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L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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carsten L.E., Jörg L.E., waldkauz, Klaus Peukert, IngoKoer, Michael B, TLpz, Lutz G., Seb. Naumann, Andreas M, ... und 5 weitere

Neues S-Bahn-Netz

Startbeitrag von Klaus Peukert am 10.03.2006 09:53

Eine Frage zur Strecke Leipzig - Borsdorf. Seh ich das richtig, daß dort dann

- der RE nach DD
- die RB nach Grimma/Döbeln
- die S1 und
- die S3

jeweils im Stundentakt verkehren? Würde man dann sinnvollerweise die Fahrzeiten abstimmen, daß die vier überlagernden Stundentakte auf L -> Borsdorf einen (nahezu) 15min-Takt ergeben?

Oder muß man damit rechnen, daß innerhalb von 20min 3 Züge fahren und dann ne Weile nix (so wie jetzt, S11 und RB im Abstand von 5min, dann 40min Pause bis zum RE bzw. Sonntags sogar 55min bis zur nächsten S11)?

Wie werden die östlichen "Außenäste" von S1 und S3 (Stundentakt) mit der "Stammstrecke" (20min-Takt) verknüpft? Für L -> HAL per S3 und S5 ergibt sich auch sowas krummes (ein 30- und ein 20min-Takt).

Antworten:

Ich denke schon, dass man die Fahrzeiten entsprechend abstimmt. Ziel ist ja, das Netz besser und attraktiver zu machen. Die Abstimmung wird allerdings grundsätzlich auf die Relation Hbf. - Bayrischer Bahnhof bezogen sein, die restlichen Äste werden sich anpassen müssen (z.Bsp. S3 und S5 in Halle). Richtung Osten ist interessant, das der RE nach Dresden wohl erst in Wurzen wieder halten soll. Gut, um die Fahrzeit nach DD zu verkürzen und wenn die Zubringerfunktion der S- Bahn darauf abgestimmt ist. Die Aüßenäste der S1 und S3 werden so mit der Huaptstrecke verknüpft, das man ab Stötteritz einen 20- min- Takt hat. Nur so ist es sinnvoll.

von TLpz - am 10.03.2006 11:26
Wo ist denn der Haltepunkt Marienbrunn im neuen Netz geblieben? Ich wohne dort und eigentlich fahren doch die Bahnen nach wie vor dort vorbei im neuen Netz!? Bis nach Connewitz oder zur Semmelweißstraße zu laufen ist für uns Marienbrunner doch eine Zumutung!?



von IngoKoer - am 10.03.2006 19:18
Huhu,

dem kann ich mich nur anschließen. Hab die Frage hier schon mehrfach gestellt was mit demn Hp Marienbrunn wird. Aber so recht bekam ich darauf nie eine Antwort. Einzig mögliche Stelle wäre ja nur an der Brücke Arno-Nitzsche-Straße. Ob dieser Standort allerdings mehr Fahrgäste zu S-Bahn lockt frage ich mich ernsthaft. Die wirklich große Masse der Marienbrunner ist ja mit der SL10/16 bestens angebunden.


MfG Senny

von Senny - am 10.03.2006 20:56

Vergessene Stationen

Es fehlt auch der Hp Großzschocher an der Elsterbahn nach Zeitz - Gera - Saalfeld. Und es fehlt die Bedienung von Leipzig-Ost, wohin mit dem Brücken-Neubau über die Hermann-Liebmann-Str. wieder ein direkter Zugang geschaffen worden ist, dieser Hp sollte zumindest für RB vom Hbf über den alten Ostring (Sellerhausen "o.Bf.") stündlich gewahrt bleiben.

