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L-NV - Straßenbahn, Bus und Eisenbahn in Leipzig
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vor 9 Jahren, 3 Monaten
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Sascha Claus, Jörg L.E., Ein Reudnitzer, Tony L., carsten L.E., DAvE LE, vj0005, Tobias.Hartmann

Frage zum NVP (Fortschreibung) / Bereich Thekla

Startbeitrag von Jörg L.E. am 25.07.2008 18:33

Eine Frage zum aktuellen Nahverkehrsplan der Stadt Leipzig. Auf der Karte 4 (ca. Seite 56) ist im Bereich Thekla eine gestrichelte Linie(Untersuchungsstrecke) zu sehen. Grob gesehen verläuft diese ab der Partenbrücke in einem Bogen nördlich vom Bagger auf die Kreuzung Theklaer-/Lidicstraße zu. Von da gehts weiter über die Theklaer in die Sosaer Straße. Der Endpunkt ist im Bereich Rostocker-/Lengefelder Straße vorgesehen. Die LVB planen ja ab hier eine Betriebsstrecke nach Heiterblick. So weit so gut und im Grunde genommen verständich. Mir geht es aber um die Idee zur Weiterführung nach Portitz. Laut o.g. Karte müsste die Strecke dann von der Sosaer Straße weiter zur Seiffener Straße führen und von da weiter entlang des Feldes in nördliche Richtung zur Tauchaer Straße. Frage: Ist das die Grundidee ? Ich habe Zweifel an der Umsetzung. Die dortigen EFH-Besitzer nehmen das mit Sicherheit nicht hin. Zudem ist die östliche Sosaer Straße recht eng.

Noch ne andere Frage zum NVP: Auf der Karte 3 ist der Bahnverkehr im Jahre 2015 skizziert. Dort wird noch der Hp. Leipzig Ost aufgeführt. Ich sehe aber auch keinen Grund diesem mit Fertigstellung des CT still zulegen. Die RB von Geithain und Meißen könnten dort nen 30min-Takt aufrechterhalten. Sollte das so bleiben wäre das echt ne feine Sache. Vielleicht muss man nur baulich etwas neu anlegen.

Antworten:

Eine Weiterführung der 9 bis Portitz möglichst als Stadtbahn wäre meiner Meinung nach sinnvoll. In dem Zusammenhang müsste man auch die Gleise aus der Kieler Straße verlegen und zumindest darüber nachdenken, durch die Theresienstraße und übers Chausseehaus zum Hbf zu fahren.

Ja, ich weiß, da wäre sicher eine Unterführung notwendig am neuen S-Bf Theresienstraße. Aber dadurch würde auch ein sehr günstiger Umsteigepunkt entstehen.

Thema Leipzig-Ost: Den würde ich für die RB auch erhalten. Schließlich besteht ja auch am Stannebeinplatz Anschluß an die Straßenbahn.

von Ein Reudnitzer - am 25.07.2008 19:23
Portitz lohnt sich nicht per Tram. Von den angekündigten Siedlungen sind nur Bruchteile umgesetzt und derzeit deutet nichts auf einen Weiterbau hin.

Über die Option, den HP Leipzig Ost an die Leipzig-Dresdner Eisenbahn zu vrlegen, wurde mal nachgedacht. Angesichts der Kostenprobleme wird es wohl vorerst nichts damit werden. Die jetzige Hofer Verbindungsbahn inkl. Kurve von Dresden wird stillgelegt (bis ca. Höhe ex. Postbahnhof)

mfg

von carsten L.E. - am 25.07.2008 20:11
Hallo

darüber nachdenken, durch die Theresienstraße und übers Chausseehaus zum Hbf zu fahren.
Solch Sachen hatten wir doch schon weiter unten. Damit gäbe es wieder eine Fahrzeitverlängerung, was den Fahrgästen nicht gut schmeckt. Übrigens wäre dann wieder das passiert, was keiner will, dass wieder eine Strecke zu gemacht wird. Außerdem wird die Theresienstraße durch die 90 schon gut bedient.

Eine Weiterführung der 9 bis Portitz möglichst als Stadtbahn wäre meiner Meinung nach sinnvoll
Portitz bringt es echt nicht, da haste einen Haufen voller Einfamilienhäuser ohne große Fahrgastpotentiale, da wäre man mit einer besseren Bus-Anbindung besser dran... Sinnvoll ist die Verlängerung der 9 zum Bahnhof Thekla, einmal durch das Neubaugebiet. Natürlich müsste man dann sehen, dass man keinen Parallelverkehr zur 70 hat dann, demzufolge könnte man die etwas umverlegen oder am Bf Thekla enden lassen, was aber wieder dem umsteigen aus Portitz nicht zugute kommen würde, naja, die Planer werden schon wissen wie siehs lösen.

