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Forum der Handball-Oberliga Niedersachsen
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Haster Express, TM Holger, Sven Petters, Rüdiger Seidel

Bericht vom Final Four

Startbeitrag von TM Holger am 06.03.2006 09:43

130 harte Minuten bis zum Pott / MPE am Ende das stärkste Team

MPE konnte am Ende feiern.


Es war eine gelungene Veranstaltung in der Celler HBG-Halle. 300 Zuschauer sahen gestern den heimischen MTV Post Eintracht Celle im Finale um den HVN-Pokal, den sich die Mannschaft von Martin Kahle mit einem souveränen Sieg über die TSG Emmerthal holte. Die beste Stimmung war jedoch beim ersten Halbfinale, das die Celler vor 350 Fans knapp gegen den TuS Bergen gewann.

CELLE. Die Spieler des TuS Bergen ließen sich ihre Feierlaune nicht verderben. Auch wenn sie im Halbfinale gegen den MTV Post Eintracht Celle knapp unterlegen waren, feierten sie sich („So sehen Verlierer aus”) und sorgten auch beim Finale des Handball-Landespokals für ordentliche Stimmung. Die MPE-Spieler dürften sie 60 Minuten lang beneidet haben, denn sie mussten nach 70 harten Halbfinal-Minuten noch einmal ran. Am Ende aber feierten auch sie.

Die Celler gewannen das Endspiel beim Final Four, holten sich den Pokal und führten nicht nur den üblichen Siegestanz vor. Gemeinsam mit dem Publikum starteten sie zur La-Ola-Welle. Nach insgesamt 130 harten Minuten hatten sie es sich auch redlich verdient.

Wie erwartet war das Kreisderby im ersten Halbfinale der Höhepunkt des Endrundenturniers. 350 Zuschauer waren in die HBG-Halle gekommen und sorgten für ordentliche Stimmung – mit Lautstärkevorteil Bergen. Kein Problem für Martin Kahle. „Es macht mehr Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen”, so der MPE-Coach. Angestachelt durch die TuS-Fans und vor allem durch ihr Team, das in der zweiten Hälfte in Führung ging, steigerte sich auch das Celler Publikum. Nicht zuletzt Spielerinnen des MPE-Frauenteams sorgten für lautstarke Unterstützung ihrer männlichen Kollegen. Sie hatten selber allen Grund zu feiern, da sie ihre Landesliga-Partie vor dem „Final Four” deutlich gewonnen hatten.

Das Finale: Im Endspiel zwischen Celle und Emmerthal war der Kräfteverschleiß deutlich zu spüren. Dabei wurde zunächst nicht deutlich, welche Mannschaft nach dem Halbfinale die kürzere Pause hatte. Emmerthal hielt nach dem knappen Sieg gegen Edewecht II, das wieder mit einigen Regionalligaspielern angetreten war, gut mit. Zunächst führten die Celler, aber es blieb knapp und in der 21. Minute lag die TSG dann sogar mit zwei Toren in Front. Dann aber wurde zum ersten Mal deutlich, dass die Emmerthaler mit der ersten Sieben durchspielen mussten und nur zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft zum Auswechseln auf der Bank saßen. Das schnelle Spiel der Celler konnten sie in der Schlussphase von Halbzeit eins nicht mehr mitgehen. Fabian Dönitz traf vier Mal in Folge zum Halbzeitstand von 14:12.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich, dass der Wille auf Seiten von MPE einfach stärker war. Die Mannschaft kam mit der Pressdeckung gegen Miroslav Jovicic gut zurecht. Bartek Darwicki überzeugte in dieser Phase als Zuspieler und setzte mehrfach Kreisspieler Konstantin Krikli in Szene, so dass MPE in der 41. Minute zum ersten Mal mit 23:18 führte. Damit war die Partie im Prinzip gelaufen. Die ersatzgeschwächten Gäste konnten nicht mehr so, wie sie wollten. Zweimal noch waren sie auf drei Tore dran, aber MPE holte sich schließlich verdient den deutlichen 33:25-Sieg, wie auch TSG-Spielertrainer Sönke Koß anerkennen musste. „Natürlich kriechen alle auf dem Zahfleisch”, fasste Kahle das Finale zusammen. „Ich kann der Mannschaft nur gratulieren, aus den Spielen sollten wir lernen.”

