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Borussia Freialdenhoven
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
TSV Alemannia Aachen, F. Weidinger

Bei aller Trauer um Enke - wer denkt an den Lokführer?

Startbeitrag von F. Weidinger am 12.11.2009 05:48

Heute erreichte mich eine Mail, mit einem Anhang, der mich nachdenklich stimmte. Wer die folgenden Zeilen liest, kann sich denken, was dieser Anhang in etwa enthielt. Sehen wir den Freitod Robert Enkes mal aus einer ganz anderen Perspektive:
In diesen Tagen wird um einen vorbildlichen Menschen und Sportler getrauert. Es hatte nach Aussen den Anschein, als hätte Robert Enke alles erreicht und dabei auch den schwerwiegenden Verlust seiner Tochter überwunden. Erst jetzt stellte sich heraus, hinter der Fassade verbarg sich eine kranke und verzweifelte Seele, die am Ende nur noch einen Ausweg sah.
Nun muss sich die Frage gestellt werden, wie verarbeitet der Bahnbeamte diesen Unfall. Es handelt sich vielleicht um einen jungen Familienvater, der das Ganze jetzt auch erst verarbeiten muss.
Im Freundeskreis habe ich einen Familienvater, der diesen Beruf ausübt. Es handelt sich um eine Frohnatur, mit Frau, zwei Kindern, Haus und den gepflanzten Baum. Nach aussen hin würde man ihm die Stärke zutrauen, dieses für ihn dann so schreckliche Erlebnis weg zu stecken, was aber, wenn er es nicht schafft. Über solche Folgen hat Robert Enke in seiner Verzweiflung nicht nachgedacht. Wir sollten es aber tun! Ich glaube auch, ein Stück weit tun wir das auch schon immer. Denn für jeden kleinen Jungen war und ist doch fast immer der Beruf des Lokführers der Traumberuf.
Ich hoffe für den Lokführer, der am Dienstag den Zug fuhr, und für alle seine Kollegen, denen das gleiche Schicksal ereignete und leider noch ereignen wird, sie überwinden das Erlebte möglichst ohne Komplikationen.
Denken wir also in diesen Tagen an armen Robert Enke, sollten wir auch an den armen Menschen denken, der im Führerhaus des Zuges saß.
Deweiteren hoffe ich, meinem Freund mit dem Traumberuf, widerfährt so was Schlimmes nie!

Gruß
Franz Weidinger

Antworten:

Hallo Franz.

Das ist genau das richtige Thema. Wobei es ja bei weitem nicht nur der Lokführer ist, der damit umgehen muß.
Die Rettungskräfte des THW und der Feuerwehr sind auch davon betroffen.
Und natürlich jene die sich das ganze unfreiwillig mitansehen mußten.

Unten ein Bericht aus der heutigen Jülicher Zeitung.



von TSV Alemannia Aachen - am 12.11.2009 09:39

...oder wer denkt an die anderen die sich Herrn Enke als "Vorbild" genommen haben ?

Ist das nicht Erschreckend? Dies sind "nur" die Zahlen aus NRW.





von TSV Alemannia Aachen - am 24.11.2010 20:35
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