MfG Tony

von Tony L. - am 25.07.2008 20:15
Tagchen
Zitat
Jörg L.E.
[Verlängerung SL9 laut Nahverkehrsplan]
Grob gesehen verläuft diese ab der Partenbrücke in einem Bogen nördlich vom Bagger auf die Kreuzung Theklaer-/Lidicstraße zu. Von da gehts weiter über die Theklaer in die Sosaer Straße. Der Endpunkt ist im Bereich Rostocker-/Lengefelder Straße vorgesehen. […] Laut o.g. Karte müsste die Strecke dann von der Sosaer Straße weiter zur Seiffener Straße führen und von da weiter entlang des Feldes in nördliche Richtung zur Tauchaer Straße.

ich fände eine Führung über die Kreuzungen Tauchaer/Theklaer Straße und Tauchaer/Paunsdorfer Straße – mit neuer Haltestelle an oder zumindest bei ersterer Kreuzung – besser, da der Haltestellenabstand von der Schleife bis hinter die Kirche etwas lang würde. An beiden Kreuzungen finden sich an den überfahrenen Ecken Autohändler mit ausreichend freier Fläche.

Damit der Autoverkehr in den engen Theklaer Straßen nicht stört, müsste dann natürlich eine richtig ausgetüftelte Ampelschaltung her, keine einfache Bahn kommt – Bahn wartet – Signal lässt warten – irgendwann passiert mal was-Schaltung.

Zitat

[Hp Leipzig Ost nach Tunneleröffnung]
Die RB von Geithain und Meißen könnten dort nen 30min-Takt aufrechterhalten.

Dazu noch ein Bahnsteig in Sellerhausen an der Geithainer Strecke … aber angesichts der Milliardeninvestitionen, die dafür nötig wären, wohl illusorisch.

Da der Connex auf der Leipziger Seite der Ausweiche dann länger unterwegs wäre, hätte man nicht nur den komplett neu gebauten Kreuzungsbahnhof Belgershain einige Kilometer nach Süden verlegen müssen, sondern der Connex müsste früher aus Geithain ausfahren, noch bevor der CLEX in Bad Lausick ist. Dazu sind Milliardeninvestitionen für ein zusätzliches Paar Blocksignale nötig, und das wird noch teurer, wenn es nachträglich statt bei der Komplettsanierung aufgestellt wird.

von Sascha Claus - am 25.07.2008 22:48
Zitat
Tony Laake
Hallo
(1)Damit gäbe es wieder eine Fahrzeitverlängerung, was den Fahrgästen nicht gut schmeckt.
(2)Übrigens wäre dann wieder das passiert, was keiner will, dass wieder eine Strecke zu gemacht wird.
(3)Außerdem wird die Theresienstraße durch die 90 schon gut bedient.


1. - Ab Mockau gehts dann schneller mit der S-Bahn in die Innenstadt (dürfte der LVB nicht schmecken). Das gleiche gilt auch für das NB Thekla. Mit der Tram über Mockau Richtung Innenstadt oder schnellstmöglich mit der S-Bahn ? Die Tram wird den Punkt mit der Schnelligkeit, zumindestens in Thekla, verlieren. Mit der S-Bahn ist man schneller und kommt direkt in die Innenstadt.

2. - Eine wird dicht gemacht. Eine neue wird aufgemacht. Die eröffnete Strecke kann mit neusten Mitteln gebaut werden. Bei der aktuellen Strecke sehe ich keine Anzeichen, dass in den 5-10 Jahren irgendwas passiert(außer die Gleise fangen das bröseln an bzw. die Straße gibt den Geist auf).

3. - Aber nur in Richtung Eutritzsch/Gohlis bzw. Schönefeld. Wenn einer in die Stadt will, muss er mit dem 90er, künftig zum Eutritzscher Zentrum und einen nicht zu knappen Weg zur Haltestelle der 16 absolvieren. (Damit gäbe es wieder eine Fahrzeitverlängerung, was den Fahrgästen nicht gut schmeckt. ;)). Das Gebiet um die Berliner-/Wittenberger Straße kann notfalls noch mit nem optionalen S-Bahn Halt erschlossen werden.

