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Bimmelbahn-Forum
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vor 11 Jahren, 8 Monaten
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Der Betriebsfremde, Jan Eisold, Rittersgrüner, S.Rassow, André Marks, der099er, J.N., Martin Kilb, awp, Brauerschleiffer, ... und 7 weitere

Nachbau sächsische I K - JA!

Startbeitrag von André Marks am 16.01.2006 18:41

Guten Abend,

nach vier Tagen „Heimaturlaub“ in Dresden – ohne Computer – lese ich heute die Einträge zum Thema I K und bin – offen gestanden – von der ablehnenden Haltung einiger Forumsschreiber gegenüber dem VSSB-Projekt etwas „befremdet“.

Vorweg: Ja, ich bin von dem Projekt begeistert und eineingeschränkt dafür.

Dafür bin ich sicherlich auch, weil ich zu den Gästen der VSSB-Veranstaltung am Donnerstagabend in Dresden zählen durfte, wodurch ich einen kleinen Informationsvorsprung habe.

Deshalb nochmals zusammengefasst: Der Vorstellung des Projektes ging eine umfangreiche Vorlaufphase voraus, in der Hand in Hand mit dem LfB, dem Dampflokwerk Meiningen und anderen Technikern die Realisierbarkeit geprüft worden ist. Und ich kann allen Beteiligten mehr als ausreichend Verstand bescheinigen. Alle Aspekte dieses Projektes sind wohl durchdacht.

Die Frage nach geeigneten Wagen stellt sich in meinen Augen nicht! Es sind genügend Fahrzeuge vorhanden – allein in Chemnitzer Gärten stehen noch vier zweiachsige Sitzwagen – anderswo Doppelwagen etc. Die Vereine, die sich um diese Kästen teils seit Jahren bemühen, haben das I K-Projekt als Initialzündung begriffen und neuen Mut geschöpft, bravo VSSB.

Natürlich könnte man auch für eine IV K eine Spendenaktion ins Leben rufen – aber so wie Touristen aus der ganzen Welt eben für die Frauenkirche gespendet haben, aber für die Kirche in Dresden-Vorort-fünf nicht, so wird man Geld für den Bau einer I K bekommen – aber für eine vorhandene Lok von diesen Leuten u. U. nicht.
Deshalb bin ich überzeugt davon, dass das Projekt finanzierbar ist.

Es gibt keinen akzeptablen Grund für mich, die I K nicht zu bauen. Sie wird eine Bereicherung für unsere sächsische Bahnlandschaft und für die deutsche/europäische Schmalspurlandschaft insgesamt sein.
Für Rügen baut man Spielzeug – wir Sachsen bauen unsere Originale!
Was will man mehr?

Einen schönen Abend wünscht

André Marks

Antworten:

Hallo André,

so euphorisch habe ich dich bisher nur ob der Aussicht auf die Entdeckung des kleinen Bruders von 970-222 erlebt...

Aber im Ernst: wenn es so leicht ist, eine neue Dampflok "auf´s Gleis" zu bringen, wieso habe ich dann was von Betriebsbuch im Hinterkopf, wenn es um die Zulassung eines alten, originalen Wagen geht ?

Wie sieht denn in der Beziehung die Vorermittlung des VSSB aus?

Gruß, Gert.

von Rittersgrüner - am 16.01.2006 18:58
Hallo Andre, alter Sachse,

da bist du ja tatsächlich außerordentlich euphorisch.

Prinzipiell habe ich ja auch nichts gegen einen Nachbau einer I K, wenn das Geld zusammenkommen sollte. Aber ich denke, dass Vergleiche mit der Dresdener Frauenkirche überhaupt nicht angebracht sind. Schon allein wenn man das weltweite Verhältnis von potentiellen Spendern betrachtet (Christen zu Freunde der sächsischen Schmalspurbahnen). Sicher ist die kalkulierte Summe für die I K niedriger, jedoch hat bei der Frauenkirche der politische Aspekt (weltweite Signalwirkung, Wiedergutmachung etc.) eine Rolle gespielt. Frag mal einen Japaner nach der I K - wird wohl eher Fehlanzeige sein! Bei der Dresdener Frauenkirche könntest du da schon mehr Glück haben. Auch war die I K entgegen deiner Auffassung auch nur "eine von vielen auf Dorf sieben hinter den sieben Bergen" und um bei deinem Vergleich zu bleiben, die vom Braunkohletagebau geschleifte Olbersdorfer Kirche baut auch niemand wieder auf! Insofern sollte man die Erwartungen an eine solche Spendenaktion eher dämpfen!

Was die Einbindung der Landesbahnaufsicht (LBA) angeht, habe ich bislang eher den Eindruck gewonnen, dass hier entweder mit zweierlei Maß gemessen wird oder aber nun eine grundlegende Wandlung eingetreten sein muss. Anders kann ich mir nicht erklären, warum es in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme bei der Wiederinbetriebnahme mustergültig restaurierter originaler Fahrzeuge gab, selbst wenn diese zu einem Großteil aus Neuteilen bestanden. Übrigens ist mir nicht bekannt, dass das Rügener Spielzeug schon eine Zulassung besitzt, ist allerdings auch eine andere LBA!

