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L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
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Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
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André Loh-Kliesch, Ronny Kraus, sfn, TLpz, DAvE LE, ELchi, Andreas W., Martin Böttcher, vj0005, Dase, ... und 6 weitere

Weichen sind für'n Königsplatz gestellt (mB)

Startbeitrag von DAvE LE am 18.02.2006 16:06

Hi ..

die Weichen sind für den Wilhelm-Leuschner-Platz, Richtung Augustusplatz und Bayrischen Bahnhof gestellt, sie müssen nur noch verkabelt und betoniert werden, auch für den neuen Haltestellenbereich sieht es gut aus



weitere Bilder von "BM Jahnallee" und "BM Wilhelm-Leuschner-Platz" auf www.BimmelBus-LE.de.vu

Antworten:

Wo ist denn bitte der "Königsplatz"?

Wilhelm Leuschner war nicht mal Reichskanzler...

von vj0005 - am 18.02.2006 16:22
Vincent Ertel schrieb:

Zitat

Wo ist denn bitte der "Königsplatz"?
Wilhelm Leuschner war nicht mal Reichskanzler...

Der heutige Wilhelm-Leuschner-Platz hieß von 1839 bis 1945 Königsplatz. Ich vermute, dass Dave darauf anspielt.

Hab gerade beim Googlen eine interessante Seite entdeckt:
[www.uni-leipzig.de]
Dort gibt's auch eine Unterseite zum Königsplatz.

Gruß
Martin

von Martin Böttcher - am 18.02.2006 16:30
Hallo ..

@Vincent
Wo ist denn bitte der "Königsplatz"?
wie schon Martin sagte, natürlich hätte ich auch Wilhelm-Leuschner-Platz genommen, aber ich wollte das Thema nicht zu lang machen, ob Leuschner-Pl. oder WLP .. halt Königsplatz :rolleyes:



von DAvE LE - am 18.02.2006 16:36
Die Bezeichnung "Königsplatz" finde auch ich besser.Ist einfacher zu merken als "Wilhelm-Leuschner-Platz". Ist genauso wie mit dem "Wilhelm-Liebknecht-Platz".Für mich wird es immer der "Yorckplatz" oder der"Erich-Weinert-Platz" sein.Manche Umbenennungen nach dem Krieg hätte man wieder rückgängig machen können.



von Jörg L.E. - am 18.02.2006 17:38
@Jörg, wir haben in Sachsen keinen König mehr, oder? Die Zugezogenen haben es schwer, wenn wir komplett alte Bezeichnungen verwenden. Weißt Du noch, welche Straße Ring hieß? Kleiner Tip: In der Nähe war die alte Würzburger Str. ...

Nennt man den Platz am Finanzamt (denn Pfandleihe ist aus der Mode gekommen) wieder Yorckplatz, müßte die Kurt-Schumacher-Str. auch Blücherstraße heißen. Was nicht geht, weil es die jetzt in Möckern gibt, eine Yorckstraße übrigens auch.

von waldkauz - am 19.02.2006 06:27

Weichen stellen sich doch besser Richtung Zukunft!

Dann gleich noch einen Hinweis an alle "Feinst-Geister": Die Haltestelle Wilhlem-Leuschner-Platz liegt ja eigentlich auf dem Roßplatz, denn so heißt der Straßenzug des Promenadenrings zwischen Peterssteinweg und Augustusplatz. Und dieser Roßplatz wird auch mit "ß" geschrieben, weil Eigennamen nicht an Rechtschreibveränderungen angepasst werden.

Aber mal im Ernst: Es ist reichlich albern, Leser, Leipziger und Interessierte mit historischen Bezeichnungen zu verwirren. Dafür gibt es doch eine Chronik (jetzt nicht um zu verwirren, sondern zur Information über alte Namensgebungen). Außerdem lohnt sich ein Blick in das Namensbuch der Leipziger Straßen!

von carsten L.E. - am 19.02.2006 12:12
Dummerweise ist die dort verwendete Bezeichnung "Leuschnerplatz" nun wirklich völlig falsch, weil offen bleibt, ob Wilhelm Leuschner oder Bruno Leuschner gemeint sind (als DDR-Benennung wäre Bruno Leuschner übrigens wahrscheinlicher; aber es ist ausgerechnet Wilhelm!). Die LVZ macht aber auch öfters solchen Unsinn und schreibt "Schumannstraße", wenn sie die Georg-Schumann-Straßen meint - dabei gibt wes auch noch eine Robert-Schumann-Straße...

