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bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lennart Gerling, T.Hancke, Uwe_zwo, oefahrer, Peter Burtchen, ChristophN., Christian A., tom85, Citaro

Steht jetzt der GT8N-1 Einsatz auf der 3 kurz bevor?

Startbeitrag von Citaro am 05.10.2010 18:46

Wir hatten vor einigen Wochen ja spekuliert, herausbekommen, dass ab dem Winterplan ja drei GT8N1 auf der Linie 3 verkehren werden. Dazu sollen ja Kurse von der Linie 1 genommen werden.

Ich habe gestern und heute schon jeweils zwei GT8N ( leider ) auf der Linie 1 zu unterschiedlichen Zeiten gesehen, daraus denke ich kann man interpretieren, dass warscheinlich der reguläre Einsatz der Bertas der Linie 3 kurz bevorsteht.

Oder liege ich falsch?

Antworten:

GT8N auf der 1 sind ja so besonders nicht, kommt eigentlich immer mal vor, dass 1-2 auf der 1 laufen, ebenso während der HVZ auf der 6.

von T.Hancke - am 05.10.2010 20:17
Letztendlich macht es gar keinen Sinn die Fahrzeuge auf der Linie 3 fahren zu lassen, bevor man nicht genügend Rollmaterial für alle 3 Linien (1, 3 & 6) zur Verfügung hat.

Was bringt es denn auf der Linie 1 oder Linie 6 jetzt wieder einige Kurse durch GT8N zu ersetzen, nur damit man ein paar Fahrzeuge für die Linie 3 zur Verfügung hat!?

Die Fahrzeuge sind da wo sie momentan verkehren gut aufgehoben und sobald es trotz GT8N-1 bestückter Kurse auf der Linie 1 und 6 einen "Überschuss" von diesen Fahrzeugen gibt, mach ein Einsatz auf einer anderen Linie erst Sinn.

von Christian A. - am 05.10.2010 21:39
Vielleicht aus Imagegründen... Viele Kunden fragen stellen sich die Frage welchen Nutzen diese Neuen Fahrzeuge haben die nur auf 2 Linien zum Einsatz kommen. Jemand aus meinen Bekanntenkreis bezeichnete es als totalen Wahnsinn Fahrzeuge zu beschaffen die zu Breit sind für das Streckennetz.... Ich denke man möchte nur demonstrieren, das man sich bemüht die Fahrzeuge bald überall einsetzen zu können.

von tom85 - am 05.10.2010 22:04
Die 3 ist natürlich durch die Waterfront inzwischen auch eine sehr gut ausgelastete Linie. Aber m.E. wäre es auch sinnvoll, die Bertas auf der 1 und 6 zu lassen und zu warten, bis ohnehin demnächst ja nochmal 9 Bertas kommen. Die dann genau ausreichen, um auch die 3 zu bestücken.
Und zur Entlastung der 3 wird ja demnächst auch fahrplanmäßig einiges getan (E-Fahrten nachmittags und samstags abends).

von ChristophN. - am 05.10.2010 23:21
Es ist doch sinnvoll, möglichst freizügigeinsetzbare Fahrzuge zu haben. So ist es eben nur eine Zwischenstufe, denn man hat ja nicht Fahrzeuge gekauft, die "zu breit für das Netz" sind, sondern sich bewußt entschieden, das Netz auf 2,65m breite Fahrzeuge umzubauen, dass das nicht von heute auf morgen geht,sollte jedem klar sein.
Und so war der Einsatz der GT8N1 nur auf Li. 1+6 eben auch eine Zwischenlösung, di deann eben in einigen Jahren dazuführen wird, dass wieder alle Fahrzeuge freizügig auf allen Linien eingestezt werden können, wie es einst mit 400ern, 500ern und 3000ern schon war.

von T.Hancke - am 05.10.2010 23:23

Anmerkung

Erinnern wir uns:

1. Die ersten dreiteiligen (Hochflur-)Bahnen (560 und 561) liefen als erstes auf der Linie 3.

2. Die erste dreiteilige Niederflurbahn (Gt6N) lief damals als erstes auf der Linie 5 (am Bthf. Neustadt vorbei).

3. Im Oktober 1993 begann die Lieferung der Serie von vierteiligen Fahrzeugen. Der erste Gt8N (3007) lief als erstes auf der Linie 2 (anschließend auf Linie 10).

4. Der erste Gt8N-1 (3101) lief als erstes auf der Linie 6 (am Bthf. Neustadt vorbei)
- (anschließend auf Linie 1).

5. Testfahrzeuge (Busse) wie der Neoplan Typ N 4121 DES (Wg. 4500) mit neuen oder besonderen Eigenschaften liefen(/laufen) vorzugsweise auf Linie 26(/27)
- auf einseitigem Linienast in der Nähe von Bthf. Neustadt verkehrend.

(6.) Testfahrzeuge (Busse), wie der blau/gelbe MAN-Wagen aus Chemnitz (Wg. 4386) der seine Fahrfähigkeit schon anderweitig unter Beweis stellen konnte:
Diese Wagen, bei denen wir über eine serienmäßige Anschaffung überwiegend positiv nachdenken, laufen unter ("Härte"-)Testbedingungen überwiegend
auf der langen Linie 25, deren Streckenverlauf alle städtischen Bedingungen (im Flachland) aufweist.


Zwar bestätigen Ausnahmen die Regeln. Doch ist nun erkennbar, dass die Testfahrzeugeinsätze und die Rollouts neuer Fahrzeuge abhängig von ihren
(zu testenden) Eigenschaften überwiegend liniengebunden laufen.
Hierzu vergleiche man:
1. mit 3.,
2. mit 4.,
5. mit 2.
(einzelne Übereinstimmungen beachten).