MTV Post Eintracht Celle: Oehus, Thimm – Beschnidt (5/2), Dönitz (11), Matthée, Weiser (2), Jovicic (3), Darwicki (3), Kakuschke (2), Krikli (7).


Helge Buttkereit, Cellesche Zeitung 06.03.2006

Antworten:

Re: zum Bericht vom Final Four

In der Schule würde man sagen - Thema verfehlt.
Kaum nähere Infos über das sicherlich spannende Halbfinale zwischen dem TuS und MPE geschweige denn das Ergebnis. Zum zweiten Halbfinale auch nur ein Satz. Hier hätte ich mir zu beiden Spielen mehr Infos gewünscht.

Schade für den TuS, das es nicht bis zum Endspiel oder gar zum Titel gereicht hat, aber in der DHB-Hauptrunde seid ihr ja dabei.

Gruß
Rüdiger

PS: Infos zu den Schieri-Leistungen wären sicherlich auch ganz interessant gewesen, zumal beim Spiel TuS gegen MPE (lt. SIS) das neulich so arg gescholtene Gespann Lange/Korn gepfiffen hat.

von Rüdiger Seidel - am 06.03.2006 11:39

Schiedsrichter

Also zu den Schiris sei soviel gesagt, dass sie sicher einige "eigene" Entscheidungen hatten, aber insgesamt gut gepfiffen haben. Vielleicht kann Holger aus Bergener Sicht noch etwas dazu schreiben.

Weiter Berichte zum Final Four werden sicher noch folgen!



von Haster Express - am 06.03.2006 12:00

Halbfinale Bergen - Celle

Celle Im Derby gegen Bergen glücklicher

31:30 Sieg nach Verlängerung / Hallmann: "Wir sind zufrieden"

Celle (heb). Es war ein packendes Spiel mit einem glücklichen Sieger. 70 Minuten dauerte der packende Pokalkampf, bei dem am Ende der Favorit vom MTV Post Eintracht Celle mit einem 31:30 (13:17, 27:27)- Sieg gegen den TuS Bergen nach Verlängerung ins Finale um den Handball Landespokal einzog.MPE war ersatzgeschwächt, denn neben den langzeitverletzten Sascha Niebuhr und Rouven Kibellus musste Matin Kahle auch auf Dirk Pauling verzichten. Vor allem in der Abwehr fehlte der 38-Jährige, der Halbzeitstand spricht Bände. "Wenn du 17 Tore in einer Halbzeit kassierst, ist das eine mittlere Katastrophe", sagte Kahle nach der Partie.
Die erste Halbzeit gehörte dem TuS Bergen. Die Mannschaft von Dennis Hallmann ging aggressiv in die Zweikämpfe und machte vorne die Tore. Nach fünf Minuten stand es bereits 4:0 für Bergen - nominell als Heimteam angetreten. Celles Auszeit blieb ohne Erfolg. Zwar erzielte Miroslav Jovicic den ersten Treffer für MPE, Bergen aber hielt die Führung. Garant dafür war Klaus Drewes im Angriff und Jan Fischer im Tor. MPE hielt Anschluss (6:5 10. Minute) konnte aber nicht ausgleichen und TuS zog wieder davon (11:8, 18.). Erst als Drewes sich auf der Bank erholte, verkürzte Celle (12:11, 22.). Nach Auszeit durch Hallmann traf TuS viermal in Folge. Der alte Abstand war wieder hergestellt.
Die zweite Hälfte war dramatisch, die Zuschauer sorgten für Stimmung und wurden blendend unterhalten. Bergen begann schwach, Celle glich aus (19:19, 38.) - fünf Minuten sollte nun keine der Mannschaften mehr treffen. Ein blendend aufgelegter Jörg Oehus hielt ein ums andrere Mal gegen freistehnde Berger, aber auch die Celler machten es nicht besser, erzielten aber den ersten Treffer. Aber selbst das 20:24 (47.) aus Berger Sicht ließen den TuS nicht aufstecken. Durch eine Energieleistung kam der Aussenseiter wieder heran, glich aus und lag wieder mit einem Treffer vorn (27:26, 56.). Konstantin Krikli traf noch einmal (57.), es wurde hektisch, Tore vielen keine mehr.
Paul Weiser kassierte zum Schlus die rote Karte, da er den letzten Freiwurf mit aller Kraft gegen die Brust von Drewes hämmerte.
In der Verlängerung entschied die besser Kondition. Zwar waren die Celler in den ersten fünf Minuten schwächer, lagen beim Seitenwechsel zurück (29:28 für Bergen), trafen aber dreimal in Folge und konnten so den Finaleinzug bejubeln.
Am Ende feierten die Fans beider Seiten ihre Mannschaft - sie hatten es sich verdient. "Wir sind alle zufrieden" so TuS Coach Hallmann.