Kartenschöpfer, wird das noch eingearbeitet? Sonst muß man wohl mit Bremsschuhen nachhelfen.

von waldkauz - am 10.03.2006 22:50
Marienbrunn wurde seit Jahren in den Planungen als "Option" gehandelt. Den Grund dafür hast du selbst geschrieben: Mit Tram 10 und 16 besteht für das Gros der Marienbrunner bereits eine attraktive Anbindung an das Zentrum. Ob sich dies unter derzeit nicht abwägbaren Entwicklungen als sinnvoll erweist, die Station zu bauen, dann wäre es möglich. Bevor dies passiert, muss sich das Gesamtsystem erst einmal gegen die immer noch zahlreich zweifelnden Leipziger durchgesetzt und bewährt haben.... Kommt Zeit, kommt die Bahn ;-)

von carsten L.E. - am 10.03.2006 23:12

Re: Vergessene Stationen

Leipzig Ost an bisheriger Stelle wird es nicht mehr geben, denn zwischen Stötteritz und Anger Crottendorf soll die Brücke über den Güterring (der um weiter 2 Gleise für die S1 und S3 gen Wurzen erweitert wird) nicht wieder eingebaut werden. Damit bleiben die Gleisanlagen bis in Höhe Hermann-Liebmann-Brücke funktionslos (und könnten ein prima Rad- und Scaterweg hergeben).

Ob Leipzig Ost als Hp für die Grimmaer Diesel-Züge oder gar als wiederbelebter Hp Volkmarsdorf neben den Geithainer Gleisen Sinn macht, wird wohl die unbekannte große oder kleine Zukunft der Eisenbahn in unserem Land zeigen. Derzeit regiert die Gummischiene, da sieht es wohl sehr schwarz aus....

Großzschocher wird wohl aufgegeben, wie Knautnaundorf auch (ja - soweit darf man mit Leipziger Monatskarte fahren!). Beide Stationen glänzen durch Nichtbenutzung und sollen verwaister sein als Lützschena

von carsten L.E. - am 10.03.2006 23:20
Hallo

Großzschocher wird wohl aufgegeben, wie Knautnaundorf auch (ja - soweit darf man mit Leipziger Monatskarte fahren!). Beide Stationen glänzen durch Nichtbenutzung und sollen verwaister sein als Lützschena
Bei dem Umfeld auch kein Wunder! Das ist dort doch fast nur Ruine.

MfG Tony

von Tony L. - am 11.03.2006 07:57

Re: Vergessene StÄDTE

Zitat

Großzschocher wird wohl aufgegeben, wie Knautnaundorf auch (ja - soweit darf man mit Leipziger Monatskarte fahren!). Beide Stationen glänzen durch Nichtbenutzung und sollen verwaister sein als Lützschena


Und Gemeinden wie Groitzsch oder Zwenkau fehlt hingegen eine schnelle Verbindung nach Leipzig.
Ich hoffe doch sehr daß das noch vorteilhaft korrigiert wird. Wäre zwar eine kostenintensive Neubaustrecke die aber für beide Orte nicht unerheblich wäre. Zumal Zwenkau mit dem künftigen See eine Attraktion hätte.



von Jörg L.E. - am 11.03.2006 13:07

Re: Vergessene Stationen

waldkauz schrieb:

Zitat

Kartenschöpfer, wird das noch eingearbeitet? Sonst muß man
wohl mit Bremsschuhen nachhelfen.

Ich habe nur den derzeitigen Planungsstand dargestellt. Der Plan ist ja kein Wunschzettel. ;-)

Gruß
Martin

von Martin Böttcher - am 11.03.2006 14:03

Zwenkau's schnelle Verbindung nach Leipzig

Jörg L.E. schrieb:

Zitat


Und Gemeinden wie Groitzsch oder Zwenkau fehlt hingegen eine
schnelle Verbindung nach Leipzig...


-> Ähm gibt's für Zwenkau zumindest m.E. nicht den Expressliner 100 (Hbf Zwenkau)?!
Oder liegen dessen Haltestellen in Zwenkau zu ungünstig?!
Bei Stau auf der B2 steckt der dann allerdings auch bloß fest... :-(

von Der Mille - am 11.03.2006 16:46

Re: Vergessene Stationen

Hallo,

Großzschocher ist wirklich mau.
Aber Knautnaundorf? Vorsicht!

