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Bimmelbahn-Forum
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Holger Dietz, Rübenbahner, ybbstalbahn-in-not

Ybbstalbahn akut einstellungsbedroht - Petition

Startbeitrag von ybbstalbahn-in-not am 23.04.2009 22:25

Schlechte Nachrichten aus dem Ybbstal. Nach monatelangen Gerüchten und Ankündigungen ist nun die Katze aus dem Sack: Das Bundesland Niederösterreich möchte die liebenswerte, aber über Jahre hinweg von den ÖBB vernachlässigten Bahn, weitgehend stillegen und abbauen (Radweg). In Zukunft soll die Mobilität in der Region durch ein "innovatives Mobilitätskonzept", sprich Busse, ersetzt werden (siehe Presseberichte unten).

Die nunmehr scheinbar endgültige Stillegungsabsicht wäre das traurige Ende von jahrzehntelangen Kämpfen und Diskussionen. Auf der anderen Seite formiert sich in der Region aber auch Widerstand. Es wäre sehr hilfreich, wenn alle Freunde der schmalen Spur die Resolution von Pro Bahn Österreich unterzeichen, in welcher ein Erhalt und Modernisierung der Bahn nach dem Vorbild der Pinzgaubahn (seit 2008 nicht mehr von den ÖBB, sondern der Salzburger Lokalbahn betrieben) gefordert wird.

Siehe: www.probahn.at



LR Heuras: Mehr Mobilität für das Ybbstal

Utl.: Verbesserungen für Schüler, Pendler, Wirtschaft und Tourismus

St. Pölten (NLK) - "Wir wollen ein besseres Angebot im
öffentlichen Verkehr und mehr Mobilität für die SchülerInnen und
Pendler, für die regionale Wirtschaft, deren Leitbetriebe und für den
Tourismus im Ybbstal und der Region schaffen", stellte der für den
öffentlichen Verkehr zuständige Landesrat Mag. Johann Heuras heute,
Mittwoch, bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Verkehrsplaner
des Landes Niederösterreich, Prof. Dr. Fritz Zibuschka, fest.

"Die Ybbstalbahn wird dort bleiben, wo ein hohes Verkehrsaufkommen
besteht", hielt Heuras fest. Ergänzt werde das Angebot mit einem
umfassenden Busangebot, Radwegen und Anrufsammeltaxis.

Konkret sieht das vorliegende Mobilitätskonzept für das Ybbstal
vor, dass die Bahn im Abschnitt Waidhofen an der Ybbs bis zur Firma
Bene erhalten bleibt, da in diesem Abschnitt 70 Prozent der Fahrgäste
- vorwiegend SchülerInnen und Pendler - die Bahn derzeit nützen.
"Hier herrscht ein gutes Nutzen/Kosten-Verhältnis", bestätigte
Heuras. Zusätzlich wird ein umfassendes Busangebot geschaffen, das
weit über das der Ybbstalbahn hinausgeht. Damit wird das Ybbstal mit
der Erlauftalbahn verknüpft. So biete man zusätzliche touristische
Ziele an, schaffe eine SchülerInnen-Verbindung an Weyer und Palfau
und könne das Angebot für die Leitbetriebe optimieren, erklärte der
Landesrat. Ergänzt wird das Angebot durch Anrufsammeltaxis für den
Gelegenheitsverkehr, damit die Bevölkerung nach Bedarf Einkäufe,
Behördenwege oder Arztwege erledigen kann. Auf der Trasse der
Ybbstalbahn zwischen Gstadt und Göstling wird ein Radweg
eingerichtet. "Dieser Radweg ermöglicht eine Verknüpfung mit den
touristischen Radrouten des Landes", so Heuras. Als zusätzliches
Angebot für Touristen werde der schon bestehende Zugverkehr von
Kienberg-Gaming nach Lunz am See bis Göstling ausgeweitet.

"Dieses umfassende Mobilitätskonzept wurde gestern bei der
Regionalverbandssitzung präsentiert und positiv angenommen", freute
sich der Landesrat über die Zustimmung aus der Region.

Die Kosten gab Heuras mit Einmalinvestitionen in der Höhe von rund
11 Millionen Euro und Betriebskosten von jährlich rund 3,8 Millionen
Euro an.

Weitere Informationen: Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten,
Prof. Dr. Fritz Zibuschka, Telefon 02742/9005-14971

Quelle: [www.ots.at]


Ybbstalbahn soll zum Teil erhalten bleiben

Die Ybbstalbahn soll dort erhalten bleiben, wo es wirtschaftlich und touristisch sinnvoll ist. Rund die Hälfte der 55 Kilometer langen Strecke soll künftig durch Buslinien ersetzt werden bzw. als Radweg zur Verfügung stehen.



