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Forum:
L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Sven F., Seb. Naumann, Lutz G., carsten L.E., 1418, stoeffel, Andreas M, FraTo, Jörg L.E., DAvE LE

Presse..S-Bahn "Leipzig-Halle"

Startbeitrag von DAvE LE am 13.01.2006 07:27

moin ..

Ein Jahr nach der Inbetriebnahme der S-Bahn "Leipzig-Halle" fahren täglich 10.000 Fahrgäste mit ihr, Einschließlich die S-Bahn-Shuttle über den Flughafen bekam ebenfalls einen Fahrgastanstieg.

Antworten:

MDR Info vermeldete, daß der Zuwachs an Fahrgästen vor allem auf dem Streckenstück auf Leipziger Stadtgebiet zurückzuführen wäre.
FTB

von FraTo - am 13.01.2006 08:28

Re:Haltepunkt "L-Lützschena"

In den Fahrplanheften der 1990er Jahre tauchte bereits der
Haltepunkt "(Leipzig-)Lützschena" auf. Befand sich dieser
an der gleichen Stelle, wo der Zug jetzt hält? Nur ein paar
Fahrten der RB hielten früher dort. Vielleicht weiß jemand
mehr darüber.

MFG Sven

von Sven F. - am 13.01.2006 12:40

LVZ und ihre Topjournalisten

Interessant ist, daß auf der LVZ-Titelseite im entsprechenden Artikel was von 10 000 S-Bahn-Fahrgästen steht und weiter unten im Artikel muss man lesen, daß auch die Flughafen-Fahrgäste mit in diese Zahl einfließen.Toller Journalismus. :eek:
Und am Ende glauben die Leser das auch noch.



von Jörg L.E. - am 13.01.2006 14:54

Re:Haltepunkt "L-Lützschena"

War das dieses Teil hinter dem ehemaligen BW? Wenn ich mich richtig erinnere Ging es da einen wilden Feldweg lang (durch einen Tunnel zum stadtw. BSTG.) und dann stand man auf dem Bahnsteig. Von der Brücke der neuen B6 müsste man die Kurve der ehemaligen Trasse sehen. Dort in den Büschen. Oder hieß der anders?

Andreas M

von Andreas M - am 13.01.2006 15:23

Re:Haltepunkt "L-Lützschena"

Hallo,

die Reste des ehemaligen Hp. Lützschena befinden sich weiter nordwestlich des jetzigen Haltepunktes. Einfach in Lützschena aussteigen und auf die Brücke der B6 gehen, da dürfte man theoretisch fündig werden. :-)

MfG Sebastian

von Seb. Naumann - am 13.01.2006 15:25

Re: die LVZ und Nahverkehr

Danke für die Infos zu L-Lützschena.

Nochmal zum Thema LVZ:

Wie wir ja bereits in der Vergangenheit lesen mussten, sind die meisten LVZ-Artikel
zum Nahverkehr mit tw. krassen Fehlern bestückt. Einen weiteren habe ich im aktuellen
Artikel über die S-Bahn-Fahrgastzahlen gefunden, in dem geschrieben wird, dass der
Flughafen-Express nur knapp 6 Minuten schneller sei, als die S-Bahn. Entweder die
Redakteure der Zeitung haben noch nie einen Fahrplan gelesen, oder man versucht
mit allen Mitteln die S-Bahn (da sich außer den Haltepunkten rein gar nichts geändert
hat kann man auch ruhig noch RegionalBahn sagen) aufzuwerten.

MFG Sven

von Sven F. - am 13.01.2006 17:23

Re: LVZ und ihre Topjournalisten

Letztendlich ist der FlughafenExpress für Pendler, die
zwischen beiden Hauptbahnhöfen täglich fahren,
viel attraktiver als die S-Bahn. Würde der Express
im 30-Minuten-Takt bis Halle fahren, würden sich sicher
die Zahlen zwischen S-Bahn und Express umdrehen.

@ Jörg: So wird heutzutage eine Nachricht verkauft.
Neben den großen Lettern sollte man halt immer auch
das "Kleingedruckte" lesen.

Im Radio wird die Meldung heute übrigens genauso falsch
übermittelt, wie in der LVZ.

MFG Sven

von Sven F. - am 13.01.2006 17:45

Re: LVZ und ihre Topjournalisten

Hallo,

vor knapp einem Jahr hat man noch einen Flunsch gezogen, als man eingestehen mußte, daß statt der pognostizierten 35 000 Pendler (diese Zahl habe ich gerade in einem Schriftstück des ZVNL aus der Zeit gefunden, als dieser sich gerade konstituierte) gerade mal reichlich 6000 Fahrgäste die hoch gelobte S10 nutzen. Jetzt verkündet man stolz 6100, nachdem mit dem vergangenen Fahrplanwechsel die Anschlüsse zum Flughafen-RE noch ungünstiger geworden sind.
Wahrlich - eine stolze Zahl !

