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Haster Express

Bergen - Basche / Celle - Eyendorf

Startbeitrag von Haster Express am 30.01.2006 15:55

Hallmann: „Wir leben noch“ / Bergen verpasst Sensation

Der Tabellenvorletzte der Handball-Oberliga, TuS Bergen, stand kurz vor der Sensation: Gegen den favorisierten Tabellendritten TSV Barsinghausen schaffte das Team von Dennis Hallmann ein überraschendes 26:26 (15:12)-Remis, aber ein Sieg war drin. Spitzenreiter MTV Post Eintracht Celle gab sich keine Blöße und landete einen ungefährdeten 37:27 (19:14)-Heimsieg gegen MTV Eyendorf.

CELLE. Der TuS Bergen schöpft wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer. Trotz des überraschenden Remis gegen Barsinghausen ärgerten sich die TuS-Spieler über die knapp verpasste Sensation. MPE hingegen siegte ohne größere Mühe gegen Eyendorf.

MTV Post Eintracht Celle –
MTV Eyendorf
37:27 (19:14)

Der Tabellenführer hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum die Mannschaft neben dem Verfolger aus Alfeld über den besten Angriff der Liga verfügt. 37 Mal mussten Eyendorfs Torhüter hinter sich greifen. So stellte sich den MPE-Fans in der Schlussphase die Frage, ob ihre Mannschaft die 40-Tore-Marke knacken würde. Wenngleich das Kunststück misslang, gab es für Trainer Martin Kahle wenig an der Leistung seines Teams auszusetzen.

„Die Spielanlage war in Ordnung. Auch technisch und taktisch war es eine gute Leistung”, resümierte der Coach. Zu den wenigen Kritikpunkten gehörte neben einer zu hohen Anzahl kassierter Tore die Chancenverwertung. „Wir hätten locker mehr als 40 Treffer erzielen können”, so Kahle.

Dieses Manko traf insbesondere auf die ersten Minuten zu, in denen die Gastgeber mehrfach am gegnerischen Torhüter scheiterten und mit 1:3 in Rückstand gerieten. Ferner wurden im gesamten Spiel vier Siebenmeter vergeben. Bis Mitte der ersten Hälfte hielten die Gäste trotz des nachfolgenden Rückstandes von zwei bis drei Toren gut mit. Der hoch aufgeschossene MTV-Rückraumspieler Malte Andresen verhinderte einen höheren Rückstand. Der Hüne erzielte sieben der ersten zehn Treffer seines Teams. Doch die Celler zeigten sich mit zunehmender Spieldauer immer weniger davon beeindruckt. Nach 23 Minuten stand es 15:10. Bis zum Pausenpfiff blieb es beim Stand von 19:14 bei dem Fünf-Tore-Unterschied.

Nach dem Wechsel erhöhten die Hausherren das Tempo und führten vier Minuten später bereits mit 23:14. Es folgte die abwechslungsreichste Phase der Partie mit offenem Schlagabtausch. In nur sechs Minuten fielen in der HBG-Halle elf Treffer zum Stand von 28:20 (40.). Immer wieder überzeugte der Tabellenführer durch Tempogegenstöße, die der auffälligste, elffache Celler Schütze Sebastian Beschnidt verwertete. Lediglich beim Stand von 29:25 (47.) wurde es noch einmal spannend. Mit einem Lattentreffer vergab Eyendorf die Chance auf Treffer 26. „Ich hatte keine Befürchtung, dass das Spiel kippen könnte”, gab sich Kahle hinterher genauso gelassen. Ebenso wie sein Team, das den Vorsprung bis Spielende auf zehn Tore ausbaute und ein Lob des gegnerischen Trainers Klaus Gruner erhielt. „Für uns gab es etwas zum Abgucken.”

MPE Celle: Oehus, Thimm, Kibellus - Pauling (2), Beschnidt (11), Dönitz (5), Niebuhr (2), Matthée (1), Weiser (5), Jovicic (2), Krikli (7), Lüer (1), Darwicki

TuS Bergen –
TSV Barsinghausen
26:26 (15:12)

Nach der Partie ließen die Berger die Köpfe hängen, es flogen Wasserflaschen und erst nach einiger Zeit wurde den Spielern klar, was sie geschafft hatten: ein Unentschieden gegen den haushohen Favoriten. Vor der Partie war nur über die Höhe des Sieges des TSV Barsinghausen beim TuS Bergen in der Heisterkamphalle philosophiert worden, nun ärgerten sich Spieler und Trainer maßlos. Der Sieg war drin.