Die I K ist meiner Meinung nach aus der Sicht von Otto-Normalbürger nur ein weiteres "Metallding", das qualmt und "tsch, tsch" macht. Einen signifikanten Marketingeffekt für die sächsischen Schmalspurbahnen kann ich mir dadurch einfach nicht vorstellen.

Aber wie die Bayern zu sagen pflegen "Schaun mer mal, dann sehn mer scho". Ich lasse mich gern eines Besseren belehren und wünsche den Befürwortern viel Glück. Ich jedoch werde mein leider begrenztes Engagement zunächst weiterhin der Erhaltung bestehenden Materials widmen.

Der preußische Sachsenfreund aus dem tiefsten Bayern
Leo568

von Leo568 - am 17.01.2006 07:46
Da komme ich doch ein wenig ins Grübeln.

Aber vielleicht bin ich auch zu kritisch, zudem war ich im Verkehrsmuseum nicht dabei und insofern konnte die bestimmt gute Stimmung der professionell organisierten Veranstaltung mich nicht erreichen und dann letztendlich auch nicht beeinflußen.

Also - wenn die Aussichten für die Aufrechterhaltung (bzw. Wiederaufnahme H-K) eines attraktiven Regelbetriebs (mit ja vorhandenem, historisch interessantem Lok- und Wagenpark) gesichert wäre und nun also "freie Kapazitäten" bestünden, ja dann natürlich mit voller Kraft an die IK !!

Dem ist aber m.E. so nicht.

Und ich denke, es besteht durchaus die Gefahr, daß wir auf den "Regelstrecken" zukünftig zunehmend reduzierte Verkehre (bzw. solche mit hohen "Dieselanteilen" - einschl. Neubauloks) einerseits bekommen und als Gegenstück ein paar Traditionsverkehr u.ä. und eben eine IK usw..

Ist das eine erstrebenswerte Perspektive ?

Wenn ich bedenke, wieviele "VIIK" alt und neu vor sich hinrosten und ich bin wie gesagt auch sehr gespannt, welche Perspektive 99 713, 99564, und 608 nach Ablauf der Fristen haben werden.

In meinen Augen sind die Prioritäten hier verschoben. Statt das was an bewahrenswertem Rollmaterial in Sachsen vorhanden ist (und wofür uns viele Eisenbahnfreunde aus anderen Regionen ja beneiden) mit "geeinter Kraft" auch umfangreich betriebsfähig zu halten (und das wäre auch eine Attraktivität gegenüber anderen touristisch ausgerichteten Bahnen), muß es nun etwas Neues, Spektakuläres sein.

Und abschließend - ich bin erstaunt, welch doch umfangreichen positiven Widerhall diese Entwicklung auch bei sächsischen Schmalspurfreunden findet (aber vielleicht sind auch meine Ansichten nicht zeitgemäß).

von echtdampf - am 17.01.2006 09:43

Frauenkirche - I K

Hallo Leo,

natürlich ist die Frauenkirche nicht direkt mit einer Dampflok zu vergleichen.

Doch wie der Wiederaufbau dieser Kirche für Dresden, Deutschland und die Welt einen Symbolcharakter innehält, so hat der Nachbau einer vor 125 Jahren gebauten Dampflok, die einst sächsische Bahngeschichte schrieb, für eine andere Klientel Symbolwirkung.

Diese Klientel sind natürlich NICHT identisch. Es wäre naiv und anmaßend zugleich, zu glauben, dass ein britischer Kriegsveteran oder von Dir genannte Japaner auch für eine Dampflok Geld geben. Wer das so verstanden hat, hatte den Vergleich nicht begriffen.

Doch wie es für viele Dresdner eine Frage der Ehre war, einen kleinen Obolus – und wenn es 20 Mark waren – für die Frauenkirche zu geben, so werden viele Freunde sächsischer Schmalspurbahnen für ein Projekt wie dem Nachbau einer I K bereit sein, einen Obolus zu geben.
Natürlich werden mehrere derjenigen guten Seelen, die sich an fast allen Spendenaktionen von Eisenbahnvereinen in Sachsen beteiligen (ich denke stellvertretend an den ehemaligen MDR-Kameramann Thomas Schlechte aus Dresden), auch für die I K Geld geben. Aber ich habe mich am Donnerstag in Dresden davon überzeugen können, dass es dem VSSB gelungen ist, mit dem Projekt I K Leute zum Spenden zu bewegen, die für eine HU einer „herkömmlichen“ Lokomotive eben kein Geld gegeben hätten.
Somit zieht das Projekt I K nach meiner Überzeugung KEIN Geld aus bestehenden Spendenaktionen von den Vereinen in Sachsen ab, sondern sammelt NEUES Geld für die Attraktivität unserer sächsischen Schmalspurbahnen, was sonst NICHT ausgegeben worden wäre.

