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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ingo Teschke, Arne Schmidt, Dennis89, Jens Stein, T.Hancke, ChristophN.

Danke für die Fotos und Frage

Startbeitrag von ChristophN. am 24.05.2009 17:58

Nun ist der Kirchentag vorbei, ereignisreiche Tage liegen hinter der Stadt und vor allem auch hinter der BSAG.
Ich möchte allen, die hier fleißig Fotos eingestellt haben, herzlich dafür danken! Auf diese Weise konnte auch ich, der ich nicht vor Ort sein konnte, mir einen Eindruck verschaffen, was alles in Bremen los war.
Wie ist denn die Einschätzung derer, die vor Ort waren: Hat die BSAG diese gewaltige Herausforderung gut gemeistert, oder gab es Kritikwürdiges?
Völlig unterschätzt hat man ja wohl das Verkehrsaufkommen zwischen Innenstadt und Überseestadt, aber ich weiß nicht, ob man das der BSAG zum Vorwurf machen kann, weil ich nicht weiß, welche Informationen diesbezüglich von den Veranstaltern an die BSAG übermittelt wurden. Außerdem hat man ja versucht, die Situation mit weiteren 23-Verstärkern, 3EE und 2 und 10 über Europahafen zu entschärfen, so gut es ging.

Jetzt bin ich mal gespannt, ob morgen noch Wegmänner unterwegs sein werden. Wäre nett, wenn da mal jemand drauf achten und was zu schreiben könnte. Waren denn eigentlich heute noch Wegmänner unterwegs?

Antworten:

Züge waren heute nicht mehr im Einsatz, es stehen in der Neustadt 3528+ (wieder)3749 , 3550/3750 hinten am Zaun, 3558/3745 hinter der Werkstatt,
in GPL und SEB waren heute mittag keine zu sehen, insofern ics davon auszugehen ,dass die anderen in der Vahr sind.

Insgesamt kann man wohl sagen , dass die BSAG die Herausforderungen sehr gut gemeistert hat , im Notfall flexibel reagiert hat und alles getan hat um Gäste und Stammfahrgäste ans Ziel zu bringen. Dass es mal zu Überfüllungen und Warttezeiten kam ist bei der Mengge wohl klar, ich denke aber , dass es in für alle erträglichem Rahmen war.

Und grundsätzlich konnte die BSAG zeigen, dass solche Großveranstaltungen auch mit dem "System Straßenbahn" zu bewältigen sind .

von T.Hancke - am 24.05.2009 18:27

Antwortversuch

Also ich finde, die BSAG hatte wirklich tolles geleistet.
Vor allem, wie Du schon sagtest, Christoph, mit den Linien 2 und 10.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß die BSAG da so flexibel auf den Ansturm reagierte und die Linien kurzer Hand über die Überseestadt leitete.
Auch die 3EE war ja wohl nicht geplant gewesen. Sie lief zwar unregelmäßig, aber sie lief und hat wohl auch eine ganze Menge an Leuten in die Überseestadt und zurück transportiert.

Ich denke auch mal, daß es einfach unterschätzt wurde, wieviele Leute in den Hafen wollten.
Und wie man von den Kirchentagsbesuchern gehört hatte, war es in der Überseestadt auch am schönsten. Mir sagte eine Besucherin, sie fühle sich dort "frei" und nicht so eingeengt, wie in der Stadt. Die Stadt wäre aber auch sehr schön und sie hätte nicht gedacht, daß Bremen so groß ist :D.

Auch bei der Linie 23 konnte man von Tag zu Tag beobachten, daß es immer besser lief.
Gestern waren bei den Bussen, die in die Überseestadt fuhren, noch teilweise Sitzplätze zu vergeben. War die ersten zwei Tage auch nicht.
Ich war gestern auch der Meinung, daß das Angebot der Linie 23 extrem erhöht wurde.

Am Mittwoch sah es natürlich nicht so aus. Wer am Bahnhof stand und das Chaos gesehen hat, hatte das schlimmste für die Tage befürchtet. Aber das hat die BSAG auch gut gemeistert.

Wenns mal klemmte, dann lag es auch wohl mit an den Fahrgästen. Ich hatte auf der 2 gehabt, daß die Bahn proppevoll war, aber 3 Mütter noch der Meinung waren, ihre Kinderwagen müssten noch rein, obwohl schon 2 Kinderwagen drinne waren. Die nächste Bahn stand dann auch schon dahinter...

