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Informationen zum Thema:
Forum:
bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
panowilly, D.Kleine, Eydeet, Arne Schmidt, T.Hancke, Bernie und Ert, Peter Burtchen

Unfall Am Brill -> Umleitung Linie 26/27

Startbeitrag von D.Kleine am 24.07.2008 07:14

Heute morgen gab es gegen halb acht, 20 vor Acht Am Brill einen Unfall zwischen Pkw und Straßenbahn, im Vorbeifahren habe ich nicht genau darauf geachtet, welcher Tw betroffen war (es war ein roter GT8N und es war eine 2 oder 3 in Rtg. Domsheide, meine aber es wäre eine 3 gewesen). Die Bahn stand quasi einmal über die ganze Bgm-Smidt-Straße, welche somit natürlich gesperrt war. Dahinter wartete dann noch ein als 3S beschilderter Wegmann-Zug, welcher natürlich durch die Bauarbeiten auf der Bgm-Smidt-Brücke auch mitgefangen war, sonst hätte er sogar abbiegen können (er stand noch vor der Weiche auf die Brücke). Mindestens eine 26 sah ich, während ich in der Martinistraße an der Ampel stand, von der Bgm-Smidt-Brücke kommend auf die Martinistraße abbiegen, daher vermute ich, dass die 26/27 ab Am Brill über Martinistraße - Domsheide - Schüsselkorb - Herdentor zum Hbf. umgeleitet wurde.

Antworten:


Hallo D. Kleine,

ist dir zufällig bekannt, ob die Fernbusse und die 60er Linien umgeleitet wurden, wenn ja, wie?

Danke im voraus.

Schöne Grüße
Bernie und Ert

von Bernie und Ert - am 24.07.2008 13:30
Wie gesagt ich habe es auch nur als ich dort selbst mit dem Auto vorbei kam gesehen. In stadteinwärtiger Richtung vermute ich, dass die gleichen Umleitungen gegolten haben. In stadtauswärtiger Richtung habe ich mindestens einen Bus (und mehrere Autos) gesehen, die von der polizei abenteurlich an der Bahn vorbei geschleust wurden (teilweise über den Fußweg) das war ein Regionalbus. Ob diese Umleitung auch für spätere 26/27er galt, ist mir auch nicht bekannt, aber viele Alternativen gibt es derzeit ja nicht, auf der STephanibrücke hätten die Busse sich wahrscheinlich nur im Stau anstellen dürften.


von D.Kleine - am 24.07.2008 15:50
Zitat
D.Kleine
Wie gesagt ich habe es auch nur als ich dort selbst mit dem Auto vorbei kam gesehen.


...ich wuerde mich schaemen hier in diesem Forum zuzugeben frevelhafterweise mit dem Auto gefahren zu sein :mad::sneg::confused:

von panowilly - am 29.07.2008 05:23
Warum? Privat fahre ich (von Fernstrecken, grösseren Einkäufen oder wenn man Gefahr läuft erst nachts nach Hause zu kommen mal abgesehen) eigentlich fast ausschließlich mit Bus und Bahn. Auch ist nicht jedes Ziel akzeptabel mit öffenlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Meine Arbeit erfordert meine Arbeit nun einmal, dass ich mich mit einem Kraftfahrzeug durch die Stadt bewege, dafür schäme ich mich nicht. Jedes Verkehrsmittel hat in meinen Augen seine Berechtigung, auch das Auto! Wenn ich damit hier unerwünscht bin, werde ich halt künftig meine Beobachtungen für mich behalten.

von D.Kleine - am 29.07.2008 06:45

Mal die "Kirche im Dorf" lassen!

Ich glaube, für ideologisch verklärte Äußerungen ist dieses Forum der falsche Ort. Die meisten der hier schreibenden Teilnehmer wissen sicherlich die ihnen zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel anlassbezogen zu wählen. Auch ich benutze täglich auf dem Weg zur Arbeit das Auto (wo bleibt das buuuh..) weil mir leider keine sinnvolle und zeitsparende ÖPNV-Verbindung zur Verfügung steht. Ich müßte 2 mal umsteigen und hätte täglich eineinhalb Stunden Fahrzeit mehr, und das für eine Strecke von ca. 20 km in räumlicher Nähe von Bremen (mit Fahrziel Bremen)! Keiner fährt wohl bei den Spritpreisen unnötig mit dem Auto, wenn er es nicht unbedingt muß. Und wer es trotzdem tut, wird wohl eher nicht zu den Lesern dieses Forums gehören.