In den wenigen Tagen seit Donnerstagabend habe ich inzwischen Dutzende Anrufe, E-Briefe und Gespräche entgegengenommen, in denen – auch aus dem Westteil unseres Vaterlandes – fast ausschließlich Begeisterung für das I K-Projekt zu entnehmen ist.

Doch nun genug der Vorschusslorbeeren. Warten wir ab, wie sich der Kontostand verändert. Und warten wir ab, welcher Verein mit welchen Wagen fast wortwörtlich auf den Zug aufspringt. Wobei für mich die drei sächsischen Vierachser-Oberlichtwagen und der zweiachsige Packwagen in Radebeul für den Anfang ebenfalls eine attraktive Garnitur darstellen!

Mit vielen Grüßen –

André Marks

von André Marks - am 17.01.2006 10:51
Liebe Kollegen,

unabhängig vom Für und Wider des Neubaus einer I K interessiert mich dann doch auch das Technische an diesem Projekt. Dazu fallen mir spontan zwei Themen ein:

1) Ist schon klar welche Version nachgebaut werden soll, die Ursprungsausführung von 1881 mit kurzem Führerstand und kurzer Rauchkammer oder die letztgebaute Version von 1892 mit verlängertem Führerstand und langer Rauchkammer?

2) Bei einem originalen Nachbau würde als Zugbremse ausschließlich eine Heberleinbremse möglich sein. (alles danach und bis heute übliche hat die I K nie gesehen).
Haben wir noch Wagen mit funktionierender Heberleinbremse?
Ist soetwas heute überhaupt zulassungsfähig? (...und da wären wir schon wieder bei dem Zulassungsthema ...)

Wie auch immer, das ganze ist sicher eine echte Herausforderung gemäß dem Motto: "1900 trifft 2000" und ich kann dazu nur Erfolg wünschen.



von Ralf Auraß - am 17.01.2006 11:29

Re: Frauenkirche - I K - Adler

Hallo,

der wesentliche Unterschied zwischen Frauenkirche und IK besteht wohl darin, dass die Tuoristen zu Tausenden in die Wiederaufgebaute Frauenkirche strömen, weil sie zu einem Gesamtdeutschen Symbol geworden ist, während eine IK kaum ein zusätzliches Fahrgastpotential erschließt. Es ist eben "nur" irgendeine Schmalspurdampflok und kein so großes Symbol. Folglich werden die Fahrgäste auch nicht zusätzlich zu ihrer "normalen" Schmalspurbahnfahrt plötzlich doppelt so oft zu den Strecken kommen, nur weil da eine IK fährt. Das werden nur ein paar Fuzzis und Insider so machen. Für den gemeinen Touristen ist es egal, welche Lok da fährt, und er wird auch nur eine Fahrkarte kaufen. Und damit steht letztlich nur eine weitere Lok im Schuppen, die Geld kostet. Da man aber damit keine wesentlichen Mehreinnahmen erzielen kann, sondern nur das vorhandene Potential abschöpft, macht man den anderen Betreibern und Vereinen auch noch zusätzlichen finanziellen Druck. Schon allein deswegen halte ich es für völlig unüberlegt, nur wegen ein paar Fuzzis und Funktionären dieses Projekt zu starten.

Übrigens ist der Adler schon eher mit der Frauenkirche zu vergleichen: Er ist ein gesamdeutsches Symbol, immerhin die erste Lok, die in diesem Land fuhr. Außerdem gibt es sonst höchstens noch eine Hand voll Loks bzw. Lokreste aus den ersten 30 Jahren deutscher Eisenbahngeschichte. Für die sächsischen Schmalspurbahnen ist dies jedoch nicht der Fall, es fahren doch - zum Glück ! - noch allerhand "alte" Loks aus den ersten 20...30 Betriebsjahren rum.

MfG Jan

von Jan Eisold - am 17.01.2006 12:36

Re: Frauenkirche - I K - Adler

Hallo Jan,

Deine Worte teile ich uneingeschränkt. Die I K würde auch in meinen Augen nur ein Belustigungsobjekt für ein paar Eisenbahnfreunde - vielleicht noch einige, wenige Andere - sein, aber eben NICHT für die Mehrzahl der Fahrgäste, die das "große Geld" in die Kasse "spülen". Außerdem gehört die Länderbahn-Zeit nicht gerade zu den beliebtesten Epochen unter Eisenbahnfreunden, was deren Zahl weiter einschränkt.
Und dass der genannte kleine Kreis das notwendige Geld für die I K aufbringen kann, kann ich mir kaum vorstellen - auch wenn André ganz gewiss gut unterrichtet ist, was die potentiellen Spender betrifft...

Was ich klar stellen will: Gegen eine Diversifizierung des Fahrzeugparks auf (Sachsens) Schmalspurbahnen hätte ich überhaupt nichts einzuwenden! Insofern wäre die I K schon zu begrüßen, nur scheint mir der Zeitpunkt denkbar ungeeignet, wo es derzeit noch einige, auch schon genannte "offene Fässer" gibt.

Gruß
Julian

von J.N. - am 17.01.2006 13:57

*unterschreib* (owt)

(owt) = ohne weiteren Text!

von der099er - am 17.01.2006 16:26

.

