Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Bimmelbahn-Forum
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Achim E., Jan Eisold, Holger Drosdeck, Nico Kozlik, R. Dietel

Überladerampe für Schmalspurfahrzeuge

Startbeitrag von Achim E. am 10.12.2006 16:18

Hallo,

gab es in Sachsen eigentlich an jedem Übergangsbahnhof Schmalspur-Normalspur eine Überladerampe zum Aufrollen von Schmalspurfahrzeugen auf normalspurige Transportwagen?

Gruß

Achim

Antworten:

Nein.
In Grünstädtel z.B. wurde immer mittels Güterschupen auf Schmalspurwagen umgeladen.

von R. Dietel - am 11.12.2006 07:54

Hm !? Frage falsch interpretiert ?

Hallo,

ich fürchte, Achim meinte was anderes:
"eine Überladerampe zum Aufrollen von Schmalspurfahrzeugen auf normalspurige Transportwagen"
Also keine Rollfahrzeugrampe zum Verladen von Normalspurwagen, sondern eine Fahrverladerampe (= Betriebsmittelüberladerampe).

Diese gab es m.W. auf fast allen Anschlussbahnhöfen mit Ausnahme von Dürrhennersdorf, wenn man jeweils den gesamten Betriebszeitraum betrachtet. Die Rampe in Schönheide Süd wurde nämlich erst 1967 gebaut, als die verbliebene WCd-Linie nicht mehr durchgehend von Wilkau-Haßlau aus befahrbar war. Ebenfalls erst kurz vor der Betriebseinstellung wurde 1972 die Rampe in Nossen errichtet. Alle anderen Anschlussbahnhöfe müssten seit Betriebseröffnung eine Betriebsmittelüberladerampe besessen haben. Von den Döbelner Anschlussbahnhöfen (Gärtitz, Großbauchlitz/Döbeln Nord und Döbeln Hbf) besaß allerdings nur Großbauchlitz eine. Ebenso gab es in Meißen-Triebischtal keine, da das Streckengleis hier einfach nur stumpf endete und sich alle Anlagen für den Übergang zur Normalspur im Bf. Jaspisstraße befanden. An dieser Stelle sei auch auf die dort eingesetzten "speziellen" Schmalspurtransportwagen verwiesen, mit denen man Schmalspurwagen an die Normalspurladestraße des Bf. Meißen-Triebischtal bringen konnte. Diese Fahrzeuge waren im Prinzip Normalspurrollwagen, dienten aber nicht dem Betriebsmittelaustausch mit anderen Strecken oder RAWs und besaßen eine eigene Verladerampe.

Hoffe geholfen zu haben.

MfG Jan

von Jan Eisold - am 11.12.2006 10:10

Ergänzung

Hallo,

für die Thumer Schmalspurbahnen existierte nur in Meinersdorf eine Rampe. Erst nach Schließung der Schönfelder Strecke und der Wilischtalbahn wurden für den Anschlußbetrieb (in Schönfeld-Wiesa und Wilischthal) auch dort wieder Betriebsmittelüberladerampen benötigt. In Wilischthal wurde diese übrigens an Stelle der zweiten Rollwagengrube errichtet.

MfG Nico

von Nico Kozlik - am 11.12.2006 11:07

Danke.

Danke für die Infos.

Achim

von Achim E. - am 11.12.2006 14:24

Re: Ergänzung zur Ergänzung

Hallo,

stimmt nicht ganz. Schönfeld-Wiesa besaß immer eine Betriebsmittelüberladerampe, allerdings war sie von ca. 1940 (oder noch früher ?) bis 1967 außer Betrieb (also nicht gleismäßig angebunden). Wilischtal war dagegen von 1911 bis 1975 ganz ohne Rampe.

MfG Jan
;)

von Jan Eisold - am 11.12.2006 16:44

Re: Ergänzung zur Ergänzung

Wie waren die Rampen beschaffen?
Aufschüttungen oder gemauerte Wände, ähnlich einer Kopframpe?


Achim

von Achim E. - am 11.12.2006 17:24

Wie geht denn das?

Wenn aber die Strecke Wilischthal - Thum im Mai 1972 stillgelegt wurde, die Bm Annaberg-Buchholz noch im selben Jahr das Streckengleis in der Ortslage Thum unterbrach, die Betriebsmittelübergaberampe in Wilischthal aber erst 1975 wieder eingerichtet wurde: Wie wurden denn dann zwischen 1972 und 1975 in Wilischthal die Betriebsmittel des Anschlussbahnbetriebs bei fälligen Hauptuntersuchungen an- und abtransportiert? Oder gab es zwischen 1972 und 1975 gleich mal drei Jahre lang keinerlei Zu- oder Abgänge von Schmalspurfahrzeugen in Wilischthal?

Gruß



von Holger Drosdeck - am 11.12.2006 21:04

Gute Frage

Hallo,

gute Frage, hab ich mir auch gestellt. In dem Buch "Schmalspurbahnen um Thum" von Häupel und Schramm (Verlag Kenning 2002) wird 1975 angegeben. Andererseits brauchte man für den Verkehr zur Papierfabrik ja nur noch die beiden Dieselloks und ein paar Rollfahrzeuge, die man sicherlich vor Ort gewartet hat. Demnach halte ich es schon für möglich, dass man zunächst auf die Rampe verzichten konnte und diese erst nachträglich gebaut hat.

MfG Jan

von Jan Eisold - am 11.12.2006 23:21

Wie waren die Rampen beschaffen?

Wie waren die Rampen beschaffen?
einfache Aufschüttungen oder gemauerte Wände, ähnlich einer Kopframpe als Einfassung?


Achim

von Achim E. - am 13.12.2006 16:59

Re: Wie waren die Rampen beschaffen?

Hallo,

> Wie waren die Rampen beschaffen?
> einfache Aufschüttungen oder gemauerte Wände,
> ähnlich einer Kopframpe als Einfassung?

Soweit mir bekannt, waren die Auffahrten der "originalen" Rampen sowie das Plateau aufgeschüttet. Möglich, dass die Böschungen teilweise noch mit Bruchsteinen abgelegt waren. Die Rampenköpfe dürften aber allesamt aus Beton hergestellt gewesen sein, da diese Stellen ja am meisten belastet wurden.
Zu den Rampen, die erst zu DDR-Zeiten entstanden sind, kann ich leider nichts sagen.

MfG Jan

von Jan Eisold - am 16.12.2006 22:04
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.