SV Oebisfelde wurde überlegener Titelträger und ist in die Regionalliga aufgesti

Startbeitrag von Zuschauer am 26.05.2005 03:20

Nach zwei Vizemeisterschaften gelang endlich der große Wurf Dem SV Oebisfelde gelang in der vor drei Wochen abgelaufenen Handballoberliga-Saison der ganz große Wurf. Die Mannschaft von Trainer Renè Linkohr gewann überlegen die Landesmeisterschaft und wird ab der kommenden Serie in der Regionalliga spielen. Oebisfelde. Viele hatten davon geträumt, am 16. April dieses Jahres wurde es wahr. Durch das 23: 23-Heimunentschieden gegen den Jessener SV und das gleichzeitige Remis von Verfolger BSV Magdeburg, die Elbestädter spielten in Biederitz 36: 36, fuhren die Allerstädter drei Spieltage vor Ultimo den Landestitel ein. Damit fand eine fast schon einmalige Leistung ihren würdigen und vor allem verdienten Abschluss. Grund: Die Meisterschaft gewannen die Schützlinge von Trainer Renè Linkohr nur mit Aktiven aus den eigenen Reihen. In Zeiten, in denen das Geld auch schon in der Oberliga eine immer größere Bedeutung gewinnt, muss man den Hut vor den Oebisfelder „Machern“ ziehen. Natürlich hat sich die Mannschaft ein großes Kompliment verdient. Ein besonders großes Dankeschön geht jedoch in Richtung Trainer Linkohr. Zur Erinnerung: Nach dem Weggang von Übungsleiter Enrico Nefe einschließlich der Aktiven Andreas Kalupke und David Eckert nach der Saison 2002/ 03 zum MTV Vorsfelde, übernahm der „Handballverrückte aus Köthen“, so SVOChef Axel Schulz, das Zepter. Er traf auf eine dezimierte, junge aber sehr ehrgeizige Mannschaft. Zwar hat es in Linkohrs erster Saison nicht zu einem Medaillenplatz gereicht. Doch Rang vier war mehr, als die meisten Fans vor Saisonbeginn erwartet hatten. Mit der Rückkehr des Duos Kalupke/ Eckert besaß Linkohr schließlich Alternativen. Der SV Oebisfelde begann den Marsch in Richtung Titel. Bis zum großen Wurf war es jedoch nicht einfach. Nach sieben Spieltagen hatten die Oebisfelder nach der 32: 34-Niederlage beim alten Kontrahenten Eiche Biederitz und dem glücklichen 25: 25-Unentschieden bei Lok Schönebeck drei Minuspunkte auf dem Konto. Ein ganz heißer Meisterschaftskandidat waren die Allerstädter zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt. Doch dann startete die Linkohr-Sieben durch. Es folgten 15 Siege (!) in Folge. Darunter waren so wichtige Erfolge wie das 29: 28 beim Jessener SV, der in letzter Sekunde perfekt gemachte 24: 23-Heimsieg gegen den BSV Magdeburg und das überzeugende 33: 28 in Irxleben. Zur besten Saisonleistung schwangen sich die Allerstädter am vorletzten Spieltag auf. Der BSV wurde in eigener Halle mit 31: 17 deklassiert. Linkohr sprach damals von einer „regionalligareifen Vorstellung“. Allerdings hatten die Oebisfelder auch ihre Schattenseiten. Zumeist kamen sie in den Heimspielen zum Tragen. In einigen Spielen wurde zum Unwillen vieler Zuschauer nur das Nötigste getan, um die Punkte zu sichern. Trotzdem: Unter dem Strich bleibt die Meisterschaft und die Erkenntnis, dass es auch ohne großen materiellen Aufwand möglich ist, schöne Erfolge zu feiern.

Autor: Volksstimme SAW J. Pickert

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