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Heiko68

Bericht Bad Nenndorf-Barsinghausen 22:23

Startbeitrag von Heiko68 am 20.10.2003 05:55

Bad Nenndorf verspielt 15:9-Führung

VfL unterliegt im Nachbarschaftsduell dem TSV Barsinghausen völlig unnötig mit 22:23

Handball-Oberliga (hga). Der VfL Bad Nenndorf musste gegen den TSV Barsinghausen eine dumme wie unnötige 22:23-Heimniederlage hinnehmen. Die Mannen von Trainer Frank Käber führten bereits Mitte der zweiten Halbzeit mit sechs Toren. Trotzdem reichte es für den VfL im Nachbarschaftsduell nicht zum Sieg.


Der Bad Nenndorfer Jörn Kramer (l.) lieferte sich harte Zweikämpfe mit seinem Gegenspieler. Foto: ph

Der VfL Bad Nenndorf hat das zweite Nachbarschaftsderby innerhalb einer Woche leicht und unnötig verloren. Die Gäste waren lange nicht so stark wie erwartet, ohne Besonderheiten im spielerischen Bereich spielte der TSV seinen Part herunter. Auf Seiten der Gastgeber sorgte eine schon mehrfach gezeigte Eigenart für die Niederlage: Disziplinlosigkeit, gepaart mit einem gehörigen Schuss Arroganz. VfL-Coach Frank Käber war „stinkesauer“ auf seine Mannschaft. „Wir haben das Spiel weggeworfen“, ärgerte sich Käber, „einige haben noch nicht begriffen, dass jetzt Oberliga ist.“

Thorsten Willuhn im VfL-Tor war der einzige mit einer guten Leistung. Zehn Sekunden vor dem Ende vergab Holger Bartels die Chance zum Ausgleich. Zwar verwandelte Bartels einen Siebenmeter, dass Tor wurde wegen einer Regelverletzung nicht anerkannt.

Die erste Hälfte verlief spannend, aber nicht schön. Ballverluste und Fehler prägten den Spielabschnitt. Bad Nenndorf ging mit einer 10:8-Führung in die Kabine.

Anfangs der zweiten Hälfte beherrschte der VfL den Gegner, zog bis zur 40. Minute auf 15:9 davon. Dann „wollte jeder mal werfen“, die Mannschaft lief nicht mehr zurück und ließ alle Spieltaktik sausen. In der 57. Minute führten die Gäste 22:21, dann kam der vergebene Siebenmeter. „Schuld waren nicht die Schiedsrichter, schuld waren wir selbst“, stellte Käber klar.

VfL: Philipp Daseking 5, Andreas Rose 3, Tobias Keller 3, Holger Bartels 2, Christian Teuber 2, Daniel Hilbig 2, Jörn Kramer 2, Olaf Möller 2, Jörg Schröder 1.


© Landes-Zeitung, 20.10.2003

Antworten:

Aus Barsinghäuser Sicht

TSV glücklich! VfL verspielt dicke Führung

23:22 – Barsinghausen lässt sich vom Sechs-Tore-Rückstand nicht schocken / Keeper Elies bärenstark

Bad Nenndorf (uw/eb). In einer hochdramatischen Oberliga-Begegnung setzte sich der TSV Barsinghausen erst nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit glücklich durch. Beim 23:22 (8:10) im spannenden Deisterderby ließ sich die Wyss-Sieben auch durch einen zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand nicht schocken.


Schlecht funktionierte der Barsinghäuser Tempogegenstoß. Besonders Ali Lehre vergab viele Topchancen. Foto: Serreck

Zwei unterschiedliche Spielhälften sahen die Zuschauer in Bad Nenndorf: Nach beiderseits zahlreichen Fehlern entwickelte sich erst nach dem Wechsel ein typisches Derby mit Tempo und Dramatik, wobei die Gastgeber eine lukrative Sechs-Tore-Führung noch verspielten. Was die Offensivbemühungen betrifft, ist aus TSV-Sicht über die erste Halbzeit getrost der Mantel des Schweigens zu hüllen, denn trotz des Blitzstarts mit einer 3:1-Führung (3.) wiederholten sich die Fehler des Helmstedt-Spiels ein ums andere Mal.

Allein dem überragenden Björn Elies war es zu verdanken, dass die Wyss-Sieben zur Pause „nur“ mit 8:10 zurücklag. Ein vergebener Siebenmeter von Lars Kruse in den Schlusssekunden des 1. Abschnitts war dabei das i-Tüpfelchen.



Als die Hausherren nach dem Wechsel binnen sechs Minuten auf 15:9 davonzogen, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch weit gefehlt, denn zwei von Sven Reuter verwandelte Siebenmeter waren quasi der Weckruf für die „Grün-Weiß-Roten“: Endlich ließ der TSV die nötige Aggressivität erkennen und agierte auch im Angriff effektiver. Folgerichtig verkürzten die Gäste auf 16:17 (44.) beziehungsweise 17:18 (47.) – das Spiel war wieder offen.

Obwohl Sven Reuter in seiner letzten Aktion (er stand überraschend kurzfristig im Kader, musste aber die Partie berufsbedingt vorzeitig beenden) im Anschluss freistehend den Ausgleich verpasste, zeigte sich TSV-Sprecher Gerd Köhler voraus ahnend: „Jetzt kippt das Spiel!“ Und Köhler sollte Recht behalten.

Zunächst zog Bad Nenndorf allerdings wieder auf 20:17 davon. Glücklicherweise blieben nach Paul Schirmers Anschlusstreffer zwei vergebene Strafwürfe (Magnus Ertel und Jens Lützelberger) folgenlos – das war das endgültige Signal zur Wende. Erneut Paul Schirmer und Rolf Daombrowski (2) glichen erstmals zum 21:21 (57.) aus.



In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse: Björn Elies entschärfte einen Siebenmeter, wonach Magnus Ertel und Ralf Henning in Unterzahl auf 23:21 erhöhten. Jetzt seinerseits in Überzahl hätte der TSV den Sieg in den letzten 60 Sekunden fast noch verspielt, denn nach Nenndorfs 22:23 eröffnete ein Fehlpass der TSVer dem Vfl die letzte Chance. Noch neun Sekunden und Siebenmeter: Den Torwurf von VfL-Routinier Holger Bartels pfiffen die weitgehend überforderten Unparteiischen wegen Übertretens ab. Unglaublich!

Fazit: Ein glücklicher, aber aufgrund der tollen Barsinghäuser Aufholjagd nicht unverdienter Sieg.

TSV Barsinghausen: Elies, Daseking; Baae (3), Dombroswki (2), Ertel (3), Henning (1), Kruse (2), Lehre (2), Lützelberger (2), Reuter (3/3), Schrage (1) Schirmer (4).

VfL Bad Nenndorf: Willuhn, Rudolph; Bartels, Becker, Daseking, Hilbig, Keller, Kramer, Rose, Schröder, Teuber.


© Deister-Leine-Zeitung, 20.10.2003

von Heiko68 - am 20.10.2003 05:59
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