@ panowilly: Hättest du den Ironiemodus eingeschaltet, hätte ich wohl noch darüber gelacht...:joke:

von Arne Schmidt - am 29.07.2008 07:42
Es mag ja im "Einzelfall" bestimmt Gruende geben Auto zu fahren.... aber ich moechte behaupten dass mindestens 50% der PKW Fahrten im Stadtgebiet wo besonders das Auto nur mit dem Fahrer besetzt ist, nur aus falschverstandener Bequemlichkeit und voelliger Gedankenlosigkeit der daraus erwachsenen Folgen gemacht werden.

Auch wenn man glaubt es sich finanziell leisten zu koennen, bin ich der Meinung dass es ein Frevel ist, die einmalige und nicht wiederkehrende Energieform Oel fuer den niedrigen Zweck des individuellen Transportes von Einzelpersonen in stinkenden und laermenden stadt- umd landschaftsfressenden Fahrzeugen zu nutzen. Oel ist eigentlich wertvoller als Gold. Gold kann ich immer wieder einschmelzen und neu verwenden. Oel durch den Auspuff gejagd ist einfach weg..und kommt nie wieder !! wurde nur verwandelt in Gestank und Laerm.

Es ist schade dass ein grosser Teil diese gedankenlosen Autofahrer (wo DKleine nicht dazuzuzaehlen ist !!) erst durch den Preis langsam zur "Vernunft" gebracht werden koennen. In den letzten Monaten sank der Verkauf von Kraftstoffen um ca. 8%. Das sind sozusagen 8% weniger Laerm, weniger Abgase, weniger Stau.
Auch der oeffentliche Verkehr mit Bus und Bahnen benoetigt Energie, Aber die bessere Nutzung von bestehenden Verkehrsverbindungen erhoeht den Energiebedarf dieser nur zu einem kaum berechenbarem Teil. Ob ein ICE mit 692 Fahrgaesten oder mit 693 von A nach B faehrt macht energetisch keinen Unterschied. Aber dass diese 693ste Person ihr Auto hat stehen lassen um mit der Bahn zu fahren ist ein klar berechenbarer Vorteil fuer die Menschheit. Es wurden moeglicherweise 80 liter Oel nicht in Laerm und Gestank umgewandelt.

Ende des Wortes zum Dienstag...:cheers:

von panowilly - am 29.07.2008 08:04

Re: War bestimmt ironisch gemeint

Ich gehe mal davon aus, dass Herrn Kaemenas erster Beitrag bestimmt ironisch gemeint war, darauf lassen allein schon die drei angefügten Smilies schließen.

Allerdings ging aus D. Kleines Bericht nicht hervor, dass er mit einem Firmenwagen unterwegs war; dann hätte es gleich ganz anders ausgesehen.
Es soll ja wohl sowas wie Außendienstmitarbeiter und ähnliche geben, die ständig mit Kfz umherkurven.:)
Ich war vor längerer Zeit selbst mal im Außendienst tätig und konnte damalsTM auf diese Weise "nebenbei" so manches Straßenbahnfoto "schießen", das sonst wohl bestimmt nicht zu Stande gekommen wäre. Dennoch war die Ausbeute aus heutiger Sicht sehr gering. Hätte es damalsTM schon Digicams und Internetforen gegeben, hätte ich bestimmt mehr fotografiert.
Aber bei den damaligen Preisen? Ein Kodachrome-Film für 36 Aufnahmen hatte den stolzen Preis von 21 DM! Für den Gegenwert bekäme man heutzutage ja schon Speicherkarten mit mehreren MB für weit über Tausend Aufnahmen (wenn nicht sogar noch mehr).:xcool:

Noch etwas Kurioses am Rande:
Ein Kollege musste damals für die Dauer von etwa 10 Monaten die Stadt mit Bus und Bahn "abklappern". Das war sehr umständlich.Die Kosten für die Monatskarte hat ihm die Firma erstattet; aber für die Fahrtkosten von und nach Oldenburg musste er selbst aufkommen. Da die Entfernung Oldenburg - Bremen unter 50 km liegt, hat sich der Kollege damals Monatskarten bis Bremen-Burg gekauft, das war über 50 km und somit konnte er D-Züge zuschlagsfrei benutzen.
So, nun bin ich aber sehr weit vom eigentlichen Thema abgeschweift, es handelt sich aber immerhin um Nahverkehr.;-)

von Peter Burtchen - am 29.07.2008 08:42

Re: War bestimmt ironisch gemeint

Zitat
Peter Burtchen

Allerdings ging aus D. Kleines Bericht nicht hervor, dass er mit einem Firmenwagen unterwegs war; dann hätte es gleich ganz anders ausgesehen.
Es soll ja wohl sowas wie Außendienstmitarbeiter und ähnliche geben, die ständig mit Kfz umherkurven.:)


Natuerlich gibt es Gruende auch in der Stadt mit dem Auto zu fahren. Das sind eben die anderen 50%. Service, Auslieferung, Personen mit Gehbehinderungen usw. Es geht ja hauptsaechlich um die "Mitmenschen" die morgens zur Arbeit fahren und nachmittags wieder zurueck, also eine feste Route haben und sich gut an Fahrplaene anpassen koennten.

Bezueglich des Zeitaufwandes von einer beliebigen "Milchkanne" im Umland mit dem ÖPNV nach Bremen zu gelangen, moechte ich nur feststellen dass natuerlich nicht an jeder Milchkanne alle 10 Min ein Bus vorbeifahren kann... aber die Kombination von Auto und ÖPNV die richtigere Loesung waere. Wer zb links der Weser wohnt im Einzugsbereich Delmenhorst zB koennte sein Auto in Heidkrug abstellen und waere superschnell und staufrei in Bremen. Wer sich taeglich im Stau auf der B75 stellt ist selber schuld...
Das Zeitargument fuer die "Stadtfluechtlinge" kann ich in den meisten Faellen nur bedingt akzeptieren. Die Fahrzeit im ÖPNV ist nicht wie im Auto verlorene Zeit, da ich zB im ÖPNV mit geschlossenen Augen fahren kann oder auch Zeitung lesend... das Problem man muss nur wollen und die Einsicht haben. Es hilft auch alle in den letzten 30 Jahren der Zersiedelungspolitik dienenden Schnellstrassen zu ignorieren....:hot: denn schauen wir mal ueber den grossen Teich.... da wurden vor ca 60 Jahren begonnen die Landschaft zu betonieren gefoerdert von Auto und Oellobby.... Ergebnis ÖPNV + Fernverkehr = 0 ausser in einer handvoll Staedten was das fuer die Zukunft bedeutet sollte sich jeder ausmalen koennen ( die Zeit nach dem Oel kommt bald und ist sehr duester...)

von panowilly - am 29.07.2008 09:12

Re: War bestimmt ironisch gemeint

Natürlich, Ihr habt ja alle recht! Ich habe schon oft über meine Situation nachgedacht und überlegt, wie man sinnvoll und mit einem vertetbarem Mehraufwand per ÖPNV in die "große Stadt" fahren kann. Und auf meinen Eintrag im "Pendlerportal" hat sich aber auch nach 6 Monaten noch keiner gemeldet und passende Verbindungen wurden darin für mich auch noch nicht angeboten.

Über die Zersiedelungspolitik der letzten Jahrzehnte möchte ich lieber nicht diskutieren, das würde zu weit führen. Außerdem wurden die Fehler bereits gemacht und sind kaum noch zu korrigieren.

Zum Thema P&R:
Wenn ich mit dem Auto in Bremen angekommen bin, um dann per P&R mit der Bahn weiterzufahren, dann hätte ich den Stau schon hinter mir. Fahre ich mit der Bahn hinein, habe ich eben das Problem bis zum HBF fahren zu müssen und dann innerhalb Bremens noch einmal umsteigen zu müssen. Der entsprechende Bus im Randbereich im Bremer Osten fährt nur alle halben Stunden und bedeutet lange Wartezeiten, insbesondere am Nachmittag auf der Rückfahrt. Oder der Zug hat Verspätung und der Bus ist weg, habe ich auch schon oft erlebt!