.

von Mallet - am 17.01.2006 19:45

Reichsbedenkenträger

Ich frage mich, was Jan, Julian und der 099er erreichen wollen. Wollt ihr das Projekt verhindern? Da solltet ihr mal schleunigst überlegen, ob ihr Eure Energien nicht sinnvoller einsetzen könnt! Das Ding läuft und niemand wird es aufhalten, weil die, die es WIRKLICH aufhalten könnten mit Sicherheit mit im Boot sitzen. Die Initiatoren gehen dabei sehr viel überlegter ans Werk als Ihr das tun würdet, weil sie von der Materie was verstehen! Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass die Idee am 11. Januar geboren wurde, am 12. mit Pomp präsentiert und jetzt fällt's denen wie Schuppen aus den Haaren, was sie sich da vorgenommen haben? Lächerlich! Dieses Projekt wird Erfolg haben weil das, was abzuklären ist auch tatsächlich abgeklärt ist. Macht Euch mal mit dem Gedanken vertraut, dass in absehbarer Zeit eine bestens vermarktete Ik No. 54 durch Sachsen dampft. Aber ihr wollt sie ja dann mit Sicherheit nicht fotografieren, weil so ein Neubauschrott unter Eurer Würde liegt, nicht wahr? :cool:
Beste Grüße
Joachim

von Der Betriebsfremde - am 18.01.2006 06:52

Re: Reichsbedenkenträger

Nein, verhindern werden wir das Projekt wahrlich nicht können, und zumindest meine Absicht ist das auch nicht. Aber kritische Reflexion hat noch nie geschadet. Bin jedenfalls sehr gespannt, wieviel "I K-Euphorie" in einiger Zeit noch übrig sein wird...

von J.N. - am 18.01.2006 13:58

Heberleinbremse/Seilzugbremsen

Hallo Ralf,
ja, Seilzugbremsen sind nicht verboten.

Zum Beispiel verfügt der Jöhstädter "Rucksack" 97-30-06 über eine abgenommene Heberleinbremse, beim DEV in Bruchhausen verkehrt ein ganzer Zug (der Franzburger) mit der Görlitzer Gewichtsbremse.

Es grüßt
André

von André Marks - am 18.01.2006 14:32

Oh weh...

Hallo,

ich möchte an dieser Stelle mal darauf hinweisen, daß ich in keiner Weise das Projekt zu verhindern suche. Soll'n 'se ruhig machen, ein weiterer Schritt ins Schmalspur-Disneyland Sachsen... :-( Wer das Geld hat, bestimmt nun mal, wie der Hase läuft! Aber es wird ja wohl in einem freien Internetforum noch gestattet sein, die eigene Meinung kundzutun?! Oder ist die Demokratie ohne mein Wissen über Nacht abgeschafft worden? Meine Meinung stimmt eben nicht mit der seitens der wohlbetuchten Kungelclique Namens VSSB verbreiteten Ansicht überein. Sehr wohl weiß ich, daß das Hirngespinst IK schon viel länger durch einige Köpfe geistert. Nur hätte ich nicht vermutet, daß es so ernst damit ist, zumal es nicht um irgendeine Austellungslok, sondern ein betriebsfähiges Exemplar geht, mit allen dazugehörigen Zulassungsproblemen, z.B. Bremssystemproblematik wurde ja hier schon angesprochen. In meinen Augen wäre es wichtiger, alle Kräfte erstmal dringendst "Auf nach Kipsdorf!" zu bündeln (zur Erinnerung, die Strecke liegt nun seit 3,5 Jahren brach!), oder z.B. die Döllnitzbahn in ihrem Überlebenskampf zu unterstützen. Und wenn es unbedingt was museales sein soll: Viel mehr Beachtung könnten z.B. auch die FHWE-Bestrebungen mit dem Projekt in Schönheide-Süd gebrauchen, wie herrlich könnte man hier an diesem ehemaligen Umsteigebahnhof die ehemalige Bedeutung der Schmalspurbahnen als Zubringer zur großen weiten Welt erlebbar machen, mit Weiterfahrt auf normalspuriger Museumsbahn, inmitten herrlicher Landschaft. Aber die Ecke ist wohl einfach zu weit weg von der Residenz. Abgesehen von der rein physikalisch bedingten wirtschaftlichen Ineffizienz eines Naßdampf-C-Kupplers - für's gemeine Volk hat der keinerlei stärkere Anziehungskraft als bisher vorhandene Fahrzeuge! Die IVK ist "niedlich" genug! Den bisherigen Radebeuler Sachsenzug gescheit beworben, wäre kein schlechteres Aushängeschild. Und man bekommt mit "IVK132" sogar vergleichsweise mehr Anhängelast (und damit zahlende Fahrgäste) auf einmal weg...

MfG
der099er

von der099er - am 18.01.2006 14:47

Re: Oh weh...

Hallo 99er,

pass´ bitte mit der Formulierung "zu weit weg von der Residenz" auf; für eine ebenfalls in diese Richtung zielende Aussage habe ich schon mal fürchterlich "auf die Mütze gekriegt"!

