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L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
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vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
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Michael H23, carsten L.E., vj0005, Martin Böttcher, 810 600-7, Angela Merkel, Andreas M, Heiko Lehmann, Tony L., xiphos84, DAvE LE, MichaDD

Presse..Kritiken von Schützer an LVB

Startbeitrag von DAvE LE am 16.01.2006 14:48

Hi ..

Der neue Nahverkehrsplan trifft die LVB GmbH härter als erwartet, nach CDU-Angaben kritisieren jetzt auch Umwelt- und Denkmalschützer das stadteigene Unternehmen und fordern zusätzlich Auflagen für die LVB in den Plan aufzunehmen.

Ihre Beschwerden gehen besonders an den alten Tatrawagen, die die LVB noch bis 2015 rollen lassen wollen, diese seien Schuld daran, das die „Grenzwerte der Lärmschutzverordnung fast flächendeckend über-stritten ist, so die Ökolöwen. Außerdem würden die Erschütterungen dieser Bahnen zu „Gebäudeschäden sowie Wohnwertverminderungen“ führen und sich als „Investitionshindernis“ erweisen, da gegen Erschütterungen kaum bauliche Schutzmaßnahmen möglich seien, die Ökolöwen fordern deshalb einen Strategiewechsel bei den LVB.
In dem Papier von Haus und Grund ist der Tenor ähnlich, der Verein macht die Tatras mitverantwortlich dafür, das in Leipzig ganze Straßenzüge mittlerweile entvölkert sind und für die betroffenen Vermieter keine Aussicht auf eine Weitervermietung besteht. Deswegen müsste der Einsatz moderner und leisen Straßenbahnen sowie der Bau von geräuscharmer Gleistrassen in besonderen Problemgebieten Vorrang erhalten.
Wie die Modernisierung des Fuhrpark finanziert werden könnte, skizziert das Stadtforum, deren Mitglieder vor allem Architekten und Stadtplaner besteht. Sie stellen den vorgesehenen Ausbau stark frequentierter Strecken zu Stadtbahnen auszubauen. Statt des durchgängigen Stadtbahnausbaus ausgewählter Linien empfiehlt das Forum, die wichtigsten Tram-Haltestellen auf Stadtbahn-Standard zu bringen.
Um entvölkerte Viertel wieder attraktiver zu machen, fordert das Stadtforum, die Wanderungsbewegungen innerhalb Leipzigs stärker zu berücksichtigen. Grünau sei angeblich mit vier Tramlinien- und einer S-Bahn-Linie überversorgt: die Linie 2 sollte besser schon an den Meyerschen Häusern oder am Ratzelbogen (Grünau-Süd) enden, die Linie 8 in der Demmeringstraße oder in Grünau-Nord, die die SL8 könnten durch den Lückenschluss vom S-Bf. Plagwitz zum Bushof Lindenau über die Karl-Heine-Straße geführt werden sowie die Linie 9 künftig bis zum S-Bf. Klemmstraße.

weiteres unter [www.lvz-online.de]

Antworten:

Hallo erst mal!

Ihre Beschwerden gehen besonder an den alten Tatrawagen, die die LVB noch bis 2015 rollen lassen wollen. Außerdem würden die Erschütterungen dieser Bahnen zu "Gebäudeschäden sowie Wohnwertverminderungen" führen und sich als "Investitionshindernis" erwiesen, da gegen Erschüterungen kaum bauliche Schutzmaßnahmen möglich seien, die Ökolöwen forden deshalb einen Strategiewechsel bei den LVB.

Was für ein Schwachsin! In Großzschocher im Bereich Dieskau, Hutten und Pfeilstraße kann ich keine Gebäudeschäden sowie Wohnwertverminderungen erkennen die Wohnungen sind alle Belegt.

Und wer in Grünau Wohnt, der weis wie voll die Bahnen sind im Berufsverkehr. Im Tagesverkehr kann ich dem Vorschlag aus der LVZ verstehen. Die 2 und die 8 könnte man über den Vormittag bis zum Berufsverkehr eingekürzt werden. Da sie zum größten Teil Leer hinter den Linie 15 und 1 herfahren.

Kommen wir zur Linie 9:

Die Linie 9 künftig bis zum S-Bf. Klemmstraße fahren lassen. :confused:
Markkleeberg West ohne eine Straßenbahn kann ich mir nicht Vorstellen! :angry:

Kommen wir nochmal zu den Ökolöwen. Macht doch der LVB einen Vorschlag alle Strecken die noch mit einem Tatra gefahren werden doch bis 2015 einzustellen. :rp:

Last die Tatras noch bis 2015 rollen, den bis gestern haben die Wagen doch auch keinen gestört.

