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Informationen zum Thema:
Forum:
L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Martin Böttcher, Jörg L.E., DAvE LE, brejlovec750

Besuch am 20.12.06

Startbeitrag von brejlovec750 am 23.12.2006 07:16

Hallo zusammen,

nach etwas längerer Abstinenz - sowohl von Leipzig als auch vom Forum - möchte ich mich mal wieder kurz zu Wort melden. Am 20.12.06 zog es mich also mal wieder in die alte Heimatstadt. Das Wetter war leider reichlich mies, für Straßenbahnfotografie aber gerade so noch ausreichend.

In Gohlis, besser gesagt in der Menkestraße und näherer Umgebung bekam ich gleich "schlechte" Laune. Wer hatte die ganzen schrecklichen Werbewagen auf der 12 bestellt? Mensch, was habe ich die Wagen mal in der gelb-blauen Farbgebung gemocht, doch das? Alles knallig, fast nur übler Kommerz. Diese Werbeflut war auch der einzige Grund, daß ich mich nicht über einen einzelnen Hobbykollegen aufregen mußte, der sich mir gleich zweimal ins Bild stellte. Das erste Mal sei verziehen, kann passieren in der Eile. Aber das zweite Mal an der Hst. Fritz-Seger-Straße war pure Absicht, was hat er sich dabei gedacht? Die entsprechende Person wird sich vielleicht an dieser Stelle wiedererkennen. Ist das jetzt normal in Leipzig?

Was hat mich gefreut? Ganz klar, die Fahrt im Leoliner von Sommerfeld zum Hauptbahnhof! Die Wagen besitzen ja eine außerordentliche Laufruhe! Kein Rumpeln, kein Scheppern, keine ruckartig einsetzende Festhaltebremse. Erwas nervig erschien mir das Piepsen in allen Tonlagen, wobei die leichte Unterscheidung zwischen dem normalen Zurücknehmen der Türfreigabe und dem Zwangsschließen gelungen ist. Ob auch die "normalen" Fahrgäste diesen Unterschied kennen?

Irgendwie sind die gepflegten Fahrzeuge der LVB eine bunte Insel inmitten von grauem Ruin und Verfall. Geschockt war ich von der Abrißwut in Plagwitz allgemein und der Eisenbahnstraße im Speziellen. Wenigstens scheint sich der Rest der Häuser nun gefangen zu haben, sind sogar neue Mieter (u.a. Modellbahnhändler) in die Geschäfte gezogen. Also nicht ausschließlich nur exotische Lebensmittelgeschäfte.

Leider wurde ich am Abend noch Zeuge der Abschiedsfahrt des Wagens 1006. Diesen traf ich mit dem restlichen Anhang am Hauptbahnhof, beschildert als Dienstfahrt. Der Fahrer hätte aber mal das Licht im Fahrgastraum ausmachen können. Führte so nur zu Verwirrungen, Fahrgäste haben es nun mal nicht so mit dem Lesen (Berufserfahrung, nicht böse gemeint). Typisches Denkmuster: Kommt Bahn, fährt in meine Richtung, brennt drin Licht, will ich einsteigen.

Wenn es meine knappe Zeit zuläßt, werde ich mal meine Leipzig-Bilder durchsehen, einige Fotos scannen und hier einstellen. Ein erstes Ziel für 2007. Es ist nicht zuletzt dieses Forum, daß mich im fernen München (o.k., sind ja nun nur noch erwas über 4 Stunden mit dem ICE) auf den neuesten Stand der Dinge bringt. Den einen oder anderen geistigen Aussetzer kann man dabei schon mal übersehen...

Viele Grüße
Daniel

Antworten:

moin ..

Ist das jetzt normal in Leipzig?
naja, alle wollen immer auf's Bild, einige machen es, weil sie vielleicht denken einmal schnell knipsen und fertig, einige latschen mit Absicht rein und einige bleiben selbst noch stehen, wo ich diesen Leuten natürlich dankbar bin :cool:

..oder es wollen immer alle ins Fernsehen, aber wenn es dann soweit ist, renn'se alle weg :rolleyes:



von DAvE LE - am 23.12.2006 07:46
Schlimm war das im Mai bei der Tramparade. Jeder hat dort ohne Rücksicht auf andere Foto`s machen wollen. Teilweise wurde auch sehr verbal ausgeteilt. Habe 4 Foto`s in der Schleife Naunhofer Straße gemacht und bin dann wieder weg. In der Branche gibt es leider zuviel Gestörte.



von Jörg L.E. - am 23.12.2006 14:16
brejlovec750 schrieb:

Zitat

Irgendwie sind die gepflegten Fahrzeuge der LVB eine bunte
Insel inmitten von grauem Ruin und Verfall. Geschockt war ich
von der Abrißwut in Plagwitz allgemein und der
Eisenbahnstraße im Speziellen. Wenigstens scheint sich der
Rest der Häuser nun gefangen zu haben, sind sogar neue Mieter
(u.a. Modellbahnhändler) in die Geschäfte gezogen. Also nicht
ausschließlich nur exotische Lebensmittelgeschäfte.

Es lohnt sich übrigens, mal hinter die maroden Häuser zu schauen und ein wenig durch die Seitenstraßen zu gehen. Oftmals ist dort alles fein rausgeputzt und gut vermietet. Auch im Umfeld der Eisenbahn- oder Georg-Schumann-Straße. Die Hauptstraßen sind nun mal laut und wer es sich aussuchen kann, wohnt lieber ein paar Meter dahinter. Deshalb sind die Häuser der Hauptstraßen überdurchschnittlich häufig unsaniert. Einige Viertel sind jedoch so gefragt, dass dort nun auch verstärkt die "erste Reihe" saniert wird. So zum Beispiel die Südvorstadt, Schleußig, das Bach- oder das Waldstraßenviertel. Plagwitz ist noch nicht ganz so weit, obwohl es in den letzten fünf Jahren flächendeckend deutliche Einwohnerzuwächse hatte. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Gruß
Martin

von Martin Böttcher - am 23.12.2006 16:22
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