von André Loh-Kliesch - am 20.02.2006 08:30
Also ich weiß nicht, wo nur Leuschner-Platz steht, offiziell heißt er Wilhelm-Leuschner-Platz. Nach Bruno Leuschner war mal eine Straße benannt, aber die ist umbenannt worden, sodass selbst die Kurzbezeichnung Leuschnerplatz zu keinen Missverständnissen führen dürfte.
Generell bin ich auch dafür, die aktuellen Bezeichnungen zu benutzen, wer kennt denn schon einen Königsplatz außer einigen, die sich ausführlicher mit Leipzigs Geschichte beschäftigen. Und einen Königsplatz brauchen wir doch eigentlich auch nicht, oder? Immerhin haben wir schon den Augustus.



von Andreas W. - am 20.02.2006 20:19
Also wenn ich mich nicht ganz irre, stand damals als die Interims-Haltestelle vorm Neuen Ratuhaus errichtet wurde, auch immer Königsplatz geschrieben. Hab mal rumgefragt und bekam zu hören das der kleine Platz gegenüber vom Rathaus Königplatz heisst, hat wohl was mit den Markthallen zu tun die sich da wohl unterirdisch befinden oder befunden haben. Also Roßplatz, W.-Leuschner-Platz-Königsplatz.

von ELchi - am 20.02.2006 22:23

KönigsRoßLeuschner

Ich will diese Diskussion nicht endlos betreiben, aber noch mal zur Information: Zum Roßplatz hat Carsten LE schon richtig geschrieben, wie es sich verhält, dass z.B. die Haltestelle eigentlich Roßplatz heißen müsste ...
Der Königsplatz wurde gleich nach dem Krieg in Wilhelm-Leuschner-Platz umbenannt (Sozialdemokrat, Kontakte zum Kreisauer Kreis - Attentat auf Hitler 20.Juli 1944).
Der Platz befindet sich quasi zwischen der Kreuzung (Ring/Peterssteinweg) und heutiger Stadtbibliothek.
Die Interimshaltestelle vor dem Neuen Rathaus wollten die LVB ursprünglich Obstmarkt nennen (nicht Königsplatz!), in Anlehnung an eine frühere Bezeichnung dieses heutigen Abschnittes des Martin-Luther-Ringes.
Da aber zu viele Leipziger mit der Bezeichnung Obstmarkt nichts anfangen konnten, hat die LVB darauf verzichtet und sie zur Vereinfachung Wilhelm-Leuschner-Platz genannt.
Ich hoffe, etwas mehr Klarheit gebracht zu haben.



von Andreas W. - am 20.02.2006 23:27

Re: KönigsRoßLeuschner

Asche auf mein Haupt.. stimmt Obstmarkt war es.. ich nehm alles zurück und behaupte das Gegenteil... ;) :cheers: :drink:

von ELchi - am 21.02.2006 01:42

Re: KönigsRoßLeuschner

Zitat

dass z.B. die Haltestelle eigentlich Roßplatz heißen müsste ...

Und die Haltestellen Einertstraße, Torgauer Platz und Geißlerstraße allesamt Eisenbahnstraße?

Wenn an dieser Haltestelle der WLP »einmündet«, ist der Haltestellenname WLP doch richtig. Zudem braucht man jetzt auch keinen anderen Namen für die Haltestelle, an der der Roßplatz mündet. :)