So das musste mal Raus!

Schönen Gruß noch
Heiko

von Heiko Lehmann - am 16.01.2006 16:23
Hallo!

Vorallem sind die Vorschläge mit den Einkürzungen in Grünau völlig schwachsinnig. Denn gerade da steht kein einziges Haus um die Gleistrassen. Denn soweit hat man schon damals gedacht - man hat genügend Platz für die Vekehrswege gelassen.

Und das manche "Ökolöwen" manchmal nicht so weit denken können, und auch ihr Horizont teilweise nicht so weit reicht, wie bei normalen "Löwen" (die Leipziger Bevölkerung :D ), haben sie ja schon des öfteren bewiesen. Mit Öko hat das m.W. auch nichts zu tun, also sollten sie besser dabei bleiben, Gemüseläden zu verklagen, und irgendwelche Ameisen zu schützen.

MfG

von vj0005 - am 16.01.2006 16:50
Hallo

Die Ökolöwen denken auch nicht mit. Da sollen die doch mal das Geld bereitstellen. Die paar Millionen haben die auch noch übrig.
Gebäudeschäden gibt es durch die LVB nicht viele und wenn dann entstehen diese nur an Abrisshäusern. Außerdem kommt der meiste Lärm durch die GVP, welche Schritt für Schritt wieder ausgebaut werden.

@Heiko
Mit der Huttenstraße geb ich dir recht. Bis auf das eine Haus Pfeilstraße/Huttenstraße sind dort alle Häser in einem Top-Zustand und auch bewohnt. Obwohl dort noch GVP liegen und alle 5 min ne Bahn durchrattert.

MfG Tony

von Tony L. - am 16.01.2006 17:52
Hi,
also das ist mal wieder toll, irgend wie scheinen die Ökolöwen auch nicht mehr zuwissen für was sie eigentlich sind, jetzt sind die Umeltschützer auch gegen die Straßenbahn, toll, na dann würd ich vorschlagen stellen wir alle Bahnlienen und auch alle Busse (die schaden uns ja mit ihren bösen bösen Feinstaub) ein, sperren die Stadt auch komplett für Autos und fahren dann alle mit den Fahrrad, aber das auch nur auf bessonderen Strecken man könnte ja mit sein Rad ein paar Gräser umfahren. :cheers:
Nein aber mal im ernst die Vorschläge sind doch total blödsinnig, wie Vincent schon sagt, Grünau ist da am allerwenigsten betroffen, da steht kein einziges Haus an der Gleis Trasse, und die 8 bis Demmeringstrasse einkürzen, ist auch so eine Sinnlose Idee sollen die Herrschaften mal bitte Frühs mit der 8 ab Kiever Strassen mitfahren (besonders Kuschlich wirds wenn nur ein TZ kommt ) :rolleyes: Und sonst ist die 8 eigentlich auch ganz gut gefülht. Der einzige Sinnvolle vorschlag ist die Verbindung zwischen S-Bf. Plagwitz zum Bushof Lindenau und dann könnte die 14 bis Demmeringstrasse (bzw. Grünau- Nord) fahren, und die 8 über die Karl-Heine-Straße?!, natoll und wie komm ich dann vom Lindenauer Markt,Angerbrücke, Waldplatz zum Leuschner Platz???
Also liebes Bürger Forum bitte noch mal nachdenken.
Gruß Christian

von xiphos84 - am 16.01.2006 18:56
Sind den die Tatras wirklich so viel lauter und rumpliger?
Ein NGT 8 mit Flachstelle kann die Teile durchaus toppen. Mal sehen was mit den NGT 12 ist wenn die ersten Teile etwas lockerer geworden sind.

M. E. hängt da vieles mit den Gleisen bzw. dem Unterbau zusammen. Die LVB wollten mit dem Umbau zu Stadtbahntrassen eigentlich schon weiter sein. Vielleicht sollte man die CDU an eingekürzte Zuschüsse erinnern. Allerdings für jeden Tatra TW oder BW rechnerich einen 3/4 Leo zu denken bringt ne Menge Arbeitsplätze.

Andreas

von Andreas M - am 16.01.2006 19:07
Hallo,

also ich bin ja richtig froh, das uns sowas noch nicht erwischt hat. Jetzt sind so gar schon die Öko´s gegen Straßenbahnen. Also wenn ich mal von den Dresdner Tatrawagen ausgehe, kann ich nicht feststellen, dass die wesentlich lauter sind als der IV. Und Erschütterungen(?) - bitte was ist das für ein fadenscheiniges Argument.