Aber im Ernst: vertrauen wir doch mal der gemachten Aussage, das diese Lok auf ALLEN Strecken zum Einsatz kommen soll und vergessen die Nachfrage, wer dann für die Transportkosten ....

Mit gebremsten Optimismus, der Rittersgrüner.

von Rittersgrüner - am 18.01.2006 16:45

Re: Oh weh...

Also ich bin ebenfalls der Meinung,das lieber bestehende Strecken und Fahrzeuge erhalten werden und das man die Mittel halt lieber in den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn usw. stecken soll.Aber als kurz nach der Wende Stimmen laut wurden,bereits abgebaute Strecken wieder aufzubauen,hieß es auch,das lieber die dafür verwendeten Mittel in den Erhalt der bestehenden Strecken gesteckt werden sollen.Es wurden aber trotzdem zwei Strecken (wenn auch nur Teilabschnitte) wieder aufgebaut und bis jetzt erfolgreich betrieben.Die damaligen Kritiker verstummten schnell.Ob man da Vergleiche zu diesem I K-Projekt ziehen kann?

von Stefan Bork - am 18.01.2006 19:50

Oh doch!

Ich staune, ich staune....
Energieeffizienz! So schwere Wörter! Hier geht es ja eindeutig nicht um eine wirtschaftlich zu betreibende Maschine, sondern um einen Werbeträger für die sächsischen Schmalspurbahnen! Heute wird nach der Energieeffizienz geschrieen und morgen dieselt's an allen Ecken! Dieses Projekt hat doch ganz andere Dimensionen! Kapiert das mal einer von den Reichsbedenkenträgern? Wenn eine Lok aus der "Anfangspackung" neu gebaut wird erregt das weit über das Bimmelbahnforum (Sorry, Olaf!) hinaus Aufmerksamkeit! Das hat doch ganz andere Dimensionen!
Lieber Rittersgrüner! Ihr habt doch einen Schwung Zweiachser! Kriegt Ihr's auf die Kette, den einen oder anderen bis zur Fertigstellung der 54 betriebsfähig zu bekommen? Sonst fährt der Zug ohne Euch... Nur mal so am Rande! ;-) Ist echt nicht böse gemeint, aber die Lok wird kommen und es ist eine Riesenchance! Das wird wahrgenommen, wenn da (egal, wo in Sachsen!) Wagen aus der Rittersgrüner Sammlung mitlaufen! Wollt ihr alles Radebeul überlassen?
Nachdenkliche Grüße
Joachim

von Der Betriebsfremde - am 18.01.2006 21:58

Ich bin auch...

...erstaunt, lieber Betriebsfremder. ;-)

Wo du nun wieder die Sache mit der Energieeffizienz aus meinem Beitrag herausgelesen hast? Ich kann das Wort in meinem vorherigen Text einfach nirgends finden! Also keine schweren Wörter. ;-) Ich meinte mit "Ineffizienz" die mit dieser Lok in sächsischen Gefilden bewegbaren Zuglasten. Ich gebe zu bedenken, daß wir uns hier nicht in der recht flachen Prignitz befinden, sondern die hiesigen Strecken bisweilen doch recht anspruchsvolle Steigungen aufweisen. Und man kann mit der Lok einfach keine ordentlichen Zuglängen fahren, die mehr Fahrgäste (=mehr Fahrgeldeinnahmen!) ermöglichen. Und zum Thema Werbeträger: siehe letzter Teil meines vorherigen Textes. Man braucht die IK einfach nicht, es sei denn, um irgendwelchen Leuten Profilierungsmöglichkeiten zu geben!

MfG
der099er

von der099er - am 19.01.2006 09:15

Re: Oh weh...

Sicher wäre es objektiv sinnvoll, die Spendengelder in den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn zu stecken als in ein solches Prestige-Objekt.

Aber dieser Denk-Ansatz ist nicht korrekt, denn die Gelder sind ja nicht da, so dass man sie nach objektiven Gesichtspunkten einfach zuordnen könnte. Und ich bin davon überzeugt, dass es ein Vielzahl von Spendern geben wird, die für den Nachbau einer solchen Lok gerne spenden werden, aber eben nicht denselben Betrag für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn geben würden (zumal dort ja schon Gelder für den Wiederaufbau bereitgestellt sein sollen).

Deshalb halte ich das mit jedem Thema wiederkehrende Gejammer, "man solle die Gelder doch lieber in bereits vorhandene Aufgabengebiete investieren" für ein bisschen weltfremd. Das funktioniert eben nicht so einfach und bleibt am Ende jedem Spender selbst überlassen, ob und wie weit er seine Geldtasche aufmacht oder nicht.

Daher finde ich es gut, dass es nun ein neues und sicher auch sehr anspruchsvolles und umfangreiches Projekt gibt, für das sich hoffentlich neue Geldgeber finden werden. Ich würde mich über ein Gelingen jedenfalls sehr freuen und wünsche viel Erfolg dabei.