Wenn die ersten Berufszüge des Tages dort gehalten haben, sind sie leer! Dabei ist Knautnaundorf ständig nur noch Bedarfshaltepunkt (Halt nur auf Verlangen), wird aber bei einigen Umläufen als einzige Zugangsstelle genutzt.

Praktischerweise würden hier natürlich ein, zwei Züge pro Richtung nur zu den jeweiligen Schichtwechselzeiten völlig ausreichen. Das ist aber die Krux des Taktfahrplanes, das auch gehalten werden muß (oder in diesem Fall - Bedarfshalt im Fahrplan steht), wenn gerade keine der anwesenden Firmen Schichtanfang oder -ende hat.

Wer hier wegrationalisiert, bloß weil zum Zeitpunkt der eigenen Anwesenheit (bestimmt bei schönem Fotosonnenschein ...) kein Fahrgastwechsel bemerkbar war, bricht u.U. der ganzen Strecke das Genick. Nimm den Berufspendlern ihre Zugangsmöglichkeiten, fahren in den Tagesrandlagen (5:00 Uhr vor der Frühschicht, 22:00 Uhr nach der Spätschicht) nur noch völlig leere Züge. Ergo werden sie eingespart. Der Rest folgt dann wegen Unterschreitung der Mindest-Beförderungsfälle wenige Jahre später.

Für @Carsten: Nimm Lützschena, Slevogtstraße und Olbrichtstraße zusammen, dann hast Du die Schichtwechselauslastung von Knautnaundorf (noch nicht ganz).
Leider gibt es dort keinerlei Wohnbebauung oder andere Ziele, die einen Verkehr außerhalb des reinen Berufspendelns eruieren könnten.

MfG Lutz

von Lutz G. - am 11.03.2006 17:04
Hallo,

in Lützschena könnte eine Quartiersbuslinie zum GVZ helfen.

Was mich aber mehr stört ist, dass auf der Altenburger Linie die Verbindung zum Hp. Böhlen Werke (einer der wichtigsten Industriestandorte im Leipziger Gebiet) wegfällt.

Am Haltepunkt Deutzen könnte evtl. eine Schichtbuslinie zum Tgb. Schleenhain weitere Fahrgäste bringen.

Im Übrigen müsste die Führung / der Fahrplan der Linie 258/59 so verändert werden, dass der Zug aus Richtung Lucka ohne Lebensgefahr erreichbar ist. Die Reisenden klettern derzeit unter den geschlossenen Schranken in Deutzen durch.

MfG
Michael

von Michael B - am 11.03.2006 17:27
Hallo,

noch eine Ergänzung

Der Bus aus Meuselwitz könnte zum Bsp. direkt nach Regis-Breitingen fahren und Deutzen erst auf dem Weg nach Borna mitnehmen. Auf der Gesamtstrecke könnte so sogar eine Fahrzeitverkürzung erzielt werden.

MfG
Michael

von Michael B - am 11.03.2006 18:16

Re: Vergessene Stationen

Großzschocher und Leipzig-Ost könnten als Bedarfs-Hp bestehenbleiben. Schnelldurchfahrten gibt es dort sowieso nicht. Es genügt, wenn die Bahnsteigkanten instandgesetzt werden, eine Asphaltdecke aufgebracht wird und evtl. alles zu Vandalismus Einladende abgerissen.

von waldkauz - am 11.03.2006 19:35

Re: Vergessene Stationen

Hallo,

ich kann Lutz nur zustimmen und habe es bereits selbst live erlebt, wie viele Leute bei dem Zug um 5.05 Uhr ab Leipzig in Richtung Gera mitfahren - und in Knautnaundorf steigen sie alle aus. ;-)

Also Knautnaundorf hat als Bedarfs-Hp zu seinen Schichtwechselzeiten schon seine Bedeutung. Ich bin erschrocken, dass man sich wünscht, diesen Hp aufzugeben. Denn das würde ein großer Nachteil für die nicht geringe Zahl der Berufspendler bedeuten!