von Jörg L.E. - am 26.07.2008 21:13
@ sascha

Bei einen Halt Sellerhausen der RB nach Geithain ist vielleicht gar nicht so viel an Mehrkosten aufzuwenden.
Bedingung #1: Gesamtfahrzeit der RB von Hbf bis Liebertwolkwitz ändert sich nur unwesentlich
Bedingung #2: Man nutzt den vorhandenen Bahnsteig Richtung Borsdorf und ergänzt diesen räumlich bis zum Gleis, der Höhensprung müsste sich beherrschen lassen, wenn nicht, muss die Stopfmaschine ran ;-)

allgemein:
Die Tramstrecke durch die Theresienstraße ist so falsch nicht!
- In punkto Reisezeit gewinnt zukünftig die S-Bahn, warum sollte die Tram dann nicht das tun, was sie perfekt kann: besser erschließen.
- Die Neubaustrecke wäre ca 1,6 km lang, dafür könnte man den gesamten Gleisbereich vom Leihhaus, von der Hamburger Str an und vom Eutr. Zentrum her aufgeben. Inkl. Bthf sind das deutlich mehr km
- Ein Taktverdichtung bis Wilhelminenstraße hat auch Vorzüge

Die Tramführung durch Thekla wird schon gründlich durchdacht, keine Sorge.

mfg


von carsten L.E. - am 26.07.2008 21:54
Tagchen,
Zitat
Jörg L.E.
[mal wieder die 9 über Theresienstraße]
Zitat
Tony Laake
(1)Damit gäbe es wieder eine Fahrzeitverlängerung, was den Fahrgästen nicht gut schmeckt.

um wieviele Sekunden? Merkt das jemand? Gehst du von einer Verlegung der Strecke aus der Berliner in die Theresien- und Delitzscher Straße aus (wie Carsten) oder von einer Verschlängelung durch Theresien-, Wittenberger und Berliner Straße?

Zitat

1. - Ab Mockau gehts dann schneller mit der S-Bahn in die Innenstadt (dürfte der LVB nicht schmecken).

Warum? Mehr als ein dörflicher Halbstundentakt wird’s wohl nicht werden, da kann die Bimmel locker mithalten.

Zitat

Mit der S-Bahn ist man schneller und kommt direkt in die Innenstadt.

Und nun zeige uns drei Theklaer, die in der Innenstadt (und auch noch näher am Hp Markt als an einer der Ringhaltestellen) arbeiten!

Zitat

Das Gebiet um die Berliner-/Wittenberger Straße kann notfalls noch mit nem optionalen S-Bahn Halt erschlossen werden.

Ein Haltepunkt wird wirklich ein optionaler Ersatz für die drei Haltestellen Wittenberger, Apel- und Hamburger Straße. Pessimal wäre hier als Gegenteil von optimal allerdings besser geeignet als optional.

von Sascha Claus - am 27.07.2008 08:25
Hallo

Ich ging davon aus wie Carsten und Jörg. Es ist schon ein umweg, das sind sicher 3 Minuten, die man dadurch mehr fährt.
Weil auch hier die S-Bahn ins Spiel kam: Wer aus Thekla steigt in Mockau aus, wartet 10min auf eine S-Bahn und steigt in der Stadt wieder in die nächste Tram? Die S-Bahn ist eigentlich nur für die Leute geeignet die aus dem Umalnd in die Stadt (und zurück) wollen oder direkt an einem S-Bahn-Haltepunkt wohnen. Alle anderen fahren die Wege gleich mit der Bimmel.

von Tony L. - am 27.07.2008 10:48
Tagchen,
Zitat
Tony Laake
Es ist schon ein umweg, das sind sicher 3 Minuten, die man dadurch mehr fährt.

ich tippe auf eine Minute, sind ja nur etwa 500m. Dafür spart man sicher 3min beim Umstieg in die 16 oder 11/10.

Zitat

Weil auch hier die S-Bahn ins Spiel kam: Wer aus Thekla steigt in Mockau aus, wartet 10min auf eine S-Bahn und steigt in der Stadt wieder in die nächste Tram?

Das trifft ja nur zu, wenn man seinen Fahrtbeginn frei festlegen kann. In anderen Fällen können es auch 20 oder 30 Minuten sein.

von Sascha Claus - am 27.07.2008 10:58
Zitat
Sascha Claus
(1)Gehst du von einer Verlegung der Strecke aus der Berliner in die Theresien- und Delitzscher Straße aus (wie Carsten) oder von einer Verschlängelung durch Theresien-, Wittenberger und Berliner Straße?
(2)Warum? Mehr als ein dörflicher Halbstundentakt wird’s wohl nicht werden, da kann die Bimmel locker mithalten.
(3)Und nun zeige uns drei Theklaer, die in der Innenstadt (und auch noch näher am Hp Markt als an einer der Ringhaltestellen) arbeiten!
(4)
Zitat

Das Gebiet um die Berliner-/Wittenberger Straße kann notfalls noch mit nem optionalen S-Bahn Halt erschlossen werden.