Die reißerische Überschrift ist doch das übliche Mittel, Meinungen zu bilden. Selbst hier in einem Forum für Freunde des Nahverkehrs scheinen Einige nicht über das "Studium" des Titels hinweggekommen zu sein. Was liest eigentlich der Rest der Bevölerung wirklich genau durch?

An @FTB: Die Nutzung der innerstädtischen Haltepunkte hat tatsächlich enorm zugenommen. Wenn z.B. in Lützschena bisher bei fünf Zugpaaren ein Reisender gewartet hat und jetzt sind es öfter schon mal zwei, so ist das eine Zunahme um 100% !!
Im Haltepunkt Slevogtstraße hatte ich sogar schon mal 4 Aussteiger gleichzeitig! War es im Eröffnungsmonat nur ein Einziger, so ist das eine Zunahme um sage und schreibe 400% !! Derartige Zuwachsraten auf der Linie 15, und wir müßten mit XXL im 2,5-min-Takt fahren!

Kurz und knapp: Die Haltepunkte im Stadtgebiet werden genutzt, Gohlis recht gut, Olrichtstraße naja, Slevogtstraße bescheiden, Wahren naja (noch immer weniger wie früher das alte Wahren an der Hochbahn), Lützschena hätte wohl bei einer echten Kosten/Nutzen-Analyse nie gebaut werden dürfen (hier hat wohl eher das Prinzip Hoffnung eine Rolle gespielt), erst Schkeuditz ist wieder stark wie eh und je.

Die Frequenz von Gröbers und Dieskau ist gegenüber dem Stand von etwa 2000 übrigens auch enorm zurückgegangen, hier hat die lange Bauzeit mit ungenügender Bedienung viele Stammkunden vergrault, die nun nicht so leicht zurückzugewinnen sind (das neue Auto muß nun schließlich auch abgefahren werden).

Bei zahlreichen Zügen sind mindestens 80% der Insassen Direktfahrer LeipzigHalle, bei Zügen in den Tagesrandlagen sowie in der Hochphase der HVZ teilweise sogar 90-95%. Das sind irre Zahlen, die sich natürlich auch belegen lassen. Das Gemecker der Reisenden über die "Bummelei" auf der neuen Trasse ist so auch täglich vernehmbar. Würde der RE zeitlich eine echte Alternative darstellen und z.B. im 20-min-Takt zwischen Leipzig und Halle über Flughafen fahren, verblieben der S10 real 1500-2000 Reisende. Ob das aber jemand will?

Einziger Vorteil der S10 (mit teilweise noch immer mißerablen Anschlußbedingungen in Halle) ist die Fahrt vom Bahnsteig 1 - mit unmittelbarer und direkter Anbindung zur Straßembahn, einmal über die Treppe zur Haltestelle unter der Brücke, gleich daneben zur anderen neuen Haltestelle. Eine perfekte großstädtische Schnittstelle, mit der der RE (derzeit Bahnsteig 12) mit seinem langen Weg durch den Tunnel nicht mithalten kann.

Zum alten Haltepunkt Lützschena: Dieser befand sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Haltepunktes, nur eben an der Hochbahn. Es handelte sich um einen Inselbahnsteig mit Treppenabgang zu der gleichen "Straße" (eher ein teilbefestigter Weg) wie die heutigen Seitenbahnsteige. Lützschena hatte einstmals vor allem für Eisenbahner von und zum Dienst Bedeutung, entsprechend hielten die Züge vor allem zu den Schichtwechselzeiten des Vierbrigadeplanes. Da konnten schon mal ein reichliches Dutzend Ein- und Aussteiger pro Zug gezählt werden, alles Beschäftigte des Güterbahnhofes. Mit dem Herunterfahren und später der Schließung des Gbf verlor der Hp seine Bedeutung völlig, die etwa 20 Bewohner der beiden Eisenbahner-Wohnhäuser in der Nähe der Brücke hielten den Hp nicht am Leben. Ich kann mich erinnern, dort mindestens zwei Jahre regelmäßig ohne jeden Fahrgastwechsel gehalten zu haben, bis der Haltepunkt dann endlich ersatzlos wegfiel. Vergleichbar dürfte das Procedere mit der ehemaligen Haltestelle "Autobahn" der Linie 13 gewesen sein, die schließlich auch wegen iher Nichtnutzung geschlossen wurde, obwohl die Wagen dort vor dem eingleisigen Abschnitt ohnehin oft genug warten mußten.

Zurück zur S10: Ein wenig erinnert mich die aktuelle Berichterstattung an das berühmte Pfeifen im Wald: Die Strecke hat einfach gut zu sein. Punktum. Fertig.

MfG
Lutz

von Lutz G. - am 13.01.2006 20:06

Re: LVZ und ihre Topjournalisten

Hallo Lutz!