Helge Buttkereit

Quelle: Cellesche Zeitung



von Haster Express - am 06.03.2006 13:25

Re: Schiedsrichter

Angesichts der "Brisans" dieses Duelles und dem spannenden und auch dramatischem Spielverlauf fand ich die Leistung der Schiris ganz gut.
Sie waren über die 70 Minuten ziemlich unauffällig, was hier als klares Plus gemeint ist.
Den einen oder anderen merkwürdigen Pfiff gibt es ja immer, aber das ist halt normal bei dem Tempo und den Emotionen die auf OL-Niveau (dazu zähle ich uns noch) manchmal aufkommen.
Uns haben die Beiden schon ein ums andere Mal gepfiffen. Sie waren aber stets eines der besseren Duos.
Einzig die Situation mit Sebastian Beschnidt und Klaus Drewes ist mir hängen geblieben. Das sind so kurz vor Abpfiff halt Sachen die weh tun. Bekommen (und treffen:-)) wir den durchaus fälligen 7-Meter kann das Spiel entschieden sein. Aber dazu gab es auf beiden Seiten auch genug andere Möglichkeiten. Z.B. die beiden Innenpfostentreffer von Hansjörg Brokmann und Paul Weiser in der letzten Minute innerhalb von 20 Sekunden!!
Es war ein großartiges Spiel mit klasse Torwartleistungen auf beiden Seiten. Und was ich persönlich sehr schön fand, war die absolute Fairness auf beiden Seiten. Das war nicht immer so...



von TM Holger - am 06.03.2006 14:25

Re: zum Bericht vom Final Four

Bericht zum Final Four aus Sicht der TSG Emmerthal.

HVN-Final-Four in Celle

Halbfinale

VfL Edewecht II - TSG Emmerthal 34 : 35 (17 : 16)

Im Halbfinale des „Final-Four“ auf HVN-Ebene wussten wir nicht, was uns erwartet. Mit dem VfL Edewecht II trafen wir auf eine Mannschaft, die in den vorherigen Pokalrunden größtenteils mit Spielern aus der Regionalligamannschaft angetreten war. Aufgrund der Ausschreibung war dieses möglich, ist aber bei vielen Vereinen auf wenig Gegenliebe gestoßen.

Nun aber zur sportlichen Auseinandersetzung. Das Spiel begann sehr ausgeglichen, wobei Edewecht II, auch hier wieder mit Regionalligaspielern angetreten, in der 1. Halbzeit knapp die Nase vorne hatte. Die Ammerländer führten zur Halbzeit mit 17 : 16. Noch war aber lange nichts entschieden, für uns war nur wichtig, wie wir unsere Kräfte einteilen könnten, da wir doch stark ersatzgeschwächt in diese Pokalendrunde gingen. Mit den Urlaubern Heiko Heemann und Dean Wood, sowie den verletzten Andreas Kinne und Vincent Voigt fielen vier wichtige Spieler aus, dafür halfen aus der 2. Herren Sascha Lity und aus der 4. Herren Florian Nordmeyer aus. Beiden Spielern gilt hier noch einmal der Dank für ihre Unterstützung.

In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt ein wenig zu unseren Gunsten. Obwohl es immer ein Spiel auf Messers Schneide war, konnten wir in der Folgezeit einen 23 : 20 Vorsprung herausspielen, was aber zu diesem Zeitpunkt noch nichts heißen sollte. Der Spielverlauf ließ auf ein knappes Endergebnis schließen, zumal wir unsere Kräfte einteilen mussten. Am Ende konnten wir einen knappen, aber auch verdienten 35 : 34 Sieg einfahren, der aufgrund der Personalknappheit umso erfreulicher war. Einige Umstellungen innerhalb der Mannschaft waren notwendig, so spielte Julian Kutschera auf Linksaußen und Björn Scheele am Kreis. Unsere Youngsters machten ihre Sache gut und konnten insgesamt sechs Tore erzielen.

