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Spirit hunter

Northeim böllert den Tabellenführer weg

Startbeitrag von Spirit hunter am 19.02.2007 12:01

Barsinghausen (dsch). Auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Northeim ist der Deister-Express ins trudeln gekommen, streifte einen Brückenpfeiler und landete im Tal der Tränen. Nach einer indiskutablen Leistung verlor die Wyss-Sieben bei der HSG Northeim völlig verdient mit 22:27 (5:11) Toren und mußte den Platz an der Sonne der TG Münden überlassen, die nach ihren 28:21 (13:9) Sieg gegen HG Rosdorf-Grone selber die Tabellenführung übernahm.

Es war einer der Tage im Leben eines Handballers, an dem man besser im Bett geblieben wäre, oder am nächsten Morgen aufwacht und alles nur ein Traum war. Doch es war mehr. Ein Alptraum was die TSV-Handballer und die maßlos enttäuschten TSV-Fans im Spiele gegen Northeim miterleben mußten.

Zu Beginn sah es so aus, als würde das Spiel mit einem 0:0 in die Pause gehen. Der TSV-Sieben gelang erst in der 5.Spielminute durch Sebastian Reichardt die 0:1 Führung und Bastian Bruns erhöhte in der 8.Spielminute auf 0:2, bevor es in der 10.Spielminute sage und schreibe 2:2 Unentschieden hieß. Mehr ein Fußballergebnis, so auch die Meinung aller Zuschauer. Bis dorthin hatten beide Teams durch Handball aus der untersten Schublade geglänzt. Northeim hatte zu diesem Zeitpunkt nicht nur zwei 7-Meter vergeben, sondern auch vier weitere Angriffsversuche verliefen im Sand. Doch auch der Tabellenführer spielte mehr wie ein Absteiger, als wie der ungeschlagene Primus der Liga. Gegen die 6:0-Deckung der Hausherren glänzte der TSV-Angriff durch Hilflosigkeit. Der Weg zum Tor wurde nicht gesucht und was auf zum Tor der Northeimer kam, landete an der Wand, oder in der Fängen des HSG-Keepers.

So nahm das Schicksal seinen Lauf. Der Wyss-Sieben gelang in der 14.Spielminute zwar noch der 4:3 Anschlußtreffer durch Reichardt, doch danach folgte ein harmloser TSV-Angriff nach dem anderen. Auch Northeim tat sich schwer, schaffte es aber wenigstens den ein oder anderen Angriff erfolgreich abzuschließen. Über die Stationen 7:3 (20.Spielminute) und 11:3 (27.Spielmunte) baute Northeim die Führung aus. In der 28.Spielminute traf Bastian Harendt endlich mal wieder für den TSV zum 11:4, bevor er Sekunden vor dem Pausenpfiff, durch einen weiteren Treffer, den TSV auf 11:5 heranbrachte. Noch bestand Hoffnung auf TSV-Seiten die erste Saisonniederlage verhindern zu können. So hoffte man wenigstens.

Doch die zweite Halbzeit begann genau so, wie der erste Spielabschnitt geendet war. Einziger Unterschiede zum ersten Durchgang war, das jetzt endliche Tore fielen, aber zum Leitwesen der TSV-Anhänger auf beiden Seiten und nach 40.Spielminuten lag die HSG Northeim mit 19:10 in Führung.

Die Kräfte der Hausherren ließen nach und der TSV arbeitete sich Tor für Tor heran. Es keimte Hoffnung auf. Der TSV-Jungster Rene Behnisch (4), Reichardt (2) und Paul Schirmer (2) waren es, die den TSV im Spiel hielten und in der 55.Minuten, beim Stande von 24:18 für Northeim, den Vorsprung verkürzen konnten. In dieser Phase sahen Bastian Bruns (3x2 Minuten und Rene Behnisch (unsportlichkeit) den roten Karton. Als Olaf Seegers und erneut Schirmer in der 56.Spielminute sogar auf 24:20 weiter verkürzen konnten, schien das Spiel noch nicht verloren.

Zwei Northeimer mußten nach Zeitstrafen auf die Bank und genau in der 59.Spielminuten hieß es nur noch 25:22 für die Hausherren, die jetzt mit den Kräften völlig am Ende waren. Der TSV öffnet die Deckung und verlor alles. Trotz Überzahl brachte Northeim den Sieg ins Ziel und gewann 27:22 mehr als verdient. Hätten die TSV-Angreifer nicht ein halbes Dutzend 100%ger Torchancen in der Schlußviertelstunde ausgelassen, wäre trotz allem noch ein Sieg möglich gewesen. Grenzenloser Jubel auf Northeimer-Seite, hängende Köpfe bei den TSV-Spielern und Fans.

„Das war ein kollektiver Black-out. Eine katastrophale Wurfausbeute“, schimpfte der ansonsten ruhig wirkende TSV-Trainer Stefan Wyss. „Eine solch schwache Leistung meiner Mannschaft habe ich mir nicht vorstellen können. Aber eine Mannschaft spielt nur so gut, wie sie trainiert. Hier lag in den vergangenen Wochen einiges im Argen. Ich bin auf die Reaktion meiner Spieler in den kommenden Spielen gespannt“, so ein völlig enttäuschter Wyss weiter.

Für den TSV spielten: Marc Daseking, Wolfgang Linz, Bastian Bruns (1), Rene Behnisch (5), Sven Reuter (2), Paul Schirmer (3), Lars Kruse, Olaf Seegers (1), Bastian Herendt (3), Torsten Baae (2), Maximilian Wölfel, Sebastian Reichardt (4) und Cordt Ziemer (1).

Für Northeim spielten: Marc-Oliver Wode, Maik Wilfer, Martin Frenzel, Kevin Schiffer (2), Dennis Friedrichs (5), Jan Henrik Schmidt (4), Jens Knöchel (2), Kai Kühn (5), Andre Kühn (7), Rainer Pischke (2) und Michel Skala.


PS: Einen „freundlichen Gruß“ an den „Hallenmeister“ von Northeim. Eine solchen unfreundlichen, arroganten und schnöselhaften Kerl habe ich noch in keiner Sporthalle erlebt. Man gut das ich mit dem Video beschäftigt war!

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