von Sascha Claus - am 21.02.2006 11:28

Falsche Namen

Die Falschbenennung von Haltestellen hat bei den LVB eine gewisse Tradition. Das prominenteste Beispiel ist sicher derzeit die von der LVB sogenannte Haltestelle "Paunsdorf-Nord" die ja eigentlich in Heiterblick liegt. Man wird vielleicht einwänden, dass die wenigen Meter die Bezeichnung rechtfertigen. Merken wir uns also die Regel: Wenn eine Haltestelle wenige Meter hinter einer Stadtteilgrenze liegt, so wird sie nach dem davor liegenden Stadtteil benannt. Wir werden diese Regel im folgendem überprüfen.
Der Bereich der von der Autobahn im Nordosten, von der Bebauungsgrenze Sommerfelds südlich der B6 und der Permoserstraße ab Kreuzung Paunsdorfer Allee im Süden, der Waldkante des Paunsdorfer Wäldchens und der Dachsstraße im Westen begrenzt ist, kam zusammen mit der Fläche zwischen Autobahn, Torgauerstraße, nördöstlich der jetzigen Portitzer Allee und Heiterblick im Zuge einer Eingemeindung in Zusammenhang mit dem Bau des Wohngebietes Paunsdorf zu Leipzig und wurde dem Stadtteil Heiterblick zugeschlagen. Dieser war zu diesem Zeitpunkt recht klein. Das ehemalige Vorwerk "Zum heiteren Blick" lag etwas nördlich der jetzigen Essotankstelle an der Torgauerstraße, wo sich später die Propangastankstelle befand. Interessanterweise befindet sich nun wieder die Hauptwerkstatt der LVB, entgegen der landläufigen Meinung nicht in Heiterblick, sondern eindeutig schon in Thekla. In einigen historischen Quellen taucht der Name Hauptwerkstadt Thekla auch tatsächlich auf.
Verfolgen wird nun aber die Strecke nach Sommerfeld weiter. Bei der nächsten Haltestelle, der Hermelinstraße gibt es nicht einzuwenden. Aber dann wird es interessant. Die auch unter dem Namen "Erdbeerfeld" bekannte Haltestelle "Falkenstraße" ist sicher schon deswegen ein Novum im Netz der LVB, da es die dazugehörige Straße überhaupt nicht gibt. Ein etwas älterer Stadtplan, aus der Zeit der Jahrhundertwende zeigt dort ein Wohngebiet, mit den Straßen, wie "Bussardstraße, Spechtstraße, Falkenplatz usw.", was bis heute nicht gebaut wurde aber im Step als Wohngebiet mit Entwicklungspriorität immer noch enthalten ist. Auf der gegenüberliegenden Seite, wurde in der 80ziger Jahren einmal eine von 2 Seiten einzufahrende Endstelle der Straßenbahn untersucht.
Nun aber weiter: Die nächste Haltestelle heißt jetzt "Permoserstraße/Paunsdorfer Allee". Vor einiger Zeit wurde diese Haltestelle mit dem "Gewerbegebiet Lehdenweg" bezeichnet. Oder war es die nächste? Falsch war es auf jeden Fall, denn der Lehdenweg verläuft ab der Kreuzung Hohenticheln / Permoserstraße etwas südlich der jetzigen Permoserstraße. Ab der Kreuzung mit der Heiterblickallee, die anfangs noch den Namen "Sammelstraße" trug, ist er noch vorhanden. Ab dem Abzweig Kaulbachweg führte der Lehdenweg nach Norden Richtung Paunsdorfer Wäldchen, dieser Teil heißt heute "Zum Wäldchen". Ab dem Abzweig führte ein weiterer Weg in Richtung Osten nach Sommerfeld. Dieser hatte jedoch keinen Namen und mündete in den Sommerfelder Triftweg.
Mit anderen Worten, der Lehdenweg hat nichts mit einer den beiden Haltestellen zu tun.
Nun kommen wird aber zur Endstelle Sommerfeld.
Sommerfeld?
Nein, das ist schon wieder falsch: Die Schleife liegt eindeutig auf Paunsdorfer Flur. Selbst wenn die Schleife auf der diagonal anderen Seite der Kreuzung zwischen der Riesaerstraße und der Paunsdorfer Allee (also tatsächlich in Sommerfeld) liegen würde, müsste die Endstelle nach der oben aufgeführten Regel ja immer "noch Paunsdorf-Ost" heißen!
Werden wir aber auch woanders fündig? Spontan fällt mir da die Endstelle Meusdorf ein. Unmittelbar vor der Schleife kreuzt die Parkstraße die Straßenbahntrasse. Und gleich hinter den Gleisen steht ein Schild "Holzhausen". Vermutlich liegt die Ankunftshaltestelle tatsächlich noch in Meusdorf, die Schleife aber selbst in Holzhausen.
Fazit: Sicher ist eine Einzelfallprüfung notwendig. In Meusdorf ist die Bezeichnung sicher gerechtfertigt, da ja die Schleife beim Streckenbau auch noch nicht vorhanden war. Anderseits machen die korrekten Bezeichnungen schon Sinn, auch um den Einwohnern das richtige Identitätsgefühl für ihre Heimat zu vermitteln. Ich habe nun schon seit über 10 Jahren in Heiterblick, habe aber fast 7 Jahre lang geglaubt in Paunsdorf zu wohnen. Ich habe sogar bei Versandhäusern usw. meine vermeintlich falsche Adresse korrigieren lassen. Und das alles nur wegen der falschen Haltenstellenbezeichnung, verbunden mit der Tatsache, dass es schon recht ungewöhnlich war, das 2 Teile von Heiterblick bestanden, die straßenmäßig nicht direkt (d.h. ohne Weg durch einen anderen Stadtteil) verbunden waren. Das hat sich ja nun mit der Portitzer Allee geändert.
Ich bin der Meinung, das die LVB in Zusammenhang mit der Verkürzung der Linie 8, die Gelegenheit nutzen sollte und der Endstelle eine korrekte Bezeichnung geben sollte, also "Heiterblick" oder "Heiterblick-Kiebitzmark". Und das Gleisdreieck an der Teslastraße sollte dann auch tatsächlich "Teslastraße" heißen oder "Straßenbahnhof Heiterblick
Möglicherweise ist die ganze Sache auch nur deshalb entstanden, da man ja, wie oben geschildert im Bereich Falkenbergstraße eine Endstelle plante und für diese den Namen "Heiterblick" reservieren wollte.