Stefan

von chemnitz - am 19.01.2006 10:59

Re: Oh weh...

Hallo,

den Vorwurf, der geäußerte Denkansatz ("Geld lieber in bestehendes Material stecken") sei falsch, kann ich gleich an dich zurückgeben.

Sicherlich hast du Recht, dass die potentiellen IK-Sponsoren ihre Sachspenden (Material, Arbeitskräfte) nicht als Finanzspritze an andere Projekte geben würden. Allerdings sehe ich auch keinen Grund, warum ein Metallbetrieb, der Teile für die IK "spendet", nicht auch Teile zur HU einer andere Lok beisteuern können sollte ? Ich denke, manch Verein wäre froh, wenn er solche Unterstützung bekommen könnte, man denke nur z.B. an die IVK-HU, die vom Mügelner Verein durchgeführt wurde.
Außerdem - auch wenn das einige hier aus irgendwelchen Gründen nicht wahr haben wollen - lassen sich auch mit einer IK die "Einnahmen" nicht wesentlich steigern. Dazu kommt, dass die öffentlichen Zuwendungen und Fördermittel perspektivisch auch immer geringer ausfallen dürften. Will man nun aber auf Krampf unbedingt noch eine IK unterhalten, fehlt dieses Geld dann um so mehr für andere Fahrzeuge oder Strecken. Insofern stellt das IK-Projekt m.E. eher eine Gefährdung des eigentlich VSSB-Zieles dar, das säschische Schmalspurerbe zu erhalten.

Im Übrigen: Wer sich hier aufregt, dass es doch böse Leute gibt, die das Projekt nicht gleich bejubeln, hat offenbar etwas nicht verstanden. Sinn eines Forum ist es doch vielmehr, dass man sowohl pro-, also auch kontra-Meinungen vertreten darf, oder ? Es geht mir auch nicht darum, das Projekt zu kippen. Ich äußere nur meine Bedenken. Ich persönlich finde die Vorstellung, dass in 10 Jahren vielleicht eine IK durch Sachsen fährt, es dafür aber womöglich nirgens mehr richtigen Plandampf sondern bestensfalls noch mal ein paar Frittenbuden gibt und die meisten Dampfloks abgestellt sind, nicht sonderlich erstrebenswert.

MfG Jan

von Jan Eisold - am 19.01.2006 16:49

Re: Oh doch!

Hallo Joachim,

ich zitiere mal einfach mich selbst in einem älteren Posting:
"Ich denke da in Bezug auf Wagen sofort an die noch vorhandenen Doppelwagen-Kästen in Zittau, die wenigsten noch einen klar erkennbaren Bezug zu der Historie hätten (und die sich auch gut hinter der wiederaufgearbeiteten Vereins-IVK machen würden!)."
Noch Fragen?
Im Ernst: auf eine weitere Diskussion Richtung Radebeul brauchen wir uns nicht einzulassen, und das auch die Wagen in Rittersgrün wieder betriebsfähig gemacht werden können, ist wohl auch klar. Letztendlich bleibt aber alles immer auch ein wenig eine "Frage des Geldes" und die Mittel wollen erstmal erwirtschaftet werden!

Nun halt ich es mit dem "Kaiser": schaun mer mal.

Gruß, Gert.

von Rittersgrüner - am 19.01.2006 16:52

"Werbeträger"

Wenn es um einen Werbeträger für die sächsischen Schmalspurbahnen geht, wieso wird dann eine Lok dafür genommen?
Die einzige Dampflok, die nach meinem wissen weltweit berühmt ist, ist die "Big Boy".Und auf dieses Level kommt die IK doch nie.
Auch wenn man nur auf diesem Kontinent bleibt, müsste man schon auf die Berühmtheit von der 52 kommen.
Auf dieses Niveau könnte vieleicht der wiederaufbau der Stützengrüner Viadukte kommen, wenn genügend damit geworben würde.
Damit könnte sogar die Stahlindustrie noch eine alte Technik üben; denn meistens findet man doch heute nur noch Brücken aus Stahl-Beton oder Stahlbrücken in Designer-Ausführung.

Ich find es trotzdem toll, daß jemand sich "Gedanken" macht die Sächsischen Bahnen zu vermarkten. Vieleicht hätte man hier erst mal diese Diskussion führen sollen und sich dann ein Projekt heraus suchen sollen, welches eine gute Chance hat! So hätte ich es auf jeden fall gemacht.



von S.Rassow - am 19.01.2006 23:44

Oh weh... wie solltest Du auch das Projekt kippen können?