Und wer es nicht glauben will, fahre bitte um 05.01 Uhr ab Leipzig Hbf mit der RB 16371 gen Gera. ;-)

MfG Sebastian

von Seb. Naumann - am 11.03.2006 19:54

so volle Stationen?

Lutz! Sollen das wirklich ca. 800 Ein- und Aussteiger in Knautnaundorf sein?? Das wären ja mehr als Möckern hätte...! Vermutlich ist die gezeichnete Sachlage entstanden, weil aus der heutigen Mischung von RB und RE ein gemeinsames stündliches Produkt entwickelt werden soll. Kann denn Bus 119 oder 120 ab Knauthain auch eine Anbindung sicher stellen, dank MDV ist es ja tariflich kein Problem.

von carsten L.E. - am 11.03.2006 22:15

Vergessene Hinweise?

Leipzig Ost definitiv nicht, weil auf den dortigen Schienen kein Zug mehr fahren kann, hatte ich doch weiter oben erklärt...

von carsten L.E. - am 11.03.2006 22:17

Zwenkau's schnelle Verbindung nach Leipzig

Zwenkau hatte bereits eine Eisenbahnanbindung an Leipzig. Zu ihren goldenen Zeiten (20er Jahre) sind am Wochenende die Ausflugszüge im 20' Takt in die Harth (der große Mischwald bei Zwenkau, heute Tagebaufläche südlich des Cospudener Sees) gerollt....1954 war Schluss, es lag an der Kohle.

Allerdings wäre es denkbar, und wurde auch schon bei diversen Stellen durchdacht, entlang der B2 eine neue Bahnstrecke zu bauen. Zwenkau, Groitzsch, Pegau und Zeitz wären damit bestens an die Stammstrecke durch den City-Tunnel angebunden. Doch nicht nur Baukosten, auch die Regionalisierungsmittel (Gelder des Bundes zur Durchführung des Nahverkehrs auf der Bahnschiene) sollen massiv gekürzt werden.

Diese Aufgabe muss die kommende Generation schultern, zuerst muss das neue S-Bahn-System die Feuertaufe(n) bestehen und sich bewähren. Der Druck nach weiterem Ausbau kommt dann von allein (siehe andere Ballungszentren)

von carsten L.E. - am 11.03.2006 22:27
Das eine Verknüpfung stattfindet ist mir auch klar. Ich weiß nur nicht, wie man rechnerisch, diese "krummen" Takte verknüpft. Hat da evtl. mal jemand ein (gern auch generelles) Beispiel?

von Klaus Peukert - am 12.03.2006 12:18

Ein paar Fragen zum neuen Netz

Ich habe gerade auf dem Plan CTL 2009-Netz gesehen daß der Bf. Paunsdorf gar nicht von den S-Bahnen angefahren wird. Ich war bisher immer der Meinung daß die Strecke von Stötteritz noch vor dem Bf. Paunsdorf in die Dresdener Strecke eingefädelt wird.
Wenn das ganze so geschieht wie auf dem Plan finde ich daß etwas schade da dort eine Umsteigemöglichkeit zu den Zügen Richtung Geithain flöten geht.

Wie kommen die Planer dazu einige Züge der S 1 und S 3 in Stötteritz enden zu lassen ? Wirtschaftlich einleuchtend aber von der Fahrgastströmen fragwürdig.
Die S 1 kann ja nach Wurzen, die S 3 nach Grimma fahren.
Und wieso gerade Stötteritz ?

Auch eine Flughafen S-Bahn finde ich überflüssig, da 2 RE-Linien im Stundentakt(also 30min-Takt) + IC/ICE(später mal) ausreichend sein dürfte.

Desweiteren bin ich kein Freund vom 20/40min-Takt. Ein 15/30min-Takt als Basis fände ich besser.

Was ich o.k. finde ist auf der S 4 ein Teil der Züge in Borna/Taucha enden zu lassen.

