Trainingsauftakt bei der SG Lok Schönebeck mit zwei Neuen / Musche mit vorsichtiger Saisonprognose : "Ein einstelliger Tabellenplatz" (Volksstimme)

Startbeitrag von SVL-Fan am 30.07.2009 05:35

Den Ball nahmen die Oberliga-Handballer der SG Lok Schönebeck am Dienstagabend in ihrer ersten Trainingseinheit nach der Sommerpause noch nicht in die Hand. Stattdessen waren finke Beine gefragt.
Trainer Volker Musche begrüßte zwölf Spieler zur Vorbereitung auf die neue Saison. Die alte endete mit dem zehnten Tabellenplatz und nicht so, wie es sich Mannschaft und Coach erhofft hatten. " Im vergangenen Jahr habe ich den Mund ein bisschen zu voll genommen, was das Saisonziel anbelangt ", sagt Musche. Vorsichtig äußert er sich in Bezug auf die kommende Spielzeit. " Ein einstelliger Tabellenplatz ist das Ziel ", das er ausgibt. Eine Motivation, vielleicht unter die ersten sechs Teams der Liga zu kommen, ist die Qualifkation für die neue " Mitteldeutsche Oberliga ". Dort werden ab der übernächsten Saison, Mannschaften aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt an den Start gehen. Aber soweit will sich Musche nicht aus dem Fenster lehnen. Die Favoriten um den Aufstieg sind für ihn die beiden Regionalliga-Absteiger SV Oebisfelde und HV Rot-Weiss Staßfurt. " Zu rechnen ist auch wieder mit Spergau ", ist sich Musche sicher. Spergau hatte als Landesmeister sein Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen und dem Zweiten Naumburg / Stößen den Vortritt gelassen.
Die abgelaufene Serie war bei den Schönebeckern von " Pech " geprägt. " Verletzungs- sowie arbeitsbedingt standen uns Spieler nicht in allen Oberliga-Spielen zur Verfügung ", so Musche. Dabei lief es in heimischen Geflden recht ordentlich, nur auswärts konnten die Schützlinge von Musche nicht an die guten Leistungen anknüpfen. Schwächen offenbarte sein Team vor allem im " Deckungsverhalten und in der katastrophalen Chancenauswertung ". Verstärkt wird in der Vorbereitung aber nicht nur daran gearbeitet, sondern vornehmlich im konditionellen Bereich. Über acht Kilometer mussten die Spieler im Stadion an der Magdeburger Straße bei tropischen Temperaturen zurücklegen. Absolviert wurden 800 Meter – und das Ganze viermal. Musche stand am Rande und stoppte die Zeiten. Während sich einige Spieler von Mal zu Mal steigerten, ließen andere es etwas langsamer angehen, doch der Coach hatte alles im Blick. Im Anschluss steigerte er die Rundenzahl auf zehn und sagte ein Ankommen seiner Schützlingen in etwa 20 Minuten voraus.
Läuferisch topf t präsentierten sich die beiden Neuzugänge Nico Krüger und Jan Bauer. Der 20-jährige Bauer fand die erste Einheit " nicht so schlimm. Das Laufen ist nicht das Problem. " In der letzten halben Stunde der ersten Einheit brachte Musche den Ball ins Spiel – allerdings keinen Handball, sondern den Fußball. Der Spaß blieb dabei ganz sicher auch bei Bauer nicht auf der Strecke, aber er fand eindeutig " Handball leichter ". Kein Wunder : Seit 14 Jahren bevorzugt er das kleine Leder – immer bei Lok Schönebeck. Nur vor fünf Jahren setzte er aus, weil es keine Mannschaft in seiner Altersstufe gab. Ansonsten hält er dem Verein noch heute die Treue. Der erste Eindruck ist immer der wichtigste – und so ist es auch bei Bauer. Ihm gefällt die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. " Eine super Mannschaft ", lautete seine erste Reaktion. Auch mit dem Übungsleiter ist er voll zufrieden. " Er ist ein netter Mensch, so eine Art Kumpeltyp ", so Bauer. Seine Position ist Linksaußen, dort fühlt er sich am Wohlsten. " Dort trage ich nicht so eine große Verantwortung ", begründet er seine Vorliebe. Noch fehlt ihm die nötige Oberliga-Erfahrung, aber punkten kann er mit seiner Schnelligkeit und seiner guten Übersicht. Davon kann sich der Coach am Donnerstag, 13. August, im Testspiel gegen die zweite Vertretung aus Haldensleben schon mal ein Bild machen.
Neben Bauer heuerte Krüger bei den Elbestädtern an. Zuletzt spielte er bei der SG Eintracht Glinde, er ist für Aufbau Mitte und Linksaußen vorgesehen. Das Laufen bereitete auch Krüger keine großen Probleme, er lief dem Feld sogar regelrecht davon. Die zehn Runden bestritt er in unter 20 Minuten, damit blieb Krüger somit unter dem prognostizierten Wert des Trainers.
Ein Ziel haben die Schönebecker jedenfalls schon erreicht, ganz zur Freude von Volker Musche : " Da wir alle Positionen doppelt besetzen können, sind wir in der Lage, auch mal Spieler zu schonen ".
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