Was ich auch faszinierend fand, punkt 22:30 Uhr war schlagartig Ruhe.
Zumindest hier am Hansator. Plötzlich waren die Busse und Bahnen leer.
Wie T.Hancke schon am ersten Tag schrieb, der Christ geht anscheinend früh zu Bett.

Also alles in allem denke ich, daß die BSAG (und natürlich alle beteiligten Unternehmen) das ganze super über die Bühne gebracht hat.

Wie ich die Tage schon mal geschrieben hatte, bin jetzt mal auf unsere Provinzpresse Weser-Kurier und Radio Bremen gespannt, wie sie das sehen.

Viele Grüße
Jens






von Jens Stein - am 24.05.2009 18:47

Resümée zum Kirchentag (m.19 B.)

Hallo,

meine Bilanz zum Kirchentag sieht ähnlich positiv aus.

Der Mittwoch war sicherlich der kritischste Tag. Zum einen waren dort mehr Menschen unterwegs als an den anderen Tagen, zum anderen wirkte sich vor allem negativ aus, dass die Innenstadt komplett gesperrt war. Das konnte eigentlich nur zum Chaos führen, und im Chaos hat die BSAG dennoch den Überblick behalten.

Der Linienverkehr war gut, teilweise sogar zu viel des Guten verstärkt worden. Abends war in der Regel schon vor 23.00 Uhr alles gelaufen, dennoch wurde bis 24.00 Uhr (Hauptbahnhof) im 7 1/2-, teilweise sogar im 3 1/4-Minuten-Takt gefahren. Aber das Fahrverhalten so exakt vorherzusagen, ist auch nicht möglich. Also hat auch hier die BSAG m.E. richtig gehandelt und einem möglichen Chaos frühzeitig entgegengewirkt.

Größtes Sorgenkind war die Linie 23, die - auch nach Aussagen der BSAG - vollkommen unterschätzt wurde. Hier galt es, Schadensminimierung zu betreiben. Donnerstag war schlecht, Freitag lief schon besser, Sonnabend war akzeptabel.

Die Flexibilität der BSAG war klasse. Bei der Linie 23 wurde alles Mögliche verstärkt. Für den Sonnabend waren anscheinend alle möglichen Umlandunternehmen angefragt worden, um Verstärkungsfahrten zu unternehmen. Auch für den Abendverkehr waren immer genügend E-Wagen für besondere Einsatzzwecke vorhanden. Die Linie 3EE war schon am 2. und 3. Tag nicht mehr wegzudenken. Beeindruckt war ich auch von der kurzfristigen Entscheidung, am Donnerstag die 2 und 10 und am Freitag die 2 durch die Überseestadt zu leiten.

Mangelhaft war leider die Fahrgastinformation. Positiv waren die vielen "gelben Engel", die bereitwillig Auskunft gaben. Sehr schlecht war, dass das RBL nicht vernünftig bis gar nicht funktionierte und so auch keine aktuellen Informationen an die Fahrgäste gegeben werden konnten. Diese Miserie liegt ja wohl am RBL-Hersteller. Die Fahrzeugbeschilderung war stark verbesserungsfähig. Allein die Tatsache, dass die Linie 3 ständig als 3E bezeichnet wurde, war irreführend. In allen Informationsmaterialien für die Kirchentagsbesucher war die Linie 3 (und keine 3E) in den Plänen eingezeichnet worden. Das E führte so zur mehr Verwirrung als Orientierung. Richtig schlecht wurde es, als die E-Wagen zur Linie 3E (= Linie 3EE) Bürgerpark-Überseestadt eingeführt wurden. Wie sollte man die vernünftigerweise bezeichnen? Gesehen habe ich 3, 3E, E, Schulbus, 903, S. Als Ziel war u.a. Leerfeld, Überseestadt, Einsetzwagen, Sonderfahrt zu sehen. Es kann doch eigentlich nicht so schwer sein, dort eine klare Linie vorzugeben. Auch der Fahrweg war toll. Gestern fuhren alle Wagen mit gerader Wagennummer i.d.R. über Domsheide-Brill, die ungeraden Wagennummern über Falkenstraße direkt.

Insgesamt aber ein sehr positives Bild, das die BSAG abgeliefert hat. Dazu kann man nur alle BSAG-Mitarbeiter beglückwünschen.


Jetzt noch im Nachgang 19 Bilder, die ich leider erst jetzt ins Netz stellen konnte:

Eindrücke von Freitag abend:

Hohe Flexibilität: Ein kleiner Unfall blockierte just zum Abtransport am Freitag abend kurzzeitig die Linien 1 und 10 in östlicher Richtung. Sofort waren E-Wagen da, die den ersten Besucherschwung abfuhren. Hier Bus 4752 als 10E nach Sebaldsbrück.