Auf jeden Fall sind die Optionen auf Netzerweiterungen ausreichend vorhanden.



von Jörg L.E. - am 12.03.2006 16:52

Re: Ein paar Fragen zum neuen Netz

@Jörg L.E.

Zitat

Wie kommen die Planer dazu einige Züge der S 1 und S 3 in Stötteritz enden zu lassen ? Wirtschaftlich einleuchtend aber von der Fahrgastströmen fragwürdig.


Kennst du denn die Fahrgastströme???


Zur Flughafen- S- Bahn: Soweit ich weiß, soll dann kein RE/RB mehr zum FLughafen verkehren. Die Strecke soll wohl voll in das S- Bahn- Netz integriert werden.

Zu Paunsdorf: Ich denke, die S- Bahn wird dort halten. Wie du in dem Plan ganz oben rechts lesen kannst, stellen die Linienverläufe nur eine von mehreren Varianten.

von TLpz - am 12.03.2006 17:13

Re: Ein paar Fragen zum neuen Netz

Zitat

Kennst du denn die Fahrgastströme???


Die Fahrgastströme kann ich erst dann wissen wenn auch tatsächlich der Tunnel fertig ist. Momentan fahren die S-Bahnen über Sellerhausen und stellen daher auch keinerlei Vergleich zum neuen S-Bahn Netz. Was die Fahrgastströme angeht lasse ich mich aber von Dir gerne aufklären. Die anderen interessiert vielleicht auch.


Im übrigen erschließt auch eine Linie 4 Stötteritz recht gut. Ich bezweifle sehr stark daß viele Stötteritzer von der Tram in die S-Bahn Richtung Stadtmitte umsteigen. Zumal der Fahrtzeitgewinn sich dann wieder ausgleicht durch die Wartezeit auf die nächste S-Bahn.



Zitat

Zu Paunsdorf: Ich denke, die S- Bahn wird dort halten. Wie du in dem Plan ganz oben rechts lesen kannst, stellen die Linienverläufe nur eine von mehreren Varianten.


Daß der Linienverlauf variert ist klar. Das dürfte ja dann jeder Betreiber selber festlegen. Aber in Paunsdorf handelt es sich um eine bauliche Angelegenheit und diese müßte mittlerweile feststehen.
Und wenn ich die Möglichkeit habe den Bahnhof Paunsdorf zu bedienen dann mache ich es auch. Es entstehen ja im Bahnhof selber keine Neubaukosten.



von Jörg L.E. - am 12.03.2006 17:57
Naja das Einzig Attraktive an der S-Bahn, wenn sie (wie am Bsp. Stötteritz) zur Tram schon keinen Fahrzeitgewinn bringt, ist dass sie als einziges Verkehrsmittel wirklich in der Innenstadt hält (Haltestellte Markt) während die Straßenbahn das Zentrum ja nur tangiert.

Leider wird aber auch der Citytunnel nicht unbedingt ein attraktiveres S-Bahnnetz samt kräfitgem Fahrgastzuwachs bringen, wenn in den Stadtteilen die S-Bahn Stationen nach wie vor sehr entfernt sind, die Haltepunkte Connewitz oder Stötteritz liegen sehr weit weg von den eigentlichen Zentren dieser Stadtteile. Auf dem Markt anzukommen nützt mir dann nichts wenn ich in meinem Stadtteil dafür 15 Minuten bis zur Station laufen muss.

Und ob die Bahn zum Flughafen nun Regionalexpress oder S-Bahn heißt, wird an den Fahrgastströmen nichts ändern, zumal die unsäglichen Doppelstockwagen auf beiden Zugtypen eingesetzt werden (zumindest im Moment).



von IngoKoer - am 13.03.2006 19:41
Den eigentlichen Effekt wird die S-Bahn eher für die Leute von der grünen Wiese haben, die dann günstig zum Einkaufen an den Markt kommen. Für die LEer nur dann wenn sie dass Glück haben an einer Station zu wohnen.
Ich befürchte nur, wenn wir nicht freiwillig mit der S-Bahn fahren wird man uns wohl von politischer Seiter aus zwingen.