von stoeffel - am 21.02.2006 13:14

Re: Falsche Namen

Zitat

Merken wir uns also die Regel: Wenn eine Haltestelle wenige Meter hinter einer Stadtteilgrenze liegt, so wird sie nach dem davor liegenden Stadtteil benannt. Wir werden diese Regen im folgendem überprüfen.


Wieso Regel? Nur weil Du das jetzt so festgestellt hast? Ich finde einprägsame Halte- und Endstellennamen wesentlich effektiver, als die krampfhafte Verwendung von geografisch richtigen Bezeichnungen. Dann könnte man ja auch gleich noch diskutieren, ob so mancher Straßenname gerechtfertigt ist bzw. die historische Person diese Würdigung verdient...

von Ronny Kraus - am 21.02.2006 13:38

Falsche Namen: Kregelstraße (Li 74)

Hallo Leute,

da habe ich auch etwas einzuwerfen: die Haltestelle Kregelstraße der Li. 74. Sie ist ca. 30 m entfernt von der Tram-Haltestelle Altes Messegelände. Ist das korrekt? vor kurzem hieß
die Bushaltestelle ebenfalls "Altes Messegelände", INSA und Papieraushänge geben ebenfalls den alten Namen (!) an. Aber am Haltestellenpfahl steht "Kregelstraße"!

Ich wollte an "Altes Messegelände" aussteigen, um eben in die Tram zu hüpfen. Der Bus hält da, wo ich denke, daß ich aussteigen sollte, ich lese aber "Kregelstraße", denke, aha, wir sind wohl auf der hallben Strecke der doch langen Straße, und die nächste Haltestelle wirds sein. Ich habe nicht sehen können, daß die Prager Straße direkt vorm Busfahrer quer verläuft. Toll, ich bin dann bis zur Dt. Bücherei mitgeschleppt worden...

Warum ist die Bushaltestelle jetzt so genannt worden?? :mad:
Hatten die bei den LVB nix mehr zu tun?

Gründe, warum diese Benennung purer Quatsch ist:
1) 30 m bis Tramhaltestelle "Altes Messegelände"
2) Die Haltestelle befindet sich an einem Ende, nicht in der Mitte der Kregelstraße.
Folglich hätte man sie "Prager Str./Kregelstraße" nennen sollen.
(und "Altes Messegelände" natürlich in "Kregelstraße/ Prager Str." umbenennen)
3) wer kennt denn die Kregelstraße großartig?? eine reine Wohngebietsstraße, als Nicht-Stötteritzer bin ich in der Ecke selten unterwegs

Ich habe den LVB (info@lvb.de) geschrieben, bisher keine Antwort. Ich werde wohl auch keine bekommen. Die sehr nette Ombudsfrau haben sie wohl wieder abgeschafft.

Stefan

von sfn - am 21.02.2006 15:14

Re: KönigsRoßLeuschner

Oh mein Gott, hat die Welt nix anderes zu tun?????

Es ist doch völlig wurscht, ob die Haltestelle SOUNDSO auf der Flur/Gemarktung SOWIESO liegt.Hauptsache es gibt eine eindeutige Bezeichnung, die im Netz nicht doppelt vorkommt. Eine Umbenenung sollte schon aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommen.

Und wer damit Probleme hat, sollte zu einer Haltestelle laufen, deren Name mit der Örtlichkeit übereinstimmt. Diejenigen sollten dann aber auch nicht ins landläufig bekannte "Neubaugebiet Paunsdorf" ziehen, wenn man nicht in Heiterblick wohnen will!. Viele Bezeichnungen sind einfach historisch gewachsen. Jetzt kommt vielleicht einer auf die Idee die allgemeine Bezeichnung "Stadtzentrum" abzuschaffen weil es geografisch vielleicht nicht hundertprozentig in der Mitte der Stadt liegt.

Und sfn: Ist dein BEitrag Ironie oder ernst gemeint?

von TLpz - am 21.02.2006 15:38

Re: KönigsRoßLeuschner

@TLpz
you wrote
Zitat

Eine Umbenenung sollte schon aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommen.


- bei der Kregelstraße haben sie es gemacht.


