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Informationen zum Thema:
Forum:
L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Senny, Tatra-Fan, Ein Reudnitzer, Sven F., HoK, Mario Jung, Andreas M, Heiko Lehmann

Behinderungen am Hauptbahnhof

Startbeitrag von Sven F. am 07.12.2006 20:47

Heute Nachmittag kam es ca. 15 Uhr zu erheblichen Behinderungen an der Haltestelle Hauptbahnhof, nachdem es vermutlich eine Kollusion eines NGT 8 der Linie 16 in Richtung Lößnig mit einem Fußgänger oder einer anderen Bahn? in der Mitte der Haltestelle gab. Zumindest konnte man noch deutliche Schäden an der Frontscheibe des NGT 8 sehen. Dadurch konnte keine Bahn mehr über das Gleis 2 fahren, sondern alle in Richtung Augustusplatz/Listplatz fahrenden Bahnen und die Busse der Linien 72 und 73 über das Gleis 4 fahren. Da der Bahnverkehr nicht so schnell abfließen konnte, stauten sich die Fahrzeuge teilweise bis zum Goerdelerring. Gegen 15:30 Uhr konnte der NGT 8 der Linie 16 als Dienstfahrt Gleis 2 verlassen und die Situation normalisierte sich allmählich. Die sich hinter der 16 eingeschlossenen Bahnen der Linien 10 und 3 fuhren anschließend bis Wilhelm-Leuschner-Platz bzw. als Linie 3E beschildert nach Paunsdorf-Nord.

Wie es zu dem Unfall kam, werden wir sicher im Forum oder morgen in der Zeitung lesen.

MFG Sven

Antworten:

Hallo erst mal!

Der Unfall am Hbf Gleis 2, war ein Personenschaden gewesen. Hinter der Li. 16 (Unfalltriebwagen 1112) war die Li. 1, die als Dienstfahrt weiter fuhr. Die Li. 10E bis Leuschnerplatz und die Li. 3E bis PD-Nord. Die Li. 10 u. 11 fuhren in der Zeit, in Richtung Lößnig u. Markkleeberg-Ost ab Hbf/W über Goerdelerring - Neues Rathaus Richtung Connewitz. Alle anderen Linien, die am Hbf das Gleis 2 benutzen sind über Gleis 4 Ungeleitet wurden.

Die Feuerwehr rückte mit einem groß Aufgebot am, was aber zum Glück nicht gebraucht wurde!

Gute Besserung, an die Personen, die bei dem Unfall Verletzt wurden!

Tschüss
Heiko :cool:

von Heiko Lehmann - am 08.12.2006 11:30
Das hat man davon, wenn man unachtsam ist (vorallem ältere Leute ....)
Die Fahrer können davon nur ein Lied singen, viele meinten auch, das man die Ampelschaltungen besser hätte realisieren sollen. Es ist seit dem Umbau viel schlimmer geworden.

von Tatra-Fan - am 08.12.2006 11:36
Huhu,

Zitat

Die Fahrer können davon nur ein Lied singen, viele meinten auch, das man die Ampelschaltungen besser hätte realisieren sollen. Es ist seit dem Umbau viel schlimmer geworden.


Wie hätte man es denn noch besser realisieren können ohne zusätzlich Geld für eine LSA über die Gleise rauszuschmeissen. Eine LSA, wo sich eh niemand dran halten würde. Das es seit dem Umbau schlimmer geworden ist hat vielmehr den Grund, dass man nur noch an 3 Stellen über die Gleise kommt. Früher konnte man ja überall kreuz und quer über die Gleise laufen. Für die Fahrer war diese Situation allerding auch kein zuckerschlecken. Nun muss alles über die 3 Überwege, die zwangsweise zur Engstelle werden. Und wer dann noch träumert und nicht aufpasst hat (so hart es klingen mag) die Konsequenzen zu tragen.


MfG Senny

von Senny - am 08.12.2006 14:48
Ich fände es nach wie vor sinnvoll auf den Gleisen die Fahrtrichtung zu markieren. Auch ich bin immer wieder unsicher aus welcher Richtung nun die Bahn kommt und- so nehme ich es zumindest an- noch nicht senil.

