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L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
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Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren
Beteiligte Autoren:
Boris Eggers, T6Liebhaber, Jörg L.E., DAvE LE, Kai-Uwe Arnold

LVB schließen zwei Straßenbahnhöfe, aus der LVZ 2.8.2007

Startbeitrag von Boris Eggers am 01.08.2007 20:47

Geplantes Technikzentrum Heiterblick macht alte Stationen überflüssig


Zahlenkolonnen, Baupläne und Beteiligungsmodelle bestimmten gestern eine Pressekonferenz der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zum neuen Technischen Zentrum in Heiterblick. Geschäftsführer Ronald Juhrs war die Freude ins Gesicht geschrieben, als er offiziell verkündete, worüber die LVZ schon am Dienstag berichtet hatte: Die Fördermittel für die 78,3 Millionen Euro teure Straßenbahnwerkstatt sind bewilligt. Insgesamt gehe es bei dem Projekt sogar um 160 Millionen Euro, denn damit verbunden seien etliche weitere Veränderungen im Leipziger Gleisnetz. „So werden die Straßenbahnhöfe in der Wittenberger Straße und in Paunsdorf aufgegeben, weil diese Arbeiten ab 2011 in Heiterblick stattfinden. Das bringt uns Einsparungen von 700 000 Euro pro Jahr.“
Die Teslabrücke in Heiterblick soll für 15 bis 20 Millionen Euro saniert werden, ergänzte LVB-Investitionschef Dirk Sikora. „Auch schaffen wir eine neue Gleisstrecke vom Technischen Zentrum bis zum Neubaugebiet an der Freiberger Straße, binden damit das Viertel am Bagger besser an den öffentlichen Nahverkehr an.“ Den Hauptanteil der riesigen Summen müsse ein privater Investor erbringen, der das Technikzentrum baut und mindestens 25 Jahre lang betreibt, bevor es vollständig den LVB gehört. Die Verkehrsbetriebe zahlen pro Jahr fünf bis sechs Millionen Euro an den Investor, sparen aber ihre bisherigen Kosten für drei alte Betriebshöfe (mit Heiterblick) ein. „Die Ausschreibung startet bald“, so Juhrs. Er rechne mit Baukonzernen wie Bilfinger-Berger, Strabag oder Finanzinvestoren unter den Bewerbern.
Besonders stolz sind die LVB darauf, dass in Heiterblick 470 Mitarbeiter in einer „Architektur, die Maßstäbe setzt“ tätig sein werden. Den Wettbewerb dazu hatte das Architekturbüro Schulz & Schulz schon 2003 gewonnen. Die Leipziger wurden für ihr Wolkenlabor in der Permoserstraße und den Betriebshof der Stadtreinigung in der Geithainer Straße mit Lob und Preisen überhäuft. „In Heiterblick entsteht ein klassischer Industriebau, dessen ganze Struktur auf den Abmessungen der Straßenbahnen basiert“, sagte Benedikt Schulz. Als Kontrast zum Stahlblech der Trams sollen die Fassaden und die Decken von innen mit Holz verkleidet werden. „Dazu kommt viel Licht und Luft, damit sich die Arbeiter trotz schwerer körperlicher Tätigkeit wohl fühlen.“ Jens Rometsch

Antworten:

Hallo,
also kommt bis 2011 wenigstens die Neubaustrecke nach Thekla.
Und damit wohl auch die Verlegung der Strecke aus der Kieler in die Tauchaer Straße und der zweigleisige Ausbau des letzten Stückes vor der Endstelle Thekla.
Von den geplanten Strecken nach Liebertwolkwitz, Lindenthal, Schleußiger Weg wie immer kein Wort...
Aber vor allem nach dem Bekenntnis des Stadtrates zur Straßenbahn nach Plagwitz, hätte ich zumindest mit der Strecke in der Sallfelder Straße im Zusammenhang mit dem Umbau der S-Bahnstrecke gerechnet.
Gruß
Kai-Uwe Arnold

von Kai-Uwe Arnold - am 01.08.2007 21:50

Re: Anbindung Thekla-TZH

Morschen ..

laut der LIZzy-Zeitung soll es bisdahin eine eingleisige Strecke von der Schleife Thekla zum TZ-Heiterblick geben. Da die Teslabrücke neugebaut werden soll, soll dann auch eine Behilfsbrücke ähnlich der damaligen provisorischen Prager Brücke gebaut werden, um den Werkstattverkehr nicht aufzuhalten.

Auszug aus der Leipziger Internet Zeitung:
Und dann ist mit Geldausgeben noch lange nicht Schluss. Denn wenn bis 2015 tatsächlich alle alten Tatra-Bahnen ausgetauscht werden sollen, müssen noch über 200 dieser tschechischen Kraftprotze durch Niederflurfahrzeuge ersetzt werden. Die sind zwar größer, bequemer und sparsamer. "Aber wir müssen - zusätzlich zu dem Fahrzeugbeschaffungsprogramm, das jetzt bis Mitte 2008 läuft, gleich ein nächstes dranhängen", sagt Ronald Juhrs. "Das würde dann noch einmal 150 bis 170 Millionen Euro kosten."

von DAvE LE - am 02.08.2007 05:47

Re: Anbindung Thekla-TZH

Was passiert eigentlich wenn sich kein privater Sponsor für den Neubau findet ? :confused: :confused: :confused: :confused:

von Jörg L.E. - am 02.08.2007 16:09

Realisierungsplanung vom BMVBS

Anbei ein Link vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung o. ä.


[www.bmvbs.de]

von Boris Eggers - am 02.08.2007 20:23

Re: Realisierungsplanung vom BMVBS

Bei dem genannten Link handelt es sich um ein nicht mehr aktuelles Finanzierungsmodell in Ermangelung von Fördermitteln.
Wer den Inhalt der jüngsten Pressemitteilungen sorgfältig gelesen und sich nicht nur die schönen bunten Bilder angesehen hat, musste zwangsläufig feststellen, dass nun doch Fördermittel bereitgestellt werden.
Also gibt es bei diesem Projekt nach aktuellem Projektstand kein PPP.
Die Refinanzierungsrechnung hat wohl ergeben, dass beim PPP unter dem Strich die Belastung für die öffentlichen Haushalte und damit auch für den Steuerzahler höher wird, als wenn man von vorn herein Fördermittel bereit stellt.

Und denkt dran: Freitag nach eins ...

von T6Liebhaber - am 03.08.2007 05:52
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