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vor 4 Jahren, 10 Monaten
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vor 3 Monaten, 1 Woche
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outsider99, D.Kleine, Rauqs, Linie 4 Lilienthal, Arne Schmidt, HB-Nord, strabatim, Steppard, Gnubbl, Ersatzverkehr

Linie 31 - Diskussion im Beirat Borgfeld

Startbeitrag von Rauqs am 23.01.2013 19:30

Hallo,

gestern stand die Linie 31 auf der Tagesordnung bei der Beiratssitzung in Borgfeld. Zu der Thematik sind ja auch schon viele Zeitungsartikel in den letzten beiden Monaten verlinkt worden.

Der Ortsamtsleiter hat kurz die bisherige Entwicklung skizziert:
-im Bebauungsplan ist eine Buslinie bereits vorgesehen, eine Wendeschleife am Upper Borg ist vorhanden
-ab 2004 verkehrte Linie 32 mit der Linienführung wie heute (in Borgfeld-Ost)
-ab 2007 wurde die Linie 32 zur Ringlinie
-ab 2012 neue Linie 31

Ein Vertreter der BSAG war auch da und hat die Situation seitens der BSAG erläutert:
-die alte Linie 32 hatte etwa 100 Fahrgäste pro Tag
-bei einer Zählung auf der neuen Linie 31 drei Wochen nach Betriebsstart wurden in Höhe Wilhelm-Kaisen-Allee allein in der HVZ 100 Fahrgäste gezählt
-eine technische Fahrgastzählung kommt demnächst

Im Anschluss kamen verschiedene Anwohnerinitiativen und BürgerInnen zu Wort, hier ein Querschnitt verschiedener Meinungen und Vorschläge:
-der wartende Bus ist sehr laut und neben der Lärmbelästigung gibt es auch eine Geruchsbelästigung an der Wendeschleife
-Senioren müssen weiterhin an den ÖPNV angebunden bleiben
-der alte Quartiersbus war besser
-die Linienführung sollte über die Borgfelder Ortmitte geführt werden
-der eingesetzte Bus ist zu groß
-außerhalb der HVZ ist der Bus wenig ausgelastet und der Takt sollte reduziert werden (ab 6 Uhr, NVZ nur stündlich)
-der Bus sollte auch Borgfeld-West anschließen
-Im Sommer wird es eng wenn landwirtschaftlicher Verkehr auch in Borgfeld unterwegs ist
-Einsatz eines Hybridbusses
-Einsatz eines Elektrobusses

Auf einige Argumente wurde direkt eingegangen:
-Lärmpegel des Busses liegt bei 77 Dezibel und ist im gesetzlichen Rahmen
-das Toilettenhäuschen kann begrünt werden
-der Quartiersbus hat sich wirtschaftlich nicht gerechnet, deshalb wurde er abgeschafft
-eine Verlängerung der Linie 31 über die Katrepeler Landstr. zur Endhaltestelle Borgfeld geht nicht weil die eingesetzten Solobusse zu groß sind
-bei einer Verlängerung muss gewährleistet bleiben, dass nur 3 Busse auf der Linie 31 eingesetzt werden. Ab 4 Bussen ist es nicht mehr wirtschaftlich
-eine Verkürzung der Linie bis Fultonstr. macht keinen Sinn weil kein Bus (derzeit 3) eingespart werden kann
-ein kleinerer Bus kann nicht eingesetzt werden weil die Kapazitäten zw. Kopernikusstr. und Uni genutzt werden
-Hybridbusse befinden sich zur Zeit im Test, haben sich aber nicht bewährt
-Elektrobusse sind noch nicht marktreif (können nicht von 5 bis 22 Uhr durchgängig eingesetzt werden)

Ich bin gespannt, wie die Diskussion weitergeht.

Viele Grüße, Tim

Antworten:

Re: Linie 31 - Danke!

Ein großes DANKE für die informative Zusammenfassung!

...und tschüss...
Martin

von Gnubbl - am 24.01.2013 00:59
Siehe auch die absolut interessante Diskussion auf:
[bremenbewegen.de]

Der "Betroffene" Michael H. ist laut eigener Aussage übrigens vor 2 Jahren dorthin gezogen - aus Schwachhausen, um Ruhe zu finden. Warum er dann in die Albert Bischoff Straße zieht und nicht noch weiter draußen - wo die Grundstückspreise dank fehlender ÖPNV-Anbindung sicherlich noch deutlich niedriger sind, erschließt sich mir nicht.
Leider hatte die BSAG an diesem Dienstagabend nur einen mittelmäßigen Schreibtischingeneur geschickt, der immer nur sagen konnte: "das leite ich weiter, das wird geprüft". Nussi oder Eisenberg hätten da sicherlich gleich ein paar schlagende Argumente vorbringen können, weil sie in Bezug auf den Gesamtbetrieb BSAG einen besseren Überblick haben.