Ein Haltepunkt wird wirklich ein optionaler Ersatz für die drei Haltestellen Wittenberger, Apel- und Hamburger Straße. Pessimal wäre hier als Gegenteil von optimal allerdings besser geeignet als optional.


(1) Direkter Weg durch die Theresienstraße. Habe die Führung schon mal hier im Forum geposted. Da ging es um SL14. Liegt schon ein paar Wochen her.

(2) Die 1 fährt in Schönefeld auch alle 10 Minuten. Vom Kohlweg aus laufe ich aber lieber zur S-Bahn. Die braucht nämlich nur 4 Minuten und man ist im Hauptbahnhof und nicht davor. Sicher fährt die S2 nur alle 30 Minuten aber man kann sich ja drauf einstellen.

(3) Reichen auch 3 Arbeitslose/Rentner/Schüler die nur mal so in die Innenstadt wollen ?

(4) Es wären ja mit der Theresienstraße 2 Haltepunkte die das dünn besiedelte Gebiet erschließen. Für das Gebiet zwischen W-Liebknecht-Platz bis Berliner Brücke gibt es im Grunde genommen keine Rechtfertigung eines 10min-Taktes. Das Areal hat nur Glück, günstig an der "Einflugschneise" der 9 zu liegen.

von Jörg L.E. - am 27.07.2008 14:02
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man die 9 durch die Theresienstraße schicken sollte, da dort wesentlich mehr Fahrgastpotential vorhanden ist als auf der bisherigen Streckenführung. Man bekäme dann allerdings den interessanten Umstand, dass zwischen Chausseehaus und Hbf gleich vier Linien auf dem Streckenabschnitt verkehren würden. Mittelfristig sollte sich die Stadt da doch mal Gedanken machen, den Abschnitt Hbf Westseite - Chausseehaus neu zu gestalten. Ich denke, dort würde es Sinn machen, eine kurze Unterführung anzulegen. Da lasse ich mich auch nicht vom Gegenteil überzeugen.

Als Argument anzuführen, dass man vielleicht keine U-Stadtbahn mag, ist kein Argument... Letztendlich wären es nämliche gerade solche Investitionen, die der Straßenbahn einen entsprechenden Rang geben würden ! Und von einer Tunnelstation am W.-Liebknecht-Platz bekommen wir noch lange keine hochflurige häßliche Stadtbahn... Abtauchen müsste man meiner Meinung nach in Höhe Stadtwerke und wieder auftauchen in Höhe HBF, so dass man auf Höhe Hbf Westseite bereits wieder normal oberirdisch fährt. Es kann mir niemand erzählen, dass sowas für eine Halbmillionenstadt überdimensioniert ist !

Wahrscheinlich muss man doch wirklich in eine Partei eintreten und dann solche Forderungen mal auf den Tisch bringen...

von Ein Reudnitzer - am 27.07.2008 18:16
Tagchen,
Zitat
Jörg L.E.
(3) Reichen auch 3 Arbeitslose/Rentner/Schüler die nur mal so in die Innenstadt wollen ?

wenn die eine Strecke bezahlen, die ihnen nur für den kleineren Teil der Innenstadt (den Teil, der näher an den Tunnelhaltepunkten liegt als an den Ringhaltestellen) »nur mal so« einen Nutzen bringt. Die Suche nach ausreichend Arbeitsplätzen in genanntem Bereich, um einer nennenswerten Zahl an Arbeitnehmern eine tägliche Zeitersparnis zu bringen, lassen wir mal lieber ganz bleiben.

Zitat

Zitat
Sascha Claus
Ein Haltepunkt wird wirklich ein optionaler Ersatz für die drei Haltestellen Wittenberger, Apel- und Hamburger Straße. Pessimal wäre hier als Gegenteil von optimal allerdings besser geeignet als optional.

Es wären ja mit der Theresienstraße 2 Haltepunkte die das dünn besiedelte Gebiet erschließen.

