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Bimmelbahn-Forum
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Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
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André Marks, Holger Dietz, Guido Wranik, Quex, Dieter Buddrus, Robert Dröse, Nordbahn-Micha, Dampfachim, Spreewaldbahner, lckb-1000

Burg, Spreewald 1997

Startbeitrag von Holger Dietz am 13.04.2008 14:41

Hallo Fans,
neulich fielen mir diese Foto` vor die Füße, und erinnerten mich daran, wie lange ich schon nicht mehr im Spreewald war. Da mancher User vielleicht noch garnicht dort war, möchte ich sie hier zeigen.
Auch als Anregung bei einer Fahrt von Nord nach Süd oder umgekehrt, dieser schönen Kulturlandschaft einen Besuch abzustatten. Und überhaupt finde ich, daß die Guste hier ein bischen zu kurz kommt.











Entstanden sind die Aufnahmen im April 1997 auf dem Bahnhof Burg/Spreewald

Gruß, Holger

Antworten:

Hallo Holger,

stimmt, von der Spreewaldguste liest man hier nix. Ich war im September 07 das erste Mal dort und war ganz überrascht was ich dort alles zu sehen bekam. Wenn ich deine Bilder sehe, dann merke ich, was sich die vergangenen Jahre dort so getan hat.
Mitte der neunziger war doch auch mal die Lok "Spreewald" aus Bruchhausen dort, hast du davon Bilder? Wäre schön wenn die Lok dort öfter zu Besuch wäre, dann wäre der Bahnhof Burg für Eisenbahnfans sicher öfter das Ziel einer Reise!

Gruß Robert



von Robert Dröse - am 13.04.2008 15:11
Hallo Robert,
ich war 1997 wirklich zum letzten Mal in Burg! Ich glaube, die `Spreewald` kam später. Für einen Wahl - Randberliner sicher sehr peinlich. Ich erinnere mich, daß ich damals vom äußeren Zustand der Fahrzeuge dort sehr beeindruckt war. Die Wagen wirkten auf mich, als wäre der Betrieb erst am Tag zuvor eingestellt worden! Diese Schauanlage war wohl dem Wirt der Burger Bahnhofsgaststätte zu verdanken ( Herr Motzek oder s. ä.). Hat man dort nicht später ein Dreischienengleis verlegt? Wie mag es heute in Burg aussehen? Leider blieben die Bemühungen, wenigstens einen Teil der Spreewaldguste wieder befahren zu können, bis heute erfolglos. Den Publikationen über diese Bahn zufolge, hatte sie bis zuletzt einen lebhaften Reiseverkehr ( Berufs-, Schüler-, Einkaufs-, und steigenden touristischen Verkehr). Wenn es sie noch gäbe, könnte es dort ähnlich wie in Nordhausen aussehen! Stundentakt mit der Strab von Cottbus bis Burg, zweistündlich mit dem Dampfzug weiter nach Goyatz. Am Wochenende würde natürlich der `Spreewälder- Gurkenexpress` von Cottbus nach Goyatz durchfahren! :hot:

Ein paar Jahre dürfen wir wohl noch davon träumen.
Aber jetzt nehmen wir uns ganz fest vor: endlich mal wieder in den Spreewald zu reisen!

Gruß, Holger

von Holger Dietz - am 13.04.2008 18:38
Zitat
Holger Dietz
Leider blieben die Bemühungen, wenigstens einen Teil der Spreewaldguste wieder befahren zu können, bis heute erfolglos. Gruß, Holger

Wie bisher oftmals üblich im Land Brandenburg bestanden diese Bemühungen zwischen 1990 und 1999 zu 100% nur aus Reden, Zerreden und der Selbstdarstellung der Diskussionsredner. Ein entfernter Verwandter von mir gehörte auch dazu (ein Handwerksmeister), dazu sogar Leute der BTU und unendlich viele Selbstdarsteller. Sogar der Straßenbahnverkehr Cottbus-Burg sollte auf der wiederaufgebauten Trasse mitrealisiert werden. Aber da seinerzeit ein gewisser Herr Kleinschmidt im Oberzentrum Cottbus das Sagen hatte, war allen Denkenden schon vorher klar, wie die Sache ausgehen wird. So wie alles hier, zumal es da noch einen jahrelangen Kleinkrieg zwischen dem Kreis SPN (dazu gehört Burg) und der noch Großstadt Cottbus gibt.

Es fehlten hier halt solche Leute, wie jene die seinerzeit in Lindenberg die Grundlagen für den PKML e.V. schufen. Es fehlten also einfach die Macher. Redner und Schreiberlinge gab es dafür mehr als zuviel, dazu obendrauf der OB Kleinschmidt. Nur der Gastwirt aus Burg war und ist halt ein Macher.

Ich wohne nicht weit weg von Burg/Spreewald, habe aber seit 1986 nur noch selten mal einen Fotoapparat wegen der Eisenbahn angefasst. Denn das Ende "meiner Pressnitztalbahn" habe ich real niemals verkraftet.

