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Handball Oberliga Sachsen-Anhalt
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RWS - Staßfurt

Staßfurt bestreitet erstes Testspiel

Startbeitrag von RWS - Staßfurt am 30.07.2009 19:44

Von Daniel Hübner
Sebastian Scholz kam arbeitsbedingt etwas später, man musste befürchten ob seiner Montur, der Mann ist nun unter die Fallschirmspringer gegangen. Das ist auch so ein Sport für Menschen, die das Tempo mögen, aber Scholz belässt es wie alle beim HV Rot-Weiss Staßfurt beim Handball. Der 20-Jährige kam also im letzten Drittel des Trainingstests gegen den Verbandsligisten HV Wernigerode durchgehend zum Einsatz. " 20 Minuten haben auch gereicht ", konstatierte er nach der Einheit unter Wettkampfbedingungen. Beim 36 : 23-Erfolg am Dienstagabend in der Merkewitz-Halle ( Volksstimme berichtete ) hatte Trainer Jürgen Wartmann vor allem eines gefordert : Tempo.

Staßfurt. Mit dem Ende des Spiels war nicht gleich der Trainingsabend für den HV Rot-Weiss vorbei. Die elf Akteure mussten noch einmal ihre inzwischen traditionelle Laufrunde drehen, was einige als ziemlich anstrengend empfunden haben dürften in Anbetracht der intensiven 60 Minuten zwischen den Toren. Jürgen Wartmann hätte gern einen Gegner aus der Bezirksliga gehabt zu Beginn der Testreihe, aber der Umstand, dass die Vereine erst später in die Vorbereitung gestartet sind als die Bodestädter, ließ das nicht zu. Mit Wernigerode stand am Dienstag ein Kontrahent auf der Platte, der den Oberligisten zwei Drittel lang zu fordern wusste – und ihm Def zite aufzeigte. Die Handschrift des Trainers wurde mit dem Anwurf deutlich. In der Abwehr ließ er variieren in einer 5-1 oder 3-2-1, und nach Ballgewinne wollte er das höchste Maß an Geschwindigkeit sehen, mit dem der Konter zur Vollendung gebracht werden kann. Genauso sicherte sich in der vergangenen Saison die zweite Mannschaft unter Wartmann in der Verbandsliga ihre Erfolge, und nicht wenige deklarierten das Spiel der Reserve als oberligareif.


Wartmann ist aber auch nach 2 : 37 Minuten ( 2 : 3 ) zum ersten Mal lauter geworden, weil die Abwehr keinen rechten Bezug zum Wernigeröder Offensivspiel fnden wollte. Alexander Ernst offenbarte dabei einige Schwächen, aber auch bei den anderen fehlte es sichtbar an der Feinabstimmung. Kein Wunder allerdings, Abwehr wurde am vergangenen Freitag erstmals geprobt im Training. Zudem fehlten Akteure wie Jens Friedrich oder Matthias Schröder. " Wir haben in allen Dritteln mit einer anderen Aufstellung gespielt ", erklärte Wartmann außerdem. Vor allem das letzte hatte ihm dann am besten gefallen. Aber " bei dem einen oder anderen hat sich der körperliche Verschleiß bemerkbar gemacht ".

Im Angriff, und nicht nur bei den Kontern, agierten die Staßfurter ziemlich linkslastig, obwohl Eike Rach als Halbrechter zu gefallen wusste. Rot-Weiss setzte also auf Tempo, Rot-Weiss brach aber auch ab, wenn der Aufbau neu gestaltet werden musste, vornehmlich über Sebastian Hoppe. Linksaußen gefiel Marco Richter nicht nur mit Übersicht und Beweglichkeit, sondern auch mit einer guten Abschlussquote. Neun Treffer markierte er in diesem Spiel, er war damit der beste Werfer. Und er setzte Geschwindigkeit sehr gut um. " Es ist kein Geheimnis, dass ich das Spiel in dieser Art und Weise liebe ", bestätigte Wartmann – intensiv soll es sein, attraktiv soll es sein. Aber klar ist auch : " Es ist normal, dass dabei Fehler passieren. " Passierten diese nicht, waren einige sehr nette Aktionen im Positionsangriff zu sehen wie zum Beispiel der Treffer zum 12 : 9 über Hoppe, Ernst, Richter und Oliver Jacobi als Vollender. Nett waren ebenso die Zwiegespräche über Bewegungsabläufe am Kreis zwischen Jacobi und Steffen Halfpap, der erstens : in der 31. Minute seinen ersten Treffer für Rot-Weiss markierte zum 18 : 14, der zweitens : jetzt schon wissen dürfte, dass der Schritt vom Bezirksligisten Germania Borne in der vergangenen Saison zum HV Rot-Weiss kein unbedeutender gewesen ist.