Andreas M

von Andreas M - am 08.12.2006 19:33
@Senny

die Fußgänger bekommen grün wenn die Strassenbahn frei bekommt, also Fußgänger + Bimmel gleichzeitig .... DAS ist FALSCH ....

von Tatra-Fan - am 08.12.2006 21:16
Huhu,

Zitat

die Fußgänger bekommen grün wenn die Strassenbahn frei bekommt, also Fußgänger + Bimmel gleichzeitig .... DAS ist FALSCH ....


Du scheinst da irgendwie was nicht so ganz zu begreifen. Wenn die Fussgänger *grün* haben, fährt kein Auto. Wenn kein Auto fähr ist gleichzeitig alles frei für die abbiegenden Bahnen die über die Fahrspuren müssen. Sei es aus oder zur Goethestraße oder Schumacher Straße. In der kurzen Zeit, wo die Kfz *rot* haben müssen 2 Bahnen nacheinander abbiegen können. Parallel müssen auch die Fussgänger die Fahrbahnen überqueren. Fussgänger, Bahnen und Kfz nacheinander abfertigen würde sich auf die Länge der Grünphasen für Kfz und Bahnen negativ auswirken. Ist es eigentlich von einem Menschen zuviel verlangt, wenn er Gleise oder Fahrbahnen überquert, seinen Kopf um nichmal eine viertel Drehung nach links und rechts zu bewegen. Sowas lernt man eigentlich von klein auf und sollte man sein ganzes Leben nicht vergessen. Jeder mache mal nen Fehler oder ist unachtsam. Dann aber immer gleich mit Teils sinnlosen Verbesserungen zu kommen ist der falsche Weg. Die gesicherten Überwege befinden sich immer innerhalb der dazugehörigen Fussgängerampeln. Die Gleisanlagen und Haltestellen befinden sich außerhalb der gesicherten Überwege. Somit ist in erster Linie jeder für seine eigene Sicherheit verantwortlich. Mit anderen Worten. Die Fussgängerampeln sichern nur die Überwege über die Ringfahrbahnen ab, mehr nicht.

PS: vor dem Umbau war es auch nicht anders. Wenn die Fussgänger über die Fahrbahnen *grün* hatten, hatten die abbiegenden Bahnen auch *grün*. Man hat lediglich an die Haltestellen zusätzlich noch LSA´s installiert, damit sich die einfädelnden Bahnen bzw. kreuzende Bahnen nicht ins gehege kommen.


MfG Senny

von Senny - am 08.12.2006 21:59
Ich muss Senny hier mal Recht geben. Es ist schon arg bedenklich, wenn ein erwachsener Mensch es nicht hinbekommt, ein Straßenbahngleis zu überqueren. Ich weiss bereits seit dem Kindergarten (das ist bei mir mehr als 20 Jahre her), dass man immer, wenn man einen Verkehrsweg quert, nach links UND nach rechts schaut. Wenn aus beiden Richtungen nix kommt, kann man rübergehen. Das sollte bei Straßenbahngleisen ähnlich funktionieren - noch zumal, wo die Straßenbahn SCHIENENgebunden ist.

Vielleicht sollten die LVB da mal Erklärungsschilder aufstellen - nicht dass selbiges Unternehmen irgendwann nach US-amerikanischem Vorbild auf Millionenentschädigungen verklagt wird, wenn es mal wieder zu Feindkontakt zwischen armem Fußgänger und böser Bahn kommt...

von Ein Reudnitzer - am 09.12.2006 16:23
Gilt der Kommentar vom "Reudnitzer" auch für das Kind, das diesmal von der Bahn der Li.16 erfasst wurde und glücklicherweise "nur" eine Kopfplatzwunde davontrug?
Nach dem Lesen der weiteren Kommentare muss ich mein Posting noch ergänzen:
Die Sorgfaltspflicht der stärkeren gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern gem. StVO liegt im Fall des Befahrens der Überwege am Hbf. immer beim Triebwagen-Führer, der seine Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen muss. Trotzdem sind Konflikte mit plötzlich vor die Bahn tetenden Passanten nie ganz auszuschliessen. Gerade in der Vorweihnachtszeit benutzen tausende Passanten pro Stunde die Überwege am Hbf. Das es dabei nur äusserst selten Unfälle gibt, zeugt von der umsichtigen Fahrweise der Twf.
Vor dem Umbau liefen die Passanten kreuz und quer über den gesamten Vorplatz, liefen um Strassenbahnen herum und tauchten plötzlich hinter den Wagenzügen auf. Der Umbau hat dazu beigetragen, die Passantenströme zu ordnen und den Vorplatz sicherer zu machen.
Damit, das am Westkreis die Strassenbahnen frei und die querenden Passanten gleichzeitig grün haben, müssen wir halt leben.

