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vor 4 Jahren, 10 Monaten
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Webi

Aus der Traum. Blitzstart, Platzverweis, späte Gegentreffer, Verlängerung – das Aus

Startbeitrag von Webi am 27.02.2013 06:52


Der 1. FSV Mainz 05 scheitert im Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg mit 2:3 nach Verlängerung.

Unsere Nullfünfer begann das Pokal-Viertelfinalspiel gegen den SC Freiburg wie man sie kennt und wie man sie sich wünscht. Mit dem Vorwärtsgang vom ersten Augenblick an. Shawn Parker holte schnell einen Freistoß an der Strafraumgrenze raus und übernahm dann die Ausführung selbst. Der Youngster schlenzte den Ball über die Mauer und zwang SC-Keeper Oliver Baumann zu einer starken Parade (2.). Wenige Sekunden später bekam Chinedu Ede im Strafraum den Ball, wurde sogleich von zwei Freiburgern attackiert. Dennoch behielt er die Übersicht und servierte für den heraneilenden Parker, der diesmal Baumann keine Abwehrchance ließ. 1:0 für Mainz 05 (2.)!

Die Elf von Thomas Tuchel machte genauso weiter. Flanke Zdenek Pospech, Ádám Szalai legte den Ball ab auf Niki Zimling. Der Däne fackelte nicht lange und erhöhte mit seinem Schuss aus knapp 20 Metern auf 2:0 (4.). Auch wenn es nicht mit Chancen im Minutentakt weiterging, blieben die Nullfünfer gefährlich. Nach einem Freiburger Freistoß starteten Parker und Nicolai Müller einen schnellen Konter. Parker legte sich in dieser Situation den Ball einen Tick zu weit vor, so dass Baumann vor ihm an das Leder kam (15.). Ein weiterer Konter über Parker führte die Nullfünfer in den gegnerischen Strafraum, wo Pavel Krmas einen Pass von Ede auf Szalai unterbinden konnte (27.).

Nach gut einer halben Stunde kamen die Gäste aus dem Breisgau zu ihren ersten Torchance, hatten dann ihre gefährlichste Phase, die beinahe mit einem Tor belohnt worden wäre. Zunächst war es ein Fernschuss von Daniel Caligiuri, den Heinz Müller im Nachfassen entschärfen konnte (33.), dann ein Kopfball von Johannes Flum, der knapp über das Mainzer Tor strich (37.) und schließlich ein Lattentreffer per Aufsetzer von Oliver Sorg (39.).

In der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen dann aber auch wieder die Gastgeber auf. Nach einem präzisen Diagnonalball von Zimling probierte es Pospech direkt, doch Baumann konnte parieren (44.). Den Schlusspunkt setzte Parker, aber wieder war beim Gästekeeper Endstation (45.+1).

Auch nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein munteres Spiel, bei dem beide Teams die Offensive suchten, jedoch ließen höchst aufmerksame Abwehrreihen in den ersten zehn Minuten auf beiden Seiten keine nennenswerten Torchancen zu. Die Mainzer hatten in dieser Phase sicher höhere Ballbesitzanteile, doch fehlende Präzision im vorletzten Ball verhinderte die Entstehung von Großchancen. Gefährlich wurde es dann auf der anderen Seite als Jonathan Schmids Schuss das Außennetz traf (61.).

In der 63. Minute stand dem 3:0 für den FSV nicht fehlende Präzision im Weg, sondern ein weiteres Mal SC-Keeper Baumann. Zunächst parierte er gegen Parker, dann auch noch den Nachschuss des eingewechselten Marco Caligiuri. Statt mit einem dritten Treffer die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen, mussten die Nullfünfer mit der Hinausstellung von Pospech einen Rückschlag hinnehmen (65.).

Drei gefährliche Standardsituationen überstanden die Nullfünfer mit Glück und Geschick (72./73./74.) und kurz darauf verfehlte Daniel Caligiuri knapp vor dem Mainzer Tor (77.). Das Publikum bewies in dieser Periode des Spiels ein feines Gespür und schaltete sich zur Unterstützung der eigenen Mannschaft lautstark ein. Dennoch fiel es der Tuchel-Elf schwer, sich aus der Freiburger Belagerung zu befreien. Einmal initiierte sogar Kapitän Nikolce Noveski einen Entlastungsangriff, der ihn selbst bis in den gegnerischen Strafraum führte (82.).

Bei einem Lattentreffer des Gäste-Jokers Ivan Santini ging zunächst nur ein Raunen durchs Stadion, wenige Augenblicke später krachte der Ball erneut gegen Aluminium und Santini brachte den Abpraller vom Pfosten im Mainzer Tor unter (86.). Krmas wäre in der Nachspielzeit beinahe der Ausgleich geglückt, doch der SC-Verteidiger traf nur die Latte (90.+1). Am Ende einer extrem langen Nachspielzeit kamen die Freiburger durch einen Strafstoß von Daniel Caligiuri zum Ausgleich und erzwangen so eine Verlängerung.

Zu Beginn der ersten Hälfte der Verlängerung prüfte erneut Sorg Müller per Fernschuss (92.). Der Mainzer Abwehrchef Noveski schickte dann bei einem Konter Szalai auf die Reise. Im Abschluss fehlte dem Ungarn nach einem langen Sprint die Genauigkeit beim Abschluss (93.). Ebenso Marco Caligiuri bei einem weiteren Konter (99.). Szalai sah, dass Baumann zu weit vor seinem Kasten stand und probierte es einfach mal. Der Torhüter kam aber noch ran (101.). Trotz schwindender Kräfte erarbeiteten sich die Nullfünfer in diesen ersten 15 Minuten Verlängerung ein Chancenplus. Und an Unterstützung von den Rängen mangelte es auch weiterhin nicht.

Die numerische Überlegenheit machte sich jetzt aber mehr und mehr bemerkbar. Bei einem Freistoß lauerte Daniel Caligiuri am langen Pfosten, wo der Ball schließlich auch landete. Der Freiburger hatte keine Mühe, zur Gästeführung einzuschießen (108.). Dass es nicht noch schlimmer kam, verhinderte Heinz Müller in der 114. Spielminute gegen Max Kruse, der allein auf ihn zulief und kurz darauf in einer ähnlichen Szene gegen Schmid (116.).

Nach dem Blitzstart ins Spiel schien das Halbfinale im DFB-Pokal für unsere Nullfünfer schon so nah. 120 Minuten später zerplatzte der Traum wie eine Seifenblase. Der Platzverweis gegen Pospech hatte das Viertelfinalspiel entscheidend kippen lassen. Die Partie war ein weiterer Beweis dafür, wie nah Triumph und Niederlage im Fußball beieinander liegen.

1. FSV Mainz 05 – SC Freiburg 2:3 n. V. (2:2, 2:0)
Mainz: H. Müller – Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik – N. Müller, Baumgartlinger, Ede (72. Ivanschitz), Zimling (62. M. Caligiuri) – Szalai, Parker (70. Diaz).
Freiburg: Baumann – Hedenstad (13. Schmid), Ginter, Krmas, Sorg – Rosenthal (84. Santini), Schuster, Makiadi, D. Caligiuri – Flum (62. Guédé), Kruse.
Tore: 1:0 Parker (2.), 2:0 Zimling (4.), 2:1 Santini (86.), 2:2 D. Caligiuri (90.+3/Foulelfmeter), 2:3 D. Caligiuri (108.)
Gelb-Rot: Pospech (65.)
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 23.517

Quelle: Mainz 05

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