Komisch, bist doch sonst so kostenbewußt... :rolleyes:

*achso* ich hätte die Kosten als allersten Grund nennen müssen, dann
hättest Du Dich vielleicht leichter getan, meinen Beitrag als Ernst oder Ironie
zu erkennen.

Stefan

von sfn - am 21.02.2006 19:14

Re: KönigsRoßLeuschner

@sfn

Also keine Ironie. Dann hättest du vielleicht vorher etwas überlegen sollen, bevor du lospolterst.

Um das Messegelände herum wird zur Zeit mächtig gebaut. Und die 74 fährt dort momentan Umleitung. Die Haltestelle Kregelstr. ist nie umbenannt worden, die hieß schon immer so...

von TLpz - am 22.02.2006 07:52

Re: KönigsRoßLeuschner

@TLpz:
Zitat

Viele Bezeichnungen sind einfach historisch gewachsen.

Klingt logisch, ist aber FALSCH! Vielmehr zimmert sich die LVB ihre eigene geographische Realität, und zwar willkürlich, vorsätzlich falsch und absichtlich unhistorisch!

Da wir das schon weiter oben hatten, nur noch mal zur Erinnerung einige Beispiele:
1. Das historische Dorf hieß Schönau, der Ortsteil heißt noch heute so. Bei der LVB wird daraus "Grünau-Nord"!
2. Aus der Endstelle im historisch gewachsenen Gautzsch wurde unter den Nazis bei den LVB "Markkleeberg-West".
3. Aus der Endstelle im historisch gewachsenen Gundorf wurde unter den Nazis bei den LVB "Böhlitz-Ehrenberg".
4. Aus der Endstelle im historisch gewachsenen Markkleeberg wurde unter den Nazis bei den LVB "Markkleeberg-Ost".
5. Die in Windorf gebaute Gleisschleife erhielt gleich von Anfang an den falschen Namen "Großzschocher".

Nochmal zur Erinnerung: Alle diese Kunst- bzw. Falschnamen sind deutlich länger, als deren Originale es waren oder wären, z.T. doppelt so lang. Auf den Zielfilmen führt das zu kleineren Schriften, auf den Matrixanzeigen zu unmöglichen Abkürzungen. In jedem Fall ist die Lesbarkeit beeinträchtigt. Mir geht es nicht um Rechthaberei, sondern um Kundenfreundlichkeit! Hierzu gehört auch

6. jetzt "Messegelände" statt besser "Messe" oder "Neue Messe" (aber nicht historisch gewachsen)

Bei der einzigen Möglichkeit, wo auch ich nachsichtig mit den Gemarkungsgrenzen gewesen wäre, weil der viel größere benachbarte Bahnhof auch schon falsch beschriftet ist und sich immerhin 4 Buchstaben sparen (und Lesbarkeit verbessern) ließen: nämlich "Knauthain" statt Knautkleeberg - da sind die LVB hyperexakt, stören sich an den fehlenden Metern nach Knauthain, ignorieren das falsche Bahnhofsschild und entscheiden sich ausnahmsweise für die korrekte, aber (natürlich wieder längere) Bezeichnung "Knautkleeberg".

Kostengründe? Bei den Zielfilmen vielleicht, aber der Matrix ist es egal, was einprogrammiert wird. Und wenn man künftig vorher nachdenken (oder -lesen) würde, statt Namen zu erfinden, wäre auch schon was geholfen. Allerdings sehe ich leider nur Streckenschließungen, und keine Neueröffnungen...

@sfn:

Freut mich, dass ich nicht der einzige bin, der so etwas bemerkt und den es auch stört.

von André Loh-Kliesch - am 22.02.2006 10:10

Re: KönigsRoßLeuschner

Zitat

Klingt logisch, ist aber FALSCH! Vielmehr zimmert sich die LVB ihre eigene geographische Realität, und zwar willkürlich, vorsätzlich falsch und absichtlich unhistorisch!

Da wir das schon weiter oben hatten, nur noch mal zur Erinnerung einige Beispiele:
1. Das historische Dorf hieß Schönau, der Ortsteil heißt noch heute so. Bei der LVB wird daraus "Grünau-Nord"!


Nein, deine Ausführungen sind falsch. Was zu Nazi- Zeiten passiert ist, ist ein anderes Thema.
Als das große Plattenbau- Gebiet entstand, wurde nur von Grünau gesprochen. Nie von Schönau, Miltitz oder anderen Gemarktungen. Deshalb ist es eigentlich logisch, die Endstellen entsprechend allgemein genutzten und gebräuchlichen Orten zu benennen. Dafür ist nicht immer die korrekte Bezeichnung des Ortsteiles o.ä. notwendig, sondern etwas einprägsames für die Bevölkerung. Komischerweise kommt von euch keiner auf die Idee, die G.- Schumann- Str. umbennenen zu wollen, weil Hr. Schumann dort vielleicht nie gewohn hat. Oder die Kieler Str., die garnicht nach Kiel führt.