Ich bin mir alledings sicher, dass wir in wenigen Jahren hier ein leistungsfähiges ÖPNV-Netz mit guten Querverbindungen haben werden. Der geplante Bahnhof an der Föhrenstrasse wäre schon einmal ein guter Anfang! Dann bin ich der Erste, der auch für die Fahrt zur Arbeit umsteigt und im Zug genußvoll Zeitung liest (anstatt im Stau zu stehen). In meiner Freizeit tue ich es heute schon oft genug und so ist es ja auch richtig!

Übrigens:
Die Smilies sehen mir allerdings nicht sehr freundlich aus, eine Ironie kann ich da nicht erkennen...:rolleyes:

von Arne Schmidt - am 29.07.2008 09:33

Es können nicht alle mit der Bahn fahren

Ich muss hier mal die Autofahrer in Schutz nehmen, wenn auch widerstrebend: würden alle, die sinnvoll den ÖPNV nutzten könnten, das auch tun, würde das dazu führen, dass der ÖPNV völlig überlastet wäre. Als bestes Beispiel hierfür kann man wohl die Linie 6 anführen, die deutlich am Ende der Kapazität fährt. Würden noch mehr Studenten, Anwohner der umliegenden Straßen oder Angestellte im Gewerbegebiet Fluhafen die 6 nutzen wollen, würde dort gar nichts mehr gehen.

Persönlich finde ich es aber auch gut, dass immer mehr Autofahrer zum umdenken bewegt werden. Alternativen bestehen aber zum Beispiel auch in Fahrgemeinschaften oder Ähnlichem.

Ich möchte mit diesem Beitrag bitte keine U-Bahn-Diskussion anfachen!!!

von Eydeet - am 29.07.2008 11:09

Re: Es können nicht alle mit der Bahn fahren

Ich habe den Autofahrer noch nicht kennengelernt der sagt dass er gern Bahn fahren wuerde aber es nicht kann weil kein Platz in der Bahn sei.....
Der notorische Autofahrer kennt weder Tarife , noch Angebote oder den Fahrplan. Wie sollte er denn auch wenn er immer die Haende am Lankrad und Schaltknueppel halten muss und keine Zeit hat sich darueber zu informieren.:p
Und nie vergessen EINE gut gefuellte Strassenbahn entspricht einer Autoschlange von der Weserbruecke bis zum Flughafen.

von panowilly - am 29.07.2008 12:46

Re: Es können nicht alle mit der Bahn fahren

Das würde dann aber vielleicht eine schnelle Verlängerung der 8 zur Uni möglich machen und dann hätte man die entsprechenden Kapazitäten...

von T.Hancke - am 29.07.2008 13:16

Notorische ÖPNV-Verweigerer

Oh ja, solche Leute sind mir auch schon oft begegnet. Und dann fahren sie doch mal mit der Bahn, z.B. zum Weihnachtsmarkt, und dann ist alles voll und zu spät und chaotisch und viiiel zu teuer...

Ich weiß auch, dass man viele Leute auch bei 10,-¤ pro Liter nicht zum Bahnfahren kriegt.

Solange aber von der Politik nicht gewollt ist, dass mehr Leute ÖPNV oder auch Fernverkehr nutzen, werden auch nur wenige Leute tatsächlich umsteigen.

Und ich bleibe dabei: viel mehr Güter können nicht auf die Schiene, weil das Netz nicht ausreichend ist, genauso wenig können alle Autofahrer mit Bahn und Bus fahren, soviele Busse kann man gar nicht fahren lassen.

Und auch wenn man in gewissen Grenzen seinen Wohnsitz an seinem Arbeitsplatz orientieren kann, zwingen einem Umstände manchmal dazu, das der Arbeitsplatz tatsächlich nur mit dem Auto zu erreichen ist.

Nicht das hier ein falscher Eindruck von mir entsteht: Ich persönlich nutze fast immer öffentliche Verkehrsmittel, privat und auf dem Weg zur Arbeit.

von Eydeet - am 29.07.2008 14:57
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