Andreas M

von Andreas M - am 13.03.2006 19:47
Zitat

Leider wird aber auch der Citytunnel nicht unbedingt ein attraktiveres S-Bahnnetz samt kräfitgem Fahrgastzuwachs bringen,


Man darf aber nicht vergessen, dass Leipzig nicht Berlin ist und deshalb das S-Bahn-Netz auch auf das Umfeld ausgelegt ist. Wenn man Leipzig mit Hannover vergleicht (kommt ja von der Stadtgröße hin), dann ist das geplante Netz doch gar nicht schlecht, im Gegenteil. Aus dem Umland werden attraktive Verbindung bis hinein in die Innenstadt geboten, den ganzen Tag und abends. Da wird Leipzig garantiert profitieren - allein schon am Wochenende, wenn man im Umland wohnen und trotzdem abends weggehen kann.

Innerhalb Leipzigs bleibt die Tram die Ergänzung zum S-Bahn-Netz, die sollte man nicht vergessen. Das ist in Hannover auch nicht anders (auch wenn manche behaupten, dass sei eine U-Bahn, was nicht stimmt!)

Sebastian

von Sebastian03 - am 13.03.2006 21:20

Neuer Zweck für alte Gleise?

Täte mir irgendwie leid, wenn L-Ost bis A-Cr ganz nutzlos würde. Bin dort oft losgefahren, mein Vater auch, brachte viel Zeitersparnis damals auf dem Weg zur Arbeit in Gzs bzw. Schkeuditz. Was heute fehlt, sind aber die Fahrtgründe - Betriebe sind weg, Bevölkerung auch. Eine Strecke für Versuchszüge oder Museumsbahnen? Skaterbahn ist Quatsch, parallel geht eine neue Straße.

Baute man ab der neuen Treppe von der H-Liebmann-Brücke aus einen neuen Weg zu einem noch zu schaffenden Bahnsteig an den Dresdener Gleisen, müßte man ihn wohl an Lianen in deren Mitte führen. Connex will definitiv nicht wieder in Volkmarsdorf halten.

von waldkauz - am 14.03.2006 00:30

Re: so volle Stationen?

Hallo Carsten,
Du hast die Zahlen natürlich wieder auf den ganzen Tag hochgerechnet. Das natürlich gerade nicht, wie ich geschrieben habe, betrifft der Andrang nur einige wenige Züge. Umso mehr Zügen in einem Taktfahrplan Du dort zur "saure-Gurken-Zeit" (also außerhalb der Schichtwechselzeiten) eine Halteoption einräumst, umso mehr drückst Du den Durchschnitt im Tagesverlauf und stempelst den Halt damit zu etwas, was er keinesfalls ist: Einsparungswürdig.

Auf den oben genannten Stationen steigen niemals gleichzeitig derart viele Leute aus einunddemselben Zug. Dafür "tröpfelt" es den ganzen Tag so dahin - da mal einer, dort mal Zwei ...
Nimmt man das in Zusammenhang mit einem planmäßigen Verkehrshalt (es m u ß also in jedem Fall gehalten werden, auch wenn der Zug völlig leer ist und erkennbar keiner einsteigen will), so entstehen die Energiekosten für Abbremsen und Anfahren unweigerlich in jedem Fall und belasten somit rein rechnerisch jeden tatsächlichen Beförderungsfall. Bei einem Bedarfshalt wie in Knautnaundorf sind diese wesentlich zu minimieren.

Seit im Wesentlichen alle Fahrzeuge mit Energiezählern oder Verbrauchsmengenanzeigern ausgerüstet sind (die Umstellung bzw. Einführung läuft gerade auf Hochtouren), ist auch unmittelbar ablesbar, was eine einzige Anfahrt kostet. Bei einem schweren Zug wie bei der S10, noch dazu auf topopgraphisch äußerst ungünstig trassierter Fahrbahn (Anfahrt gegen die Steigung, ständig restrektive Überwachungen, für Eisenbahnen ungünstig kurzer Stationsabstand zwischen Slevogt- und Olbrichtstraße), die schon rein konstruktiv anders als die jetzt vorhandene Mißgeburt hätte angelegt werden können, eine nicht zu unterschätzende Kostenfalle.