Ziele seien mehr Mobilität und ein verbessertes Angebot im - derzeit nicht zufriedenstellenden - öffentlichen Verkehr für Schüler und Pendler, sagte Landesrat Johann Heuras.

Das bei einer Pressekonferenz mit Verkehrsplaner Fritz Zibuschka vorgestellte Mobilitätskonzept wurde vom Regionalverband Mostviertel einstimmig angenommen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bereits 2010 Realität sein.

Die Ybbstalbahn soll - als Nostalgiebahn geführt - das touristische Angebot erweitern, und zwar von Göstling bis Kienberg, sowie künftig als "Stadtbahn" für Waidhofen an der Ybbs bis zur Firma Bene dienen. Auf diesen rund fünf Kilometer langen Abschnitt konzentrieren sich 70 Prozent der Fahrgäste der gesamten Strecke. Das Busangebot soll u.a. das Ybbstal mit der Erlauftalbahn verknüpfen und Schülern eine Anbindung an Weyer und Palfau bringen. Zwischen Gstadt und Ybbsitz entfallen damit die Eisenbahnkreuzungen, was einen Beitrag zur Sicherheit darstelle. Als Ergänzung für den Gelegenheitsverkehr führte Heuras ein Anrufsammeltaxi-System an (AST). Die Ybbstalbahntrasse zwischen Gstadt und Göstling soll als Radweg genutzt werden.

Durch mehr Mobilität und bessere Anbindung müsse auch der Wirtschaftsstandort gestärkt werden, verwies Heuras auf große, wichtige Betriebe im Ybbstal. Die Kosten stünden im Vergleich zur derzeitigen Bahn im Verhältnis eins zu drei. Das Konzept - Bahn bei Waidhofen, Radweg- und Straßenbau, Nostalgiestrecke Kienberg-Lunz-Göstling - erfordere Einmal-Investitionen in Höhe von elf Mio. Euro und 3,8 Mio. Euro an jährlichen Betriebskosten. Der Erhalt der "heruntergewirtschafteten" Ybbstalbahn würde sich mit 33 Mio. Euro plus jährlichen elf Millionen Betriebskosten zu Buche schlagen, erklärte Heuras.

Zur derzeitigen Situation der sanierungsbedürftigen Bahn meinte der Landesrat, dass der Bund hier seine "Hausaufgaben nicht gemacht" habe: Es gebe derzeit "Langsam-Fahrstrecken" und Schienenersatzverkehr. Ein Vergleich mit der Pinzgauer Bahn (auf die Verein der Freunde der Ybbstalbahn verweist) sei aufgrund der völlig unterschiedlichen Frequenzen nicht zulässig.

Das Konzept sei nach langer Diskussion entstanden und stoße nun auf Konsens. Auf Wunsch der Region werde nochmals die Möglichkeit eines Bahnabschnitts bis Hollenstein geprüft. Dass sich dafür ein Betreiber findet, schätzte Heuras allerdings skeptisch ein.

Quelle: [www.noen.at] [/b]

Antworten:

Liebe Bimmfreunde,

was soll denn noch alles von DB, ÖBB und Co stillgelegt werden? Wieviele liebenswerte Nebenbahnen sollen noch abgerissen werden, obwohl es Nutzungskonzepte gäbe bzw. diese erstellt werden könnten. Auf jeden Fall müssen wir gegen diese Politik etwas tun. Es kann doch nicht so weitergehen. Die Radewege kann man sicher auch neben der Bahn anlegen. Doch einige "Höheren Mächte" möchten das nicht, denen gilt es entgegen zu wirken!

Der Rübenbahner

von Rübenbahner - am 24.04.2009 14:22
Hallo Fans,

jeder weiß doch, daß Schmalspurbahnen heute nicht mehr ein Verkehrsmittel schlechthin
(Stadtbahn für Waidhofen), sondern eine Touristenattraktion sind.
Gerade in touristischen Regionen sind in den letzten Jahren viele Abschnitte stillgelegter Schmalspurbahnen wieder reaktiviert worden.
Eine Stillegung der Ybbstalbahn wäre vor diesem Hintergrund völliger Blödsinn.
Dann fahre ich halt ins Pinzgau oder ins Zillertal.
Die würden sich freuen.

Heutzutage völlig unverständlich!

Viele Grüße,

Holger

von Holger Dietz - am 24.04.2009 15:27
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