Nun ist zu berücksichtigen, daß jede Linie ein spezielles Fahrgastaufgebot und bestimmte Eigenschaften des Streckenverlaufes besitzt.
So wird es nie möglich sein, z.B. jeden Bus auf jeder Buslinie einsetzen oder testen zu können.
Dies alles geschieht allerdings unter dem Aspekt, daß man vorhandene Möglichkeiten und Potenziale ausschöpft und erweitert,
um die Flexibilität weiterhin gewährleisten zu können.


Aufrichtige Grüße

Lennart

(ACHTUNG: In diesem Beitrag habe ich meine möglicherweise unbestätigte Erfahrung und Meinung vertreten. Alle Angaben ohne Gewähr.)

von Lennart Gerling - am 06.10.2010 10:23
Zitat
Christian A.
Was bringt es denn auf der Linie 1 oder Linie 6 jetzt wieder einige Kurse durch GT8N zu ersetzen, nur damit man ein paar Fahrzeuge für die Linie 3 zur Verfügung hat!?


Einen Abzug von der 1 finde ich auch wenig glücklich, eine Aufwertung eines Teils der Flotte vom HVZ-dasein der 6 auf ganztägige Kurse der 3 kann ich mir vor dem Hintergrund von möglichen Gewährleistungsansprüchen als durchaus zweckmäßig vorstellen.

von Uwe_zwo - am 06.10.2010 19:42

Re: Ergänzungen dazu

Hallo Lennart,

ich habe zwar nicht ganz verstanden, was Du mit Deiner Aufstellung ausdrücken wolltest, möchte mich aber dennoch an das Thema anhängen und in der Geschichte noch ein bisschen weiter zurück gehen:

Die ersten Großraumwagen (800/1800er), 3-Achs-Gelenkwagen (900/1900er) und Hansa-Gelenkwagen (400/1400er) wurden auf der Linie 2 eingesetzt, weil auf der Strecke der Linie 11 mit der Wendeschleife bei der Riedemannstraße nahezu ungestört ausgiebige Testfahrten unternommen werden konnten. Da lag es nahe, diese Fahrzeuge auch in Gröpelingen zu stationieren. Erst später kamen sie auch auf anderen Linien zum Einsatz.

Die ersten Wegmannzüge (500/700er) kamen auf der Linie 1 zum Einsatz, weil sie ja speziell für deren Stadtbahnstrecken konstruiert worden waren. Später dann auch auf der "6".


Um in der Historie noch weiter zurück zu gehen:
Die ersten Lindner-Wagen (mit Polstersitzen!) sollen 1940 speziell für die "vornehmen Fahrgäste aus Schwachhausen" auf der Linie 4 zum Einsatz gekommen sein. Bestätigen kann ich das aber nicht; denn es war vor meiner Zeit.

von Peter Burtchen - am 07.10.2010 08:19

Anmerkung zur Ergänzung

Hallo Liebe Peter,

es mag sein, daß Sie den Zusammenhang nicht sofort nachvollziehen konnten.
Hierfür entschuldige ich mich und erläutere mein Ermessen:

Meine Anmerkung mit den aufgeführten Ersteinsätzen bezog sich auf den von Herrn Hancke verfassten
Beitrag und sollte ausschließlich unterstreichen, daß die für die Testfahrzeuge und Rollouts gewählten
Linien nicht von einer Wunschkonzertaufführung her gewürfelt werden/wurden - sondern von vorhandenen
Möglichkeiten und Potenzialen der Flexibilität abhängig sind.
Welche Eigenschaften darunter fallen und daß die Potenziale ausgeschöpft und unter dem Aspekt der
Flexibilität erweitert werden können und sollen, ist denke ich im obigen Beitrag deutlich geworden.

Trotzdem danke ich Ihnen sehr für die Ergänzung mit dem interessanten geschichtlichen Exkurs.
Es lohnt sich immer wieder noch ein bisschen weiter zurück zu schauen.


Aufrichtige Grüße

Lennart


P.S.: Ich gebe mich damit einverstanden wenn Sie mich Dutzen.
Doch ich möchte nicht auf das Sietzen verzichten.

von Lennart Gerling - am 07.10.2010 10:39

Re: Anmerkung zur Ergänzung

Rollt gerade mit seinen Augen, einfach so, weil diese nämlich das dafür notwendige Potenzial der Flexibilität aufweisen.

von oefahrer - am 07.10.2010 10:43

Re: Anmerkung zur Ergänzung

Zitat
oefahrer
Rollt gerade mit seinen Augen, einfach so, weil diese nämlich das dafür notwendige Potenzial der Flexibilität aufweisen.

..damals beim Rollout der Serie noch nicht. Deswegen:

Zitat
Lennart Gerling
...die Potenziale ausgeschöpft und unter dem Aspekt der Flexibilität erweitert werden können und sollen...

(man beachte: können und sollen)

Bis auf Kleinigkeiten besteht die Möglichkeit die neuen Fahrzeuge auch auf der 3 einzusetzen.
(Aber wie erwähnt sollte eben auch das Fahrgastpotenzial und die Länge eines Streckenverlaufes berücksichtigt werden.
Nicht zu vernachlässigen ist darüberhinaus die Fahrzeugdisposition der Betriebshöfe an sich.)

..Mit Vorfreude auf (hoffentlich) baldige einzelne Einsätze der neuen Serie auf der Linie 3 freut sich..

mit aufrichtigen Grüßen

Lennart

P.S.: An dieser Stelle denke ich, ist es sinnvoll diesen Ast der Themenkette nicht weiter auszuführen,
um das Vorwegnehmen oder speziell das Wiederkäuen bestimmter Teilthemen zu unterbinden.

Edit: Klammerinhalte ergänzt.

von Lennart Gerling - am 07.10.2010 11:16
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