Alles ist zu toppen! In der ersten Broschüre des SMWA zum Projekt City-Tunnel (die müsste so von 1995 stammen) waren es noch 45 000 Pendler auf der heutigen S10. Den Grund für diesen Höhenflug findest du an der Tramhaltestelle "Stahmelner Allee". Dort verwest doch noch das verblichene Werbeschild, was dem Gewerbegebiet rund um das TÜV-Gebäude sagenhafte 8000 Arbeitsplätze und Wohnungen enmasse verheißt. Damit wäre auch der Hp Lützschena der Bringer. Und das ist nur ein Beispiel....

Wenn davon ausgegangen werden kann, dass durch den CTL in etwa eine Verdreifachung einsetzt, dann sind die runden 18 000 Fahrgäste am Tag doch schon was oder ;-))

Slevogtstraße läuft doch gar nicht so schlecht, da sind doch am Tag (alle 7 Tage gemittelt!) rund 380 Leute am ein- und aussteigen, Lützschena müsste so auf knapp über 100 kommen.

Was sonst noch alles zu tun ist, um den spärlichen Eisenbahnverkehr in und um Leipzig auf die Sprünge zu helfen würde hier sicher den Rahmen sprengen

Gruß
Carsten

von carsten L.E. - am 13.01.2006 22:58

Re: LVZ und ihre Topjournalisten

Hallo,

in Lützschena habe ich aber auch schon zweimal das 8. Weltwunder bzw. den St. Nimmerleinstag erlebt, dass vier Reisende zustiegen und dreimal sind auch drei Reisende ausgestiegen!!! :D

MfG Sebastian

von Seb. Naumann - am 14.01.2006 20:15

Re: LVZ und ihre Topjournalisten

Hallo @Carsten,

hoffen wir alle gemeinsam, daß die nun einmal so wie gebaut vorhandene Trasse tatsächlich Folgeinvestitionen auf den zahlreichen Brachflächen längs der Gleise nach sich zieht - und nicht nur solche, die zwar LKW-Verkehr, aber kaum Personenverkehr nach sich ziehen ...

Zitat

In der ersten Broschüre des SMWA zum Projekt City-Tunnel (die müsste so von 1995 stammen) waren es noch 45 000 Pendler auf der heutigen S10.


Stimmt! Ich habe mir auch noch mal älteres Material gezogen und mir die Texte auf der Zunge zergehen lassen. Da wird tatsächlich eindeutig von P e n d l e r n gesprochen und nicht von Fahrten. Pendler fahren zumindest einmal pro Werktag hin - und auch wieder zurück. Das sind zwei Fahrten! Macht mitnichten 90 000 Fahrten pro Tag - allein von den Pendlern!!
Die heutigen Zahlen sind aber F a h r t e n - also Reisen nur in eine Richtung. Auch hier vermischen die Medien und Zahlenjongleure geschickt Zahlen und Fakten, damit alles nicht gar so popelig klingt.

Es ist sagenhaft, aus was man alles eine Erfolgsmeldung zaubern kann!
Akra kadabra - in diesem Sinne mit den besten Grüßen
Lutz

von Lutz G. - am 14.01.2006 21:51

Re: LVZ und ihre Topjournalisten

Hallo...
wenn ich direkt von L nach HAL bzw Gegenrichtung fahren müßte und bei der Auswahl 5 Minuten Fahrzeitunterschied keine Rolle spielen würden, ich würde die S10 wählen.Schon wegen des Wagenparks... Die in den frühen 90er Jahren modernisierten Altbau-DoSto's sind mittlerweile im Innenraum so stark verschlissen, daß man sie nicht mehr in einem Zusammenhang mit dem Begriff "Attraktiver Nahverkehr" nennen sollte...
MfG Uwe

von 1418 - am 29.01.2006 02:12

Re: LVZ und ihre Topjournalisten

Zitat

Vergleichbar dürfte das Procedere mit der ehemaligen Haltestelle "Autobahn" der Linie 13 gewesen sein, die schließlich auch wegen iher Nichtnutzung geschlossen wurde, obwohl die Wagen dort vor dem eingleisigen Abschnitt ohnehin oft genug warten mußten

Die Haltestelle wurde gern von den Bewohnern von Portiz (Krätzbergsiedlung) genutzt. Vom Ende der Krätzbergstraße gibt es einen Weg der, der direkt in die Torgauerstraße mündet. Leider ist aber beim Ausbau der Bahnstrecke der Bahnübergang ersatzlos entfallen, so das die Portitzer nun die umständliche Fahrt mit der 82 machen müssen. Im LVZ-Stadtplan kann man die Verbindung noch gut erkennen. Da ich immer mal von Heiterblick in die Krätzbergsiedlung laufe, ärgert mich die Sache schon. Manchmal nutze ich die Verbindung doch noch, was aber nur bei trockenen Wetter möglich ist. Es ist schon interessant, wie mit Ausbau der Verkehrssystem die Wege der schwächsten Verkehrsteilnehmer einfach so entfallen. Erinnert sei z.B. auch an die Verbindung von der Wodanstraße zum Portizer Winkel, die bereits 1936 beim Autobahnbau einfach gekappt wurde.

von stoeffel - am 29.01.2006 10:50
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