Für vier Haltestellen (Mockauer/Volbedingstraße kommt ja dann noch in deren Einzugsbereich). Eine Erschließung (=300m bis zur nächsten Haltestelle) ist das nicht mehr. Die 90 könnte ja einen kleinen Schlenker fahren, hat ja eh schon genug, da macht einer mehr nichts mehr aus. ;)

Zitat

Für das Gebiet zwischen W-Liebknecht-Platz bis Berliner Brücke gibt es im Grunde genommen keine Rechtfertigung eines 10min-Taktes. Das Areal hat nur Glück, günstig an der "Einflugschneise" der 9 zu liegen.

Sicher, aber das macht die Weg zur S-Bahn nicht kürzer. Angesichts der Größe – oder besser Kleine – des weißen Flecks würde der aber sicher trotzdem links liegen gelassen, wenn die 9 in die Theresienstraße zieht.

von Sascha Claus - am 27.07.2008 19:03
Hallo

Die Unterführung ist nicht unbedingt notwendig und eigentlich so gut wie nicht realisierbar. Du müsstest unter der Parthe durch. Nicht notwendig daher, weil die Ampel eigentlich ausreichen ist. man müsste nur mal die Ampelschaltung auf der Berliner Straße optimieren, sodass es nicht mehr zu solchen Rückstaus kommt. Am Ende bringt dir der Tunnel nichts weiter außer Kosten...

MfG Tony

von Tony L. - am 27.07.2008 19:55
Zitat

Am Ende bringt dir der Tunnel nichts weiter außer Kosten...


Wie im übrigen alle anderen eurer sagenhaften Ideen auch.

Sagt mal, zum wievielten Mal nehmt ihr jetzt den Nahverkehrsplan auseinander? Gibts am Wochenende nicht was besseres zu tun?

von vj0005 - am 27.07.2008 20:36
Zitat
Ein Reudnitzer
Ich denke, dort würde es Sinn machen, eine kurze Unterführung anzulegen. Da lasse ich mich auch nicht vom Gegenteil überzeugen.

Als Argument anzuführen, dass man vielleicht keine U-Stadtbahn mag, ist kein Argument... Letztendlich wären es nämliche gerade solche Investitionen, die der Straßenbahn einen entsprechenden Rang geben würden ! Und von einer Tunnelstation am W.-Liebknecht-Platz bekommen wir noch lange keine hochflurige häßliche Stadtbahn... Abtauchen müsste man meiner Meinung nach in Höhe Stadtwerke und wieder auftauchen in Höhe HBF, so dass man auf Höhe Hbf Westseite bereits wieder normal oberirdisch fährt. Es kann mir niemand erzählen, dass sowas für eine Halbmillionenstadt überdimensioniert ist !


Stimme vollkommen zu. Das gleiche gilt auch für den Verkehrsknoten am Fr.-List-Platz. Nur dort hätte man den Autoverkehr tiefer legen können und müssen.

Zitat
Sascha Claus
Die 90 könnte ja einen kleinen Schlenker fahren, hat ja eh schon genug, da macht einer mehr nichts mehr aus. ;)


Auch wenn das schon viel Sarkasmus drin steckt,der berechtigt ist, ist die genannte Lösung(für die LVB) die beste.

Zitat
Tony Laake
Nicht notwendig daher, weil die Ampel eigentlich ausreichen ist. man müsste nur mal die Ampelschaltung auf der Berliner Straße optimieren, sodass es nicht mehr zu solchen Rückstaus kommt.
MfG Tony


Könnte aber in Zukunft sich schwierig gestalten da die genannte Kreuzung künftig am inneren Tangentenviereck(oder -ring :confused: ) liegt. Der Verkehr wird stark zunehmen. Und jetzt stell dir mal einen Messetag vor. Eine Tram nach der anderen. Eine optimale Ampellösung ist da für die Katz. Sieht man am besten an Messetagen an der Kreuzung Hbf/Kurt-Schuhmacher-Straße. Der Rückstau der Tram`s ist schon ordentlich. Mit intelligenter Verkehrsführung hat das nicht mehr viel zu tun.


von Jörg L.E. - am 28.07.2008 14:33
Zitat
Jörg L.E.
Stimme vollkommen zu. Das gleiche gilt auch für den Verkehrsknoten am Fr.-List-Platz. Nur dort hätte man den Autoverkehr tiefer legen können und müssen.


Von welchem Geld?

Tschüß
Tobi

von Tobias.Hartmann - am 28.07.2008 14:48
Zitat
Tobias.Hartmann
Zitat
Jörg L.E.
Stimme vollkommen zu. Das gleiche gilt auch für den Verkehrsknoten am Fr.-List-Platz. Nur dort hätte man den Autoverkehr tiefer legen können und müssen.


Von welchem Geld?

