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Plauderforum
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Chilie, Agnes69, HanneM, Frieda71

Nachdenkliches

Startbeitrag von Chilie am 18.12.2013 14:24

Hallo Ihr Lieben,

heute hatte ich ein sehr berührendes Erlebnis.
Nachdem ich mich bisher all die Jahre erfolgreich gegen den Norovirus gewehrt habe, hat es mich seit Anfang der Woche nun doch erwischt. Ich sag Euch, alle 10 Min. zur Toilette, die Schüssel wird schon nicht mehr kalt ... Dazu "prächtige" Bauchschmerzen, sobald ich auch nur einen Schluck Wasser zu mir nehme. Man sollte ja in so einem Fall viel trinken, aber selbst das vergeht einem dabei. Angenehmer Nebeneffekt: mein Gürtel lässt sich inzwischen viel leichter schließen *ironischgrins*

Jedenfalls hab ich mich nach knapp drei Tagen aufgerafft und bin zum HA. Was ich aber dort gesehen habe, war erschütternd. Ein Mann schob eine Frau im Rollstuhl. Dieser Mann hat seine Berufsausbildung mit mir gemacht und seine Frau etwa 2 Jahre danach. Sie sind beide im gleichen Alter wie ich. Beide waren Arbeitskollegen und mir eigentlich gut bekannt. Eigentlich, denn die Frau erkannte ich lediglich an dem Mann, der sie schob. Dass sie an Krebs erkrankt war, wusste ich. Aber sie war dermaßen verändert, vermutlich durch Chemo und Cortison, dass ich sie nicht mehr erkannte.

Ganz ehrlich, ich beisse sehr an diesem Erlebnis. Wir haben uns zwar vor längerer Zeit mal gesehen, sie haben mich aber dennoch nicht erkannt. Ihr wisst ja, ich hab mich rein äußerlich etwas verändert. Und ich war so erschrocken, dass ich auch nichts gesagt habe.

Ich sag Euch, ich bin heilfroh, dass ich NUR Schei****ei habe!

Nachdenkliche Grüße

Antworten:

Hallo Chilie,

das sind die Momente wo man-frau sagt : es geht noch schlimmer.

Das hab ich auch schon oft erlebt, man meint, man ist sterbenskrank und dann sieht man noch schlimmeres.

Sehen wir es aber mal von der positiven Seite für einen selber, man wird demütiger, also so seh ich das.

Liebe Chilie,
wir wünschen dir gute gute und schnelle Besserung.

Alles Liebe und liebe Grüße
Hannelore

von HanneM - am 18.12.2013 22:40
Hallo Chilie

Stimmt, eigentlich geht's uns doch gut. Ein Magen-Darm-Virus ist relativ schnell gegessen, im Vergleich zu anderen Krankheiten.

Doch mache Dir keine Hoffnung zwecks Bauchumfang. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung berichten, dass mich und Junior Noros kleiner Bruder letzte Woche besucht hat. Was er mir in den ersten zwei Tagen genommen hat, hab ich mit einer kleinen Danksagung (oder auch Zugabe genannt) wieder drauf.

Ehrlich, nix gegen Besucher, die eine kleine Aufmerksamkeit hinterlassen. Aber Kilos müssen das nun wirklich nicht sein!

Gewichtige Grüße,
Brit

von Frieda71 - am 19.12.2013 07:16
Hallo Ihr Lieben!

Euch beiden "Krankensesserln" wünsche ich gute und baldige Besserung, damit Ihr die kulinarischen Freuden der Weihnachtszeit wieder richtig genießen könnt!

Zu der Last, die jeder zu tragen hat, gibt es eine recht gute Geschichte, die ich einmal gehört habe. Darin ging es eigentlich um einen schweren Rucksack, aber die konnte ich jetzt nicht mehr finden. Hier ist eine mit einem schweren Kreuz, ansonsten ist die Aussage aber gleich.

Ein Mann flehte zum Himmel und rief: „Gott, mein Kreuz ist mir zu schwer, bitte tue etwas, dass ich es leichter tragen kann. Wenn Du mir schon ein so schweres Kreuz auflädst, dann bitte gönne mir auch Erleichterung, denn ich schaffe es nicht mehr.“
Gott hörte das Flehen und lud ihn in den Himmel ein, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich ein neues Kreuz zu suchen.

Als der Mann im Himmel ankam, führte ihn Petrus in einen riesigen Raum voller abgelegter Kreuze und hielt ihn an, sich aus diesen ein passenderes zu suchen. Voller Freude stellte der Mann sein eigenes Kreuz ab und machte sich auf die Suche.
Das erste Kreuz war jedoch zu lang für ihn, sodass er es beim Tragen hätte nachschleifen mmüssen. Das zweite Kreuz hatte scharfe Kanten die ihm ins Fleisch schnitten. Das dritte war so dick, dass er es kaum umfassen konnte. Ein anderes war zu hart oder zu schmal, zu schwer oder zu unbequem und so hatte er an jedem Kreuz etwas auszusetzen. Endlich, nach langem Suchen hatte er ein ideales Kreuz gefunden. Es hatte die richtige Größe, das passende Maß, war bequem und einigermaßen leicht zu tragen.

Der Mann bedankte sich und verließ glücklich den Himmel, um den Rest seines irdischen Lebens etwas erleichterter leben zu können.
Als er auf dem Heimweg eine Rast machte, schaute er sich das Kreuz genauer an. Da merkte der Mann, dass es sein eigenes Kreuz war, das er bisher getragen hatte und vorher los werden wollte.

(Willi Hoffsümmer)


Dennoch scheint es, dass manche Lebenslasten wirklich schwerer sind als andere.
Die beste Möglichkeit, mit dieser Tatsache umzugehen, ist wohl, das eigene Leben mit etwas dankbareren Augen anzusehen und wo es geht, zu versuchen, den anderen ihre Bürde ein wenig zu erleichtern.

Euch allen einen harmonischen restlichen Advent!
Liebe Grüße,

Agnes

von Agnes69 - am 19.12.2013 16:47

Vorgezogenes Geschenk

Meine Lieben,

dank der verordneten Medikamente geht es mir inzwischen bedeutend besser. Die Besuche im "Hobby-Raum" haben sich deutlich reduziert ;-)

Und auch sowas trägt zur Genesung bei.
Gestern im Getränkemarkt traf ich eine gute Bekannte.
Frau W.: Sie sehen etwas mau aus.
Ich: Ja, ich mach grad die Magen-Darm-Diät.
Frau W. entsetzt und ehrlich mitleidsvoll: Ach Gott, grad jetzt wo die ganze Fresserei kommt!
Da MUSS man einfach lachen, oder?

Dazu kam dann abend mit der Post mein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.
Seit fast 8 Jahren bekomme ich meine Medis als Off-Label-Use von der Kasse bezahlt.
Nun werden die Kosten, bis auf Weiteres,

auf Dauer!!

übernommen. Ich hab mich soooo gefreut!

Glückliche Grüße in die Runde

von Chilie - am 20.12.2013 16:24
Super, liebe Chilie!

Beides - der Ausspruch der Bekannten und die Kostenübernahme!
Die doppelte Aufheiterung sei Dir von Herzen vergönnt!

Liebe Grüße,

Agnes

von Agnes69 - am 21.12.2013 15:52
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