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Informationen zum Thema:
Forum:
bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Torsten S., Ingo Teschke, Arne Schmidt, T.Hancke, oefahrer

DFIs immer noch chaotisch

Startbeitrag von oefahrer am 04.12.2008 18:11

Die DFIs zeigen immer noch sehr merkwürdige Sachen an.

An der H Sielwall stadteinwärts gegen 14:00 führte eine nicht genannte Linie mit unbekannter Abfahrtszeit die Anzeige an (es stand dort nur "Gröpelingen").
Danach (ohne, dass eine Straßenbahn eingefahren wäre) verschwand diese Anzeige.
Alle nachfolgend gelisteten Fahrten fanden übrigens in frühestens 12 Minuten statt, von der Linie 10 war keine einzige Fahrt angezeigt.
Anschließend näherte sich die erste Fahrt der 2 mit rasantem Tempo (von 12 auf 6 Minuten in gefühlten 1,5 Minuten), ZUSÄTZLICH tauchte dann eine Fahrt der 3 auf.

Das reinste Unterhaltungsprogramm...

Antworten:

Re: DFI was hat es nun eigentlich gebracht?

Da fragt man sich schon: Was hat der Umbau nun eigentlich dem Fahrgast gebracht.

DFIs : Unzuverlässiger geworden, Fahrten fehlen oder werden ohne Zeit angezeigt.

Fahrzeuge: Anzeigen an den Fahrzeugen teilweise verwirrend, warum z.B. werden Fahrten der Li. 6 die normal den ganzen Linienverlauf befahren plötzlich als Li. "6E" beschildert ?

Bei der 2E/10E mag das ja noch verständlich sein, obwohl die alte Lösung ,ab der H wo der normale Linienweg befahren wird mir eigentlich bessergefallen hat.

Bei der 1 s , die im Rücklauf als 1E fährt ist das im Übrigen so geblieben, diese Fahrzeuge schildern Rembertistr> Osterholz auf 1 um.

Innenanzeigen: Die Anzeige von Datum und Uhrzeit ist dazugekommen, ob das nun der Knaller ist ,sei dahingestellt, aber wenn das die einzige Verbesserung aus 3 Wochen Umbauzeit ist und dann auch noch viele DFI gar nicht mehr Funktionieren,war das wohl nicht so Doll....


von T.Hancke - am 04.12.2008 19:14

Re: DFI was hat es nun eigentlich gebracht?

Zitat
T.Hancke
Da fragt man sich schon: Was hat der Umbau nun eigentlich dem Fahrgast gebracht.


Fahrzeuge: Anzeigen an den Fahrzeugen teilweise verwirrend, warum z.B. werden Fahrten der Li. 6 die normal den ganzen Linienverlauf befahren plötzlich als Li. "6E" beschildert ?

Bei der 2E/10E mag das ja noch verständlich sein, obwohl die alte Lösung ,ab der H wo der normale Linienweg befahren wird mir eigentlich bessergefallen hat.


Das ist genau der Punkt! Die in den letzten Wochen in der Stadt herumkurvenden 6E nerven mich ziemlich. Dabei sind das sind doch ganz normale Fahrten, die im Fahrplan stehen! Was noch hinzukommt: Als Auswärtiger, der sich vielleicht nicht so sehr mit dem Bremer ÖPNV auskennt, wäre ich einigermaßen verwirrt! So würde es mir zumindest in einer fremden Stadt gehen, wenn mir plötzlich ein Fahrzeug mit Linienbezeichnung "E" begegnen würde. Dass die E-Fahrten zwischen den normalen Fahrten des 10 Min.-Taktes stattfinden, interessiert mich doch als Fahrgast garnicht!

von Arne Schmidt - am 04.12.2008 19:39

Habt doch ein bisschen Geduld

Hallo,

ohne dass ich die Hintergründe der Umstellung kenne, möchte ich für ein wenig Verständnis werben:

Das alte RBL war fast 15 Jahre alt - für Computersysteme eine unvorstellbar lange Zeit. Die Bordrechner waren z.B. so konfiguriert, dass möglichst wenig Speicherplatz in Anspruch genommen werden musste (z.B. 2 statt 4stellige Kursnummer). Weiterhin war es beim alten RBL nicht möglich, die Fahrplandaten über eine Schnittstelle aus dem Fahrplansystem zu importieren. Das musste alles manuell noch mal eingetippelt werden, was naturgemäß zu Einschränkungen bei Sonderfahrplänen geführt hatte.

Die Migration eines Prozessleitsystems ist eine sehr aufwändige und schwer zu testende Angelegenheit, weil sehr viele technische Komponenten (IBIS-Geräte auf den Fahrzeugen mit allen abhängigen Einstellungen wie Fahrzeugbeschilderung, DFI-Anzeigen, Kopplung mit Betriebsfunk etc.) zusammenspielen müssen und vor allem keine saubere Testumgebung aufgebaut werden kann, da man ja nicht mal eben für einen Testlauf alle Fahrzeuge und DFI-Anzeigen umbauen kann. Für solche Prozessleitsysteme gibt es sehr aufwändige und teure Testverfahren, die aber aus wirtschaftlichen Gründen nur eingesetzt werden, wenn es ansonsten schwerwiegende Auswirkungen geben würde (z.B. ein Energieversorger kann seine Stadt nicht mal drei Wochen ohne Strom belassen, eine Straßenbahn fährt aber drei Wochen lang ohne RBL).

Ich kann mir gut vorstellen, dass die EDV-Experten bei der BSAG froh sind, dass schon so viel wieder läuft. Probleme scheint es mit der Ortung von Fahrzeugen zu geben, ansonsten würde nicht so häufig "Fahrzeug wird blockiert" angezeigt oder es würden nicht einfach so ganze Fahrten fehlen. Ich kann mir vorstellen, dass die Logik der Fahrzeugortung auch verändert wurde, da ja früher nur immer alle 15 Sekunden ein Signal gesendet wurde, während moderne Systeme wesentlich exaktere Positionierungen ermöglichen.

Bei einer solchen Systemumstellung legt man alle Kräfte darauf, erst einmal das wieder lauffähig zu bekommen, was vorher da war. Erst wenn das läuft, kann man sich an weitere Verbesserungen machen, Mir fallen da z.B. Fahrplandatenimport oder aktuelle Internet-Fahrplananzeige ein. Ich erwarte also derzeit von der BSAG nicht wesentliche große Veränderungen für den Fahrgast - das kommt erst zu gegebener Zeit.

Also, ohne dass ich Hintergrundinformationen habe, bitte ich um Geduld.

Ingo Teschke

von Ingo Teschke - am 04.12.2008 21:40

Re: Habt doch ein bisschen Geduld

Das neue RBL wäre doch ein hoch interessantes Thema für einen Fachvortrag.

von Torsten S. - am 05.12.2008 09:57
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