Hervorzuheben sind in diesem Spiel Lars Knoke und Tobias Keller, die ihre Torgefährlichkeit im Rückraum aufblitzen ließen und insgesamt 22 Tore erzielen konnten. Die erste Hürde war genommen und das Endspiel war erreicht!!!

Mit folgender Mannschaft konnten wir das Finale im HVN-Pokal erreichen:

Tor: Sascha Krannich (1. – 49. Minute), Sascha Lity (50. – 60. Minute); Feld: Lars Knoke 11, Tobias Keller 11/1, Sönke Koß 6/2, Julian Kutschera 5, Stefan Kunze 1, Björn Scheele 1 und Florian Nordmeyer.


Finale

MTV Post Eintr. Celle - TSG Emmerthal 33 : 25 (14 : 12)

Nach den beiden knappen Halbfinalspielen (Celle gewann gegen Bergen mit 31 : 30 n. V.), erlebten die Zuschauer im Finale um den HVN-Pokal eine ausgeglichene 1. Halbzeit. Nach 20 Minuten konnten wir eine zwei Tore Führung herausspielen, die wir aber nicht mit in die Halbzeit nehmen konnten. In den letzten 10 Minuten der 1. Hälfte ließ schon die Konzentration nach, so dass sich Gastgeber Celle zur Pause mit 14 : 12 etwas absetzten konnte. Reicht die Kraft noch für 30 Minuten für eine Aufholjagd in der 2. Halbzeit oder gehen wir unter?

Die Führung konnte durch die Gastgeber zwar nach der Pause ausgebaut werden, das Ergebnis blieb aber im Rahmen. Über ein 25 : 20 konnte Celle das Spiel letztendlich mit 33 : 25 gewinnen, wir haben uns aber trotz des knappen Kaders gut aus der Affäre gezogen. Der Celler Gesamtsieg geht in Ordnung, das Team hatte am meisten Substanz und auch mehr Auswechselmöglichkeiten als wir.

Spielertrainer Sönke Koß fand trotz der Niederlage nur lobende Worte für seine Mannschaft: „Die Mannschaft hat alles gegeben und mehr erreicht, als viele vielleicht im Vorfeld erwartet haben. Trotz dünner Spielerdecke war die Moral der Mannschaft wieder vorbildlich, leider hat die Kraft nicht für zwei Spiele gereicht“.

Der Substanzverlust im Halbfinale gegen Edewecht war einfach zu groß, um Celle im Endspiel noch gefährden zu können.

Celle ist verdient HVN-Pokalsieger geworden, auch von der TSG Emmerthal noch herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

Folgende Mannschaft betritt das HVN-Pokalfinale:

Tor: Sascha Krannich (1. – 49. Minute), Sascha Lity (50. – 60. Minute); Feld: Lars Knoke 5, Tobias Keller 9, Sönke Koß 6/2, Julian Kutschera 2, Stefan Kunze 1, Björn Scheele 2 und Florian Nordmeyer.

TSG erst im Finale gestoppt

Handball (kf). Die TSG Emmerthal kehrte vom „Final Four“ zwar ohne Pokal zurück, war mit dem Erreichen des Endspiels aber mehr als zufrieden. Mit nur einem Auswechselspieler nach Celle gereist, fehlte den Grün-Weißen im Finale gegen Gastgeber MPE Celle einfach die Kraft, um eine Sensation perfekt zu machen. Mit 33:25 (14:12) setzte sich am Ende der Oberliga-Spitzenreiter durch. „Der Substanzverlust war einfach zu groß, denn im Halbfinale hatten wir bereits dem VfL Edewecht mit nur sieben Feldspielern einen großen Kampf geliefert“, machte TSG-Spielertrainer Sönke Koß deutlich. Gegen den VfL, der mit seinem fast kompletten Regionalliga-Kader aufgelaufen war, gewannen die Emmerthaler nach 60 Minuten hartem Kampf völlig überraschend mit 35:34 (17:16). Im zweiten Halbfinale gewann Celle erst nach Verlängerung mit 36:35 gegen TuS Bergen.

