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L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tatra-Fan, Danischoen, DAvE LE, Lutz G., Michael Voß, smt-dd, Tony L., HoK, Straßenbahnmuseum, Ronny Kraus

Triebwagen 1852 gerettet

Startbeitrag von Straßenbahnmuseum am 20.12.2006 17:52

Durch die Vermittlung des Straßenbahnmuseums Leipzig-Möckern konnte der Triebwagen 1852 vor der drohenden Verschrottung durch die IFTEC gerettet werden. Der Wagen wurde heute vom neuen Besitzer in Heiterblick mit einem Tieflader abgeholt.

Wir wünschen viel Erfolg bei der langfristigen Erhaltung des Fahrzeuges.

Antworten:

Mal gucken was Herr C. nun draus machen will, 1852 im Anlieferungszustand oder Hallenser 1025²

von Tatra-Fan - am 20.12.2006 21:19
1852 sollte im Zustand der Ausmusterung erhalten werden. Damit würde dieser Twg. für Sonderfahrten mit der noch zahlreich vorhandenen Beschilderung (Fensterschilder) zur Verfügung stehen. Auch die Elektrik, inklusive der Entwerter, sollte in diesem Umbauzustand verbleiben.

von HoK - am 21.12.2006 01:50

Re: Triebwagen 1852 (mL)

moin ..

weitere Fotos im DSO-Forum >> [drehscheibe-online.ist-im-web.de] :cool:



von DAvE LE - am 21.12.2006 06:51
@HoK

wie soll ich das mit "für Sonderfahrten zur verfügung stehen" bitte verstehen?? In T. gibt es soweit ich weis keine Strassenbahn(gleise) ....

von Tatra-Fan - am 21.12.2006 07:13
wie soll ich das mit "für Sonderfahrten zur verfügung stehen" bitte verstehen??
wie er schrieb, würde er zur Verfügung stehen, also würde er vielleicht irgendwo anders hin-transportiert und dann dort als Sonderfahrt eingesetzt werden oder vielleicht baut sich der neue Besitzer auch eine kleine hin-und-her Strecke auf :cool:



von DAvE LE - am 21.12.2006 07:16
Hallo

Marcus Christophel hat sich damit einen längeren Traum verwirklicht. erst versuchte er es mit einem KT4D, da gab es leider keine passenden Ersatzteile, und da hat er 1852 genommen. er wird erstmal auf einem Grundstück hinterstellt und aufgearbeitet/umgebaut, was auch immer. Selbst fahren wird er nicht mehr, er soll evlt in ein Museum...

MfG Tony

von Tony L. - am 21.12.2006 07:24
Sobald das Fahrzeug auf seinem Grundstück angekommen ist, gehts sowieso keinen mehr an, was er damit macht. Legt doch zusammen und kauft Euch auch nen Tw bei den LVB ;-)

von Ronny Kraus - am 21.12.2006 08:08

Triebwagen 1852 gerettet

Nun - wie ich vom Eigentümer lesen konnte - bleibt der 1852 als 1852 erhalten.

Finde es bissel schade, dass er so unter Druck gesetzt wurde - oder besser sich hat setzen lassen, dass er seinen eigenen Traum nicht verwirklicht.

Naja - jeder ist seines eignes Glückes Schmied.

von smt-dd - am 21.12.2006 08:29
Zitat

Durch die Vermittlung des Straßenbahnmuseums Leipzig-Möckern konnte der Triebwagen 1852 vor der drohenden Verschrottung durch die IFTEC gerettet werden.


Ich bin ein wenig enttäuscht, daß sich hier ein offensichtlich offizieller Vertreter des Straßenbahnmuseums zu diesem Anflug offener Häme hinreißen ließ und diesen kaum hinterlegbaren Fakt derart ungeniert in die Öffentlichkeit possaunen muß. Es hatten sich doch die meisten Straßenbahnfreunde bereits stillschweigend in die Nische des Ausblendens zurückgezogen ...

So sollte nun doch mitgeteilt werden, daß der noch recht junge (und durchaus mutige) Käufer bewußt und zielstrebig (und nur) auf den Wagen 1852 hingeführt wurde, um dieses für Einige störende corpus delecti möglichst weit und möglichst endgültig aus dem Leipziger Gesichtskreis zu verbannen. Sehr hilfreich für den Zuschlag dürften dabei die ersten Überlegungen des Käufers gewesen sein, aus dem Fahrzeug einen pseudo-halleschen Wagen zu basteln. Das hätte die erwünschte völlige Substanzzerstörung des Objektes 1852 bedeutet, die geschichtlich/museale Bedeutung und Wertigkeit des so entstandenen Endergebnisses hätte den für Einige sehr befriedigenden Wert nahe Null erreicht. Die Entsorgung wäre perfekt gewesen.