Ich schreibe nicht gern zu solchen Themen, aber ein Eintrag soll die Ausnahme sein: Ihr könnt hier soviel diskutieren wie Ihr wollt - es kommt auf das "Machen" an. Und vielleicht ist es gelegentlich besser, wenn sich manchmal Verantwortliche aus Diskutierklubs heraushalten (oder sogar ignorieren) - nicht nur bei diesem Vorhaben. Wie ist der Wiederaufbau der Frauenkirche anfänglich auch bekämpft worden? Nun greift man in Berlin ein anderes Projekt auf - wofür der Bau einer Diktatur, die zuvor ideologisch-diktatorisch motiviert früheres Kulturgut zerstören ließ, verschwinden muß. Ich weine dem keine Träne nach und werfe einfach mal ein, daß ohne die Champignonzucht in den Kellern des Dresdner Schloßes auch dort ein Aufmarschplatz entstanden wäre. Und ein langer Reigen weiterer Beispiele könnte folgen. Bei manchen Einträgen fällt mir spontan ein Leserbrief unlängst aus der FAZ ein, der sinngemäß (Achtung! "Sarkasmus ein") darüber sinnierte, falls es die Grünen schon nach Kriegsende gegeben hätte, heute in Deutschland zwar die Hamsterpopulation deutlich höher sein würde, wir aber noch immer Trümmerloren schieben täten. (Sarkasmus aus) Warum bloß nur?
Wie bekannt, habe ich zu Einsätzen der I K auf der (alten) WJ ein differenziertes Verhältnis. Aber die Aussicht, dort wirklich mal eine zu erleben, finde ich prima. Auch wenn die 54 nun dort wohl nie gefahren ist.... ;-) Aber mal testen, ob die Berechnungen der alten sächsischen Maschinenleute stimmen (1 Rollfahrzeug ab Schmalztopf) - ha, grins. Werde gern einen kleinen Obulus hierfür spendieren. Die I K ist in der Tat ein Meilenstein der sächsischen Verkehrsgeschichte beim Übergang zur Landeserschließung. Gerade der Kontrast zu den jetzigen oder geplanten Neubauloks zeigt doch hervorragend die Entwicklungsgeschichte. Ob sie sich aus eigener Kraft bewegen muß oder nicht, sei dahingestellt: Aber ersteres ist ungemein reizvoller und wenn man es schon neu macht. Hat einer von Euch beim Nachbau der Saxonia gekräht? Der eine oder andere vielleicht in den Windeln. Schon vor 20 Jahren geisterte die Idee durch einige Köpfe, sollte wohl aus Rückbau einer IV K erfolgen, wenn ich micht richtig erinnere. Und schon damals fand ich solch eine Lok passender vor dem Radebeuler Museumszug als die seinerzeit dort stehende. Damals war der zeitliche Abstand zur No. 12 ja nur die Hälfte, deren Verlust wurde - eben wegen des ideellen Wertes - sehr bedauert.

von awp - am 20.01.2006 07:35

Re: "Werbeträger"

Genau so ist es ja auch gemacht worden, nur eben nicht hier, sondern im VSSB und mit den Leuten, die diesem Projekt weiterhelfen.

von Der Betriebsfremde - am 20.01.2006 11:17

Re: "Werbeträger"

Darf ich mal fragen, wieviele Leute im VSSB sind und wieviele davon dafür gestimmt haben?
Damit auch mal die anderen hier wissen wieviel Leute dahinter stehen.



von S.Rassow - am 20.01.2006 15:31

Das werd' ich dir auf die Nase binden...

Schön, dass es jemanden gibt, der nochmal alle Postings der Projekt-Befürworter zusammenfasst. Neue Argumente waren nämlich nicht dabei. Warum geht eigentlich nicht z.B. mal jemand der pro-IK-Fraktion auf die Kosten-Problematik ein ??

Schade finde ich allerdings, dass du nicht mal den Mut hast, deinen Namen unter dein Posting zu setzen. Ein nichtssagendes Pseudonym, vermutlich extra für diese Diskussion erstellt (...) und dann noch nichtmal eine "Unterschrift". Ein Troll hätte es nicht besser machen können...

MfG Jan

von Jan Eisold - am 20.01.2006 15:51

Re: "Werbeträger"

Hallo,

scheinbar haben wir es hier mit dem "Ich weiß alles und das noch besser" zu tun;
sorry, aber ich bin der Meinung, das diese Diskussion mittlerweile aus dem Ruder läuft.
Warten wir doch einfach mal auf eine Stellungnahme des VSSB (ich gehe fest davon aus, das "die" uns recht lustig finden.

mit einem Augenzwinkern (Smilies find ich (auch) doof), der Rittersgrüner.

von Rittersgrüner - am 20.01.2006 18:13

historische Neubaulok?

Lieber André,

es mag freilich so sein, daß die Gelder für einen Neubau einer Dampflokomotive zusammenkommen mögen. An der Diskussion, ob das ggf. mögliche Spenden aus anderen Projekten abzieht, möchte ich mich hier nicht beteiligen.
Freilich war es immer so, und wird vermutlich auch so bleiben, daß für werbewirksame Großprojekte leichter Finanzmittel zu beschaffen sind, als für etwas alltägliches, z.B. für die Kohlen für den nächsten Betriebstag.

Für gefährlich halte ich allerdings ein solches Projekt in dem Moment, wenn dadurch der Eindruck erweckt wird, daß historische Substanz beliebig ersetzbar wird. Dem Neubau einer Frauenkirche (ich sage bewußt nicht "der") in Dresden ist immerhin heute anzusehen, daß es sich nicht um dasselbe Gebäude handelt, welches im 2. Weltkrieg verlorenging.