Tschüß
Tobi


Richtig. Aber ist ein zu knappes Budget jedesmal die Grundlage für zu halbherzige Bauprojekte ? Ich erinnere an den Spruch: "Wer billig kauft, kauft zweimal."

von Jörg L.E. - am 28.07.2008 17:33
Von welchem Geld ??? Na wenn Leipzig als Messestadt in der ersten Liga mitspielen möchte, sollte sich diese Frage nicht stellen. Der Punkt, dass sich am Liebknechtplatz das Tangentenviereck und die Messelinie kreuzen, ist natürlich ein zusätzlicher Aspekt, um über einen Ausbau nachzudenken. Am Stadion gings doch komischerweise auch - und die Messe spielt sicher eine ganz andere Rolle für die Stadt. Und wenn man große Messen zu verlieren droht, wie die GC, dann sollte die Stadt mal beim Freistaat ordentlich auf den Tisch hauen !

Da muss eben der Freistaat mit ran. Schließlich hat man die Messe auch aus Steuergeldern gebaut - da muss jetzt auch weiter ausgebaut werden. Sonst hätte man sich in den 90ern dafür entscheiden müssen, die Messe in Leipzig aufzugeben.

Das Thema Geld sollte bei solchen Investitionen keine Rolle spielen, wenn Leipzig den Anschluß schaffen soll.

Wie viele Milliarden wurden denn in Dresden an Fördergeldern allein für die Chipindustrie bezahlt ?

von Ein Reudnitzer - am 28.07.2008 17:38
Das Tangenteviereck wird nicht wesentlich mehr Verkehr bringen als heute, weil es auf zig Jahre hin rudimentär bleibt und die Verkehrsgewohnheiten sich angesichts der Zapfsäulenzahlen ohnehin ändern werden.

Bei der Führung Theresienstraße gehe ich von keiner (!) zusätzlichen Eisenbahnkreuzung aus, d.h. bis Wilhelminenstraße mit der 16 fahren und dann rechts weg durch das Brachland zur Theresienstraße (Haltestelle), dann Wittenberger Str. kreuzen, bis Höhe Hartzstr., wieder Haltestelle, dann rechts weg zur Hamburger Straße und auf die Bestandstrasse. Durch die Haltestelle Hamburger Straße bleibt das Gewerbegebiet "Petzscher Mark" (so heißt die Wüste dort) immer noch so gut erschlossen, dass die komplett eingesparte Bedienung das rechtfertigt. Die bestehenden Gleisanlagen verursachen in Bälde enorme Kosten im Unterhalt.

mfg

P.S. Der Nahverkehrsplan gehört gründlich hinterfragt, weil er auf weiten Abschnitten gerade mal den status quo fixiert anstatt entsprechend dem Namen visionär vorzugehen.

von carsten L.E. - am 28.07.2008 17:41
Tagchen,
Achtung!
Auf die Kennzeichnung von Ironie, Satire und Sarkasmus in diesem Beitrag wurde aus Kostengründen verzichtet.

Zitat
Ein Reudnitzer
Da lasse ich mich auch nicht vom Gegenteil überzeugen.

daran zweifelt niemand. Du wirst sicher auch nicht daran zweifeln, dass ich mich nicht davon überzeugen lasse, dass eine immense Geldverschwendung ohne Nutzen eine immense, nutzlose Geldverschwendung ist. Ein Tunnel kostet immerhin zehn- bis zwanzigmal soviel wie eine oberirdische Strecke. Da lasse ich mich aber vom Gegenteil überzeugen.

Kommt dieser Sinnlostunnel also billig, können wir vom zehnfachen der genannten Strecke entweder die 9 durch die Theresienstraße und bis Portitz führen oder von Thekla über Portitz bis Taucha verlängern. Das brächte dann sicher auch zehn- bis zwanzigmal mehr Fahrgäste als keine Fahrzeiteinsparung.

Zitat

Letztendlich wären es nämliche gerade solche Investitionen, die der Straßenbahn einen entsprechenden Rang geben würden !

Welchen Rang? Den Rang eines ungeliebten Kellerkindes?

Zitat

Es kann mir niemand erzählen, dass sowas für eine Halbmillionenstadt überdimensioniert ist !

Sowas ist für eine Halbmillionenstadt überdimensioniert.

Zitat

Wahrscheinlich muss man doch wirklich in eine Partei eintreten und dann solche Forderungen mal auf den Tisch bringen...

Dafür sind Parteien ja da.