Nun soll es doch ein Leipziger Wagen bleiben, auch gut. Zumindest die Gefahr der Konkurrenz für den historischen Tw 1602 - so dieser mal wieder einsatzbereit sein sollte - ist trotzdem gebannt. Es wird in Leipzig niemand mehr den Mut haben, mit einer weiteren Initiative zur betriebsfähigen Erhaltung eines weiteren T4D neben 1602 zu drohen, der zäheste und wahrscheinlich auch erfolgversprechenste Ansatz eines engagierten Mitarbeiters, der wahrscheinlich seine eigenen Einflußmöglichkeiten und auch seine Beliebtheit (oder die seines Projektes) beim Verkehrsbetrieb völlig überschätzt hat, konnte erfolgreich abgeblockt werden.

Mit durchaus "geschäftsüblichen" Methoden, die auch in der übrigen Geschäftswelt das genüßliche "über den Tisch ziehen" sowohl des Käufers wie auch des auf der sicheren Seite geglaubten "Beschützers" völlig rechtskonform beinhalten. Ein guter Geschäfstmann fällt halt dadurch auf, daß er sein Gegenüber so schnell über den Tisch ziehen kann, daß dieser die dabei entstehende Reibungshitze noch als Nestwärme empfindet ...

1602 wird keinen unverschämt billigen und peinlich einsatzbereiten Mitbewerber um die zukünftige Gunst der Straßenbahn- und Tatrafreunde mehr befürchten müssen. Hosianna !

Wie eingangs erwähnt, mit dieser Situation hätten wohl die meisten Straßenbahn- und Tatrafreunde ruhig leben können, die wohlüberlegt in der Sache steckende kleine und feine Schofligkeit und Gemeinheit ist zwar durchaus zumindest von den meisten älteren Straßenbahnfreunden bemerkt worden, hätte wohl aber vor allem nur dem bisherigen Hauptinitiator pro 1852 echte Tränen in die Augen getrieben.

So aber konnte es sich ein "Jemand" partout nicht verkneifen, echte Schadenfreude und unendliche Häme über den gelungenen Coup heraushängen zu lassen. Als ob es nicht gereicht hätte, daß die größten Gegener der 1852 (in Leipzig) vom Käufer ohnehin schon öffentlich für ihr Wirken "für den Tw 1852" gefeiert und lobend erwähnt worden. So mancher wird vor Lachen über Stunden nicht in den Schlaf gefunden haben ...

Hoffentlich erweist sich dies nicht nachträglich als Bärendienst, sowohl für die Reputation des Straßenbahnmuseums als auch das derzeit erfreulich entspannte Verhältnis der verschiedenen Gesinnungsströmungen der Leipziger Straßenbahnfreunde untereinander. Es können eben nicht alle über das Leid eines A.H. herzerfrischend lachen.

Vielleicht entschließt sich ja der Käufer, das Fahrzeug auch im fernen Thüringen im letzten Zustand zu erhalten, einen wie auch immer historisch erhaltenen Wagen mit einer (zudem noch geschmackvollen) Ganzwerbung gibt es noch nicht, in einen annähernden Anlieferungszustand zurücklackierte Wagen aller Coleur dagegen zu hauf. Vielleicht war es ja gerade dieses Alleinstellungsmerkmal, welches der 1852 letztendlich auch nicht zu unterschätzende Symphatien gebracht hat. Irgendwie muß das Fahrzeug doch zu seinem Kultstatus gekommen sein ...

Den Käufer "unter Druck setzen" würde ich jedoch keinesfalls gutheißen, er muß selbst entscheiden, ob und wie er aus seinem Abenteuer ohne finanzielles Desaster herauskommt. Kann er wirklich seine Träume umsetzen, so ist ihm dazu alles Gute zu wünschen. Für die Träume der Leipziger Fans, die von einem einsatzstabilen T4D auf Leipziger Gleisen träumten, ist 1852 ohnehin endgültig verloren. Die weitere Aufrechnung von Träumen und Häme überlassen wir lieber auch in Zukunft @Straßenbahnmuseum ...

Mit nachdenklichen Grüßen
Lutz G.

von Lutz G. - am 21.12.2006 11:59
Wech ein Machtwort !! Danke Lutz für die Aufklärung :)

von Tatra-Fan - am 21.12.2006 12:53
Große Worte

von Danischoen - am 21.12.2006 23:29
Schöner Beitrag Lutz, Erinnert ein wenig an den hier:

[www.vsom.de]

Achtung Modensurfer. Download von etwa 500kB, aber es lohnt sich!

von Danischoen - am 22.12.2006 08:06
WAhrscheinlich ist es mein Fehler und ich bin selbst schuld. Aber was ist daran schlimm, dass jemand einen Straßenbahnwagen kauft. Warum diese riesige Diskussion, von der ich - wie gesagt - nichts verstehe. Kann mich jemand einmal aufklären?

von Michael Voß - am 22.12.2006 10:34
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