MfG

von Dieter Buddrus - am 13.04.2008 19:41
Hallo Holger,

in der Zwischenzeit ist dort ein kleiner, hübscher Bahnhof entstanden! Das Dreischienengleis wurde auch gebaut, es ist sogar ziemlich lang. Wenn ich deine Bilder sehe, habe ich das Gefühl, dass der Wagenpark größer geworden ist. Wenn man wollte könnte man sicherlich bestimmte Eisenbahnhighlights dort stattfinden lassen. Ich werde die Bilder mal raussuchen und sie dir hier zeigen.

Gruß ausm Norden

Robert Dröse

von Robert Dröse - am 13.04.2008 19:58

Burg (Spreewald) 1998 und 2008

Hallo,
seit 1997 sind nur zwei Fahrzeuge dazugekommen - der Kasten des Gw 99-52-08 (auf Wiese) sowie der aufgeachste 901-201 unter einer Plane.
Die übrigen Wagen waren schon da:
900-223 (KB4i)
901-205 (KBi)
901-207 (KBi)
905-001 (KD)
99-51-51 ex sächsischer GGw, noch immer falsch beschriftet als 99-52-55
99-51-53 (Schneepflug)
99-52-02 (Gw)
99-52-03 (Gw)

Bis Herr Motzek sich durchgerungen hat, die Reisezugwagen mit der korrekten RAL-Farbe neu zu lackieren, erinnerten sie in meinen Augen nicht an die Einstellung 1969/70, sondern an Kästen, die seit Jahrzehnten unter freiem Himmel stehen.

Die von mir im EK-Spezial "Schmalspurbahnen in Deutschland" auf Seite 47 genannte Gw-Wagenkastennummer 99-52-06 war scheinbar falsch. Es handele sich um den 99-52-08.

Die Fahrten von 99 5633 fanden im Juni 1998 anlässlich der Eröffnung des Streckenastes von Straupitz nach Burg 100 Jahre zuvor statt.

Bei meinem letzten Spreewaldbesuch - Ecki nicht lachen - konnte ich vor dem perfekt restaurierten Bahnhof Straupitz neben dem Gw-Kasten 99-52-12 nun auch den Kasten von 99-52-14 besichtigen.
Ich drücke den dortigen Eisenbahnfreunden die Daumen, dass ihre Pläne alle aufgehen ...

Viele Grüße
AM

von André Marks - am 13.04.2008 21:04

900-223

Hallo Leutz
Ich bin mir nicht ganz sicher deshalb frag ich lieber mal: kann es das der Wagen 900-223 ein umgespurter sächsischer Wagen ist?
Freue mich über eine Antwort!
mfg Quex

von Quex - am 14.04.2008 13:16

Re: 900-223

Hallo,
nein, bei 900-223 handelt es sich um keinen Wagen der K.Sächs.Sts.E.B. oder Rbd Dresden.
Aber die einst vier baugleichen Fahrzeuge, von denen noch 900-223 erhalten ist, entstanden 1924 dort, wo 1922 die von Dir gemeinten Sachsen entstanden: in Werdau!
Sie ähneln den Sachsen auch verblüffend, 8,1 m Drehzapfenabstand, Dachform, Sprengwerk, Inneneinrichtung - bis auf einen Punkt, der sie sofort von den sächsischen Wagen der Gattungen 711/720 unterscheidet: Sie haben kein schmäleres Abort-Abteilfenster, sondern sieben identisch große Fenster.

Nur der GGw in Burg kann auf eine sächsische Vergangenheit in der Rbd Dresden zurückblicken. Er wurde bis etwa 1956 als 97-13-56 geführt, womit er als 1934 in Bautzen für die 750-mm-Bahnen der Rbd Dresden gebauter GGw K3508 der Einheitsbauweise identifiziert werden kann.

Viele Grüße
AM

von André Marks - am 14.04.2008 13:48

Danke (o.T.)

s.o.
mfg Quex

von Quex - am 14.04.2008 13:50

Pläne ? Re: Burg (Spreewald)

Zitat
André Marks
Ich drücke den dortigen Eisenbahnfreunden die Daumen, dass ihre Pläne alle aufgehen ...

Viele Grüße
AM

???
Die ehemalige Trasse ist in Cottbus bereits weitgehend durch die Westumfahrung der City überbaut. Zwischen Cottbus und dem Ortsrand Burg gibt es einen Radweg auf der Trasse, den auch Niemand mehr hergeben wird. Vom Ortsrand Burg bis zum Bahnhof Burg wurden 2 kleine lokale Straßen auf der Trasse errichtet, diese wird auch niemand mehr überbauen, da existieren Hotels und Kurobjekte.

Die Pläne von einer kurzen Strecke vom ehemaligen Bahnhof bis zum Turm werden seit 1990 immer mal wieder hochgekocht. Aber diese Pläne sind wohl durch das Wirken einer Gruppe radikaler Umweltschützer zum Scheitern verurteilt. Außerdem toben in der Gemeinde Burg diverse lokale Machtkämpfe.