Die vorletzte Wegmann-Nacht. Seit Freitag morgen war der Zug 3538+3738 nicht mehr im Einsatz. Dafür waren alle anderen Wegmänner zuverlässig abends und morgens unterwegs, vor allem auf der Linie 5. Hier 3530+3726:


Mit 3540+3740 bin ich dann mal nach Arsten gefahren:


Auf dem Rückweg in Huckelriede:


3537+3747 Am Dobben kurz vor Mitternacht - nur noch schwach besetzt.


Eindrücke von Sonnabend:
3540+3740 in der morgendlichen HVZ als Linie 5:


Am Sonnabend setzte schon morgens die Linie 3EE ein. Hier 3557+3757 am Hauptbahnhof, ausgerückt vom Btf. Vahr.


Am Sonnabend war der 3523+3733 auf der Linie 1. Leider wurde der Zug später gegen einen GT8N-1 getauscht.


Tw 3550+Bw 3750 an ihrem letzten Einsatztag (?) auf Linie 5. Wie üblich wurden 6 Kurse vom Btf. Neustadt gestellt, meistens kamen sie alle auf die Linie 5.


Tw 3524+Bw 3724 als schnelle Linie 3EE in der Falkenstraße:


Tw 3528 mit seinem Kirchentagsbeiwagen 3746 als langsame Linie 3EE am Brill:


... und an der Lloydstraße


Der Sonderzug nach Braunschweig - Vienenburg mit Lok DB 218 470 verlässt den Halteplatz am Speicher XI.


... einige Minuten später in Höhe Grasberger Straße. Leider tat mir die BSAG nicht den Gefallen und schickte eine Linie 3 vorbei. Nur eine Minute vorher fuhr Tw 3078 (der mit der DB-Reklame) Richtung Gröpelingen vorbei ...


Wegmänner im Marktplatz-Getümmel. Hier Tw 3524+Bw 3724 - da gerade Wagennummern - auf seinem üblichen Weg über Domsheide-Brill zur Überseestadt.


Tw 3524+Bw 3724 brauchten auch einmal eine Pause. Am frühen Abend im Abstellgleis Bürgerpark.


... und noch einmal Nachtverkehr: Tw 3558+Bw 3745 als Linie 5


Tw 3537+Bw 3747 zum letzten Mal (?) in ihrer 33jährigen Karriere in der Wendeschleife Horn-Lehe.


Gemeinsames Einrücken der Wegmänner von der Linie 3EE. Tw 3557 (links) und Tw 3524 (rechts) am Hauptbahnhof auf dem Weg zum Btf. Neue Vahr.


So, das waren meine letzten Bilder zum Kirchentag. Insgesamt habe ich 679 Bilder auf Chip gebannt. Nochmals vielen Dank an die freundlichen BSAG-Mitarbeiter für die tolle Leistung.

Ingo Teschke

von Ingo Teschke - am 24.05.2009 21:26

Über 1.000.000 Fahrgäste

... davon spricht die BSAG in ihrer heutigen Zeitungsannonce im Weser Kurier.

Ich halte die Zahl für sehr niedrig, denn 1 Million Fahrgäste in fünf Tagen ist weniger als an normalen Tagen:

Zum Vergleich: 100 Millionen Fahrgäste pro Jahr = macht ca. 274.000 pro Kalendertag. An normalen Tagen hätten also an den fünf Kirchentags-Tagen schon 1,37 Millionen Fahrgäste unterwegs gewesen sein müssen.

Ingo Teschke

von Ingo Teschke - am 25.05.2009 06:05

Resonanz zum Kirchentag

Allgemein scheint die BSAG ja gut wegzukommen in der Berichterstattung in den Medien. Der WK befragte Teilnehmer und Organisatoren des Kirchentages und durchweg ist ein positives Echo zu hören. So haben die Verkehrsunternehmen flexibel reagiert und die Fahrer wären auch in stressigen Situationen gelassen geblieben, was dann auch auf die Fahrgäste reflektiert hätte. Unterm Strich ein guter Eindruck, den die BSAG in den vergangenen Tagen hinterlassen hat. Dann kann man ja wohl gratulieren :cheers:

von Arne Schmidt - am 25.05.2009 07:29

Re: Über 1.000.000 Fahrgäste

Ich schätzte mal, dass wenn dann 1.000.000 zusätzliche Fahrgäste gemeint ist, wär ja durchaus realistisch.

von Dennis89 - am 25.05.2009 13:00
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