Jürgen Wartmann war letztlich mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. " Wichtig war in erster Linie, dass jeder den Ball in der Hand hatte ", um überhaupt wieder ein Gefühl für das Spiel zu kriegen. Wichtig war ganz sicher auch die Erkenntnis, dass " ich die Charaktere habe " für den zelebrierten Tempohandball, wie ihn Wartmann sehen will. Sebastian Scholz gehört dazu, und er hätte ganz sicher länger durchgehalten als 20 Minuten. Er kam nicht mit dem Fallschirm, auf dem Heimweg saß er wieder auf seinem Motorrad. Das ist auch Tempo.

HV Rot-Weiss : Wiederhold, A. Jesse – Rach ( 8 ), Ortmann ( 4 ), Wartmann, Jacobi ( 6 ), Ernst ( 2 ), Richter ( 9 ), Halfpap ( 2 ), Scholz ( 3 ), Hoppe ( 2 )

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Re: Staßfurt bestreitet 2. Testspiel in Ilsenburg

Marco Richter muss sich da gar keine Sorgen machen, ein Halber wird er sein Leben lang nicht werden, ist man sich in Staßfurt sicher. In Staßfurt hoffen sie indes vielmehr, dass Marco Richter sein Leben lang ein guter Linksaußen bleibt, wie solcher nämlich agiert, durfte man am Donnerstagabend beim Testspiel des Handball-Oberligisten HV Rot-Weiss beim HV Ilsenburg ( Verbandsliga ) erleben. Neben Steffen Halfpap war er mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer der Staßfurter.

Beim 34 : 31 ( 12 : 11, 23 : 21 ) -Erfolg ( Volksstimme berichtete ) glänzte auch der Jüngste im Team von Trainer Jürgen Wartmann. Sebastian Schliwa feierte mit Beginn des zweiten Drittels seine Premiere im Tor der Rot-Weissen. Und Wartmann befand den Einstand für " gut ". Vor allem die Bälle über Außen hatte der 17-Jährige weggenommen, sagte der stellvertretende HV-Chef Mike Ortmann. Schliwa wird wie Richter ganz sicher auch nie ein Halber, mit Alexander Ernst fehlte zudem ein Akteur im linken Rückraum, es fehlte außerdem der weiterhin an der Hand verletzte Jörg Friedrich im linken Rückraum, es fehlte auch Sebastian Scholz, und es fehlte Volker Wartmann. Der Coach ließ unheimlich rotieren. " Bis auf die Torhüter und Eike Rach hat jeder wenigstens auf drei Postionen gespielt ", so Ortmann, weshalb eine fehlende Bindung in der Abwehr nicht überraschend kam. Wartmann ließ zudem mit einer 6-0 beginnen, stellte aber frühzeitig auf eine 5-1 um. Auch im Angriff lief es schläfrig an, in Überzahl ( Jacobi erhielt eine Zeistrafe ) kam Ilsenburg zur 7 : 4-F ührung ( 10. ). Aber dann folgte die beste Phase im gesamten Match. In sieben Minuten drehte Rot-Weiss das Ergebnis zum 8 : 12, weil die Staßfurter zum geforderten Tempo fanden, weil sie den Ball aggressiv eroberten, weil sie Marco Richter mit der ersten Welle schickten. Das hielt allerdings nicht, weil jene Rotation nicht automatisch der Stabilität förderlich ist. So verlief fortlaufend im zweiten und dritten Drittel die Begegnung auf Augenhöhe, bis zum 30 : 30 fünf Minuten vor der letzten Schlusssirene. " Da haben sie dann gezeigt, dass sie als Sieger von der Platte gehen wollten ", erklärte Ortmann. Der Gastgeber wurde unter Druck gesetzt, die Geschwindigkeit in den Aktionen erhöht. " Man hat gesehen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. " Und dies in der Schlussphase der Begegnung.


HV Rot-Weiss : Wiederhold / Schliwa – Schröder ( 2 ), Hoppe, Richter ( 7 ), Jacobi ( 6 ), Ortmann ( 5 ), Halfpap ( 7 / 4 ), Je. Friedrich ( 1 ), Rach ( 6 / 1 )

von RWS - Staßfurt - am 09.08.2009 07:23
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