Zitat
Jörg L.E.
Zitat
Tony Laake
man müsste nur mal die Ampelschaltung auf der Berliner Straße optimieren, sodass es nicht mehr zu solchen Rückstaus kommt.

Könnte aber in Zukunft sich schwierig gestalten da die genannte Kreuzung künftig am inneren Tangentenviereck(oder -ring :confused: ) liegt.

Tangentenviereck – mittlerer Ring, dazu logischerweise auch noch innerer und äußerer Ring (wo auch immer die sein mögen – Promenaden- und Autobahnring vielleicht).

Zitat

Der Verkehr wird stark zunehmen.

Angesichts der explodierenden Bevölkerungszahl und des sinkenden Ölpreises ist eine sofortige Trendumkehr des seit den 1990ern zurück gehenden Individualverkehrsaufkommens offensichtlich! Die Explosion des Verkehrsaufkommens in der Jahnallee ist der Beweis dafür! Und die liegt auch noch abseits jeglicher Verkehrsströme – das Tangentenviereck ist dagegen eine Jahrhunderte alte Handelsstraße mit schon heute riesigem Verkehrsaufkommen. Dann kommt da noch der ganze Durchgangsverkehr nach Auflassung des Autobahnrings dazu.

Zitat

Und jetzt stell dir mal einen Messetag vor. Eine Tram nach der anderen.

Eigentlich ist das ein Argument gegen einen Tunnel, da der natürlich massive Kapazitätseinbußen nach sich bringt. Mit straffer Signalisierung ist eine minimale Zugfolgezeit von 90s möglich, hörte ich einmal. Bietet jemand weniger? Aber so ein kurzes Stück könnte vielleicht noch als Unterführung durchgehen und ohne Signalisierung auskommen.

Man stelle sich mal vor, die Haltestelle am Leihhaus könnte nur eine Bahn alle 1,5min fassen! Durchschnittlich wäre es mit derzeitigem Fahrplan eine Bahn alle 2,5min, da ist immerhin noch Luft für etwas Messeverstärkung.

Aber wenn einmal die Roten diese Stadt revolutionieren und den Takt auf die Georg-Schumann-Straße verdichten, ist der Tunnel mit ein wenig Messeverkehr ausgelastet. Dann wird jede Verspätung an alle nachfolgenden Züge weiter gereicht, weil sich die Züge nicht dichter packen lassen – bis zur abendlichen Taktausdünnung. Das lässt sich auch billiger, ohne Tunnel, haben. Zum Beispiel mit einer Einfach- statt Doppelhaltestelle am Leihhaus, so dass nicht mehr zwei Bahnen gleichzeitig abgefertigt und durch eine Grünphase gescheucht werden können.

Zitat

Eine optimale Ampellösung ist da für die Katz. Sieht man am besten an Messetagen an der Kreuzung Hbf/Kurt-Schuhmacher-Straße.

Jo, die würde ja nicht untertunnelt. Ebenso wenig wie die Kreuzung am Chausseehaus. Das wäre der Pünktlichkeit beim Anflug auf den Tunnel sehr zuträglich!

Zitat

Der Rückstau der Tram`s ist schon ordentlich.

Wohin stauen sie sich denn? Zur Ampel oder zur Haltestelle?

Zitat

Mit intelligenter Verkehrsführung hat das nicht mehr viel zu tun.

Jo, eine bedarfsgerechte Steuerung (Grünphasen nach Anteilen am Verkehrsaufkommen) sähe anders aus.

Zitat
Tobias.Hartmann
Zitat
Jörg L.E.
Nur [am Fr.-List-Platz] hätte man den Autoverkehr tiefer legen können und müssen.

Von welchem Geld?

Von dem Geld, das nicht für die Öffis ausgegeben wird. Davon war doch immer genug da!

Zitat
Vincent Ertel
Sagt mal, zum wievielten Mal nehmt ihr jetzt den Nahverkehrsplan auseinander? Gibts am Wochenende nicht was besseres zu tun?

Anscheinend doch, sonst hätten wir schon eher die Ehre deines Besuchs gehabt.

von Sascha Claus - am 28.07.2008 18:44
Tagchen,
Zitat
carsten L.E.
P.S. Der Nahverkehrsplan gehört gründlich hinterfragt, weil er auf weiten Abschnitten gerade mal den status quo fixiert anstatt entsprechend dem Namen visionär vorzugehen.

vie wisionär! In Burghausen beispielsweise wird ja ein erbärmlicher status quo fixiert, der mit Mitteln von vorgestern zu beseitigen wäre. Da braucht’s nicht mal Visionen, um massive Verbesserungen zu bieten.

von Sascha Claus - am 28.07.2008 19:04
Zum Thema Geld will ich nochmal folgendes sagen: Man braucht sich nur mal ansehen, wie viel Geld beispielsweise in den Zoo gesteckt wird. Meines Wissens nach über 100 Mio. Mit einem tollen Ergebniss. Wie viel hat nochmal das Museum auf dem ehemaligen Sachsenplatz gekostet ? Ach ja, und weil wir so arm sind, bekommen wir jetzt noch einen Stadthafen. Sicher alles schöne Projekte - die aber auch beweisen, dass man Projekte realisieren kann, wenn man möchte.