Bekannt ist aber auch, das man in Lübbenau das Spreewaldmauseum umgestalten möchte und da gibt es nun einflussreiche Gegner des dort stehenden Zuges. Und zu dessen Umsetzung kochen bei uns der "Lügen Rudi" und diverse "Kenner" der Szene ständig neue Gerüchte hoch. So hängen sich dann immer wieder andere Leute da mit rein und bekanntlich sind viele Köche schädlich für einen Brei.

Was sich weiter nördlich tut, also zwischen Burg-Straupitz-Goyatz, das entzieht sich meiner Kenntnis. War da schon ewig nicht mehr (also seit 1990). Aber die Verantwortlichen im Kreis LDS haben wohl noch immer die Nase voll vom Bahnabenteuer Lübben-Beeskow.

An Wunder glaube ich nicht mehr. Und außerdem kenne ich die "Wendschen" ... .

MfG

von Dieter Buddrus - am 14.04.2008 15:42

Re: Pläne ? Re: Burg (Spreewald)

Ist der Zug im Spreewald-Museum Lübbenau während der regulären Öffnungszeiten (im Sommerhalbjahr Di-So 10-18 Uhr?) jederzeit zugänglich?

Es grüßt
Guido

von Guido Wranik - am 14.04.2008 18:59

Re: Pläne ? Re: Burg (Spreewald)

Hallo Leute,
erst einmal freue ich mich für das Interesse an der Spreewaldbahn (Warum soll ich nicht lachen, Andre?). Leider stimmen die meisten der hier geäußerten Meinungen. Habe jetzt leider nicht viel Zeit um auf alles einzugehen.
Um auf die Frage von Guido zu antworten, ja, das Museum kann jederzeit besucht werden, nur muss man sich vorher im Heimatmuseum am Torbogen in Lübbenau anmelden, um an den Schlüssel zu gelangen. Aber es lohnt sich schon. Noch ist nicht enschieden, wo die Lok und der Wagen hinsollen, es steht nur fest, dass der Schlossbesitzer im Zusammenhang mit Baumaßnahmen den jetzigen Standort von 99 5703 verändern möchte.
Dieses Jahr feiern wir 110 Jahre Spreewaldbahn. Deshalb wollen ein paar Spreewaldbahnbegeisterte vorallem aus Straupitz und Umgebung im Jugendclub (ehem. Anbau vom Bhf Straupitz) eine kleine Ausstellung platzieren, wahrscheinlich ab 19. Juli. Also wer dann in der Gegend ist...;)
Sven wird sicher auch noch paar Bilderchen ins Forum stellen, er kennt sich da besser aus.
Liebe Grüße aus Luckau,
Ecki

von Spreewaldbahner - am 15.04.2008 13:16

Re: Pläne ? Re: Burg (Spreewald)

Hallo Ecki, vielen Dank für Deine Antwort!

Es grüßt
Guido



von Guido Wranik - am 15.04.2008 18:41

Re: 900-223

Ergänzend zu André's Antwort sei noch zu sagen, daß es sich bei diesem und den 4 Schwesterwagen um ehemalige Oberlichtwagen handelte.

zu sehen ist LCK 77 (spätere 900-222) ca. 1933.

Oberlichtwagen waren:
LCK 76 -> 10.123 p
LCK 77 -> 10.124 p -> 900-222
LCK 78 -> 10.125 p -> 900-223
LCK 79 -> 10.126 p -> 900-224
LCK 80 -> 10.127 p -> 900-225

Sven


von lckb-1000 - am 15.04.2008 19:55

900-222-225 + 1

Oh,
Sven, damit hast Du mich aber jetzt auch überrascht. Und damit muss ich meine Aussage von der "großen Ähnlichkeit" aber auch zurückziehen ...
Ich nahm immer an, diese Oberlichter waren ein Kriegsverlust.

Das nächste Mal sollte ich eben nicht an Deinem Schlepptopf DbM-Seiten korrigieren, sondern mir Bilder erklären lassen ...

Danke nochmals.

Wer hat eigentlich aktuelle Aufnahmen von den Spreewaldbahnwagen vom DEV?

Viele Grüße

André

von André Marks - am 15.04.2008 21:06

Re: 900-223

Hallo Sven,

so sieht der Wagen aber auch viel gefälliger aus. Irgendwie waren mir die Dächer immer viel zu flach. Danke für das Foto.

Viele Grüße

Dampf - Achim Rickelt

von Dampfachim - am 15.04.2008 21:56

Re: Pläne ? Re: Burg (Spreewald)

Wie ist denn der derzeitige Sachstand bezüglich der beiden Sprewaldbahn-Fahrzeuge in Lübbenau?
Ich habe im letzten Spätsommer mal im Museum vorgesprochen bezüglich der Besichtigung der Fahrzeuge, was mir mit Hinweis auf die Baufälligkeit der Halle im Schloßpark verwehrt wurde.
Ein erneutes Anschreiben des Museums zu einem späteren Zeitpunkt beantwortete mir den angeblichen Umzug der Sammlung in die Umgegend des Spreewald-Museums als weiteren Hinderungsgrund für eine Besichtigung.

Wer kann mir da mal weiterhelfen?

von Nordbahn-Micha - am 23.05.2009 08:46
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