Zu den Kosten einer Umbennenung kämen zu denen für Zielfilme ja noch weitere hinzu. Schilder, Fahrpläne etc.

Ich persönlich fahre immer vom S- Bhf. Stötteritz (der auf Thonberger Flur liegt - und ne S- Bahn ist das ja auch nicht wirklich ;) ) ins Zentrum. Und ich bin eher daran interessiert, das die Bahn pünktlich ist und in einem ordentlichen Takt fährt.


Zitat

und zwar willkürlich, vorsätzlich falsch und absichtlich unhistorisch


Warum mußt du die LVB so angreifen, nur weil sie eine anderer Meinung sind als du? Sorry, aber durch solche Aussagen kann man deine Meinung nicht wirklich ernst nehmen.

von TLpz - am 22.02.2006 11:42

Kregelstraße

Ja, die Li. 74 fährt dort eine Umleitung, richtig.

Die Baustelleninfo bei www.lvb.de zu Li.74 ist fehlerhaft, die pdf-Fahrpläne nicht mehr aktuell...mir scheint, daß die Variante "9.5.2005" wieder in Kraft gesetzt wurde.

"zwischen Ersatzhaltestelle „Altes Messegelände“ und „Rathaus Stötteritz“ über Kregelstr., Stötteritzer Str. und Schönbachstr. Dabei werden die Nigthliner- Haltestelle „Kregelstr.“, die Haltestelle „S-Bf. Stötteritz“ und die Ersatzhaltestelle „Schönbach-/Holzhäuser Str.“ bedient."

Die Ersatzhaltestelle "Altes Messegelände" gibt es nicht mehr. Die Haltestelle "Kregelstraße" wird in den Aushängen (beide Versionen) nie erwähnt.

Bleibt immer noch die Frage, warum der Nightliner-Halt "Kregelstraße" heißt trotz der Nähe zum Halt "Altes Messegelände"... also gehört das in die Kategorie "Falsche Namen", hier zudem ein besonders uneinprägsamer Name (siehe Grund Nr. 3 meines ersten Beitrags).

immerhin: Doch keine Umbenennungskosten! *puh*

***

Es geben sich die allermeisten hier im Forum viel Mühe beim Überlegen.
Den polemischen Grundton Deinerseits gegenüber anderen Nutzern halte ich für unangebracht.

Stefan

von sfn - am 22.02.2006 12:04

Re: KönigsRoßLeuschner

Zitat

Als das große Plattenbau- Gebiet entstand, wurde nur von Grünau gesprochen. Nie von Schönau, Miltitz oder anderen Gemarktungen.


Unsinn. Die Tankstelle stadtwärts der Endstelle hieß "Intertank Schönau", die Russenkaserne landwärts der Endstelle "Kaserne Schönau". "Grünau" war (und ist immernoch) eine Garten- bzw. Einfamilienhaussiedlung aus den 1920er Jahren, und zwar SÜDlich der Ratzelstraße, die Endstelle "Grünau-Süd" (NÖRDlich der Siedlung Grünau) hätte wohl besser einfach "Grünau" gehießen. Das anfängliche Neubaugebiet Grünau (WK 1) liegt ja auch näher an dieser Siedlung als an Schönau. Erst später wurde es so breit gebaut. WK 7 und 8 waren ursprünglich gar nicht geplant. - Die Begriffe "Grünau-Nord" und "Grünau-Süd" wurden definitiv von den LVB erfunden, von niemandem sonst. Wie unsinnig sie waren und sind, zeigt auch die Tatsache, dass die Stadtverwaltung 1992 zwei Ortsteile ebenso benannt hat, die aber in deutlichem Abstand zu den gleichnamigen Endstellen liegen, nämlich WESTlich der Krakauer bzw. Kiewer Straße, also an den Endstellen "Lausen" und "Miltitz".

Zitat

Zu den Kosten einer Umbennenung kämen zu denen für Zielfilme ja noch weitere hinzu. Schilder, Fahrpläne etc.


Verbrauchsmaterial, das ohnehin ständig erneuert werden muss. Neuerdings beschriftet man die Haltestellen schon an dem Querholmen, weil die Schilder offenbar immer wieder verschwinden...

Zitat

Was zu Nazi- Zeiten passiert ist, ist ein anderes Thema.