Von Anfang an zeigte sich das Team von Trainer Dennis Hallmann hellwach. Ohne Julien Guse, dafür aber mit Dominic Blancbois auf der Mittelposition gelang in den ersten zehn Minuten fast alles. Schon nach 34 Sekunden markierte Hansjörg Brokmann den ersten Treffer und die Führung ließen sich die TuS-Spieler zunächst nicht nehmen. Angetrieben von einem bärenstarken Klaus Drewes, der insgesamt neun Treffer erzielte, zogen sie schnell auf vier Tore davon (7:3, 10.). Weiterer Garant der Führung war Jan Fischer, der im Tor die Bälle festhielt, die durch die aufmerksame und aggressive Abwehr durchkamen.

Bis zur 18. Minute hielt die Führung, dann glich der Tabellendritte Barsinghausen aus. Allerdings konnten die Berger wieder davonziehen, Drewes traf auch in Unterzahl und auf Seiten der Gäste lief nicht viel zusammen. Dem pfeilschnellen Paul Schirmer und seinen Mannschaftskameraden unterliefen einfach zu viele Fehler, zu denen sie die TuS-Abwehr provozierte. So konnte Bergen nach starker erster Hälfte mit drei Toren in Front in die Kabine gehen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte blitzte die Klasse der Barsinghausener auf, denn sie brauchten nur anderthalb Minuten zum Ausgleich (15:15, 32.). Wer jetzt damit gerechnet hatte, dass die zuletzt fehlende Kondition der Berger dem TSV in die Hände spielen würde, der sah sich getäuscht. Klaus Drewes hielt die Berger durch drei Tore in Folge im Spiel. Bergen ging erneut in Führung (20:18, 40.), aber Barsinghausen schlug zurück und führte auf einmal selber mit zwei Treffern (21:23, 47.). Den Bergern unterliefen nun zu viele Fehler.
Gegenstöße wurden ohne Not vergeben, auch der Aufbau klappte nicht mehr – Spielmacher Guse wurde schmerzlich vermisst.

Nach einer Auszeit durch Trainer Hallmann kamen die TuS-Spieler wieder in Fahrt, gingen in Unterzahl in Führung (24:23, 50.) und erhöhten durch Brokmann auf 25:23. Jetzt hatten die Berger die Chance, den Sack zuzumachen. Schließlich standen sie auf einmal mit zwei Spielern mehr auf dem Platz, nachdem Sascha Dehning beim Gegenstoß von zwei TSV-Spielern umgerannt worden war.

Dehning trat selber zum Siebenmeter an, verwarf und trat aus Wut den Ball über das Tor – Zwei-Minuten-Strafe inklusive. Bergen nur noch mit einem Spieler mehr auf dem Feld. Kurz darauf erneut die doppelte Überzahl: Wechselfehler – wieder Strafe gegen die Gäste. Aber Holger Friedrichs (zweimal frei über Linksaußen) und Hansjörg Brokmann vergaben die Möglichkeit, jetzt davonzu- ziehen.

Barsinghausen kam noch einmal dran und führte kurz vor Schluss (25:26, 59.). HansJörg Brokmann aber markierte im Gegenstoß den letzten Treffer der Partie: Ausgleich und fünfter Punkt für Bergen. TuS bleibt weiter Vorletzter. „Die Tendenz geht nach oben”, sagte Hallmann, nachdem er sich von der Enttäuschung über den vergebenen Sieg erholt hatte. „Wir leben noch.”

TuS Bergen: Fischer - Friedrichs (3), Gehnke, Drewes (9/1), Sonnenberg (1), Flader, Löbens (4), Blancbois (1), Brammer, Brokmann (4), Dehning (4/2)

Helge Buttkereit / Arek Marud

29.01.2006 21:59; aktualisiert:29.01.2006 22:03

Quelle: Cellesche Zeitung

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