Was an einer Unterführung am Liebknechtplatz nun schon wieder Teufelszeug sein soll, verstehe ich nicht. Hannover beispielsweise wickelt seinen Messeverkehr auch mit einer U-Stadtbahn ab. Wenn man sagt, der Tunnel wäre ein Kapazitätsengpass, dann entspricht das wohl nicht ganz den Tatsachen. Fakt ist, dass eine Unterführung an der Stelle beschleunigend wirken würde und Störfälle wohl weit unwahrscheinlicher wären auf dem Teilstück.

Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach, dass sich Leipzig mit seiner Verkehrsplanung auf nichts richtig festlegt. Man werkelt ein bißchen an Bundesstraßen rum, ein bißchen an der Straßenbahn, ein bißchen hier ein bißchen da. Nebenbei gibt man Unsummen für überdimensionierte Straßenprojekte aus, die den Autofahrern letztendlich auch nichts nützen, da man immer mal irgendwo ein Teilstück von Projekten realisiert, die man die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre eh nicht komplett fertigstellen kann.

Wenn ich mir den derzeitigen Neubau der B6 in Wahren anschaue, dann kommen mir die Tränen ! Da verbrät die Stadt Geld bis zum Umfallen ! Es hätte doch gereicht, die Schumann-Straße komplett auszubauen. Stadtbahn gleich inbegriffen. Und welche Situation haben wir jetzt ? Wenn die neue B6 fertig ist, wird mit Sicherheit nix mehr aus der Stadtbahn. Die Schumannstraße sieht einfach nur noch zum Weglaufen aus, richtig oll, dreckig und verkommen ! Ganz toll hat das die Stadtverwaltung hingekriegt !!

Um nochmal zurück aufs Thema zu kommen: Eine Unterführung am Liebknechtplatz wäre sinnvoll (auch im Hinblick auf die Messe) und bezahlbar ! Allerdings nicht mit dieser kopflosen Planung der Stadt...

von Ein Reudnitzer - am 29.07.2008 05:10
@Ein Reudnitzer - Ach ja, und weil wir so arm sind, bekommen wir jetzt noch einen Stadthafen. > Leider nicht, der Stadt Leipzig fiel vor einigen Wochen ein, dass sie diesen doch nicht aus eigener Hand zahlen kann. Eigentlich echt Schade, aber auf der anderen Seite auch wieder gut. So entsteht nicht die abgekackte Version von 4650m² statt 6500m². Dazu könnte das LeipzigBoot dann nicht in den Stadthafen einfahren, wenden und halten. Weniger Platz für ales. Das wäre dann echt Geldverschwenderei. Nun plant man die Alte Elster (Freilegung ab September 2008, laut Presse: Elstermühlgraben) um weitere Meter zu verbreiten, so dass auch die LeipzigBoote dort wenden können.

Würde es nach mir gehen, könnte die Stadt auch gleich dieses Projekt kippen. Denn wenn man den Stadthafen und die Freilegung zusammenbaut, wirds ja billiger. Aber wenn man alles einzeln macht, dies baut, und dies dann wieder ein Stückchen zurückbaut, Wasser abläst, dann wirds auch wieder teurer.

Auch wenn dann der Traum zerplatz, ab 2009 (Stadthafen geplant: 2011) dann nicht vom Stadtzentrum ins Neuseenland paddeln kann. Aber um den Wasserweg durchgängig schiffbar zumachen, muss erstmal am Pleißenwehr, Schleußiger Weg, die geplante Schleuse gebaut werden. Der Bau sollte bereits im Frühjahr beginnen. Laut dem Umweltschutzamt Leipzig soll er aber noch in diesem Jahr gebaut werden. Dann müsste in der Brückenstraße noch eine Brücke gebaut werden und beide Teile des Floßgrabens zu verbinden. Eine Schleuse am Cossi wurde bereits 2006 eingeweiht.

von DAvE LE - am 29.07.2008 05:28
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