Emmerthal: Krannich, S. Lity ; Kunze (2), Keller (20), Koß (12), Knoke (20), J. Kutschera (7), Scheele (3), Nordmeyer.

© Dewezet, 06.03.2006

(Quelle: www.emmerthal-handball.de)

von Sven Petters - am 08.03.2006 16:14

Re: zum Bericht vom Final Four

Bericht aus Sicht des VfL Edewecht zum Final Four:

VfL scheidet im Pokalhalbfinale aus
Edewecht zieht sich bei knapper 34:35-Niederlage gut aus der Affäre


Celle/Edewecht. Wie im Vorfeld fast zu vermuten war, unterlagen die Handballer des VfL Edewecht am heutigen Sonntag im Halbfinale des HVN-Pokals dem Oberligisten TSG Emmerthal. Dennoch konnten die Ammerländer erhobenen Hauptes die Halle in Celle, dem Austragungsort des so genannten "Final-Four", verlassen, unterlagen sie am Ende doch nur denkbar knapp und unglücklich mit 34:35 (17:16).

Die Edewechter traten wie angekündigt mit einer gemischten Mannschaft aus der Ersten (vier Akteure) und Zweiten (acht) an, und hatten insbesondere im zweiten Durchgang mit dem zu erwartenden Kräfteverschleiß zu kämpfen, mussten beide Teams tags zuvor doch noch schwere Auswärtsspiele bestreiten, während der Gegner ausgeruht anreisen konnte.

Im ersten Abschnitt noch dominierten die Ammerländer die Partie, versäumten es aber durch oftmals zu lässige Wurfabschlusse aus besten Positionen für eine höhere, als nur die knappe 17:16-Pausenführung zu sorgen.

Nach dem Wechsel übernahm dann die TSG zusehends das Kommando. Während die VfLer noch nie in dieser Formation gemeinsam spielte, wirkte Emmerthal eingespielter und nutzte eine Reihe von Abstimmungsproblemen in der VfL-Abwehr zu einfachen Torerfolgen.

Zwischenzeitlich zogen die TSGer auf vier Treffer davon (26:22, 29:25), so dass Mitte der zweiten Halbzeit alles auf eine Niederlage des VfL hindeutete. Doch die Ammerländer kämpften, nahmen die beiden gefährlichsten TSG-Schützen nun in kurze Deckung und holten in der spannenden Schlussphase Tor um Tor auf.

Und tatsächlich bot sich den VfLern dreißig Sekunden vor dem Ende nach Ballgewinn noch einmal die Chance auf den Ausgleich, der zumindest einmal die Verlängerung gebracht hätte. Die Edewechter spielten die Uhr geschickt runter und fanden vier Sekunden vor dem Abpfiff auch den frei vor dem gegnerischen Gehäuse postierten Spieler, doch Christian Koslowski konnte den Ball leider nicht am gegnerischen Torhüter vorbei ins Netz bringen - die Partie war verloren.

Letztlich aber zeigten sich die VfLer nicht allzu geknickt. "Wir haben uns hier besser verkauft, als ich vorher dachte", stellte Spielertrainer Knut Trepper fest. "Alle hatten noch ihre ohne Zweifel wichtigeren Spiele vom Vortag in den Knochen. Vor allem die Jungs aus der Ersten waren ja erst um drei Uhr nachts wieder zuhause und hatten vorher kaum Schlaf. Berücksichtigt man alle diese Umstände, haben wir uns ganz ordentlich präsentiert."

Sportlich gesehen hatte das "Final-Four" ohnehin nur bedingten Wert, denn alle Teilnehmer waren bereits im Vorfeld für den DHB-Pokal qualifiziert.

VfL: Barre, Kretschmer - Reil (10), Heisig (6/1), Steinert (6), Koslowski (4/2), Trepper (3), Haase (2), Stapelfeldt (1), Hollje (1), Erlach (1), Schoch.



Quelle: Homepage VfL Edewecht



von Sven Petters - am 08.03.2006 16:15
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