von HoK - am 09.12.2006 18:52
Eine eindeutige Markierung der Fahrtrichtung auf dem Boden würde schon viel helfen, damit man weiß aus welcher Richtung die Bahn kommt.
Und wenn ich mal viel weiter träumen darf: eine leuchtende (blinkende?) rote Markierungslinie auf dem Boden die leuchtet/blinkt wenn eine Bahn kommt, warnt nochmal deutlicher.

von Mario Jung - am 09.12.2006 22:56
Das hatten wir schonmal ....
Das ist genau dasselbe, wenn man eine Ampel (wenn auch Blinkend) hin(ge)stellt (hätte) ... Die Ampel wäre Dauer-an und würde genausoviel bringen, denn auch auf die Ampel würde nicht geachtet ....

von Tatra-Fan - am 09.12.2006 23:04
Huhu,

Zitat

Eine eindeutige Markierung der Fahrtrichtung auf dem Boden würde schon viel helfen, damit man weiß aus welcher Richtung die Bahn kommt.


Die Markierung wir aber nur gesehen, wenn jeweils nur paar Leutchens rüberlaufen. Allerdings bei den dortigen Menschenmassen gehen solche Markierungen unter. Zu den Blinklichtern wurde ja schon gesagt, dass sie eher unbeachtet bleiben.


MfG Senny

von Senny - am 10.12.2006 12:11
Früher konnte man ja auch vom Tunnel (zwischen LVB-Mobiturm und Hbf. Untergeschoss) aus direkt zu den Straßenbahnsteigen gelangen, ohne mit den Fahrtwegen der Bahnen dirket in Berührung zu kommen. Leider gibt es diese Zugänge aber nicht mehr. Ein Tunnel zwischen Hbf. Ostseite Untergeschoss und R.-Wagner-Straße wäre sicher auch gut gewesen, damit nicht alle Passantenströme oberirdisch stattfinden müssen.

MFG Sven

von Sven F. - am 10.12.2006 14:08
Lieber HoK !

Nein - dafür gilt es sicher nicht. Ich hoffe, dass diese Frage von Dir auch nicht ganz ernst gemeint war.

Im übrigen hatte ich von "ERWACHSENEN MENSCHEN" geschrieben. Okay - ich hätte vielleicht noch schreiben sollen, dass ich in den paar folgenden Sätzen auch davon spreche... Dies ist hiermit hoffentlich geklärt ! ;-))

Und nochwas: Wo waren denn die Eltern von dem Kind, das erfasst wurde ??? Gibt es nicht sowas wie eine "Aufsichtspflicht" ??? Für solche Unfälle sind nicht die LVB oder Verkehrsplaner grundsätzlich verantwortlich - viel schlimmer sind die Fahrgäste, die noch kurz vor der anfahrenden Bahn über die Gleise springen und insbesondere Kindern damit ein "wirklich tolles" Beispiel zum Nachmachen geben !!

von Ein Reudnitzer - am 10.12.2006 15:53
Huhu,

Zitat

Früher konnte man ja auch vom Tunnel (zwischen LVB-Mobiturm und Hbf. Untergeschoss) aus direkt zu den Straßenbahnsteigen gelangen, ohne mit den Fahrtwegen der Bahnen dirket in Berührung zu kommen. Leider gibt es diese Zugänge aber nicht mehr. Ein Tunnel zwischen Hbf. Ostseite Untergeschoss und R.-Wagner-Straße wäre sicher auch gut gewesen, damit nicht alle Passantenströme oberirdisch stattfinden müssen.


Den Tunnel zwischen Hbf und Mobiturm gibt es ja noch. Allerdings eben ohne Zugang zu den LVB-Bahnsteigen. Der neue Fussgängertunnel ist an der Westseite ja schon vorbereitet. Dieser wird aber erst im Zuge des Citytunnels vollendet. Solange muss man mit der ebenerdigen und barierefreien Variante vorlieb nehmen.


MfG Senny

von Senny - am 10.12.2006 21:01
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