Ich will ja nischt sagen, aber für mich klingt das nach einem Gefallen an die Vermieter an den Benannten Orten. Wer weis wer da, für welche Aussage was bekommt.

Da kann ich nur an die Lpz-Fraktion appelieren, dass man sich nicht unterbutternm lässt.

Oder die LVB machen ernst, und stellen einen Tag lang alle Tatras ab. Mal sehen wie die Ökos dann vorrankommen.

Kopfschüttelnde und mitfühlende Grüße aus Dresden.

Micha

von MichaDD - am 16.01.2006 19:23
Hallo!

Also das mit den Leolinern wird den Ökolöwchen auch nicht so gut gefallen. Denn das ist, um es mal ganz böse zu sagen, eine Mischung aus 2/3 Tatra und 1/3 NB4, vergleichbar mit einem N-TGZ. Zwar kann es sein, dass sie länger ruhig laufen als die NB4, aber irgendwann verschleißen auch die Besten Bahnen...

MfG

von vj0005 - am 16.01.2006 20:20

Oweh!

Ich hätte nich geglaubt, dass so viele hier noch undifferenzierte denken und vor allem auch schreiben als die LVZ. Dass unsere verspringertes Ortspossenblatt nicht alles auf die Reihe bekommt ist inzwischen klar, aber das hier derart ohne genaue Kenntnis der Stellungnahme losgedröhnt wird....!

Hat sich von euch mal jemand den Entwurf zum Nahverkehrsplan angesehen? (Den Link findet ihr hier im Beitrag von B.Eggers am 9.11.2005)

Dass dazu verschiedene Interessensgruppen verschiedene Meinungen haben, kann doch nicht so schwer zu verstehen sein. Und nicht jede Meinung wird durch die Postille korrekt wieder gegeben. Meistens entstehen aus Verkürzungen die Sinnentstellungen aus dem Zusammenhang gerissener Satzfetzen. Glaubt ihr das alles etwa? Ich hoffe doch nicht!

Kritik gibt es an allem zu üben, überall stecken Verbesserungspotenziale drin; Das Bessere ist der Feind des Guten, so sagte es der Bundesverkehrsminister stets in seinen Sprechstunden. Fällt euch denn keine Kritik ein? Habt ihr schon mal verglichen, wie laut ein NGT8 und ein T4D und ein T4D-M in der neuen Eisenbahnstraße sind? Wisst ihr über Feinstaub wirklich Bescheid? Kennt ihr die neue EU-Richtlinie, dass ab 2006 auch Lärmgrenzen einklagbar sind? Wisst ihr, was der Betrieb einer Linie kostet?

Leute Leute...manchmal sollte man nicht so schnell und gehässig drauflostippen, sondern erst mal hinter die Kulissen schauen.

Apropos hinter die Kulissen: Morgen um 15 Uhr ist nochmal Baustellenführung ;-)

von carsten L.E. - am 16.01.2006 21:58
Erschütterungen stellen für Gebäude auf Dauer sehr wohl eine Gefahr dar (Ermüdung)! Gerade, wenn es um historisch wertvolle Gebäude geht, ist das eine nicht zu ignorierende Gefahr! Und daß eine über eine Weiche oder nicht besonders gut erhaltene Gleise rumpelnde Straßenbahn ganz schöne Erschütterungen und eine enorme Lärmbelästigung verursachen kann, ist nicht von der Hand zu weisen! Von Straßenbahnen mit "Flachstellen" an den Radreifen wollen wir da mal noch gar nicht sprechen!

Mal eine Frage in die Runde: Immer, wenn ich in Halle bin, habe ich den Eindruck, daß die Straßenbahnen dort erheblich leiser rollen als in Leipzig. Woran liegt das? Die Leipziger Bahnen scheinen mir im direkten Vergleich echte "Krachmacher" zu sein... :confused:

P. S.: Auch mir erscheint es allerdings fragwürdig, den Lärm nun hauptsächlich auf alte Tatra-Bahnen zu schieben. Viele der neuen Bahnen sind auch nicht viel leiser...

von Michael H23 - am 16.01.2006 22:22

Dresden

Hallo,

also die leisesten Fahrzeuge in Dresden sind gefühlsmäßig die NGT8. Die ruckeln und rumpeln nicht so um die Kurven wie ein NGT6 aber auch nicht so schwer wie ein XXL.
Die XXL sind zumindest auf Steigungsstrecken dem Geräusch der T4D im Hinblick auf Lautstärke und Art sehr ähnlich, ich bin schon öfters diesem Irrtum aufgesessen.
Und auf schlechten Gleisen sind die XXL sehr sehr laut, da sie auch eine gehörige Masse haben.