Richtig effektiv wären weitere Bedarfshaltepunkte, wenn auf dem Bahnsteig wartende Fahrgäste eine Haltewunschtaste bedienen könnten und so, wie z.B. in weiten Teilen der Schweiz und Österreich üblich, den Zug zum Halten auffordern könnten. Dort leuchtet im Bremswegabstand vor dem entsprechenden Bahnsteig dann ein Signal mit der Halteaufforderung auf. Obwohl der Tf weiterhin so an den Bahnsteig heranfahren muß, um etwa wartende Fahrgäste auch ohne diese Aufforderung aufnehmen zu können, eine nicht zu unterschätzende Hilfe - sowohl beim Zeitfaktor wie auch in der Energie- und damit Kostenbilanz für schwach oder nur zeitweise frequentierte Zugangsstellen.

Mach Dich doch mal für derartiges in Mitteldeutschland stark ...

Mfg Lutz

von Lutz G. - am 14.03.2006 12:28

Re: so volle Stationen?

Zitat

Richtig effektiv wären weitere Bedarfshaltepunkte, wenn auf dem Bahnsteig wartende Fahrgäste eine Haltewunschtaste bedienen könnten und so, wie z.B. in weiten Teilen der Schweiz und Österreich üblich, den Zug zum Halten auffordern könnten. Dort leuchtet im Bremswegabstand vor dem entsprechenden Bahnsteig dann ein Signal mit der Halteaufforderung auf.


Klingt nicht schlecht das ganze. Schreit aber auch förmlich nach Mißbrauch. Siehe auch die Behindertenschalter in den Dostos. Wenn da ein paar ganz lustige unterwegs sind oder unkontrollierte Kinder wird`s nervig. :mad:



von Jörg L.E. - am 14.03.2006 13:41

achso

Ja, Bedarfshalte klingen gut, auf vielen Strecken würde das reale Kosten sparen helfen. Allerdings bringen die Einsparungen wenig, wenn DB Netz und DB S&S die Einsparungen zu Tode rechnen. Üblicherweise werden dort Kosten über einen gewissen Bereich addiert (z.B. räumlich) um dann pauschalisiert über alle Elemente (z.B. Stationen) zurück gerechnet zu werden. so entsteht der Aberwitz, dass abbestellte Strecken durch ihr bloßes Zuwachsen mit Gestrüpp derart viel Geld im Unterhalt kosten wie es den öffentlichen Entscheidungsträgern weiß gemacht werden soll. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei Bedarfshalten und im Falle von Knautnaundorf der sinnvolle reduzierte Ausbaustandard (simple befestigte Bahnsteigfläche) durch solche Mathemanie zu Tode gerechnet wird, leider.

Die Zeitersparnis kann auch gegen gerechnet werden, dass z.B. zu Schichtwechselzeiten die Station X bedient wird, außerhalb dafür die Station Y, sodass die Gesamtfahrzeit wieder gleich bleibt. Missbrauch von Halteaufforderungen habe ich übrigens noch nicht erlebt, kann u.U. eine feine Sache sein. Noch spannender bleibt, ob der Betreiber in solchen Fällen die Einsparungen auch an den Besteller weiter gibt. Nur wenn dort spürbar Kostensenkungen auflaufen, bleiben Eisenbahnen am Netz. Für alle Seiten eine Gratwanderung.

Möckern ist ein gutes Beispiel für Berufsverkehr. Einerseits für Leipziger Verhältnisse ganz passabel im Tagesschnitt genutzt, kommen auch mal zur Morgenstunde über 80 Leute aus den Dostos gekrabbelt.

von carsten L.E. - am 14.03.2006 20:35
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