Gruß Martin

von Martin Kilb - am 22.01.2006 13:26

Re: awp

Kennst Du nicht awp ? Ist doch eine ganz bekannte Abkürzung. Schließlich gibt es unseren Walter schon so lange. In diesem Sinne - und für die I K, schließlich müßt ihr sie nicht bezahlen.

Rainer-Werner Voßdrescher

von Brauerschleiffer - am 22.01.2006 18:44

Re: awp

Vermutlich kennen die Meisten den renommierten Autor, außer natürlich Herrn Eisold, der das hier mit einem Runterzieh- und Pöbelforum verwechselt, in dem er nach Belieben die Teilnehmer beleidigen und verunglimpfen kann.
Tun wir so, als hätten wir ihn nicht bemerkt!
Schöne Grüße (außer an Herrn Eisold)
Joachim

von Der Betriebsfremde - am 23.01.2006 12:31

Re: historische Neubaulok?

Es wird ja ganz bewußt eine neue Nummer gewählt, um nicht den Eindruck zu erwecken, es werde EINE ganz bestimmte Lok nachgebaut. Es kann ja auch nur ein Neubau nach den alten Plänen sein, der in vielen Punkten abweichen wird und auch muß, denkt nur an die vielen seit damals geänderten Vorschriften!
Bei der Erwähnung des Big Boy ist mir der Gedanke gekommen, dass er jetzt ein "Little Girl" bekommt, der Big Boy... :D :D
Schöne Grüße
Joachim

von Der Betriebsfremde - am 23.01.2006 12:35

Re: awp

Hallo,

wenn ich dich "beleidigt oder verunglimpft" haben sollte, dann entschuldige. Ich habe mich lediglich an dem Ton orientiert, den auch du hier pflegst !

Und ja, ich weiß, wer awp ist (oder sein soll). Trotzdem: Nicht jeder im Forum wird sämtliche Synonyme und Initialien zuordnen können. Auch im Sinne einer halbwegs sachlichen Diskussion wäre es wünschenswert, wenn man wenigstens einmal seinen Namen dazuschreibt.

MfG Jan

von Jan Eisold - am 23.01.2006 13:42

Re: historische Neubaulok?

Das ist eine hervorragende Idee geben wir ihr doch mal den Namen "Little Girl".
Ständig irgend welche Nummern zu hören ist auf dauer ziemlich nervig. Es ist auch wesentlich Werbewirksamer!
Das erinnert mich an die Dampflok-flotte vom herrn Seidensticker. Jede Lok hat einen Namen und der prägt sich so viel schneller ein, als eine Nummer.
Oder was sagt ihr?



von S.Rassow - am 24.01.2006 06:45

Re: Heberleinbremse/Seilzugbremsen

Hallo André,

die ESBO schreibt folgendes dazu:


§ 23
Bremsen

(1) Triebfahrzeuge und andere führende Fahrzeuge müssen eine durchgehende Bremse und eine Feststellbremse (Handbremse, Federspeicherbremse) haben. Bei Kleinlokomotiven genügt eine in der Bremsstellung feststellbare Fußbremse. Die Ausrüstung der sonstigen Fahrzeuge mit Bremsen hat sich nach den örtlichen und betrieblichen Verhältnissen der Bahn zu richten.

(2) Die durchgehende Bremse neu zu bauender Fahrzeuge muß selbsttätig wirken. Eine durchgehende Bremse ist selbsttätig, wenn sie bei jeder unbeabsichtigten Unterbrechung der Bremsleitung wirksam wird.

(3) Die durchgehende Bremse muß vom Stand des Triebfahrzeugführers und über die Notbremseinrichtungen in den Reisezugwagen und Güterzuggepäckwagen betätigt werden können. Die Notbremseinrichtungen müssen so angebracht sein, daß sie von den Reisenden und vom Begleitpersonal leicht gesehen und erreicht werden können; in den Seitengängen, Vorräumen, Wasch- und Aborträumen sind sie nicht erforderlich.

(4) Eine durchgehende nichtselbsttätige Bremse vorhandener Fahrzeuge muß vom Standort des Triebfahrzeugführers betätigt werden können.
...
(6) Kurbeln oder Handräder von Handbremsen müssen beim Drehen im Sinne des Uhrzeigers die Bremsen anziehen.


Da steht nichts über die Art und Weise drin, wie eine Bremse gebaut sein muß.
Vielleicht erfindet je jemand noch etwas revolutionär Neues?

Festgelegt ist nur, was sie tun muß und wer sie wann wie bedienen können muß.

Gruß Martin

von Martin Kilb - am 27.01.2006 00:15

Re: Heberleinbremse/Seilzugbremsen

>> Da steht nichts über die Art und Weise drin, wie eine Bremse gebaut sein muß.
Vielleicht erfindet je jemand noch etwas revolutionär Neues?

Festgelegt ist nur, was sie tun muß und wer sie wann wie bedienen können muß.

von Michael Otto - am 27.01.2006 20:44
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