Also man vergleicht da auch Äpfel und Birnen miteinander, es kommt auch aufs Gleis drauf an: In Leipzig in der Portitzer Allee dröhnt der T6 wie eine startende Tupolew, auf dem Bahnhofsvorplatz höre ich fast gar nichts davon. Und der unmodernisierte T4D ist besonders durch das enorm laute Bremsen verschrien, jedoch auch durch das "Klack" was in engen Straßen wirklich stören kann.
Also ich kann die Leipziger Straßenbahn nicht als besonders laut empfinden, an hat wirklich gute Arbeit gemacht. Dennoch sind Strabgeräusche doch angenehmer, als etwa PKW und LKW, oder?

PS: In Schwerin gab es nach der Modernisierung der T3 wirklich steigende Grundstückswerte!

Viele Grüße nach Leipzig
Martin

von 810 600-7 - am 16.01.2006 22:36

Lärm in Prag

Moin.

Wer von euch schonmal in Prag war, dem wird sicherlich aufgefallen sein, dass die Tatras dort wesentlich leiser durch die engen Gassen rasen. Woran wird das wohl liegen? Und wieso machen die Düwags z.B. in Mannheim keinen Lärm, sondern gleiten durch die Strassen?

Fragend grüsst das Angie... eine Frau geht seinen Weg.

von Angela Merkel - am 17.01.2006 08:26

Lärm in Leipzig ist hausgemacht

Michael H23 schrieb:

Zitat

Die Leipziger
Bahnen scheinen mir im direkten Vergleich echte "Krachmacher"
zu sein... :confused:

Ist mir auch aufgefallen, wobei es verschiedene Fahrzeugtypen betrifft und nicht jedes Fahrzeug eines Typs gleichermaßen betroffen ist. Eine meiner Hörtest-Kurven ist der Bereich zwischen der Haltestelle Goerdelerring und der Hauptfeuerwache (Linie 1 u.a. landwärts). Manche Fahrzeuge machen dort einen Lärm, den ich sonst in keiner anderen Stadt erlebt habe. Es betrifft aber auch andere Stellen im Netz.

Es wird vermutet, dass das Problem aus dem Konkurrenzverhalten einiger LVB-Tochterfirmen entstanden ist, die jede für sich versucht haben, ihre eigenen Instandhaltungskosten (Rad bzw. Schiene) zu senken, ohne eine bestmögliche Lösung für das Gesamtsystem anzustreben. Prinzipiell ist es doch sinnvoll, jenes Teil instandzuhalten, das man regelmäßig in der Werkstatt hat. Wenn man dieses Teil nun aber - um seine eigenen Kosten zu senken - stabiler macht, wirkt sich der Verschleiß am jeweils anderen aus. Ein zu hartes Rad beschädigt die Schiene, eine kaputte Schiene sorgt aber im Gegenzug wieder für ein kaputtes Rad und so geht das hin und her. Vor allem, wenn dann noch härterer Stahl für die Schienen verwendet wird. Durch dieses Problem soll es nun in Leipzig ein buntes Durcheinander aus unterschiedlich robusten Radreifen und unterschiedlich harten Schienen geben. Wenn dem tatsächlich so ist, braucht man sich über die Rumpelei nun wirklich nicht wundern.

Martin.

von Martin Böttcher - am 17.01.2006 08:58

Re: Lärm in Prag und anderswo

Na Herr Bundeskanzler ;-))

In Prag rollen die Tatras deswegen so leise, weil (in Deutschland) wegen des Beiwagenbetriebes ein anderes Getriebe eingebaut ist. Der "Hauptlärm", wenn man das mal so sagen kann, entsteht durch die Getriebegeräusche. Das ist auch der Pluspunkt der Neuen Bahnen, die "wimmern" nicht so.

von carsten L.E. - am 17.01.2006 19:41
Zitat

Der "Hauptlärm", wenn man das mal so sagen kann, entsteht durch die Getriebegeräusche.

Das kann ich so nicht ganz nachvollziehen!

Der mit Abstand größte Lärm (im Vergleich zu einigen anderen Städten) entsteht in Leipzig durch das Rumpeln der Straßenbahnen. Martin Böttchers Beitrag scheint ja eine Erklärung für dieses Phänomen zu liefern...

von Michael H23 - am 18.01.2006 09:02
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