Vero, ich wünsche dir, dass dein Sohn irgendwann doch noch zur Einsicht kommt. Und wenn nicht, so hoffe ich für ihn, dass er irgendwie einen Weg findet ein einigermaßen geordnetes Leben zu führen.

Viele Grüße
Conny

von C_C_W - am 19.08.2013 10:37
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