Wieso denn das? Es war und ist die LVB, und bezüglich der Endstellen-Benennungspolitik hat sich seitdem nichts geändert! Ich würde ja nichts sagen, wenn man 1945 die Umbenennung der Endstellen ebenso rückgängig gemacht hätte wie die der Straßen (Adolf-Hitler-Straße u.a.) Aber die LVB fahren mit "Markkleeberg-West" noch heute für die Nazis Reklame! Tut mir leid, so sehe ich das - die Namenswahl für die Nazi-Gründung "Stadt Markkleeberg" war damals ein Politikum, es wurde absichtlich statt des Namens der größeren Vorher-Gemeinde (Gautzsch) der der kleinsten (Markkleeberg [Dorf]) genommen, damit der slawische Name "Gautzsch" verschwindet. Man hätte sogar "Auenwalde" genommen, nur damit es etwas "Deutsches" ist, aber das ließen sich die Einwohner nicht gefallen. Das eigentliche Problem: Viele haben die Vorgänge damals vergessen. Und keiner will heute wieder daran erinnern. Die "Große Kreisstadt" Markkleeberg nicht, und die LVB auch nicht. Also lieber Augen- (Zielfilme/Schriftgröße) oder Kopf- (Matrix/Abkürzungen) schmerzen.

Zitat

Warum mußt du die LVB so angreifen, nur weil sie eine anderer Meinung sind als du


Was für eine Meinung? Es geht nicht um Meinungen, sondern um Tatsachen, die meines Erachtens nicht beliebig verdreht werden können bzw. DÜRFEN. Nichts gegen Meinungsfreiheit. Wer aber absichtlich Tatsachen verdreht, LÜGT (vgl. auch vor einiger Zeit: Leoliner-Werkstatt in "Plagwitz". Als Reaktion auf meinen Hinweis kam hier von Seb.Naumann: "Es ist ja längst bekannt, dass es in Wirklichkeit Lindenau ist". Wenn es aber die LVB weiß, warum behaupten sie dann etwas anderes?)

Öffentliche bewusste Falschdarstellungen rechtfertigen ja wohl, wenigstens darauf hinzuweisen. Als "Angriff" sehe ich das noch nicht. Man könnte aber mal eine größere Medienkampagne draus machen...

von André Loh-Kliesch - am 22.02.2006 15:53

Re: KönigsRoßLeuschner

Zitat

Man könnte aber mal eine größere Medienkampagne draus machen...


Genau. Da muss ich Dir Recht geben! Die vielen Arbeitslosen und verarmten Menschen, die sich kaum das Ticket leisten können und die vielen Behinderten und Senioren, welche die alten Tatras kaum besteigen können, sind sicherlich sehr daran interessiert, dass endlich mal in die Umbenennung von Halte- und Endstellen investiert wird. Genau daran hängts nämlich in Leipzig. Sonst ist alles perfekt. Aber diese Bezeichnungen.... Vielleicht kurbeln ja die Umbenennungen wieder die Wirtschaft an... und nebenbei könnte man damit vielleicht auch die Verbreitung der Vogelgrippe verhindern. Also alles in allem sprichst Du hier eines der wichtigsten (aktuellen) Themen im Leipziger Nahverkehr an! So bekommen wir die Leute wieder weg vom Auto und hin zum ÖPNV.

Schön, dass es Leute gibt, die einen Blick für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens haben...

von Ronny Kraus - am 22.02.2006 16:10

Re: KönigsRoßLeuschner

Hallo,

die Grenze zwischen Thonberg und Stötteritz wird durch die Hofer Straße gebildet. Die Eisenbahnbrücke liegt somit in Stötteritz!

von Tobias Walter - am 22.02.2006 22:09

Re: KönigsRoßLeuschner

Aber Hallo! Merkst Du nicht, dass das Thema hier von anderen angefangen wurde? Das ich mich erst reingehängt habe, als begonnen wurde, unsinnige Falschaussagen zu verbreiten?

Die Richtigkeit oder Falschheit der Namen sind nicht meine Probleme! Wer lesen kann (oder will) wird feststellen, dass es mir um die Lesbarkeit der Zielfilme bzw. Anzeigematrizen geht, die absichtlich schlecht gehalten wird!

Die Änderungen hätten bei der "großen" Netzreform stattfinden können; sie können immer noch (schleichend) gemacht werden, falls z.B. Knautkleeberg mal etwas weiter südlich eine Schleife bekommt, falls irgendwann einmal "Grünau-Nord" wieder im Linienverkehr in Betrieb genommen wird; und sie kosten NICHTS. Von welchen Investitionen faselst Du? Noch einmal: die Fahrpläne werden bei jeder Fahrplanänderung neu gedruckt, die Haltestellenaushänge sogar bei jeder Baumaßnahme. Die Schilder werden fast genauso häufig überklebt oder neu gemacht. Und ob die Oma eine 3 nach "Knauthain" wegfahren lassen würde, nur weil nicht "Knautkleeberg" dran steht, glaube ich nicht - die meisten, die ich kenne, sagen sowieso, sie fahren mal eben nach Knauthain (!) raus!

Kundenfreundlichkeit hat nicht nur mit Fahrzeugen, Takten und Fahrpreisen zu tun. Insbesondere glaube ich, dass Ausländern, die sich ab und zu mal zur Messe verirren, geholfen wäre, wenn das zusammmengesetzte Wort "Messegelände" durch das kürzere "Messe" oder "Neue Messe" ersetzt würde, selbst ein hässlicher Bindestrich "Messe-Gelände" würde schon helfen.

Vielleicht hilft man ein Blick über den Tellerrand: in Dresden heißen die Fahrziele für die großen Plattenbaugebiete "Prohlis" oder "Gorbitz", nichts mit "-Nord", "-Ost", "-Süd", "-West". Auch ist mir dort kein Wagen begegnet, der nach "XXXXXXXXX, Xxxxxxxxxxxxstraße" fuhr (ich denke gerade an Stötteritz oder Gohlis).

Zum Thema Fahrpreise habe ich natürlich auch eine eigene Meinung: Wenn nämlich nach einer HALBIERUNG der Preise dreimal so viele Leute Tickets kaufen wie jetzt, kommt mehr in die Kassen, als jetzt; und erst recht mehr, als wenn nach einer 10%igen Erhöhung zwanzig Prozent weniger Leute fahren. Man sollte zwischen Angebots- und Nachfragemärkten unterscheiden. Das ist aber nun wirklich ein anderes Thema.

Was die Vogelgrippe hier verloren hat, weißt wahrscheinlich nur Du - ich jedenfalls nicht. Ich kann sie hier höchstens als Ablenkungsversuch einordnen.

von André Loh-Kliesch - am 23.02.2006 08:10

Re: KönigsRoßLeuschner

Die Frage ist nur, wem damit geholfen ist, wenn man Halte- oder Endstellen umbenennt. Ich zweifle ja gar nicht an, dass einige Endpunkte falsch betitelt werden. Aber wenn sich da über mehrere Jahre/Jahrzehnte so eingebürgert hat, dürfte sich eine Umbennenung eher fahrgastunfreundlich auswirken. Zum Thema Messegeländer: Ich fand die Bezeichnung "Neue Messe" eigentlich recht passend, da viele Leipziger immer noch zwei Messegelände kennen und oftmals auch auf Werbeplakaten vom "alten Messegelände" gesprochen wird.
Und so lernfreudig scheinen die Leipziger ja gar nicht zu sein, wenn ich mich da an die Netzreform erinnere, wo ja die Nummern 5 und 6 unbedingt nicht wiederbelegt werden sollten...

von Ronny Kraus - am 23.02.2006 09:43

Re: KönigsRoßLeuschner

Zitat

Aber die LVB fahren mit "Markkleeberg-West" noch heute für die Nazis Reklame!


Ich erbreche gleich vor lauter Polemik...

Zitat

Zum Thema Fahrpreise habe ich natürlich auch eine eigene Meinung: Wenn nämlich nach einer HALBIERUNG der Preise dreimal so viele Leute Tickets kaufen wie jetzt, kommt mehr in die Kassen, als jetzt; und erst recht mehr, als wenn nach einer 10%igen Erhöhung zwanzig Prozent weniger Leute fahren.


...und die zugehörige Milchmädchenrechnung darf natürlich auch nicht fehlen.

Soll ich dir was sagen: Die LVB machen das nur, um dich zu ärgern und damit früher oder später 'nen Herzinfarkt bei dir auszulösen. Ist also alles ne ganzganz doll grosse Verschwörungstheorie. Aber siehs positiv: so wenig reelle Probleme wie du scheint sonst niemand zu haben, und selbst wenn, würden sich sicher die wenigstens mit solchem b/s beschäftigen. Ein paar Tipps für dich: schreib' ein Buch, gründ' nen Verein oder kauf dir ne Packung Baldriantropfen.

ciao
Daniel

von Dase - am 23.02.2006 10:36

Haltestellennamen

Dase schrieb:

Zitat

Soll ich dir was sagen: ...

So und jetzt beruhigen wir uns wieder und kommen entweder auf eine sachliche Diskussion zurück oder beenden das Thema. Das gilt für alle Beteiligten!

Gruß
Martin Böttcher

von Martin Böttcher - am 23.02.2006 10:54
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