Aber auch der Rest dieser 3-stündigen Sitzung war ein Lehrstück in Beiratspolitik, Bürgerinitiativen und Wutbürger. Es begann mit einer Diskussion über die (dank missglücktem Großneubauprojekt-Borgfeld-West, die für demographisch absolut einheitliche Altersverteilung im Stadtviertel sorgte) Platznot in der Grundschule. Der erste Elternvertreter "drohte" damit, dass der Verkehr an der Ampel zum erliegen kommen würde, wenn die 24 betroffenen Eltern der Borgfeld-West-Kinder ihre 24 Erstklässler um halb 8 mit 24 Autos über die Ampel Daniel Jacobs-Allee zur Grundschule in Borgfeld-Mitte bringen müssten. Von car-pooling oder 500 m Fußmarsch zur Schule haben die wohl keine Vorstellung bzw. sie fahren ihre Kids wohl aus dem Grund, dass das Auto schon mal warm gefahren wird, für den eigenen späteren Weg in die City zur Arbeit.

Am Ende war dann auch Thomas Lecke Lopatta da wegen der Bürgerbeteiligung am neuen FNP - auch interessant, wie schlecht die Kommunikation zwischen Baubehörde und Orts/Beiräten ist - trotz gleichem grünen Parteibuch (erinnert doch stark an die Diskussion in Huchting). Interessant am Rande die Aussage von TLL, dass die geplante Bebauung am Hampfhofsweg westlich des Jan-Reiners-Wegs u.a. daher vorgesehen ist, um Tatsachen zu schaffen, dass die Hollerlandtrasse tatsächlich NIE gebaut werden kann...

von outsider99 - am 24.01.2013 10:12
Diese Art von Bürgerbeteiligung geht mir mittlerweile schon zu weit. Wenn jeder hier seine Einwände voträgt so dass (sinnvolle) Verkehrsprojekte nicht mehr zeitnah geplant werden können, egal, ob nun in Borgfeld, Huchting oder sonst irgendwo...:mad:

Da muß ich direkt aufpassen, dass ich nicht Sypathien für die "Chinesische Gangart" entwickele. Dort wird in Peking bis 2018 der größte Flughafen der Welt entstehen. Wenn die Pannenserie am Berliner Flughafen BER so weiter geht, dann sind die Chinesen mit ihrem schneller fertig...

Edit: Außerdem erstaunlich, dass Bewohner, die dort seit gerade mal 10 Jahren wohnen, meinen, sich über irgendwelche Geräuschbelästigungen durch Busse aufregen zu müssen. Wer hat denn die "Ureinwohner" Borgfelds gefragt, ob diese mit der Ansiedlung von Neubürgern in deren Stadtteil zufrieden sind?

von Arne Schmidt - am 24.01.2013 11:27
Moin , Moin
Ich bin neu hier , lese aber bereis seit längerem Eure Kommentare.
Ich bin selbst direkter Anwohner der Linie 31 und ganz klar für die Linie 31. Wohne aber auch nicht an der Enhaltestelle. Die Argumente das der Bus zu laut ist und auch das Toilettenhäuschen können sicher kein Argument für eine Abschaffung eines Linienbusses sein. Das wäre Quatsch. Auch Hr. H. Ist nicht gegen einen Bus, das sagte er ja ausdrücklich auf der Versammlung. Es gibt einen Punkt da kann ich Hr. H. verstehen und das sind die Abgase die der wartende Bus ein paar Meter vor der Haustür verursacht.Die Motoren werden anscheinend nicht ausgemacht. Warum auch immer. Da müsste man in einem Wohngebiet doch eine Lösung finden können auch wenn es sicher viele Ecken in Bremen gibt die wesentlich schlimmer sind. Es wurde ein Vorschlag gemacht , der bereits bei "Bremen bewegen" gemacht wurde, den sollte man sich einmal überlegen. Die Linie 31 könnte bereits im Leher Feld enden. Von dort aus könnte ein kleinerer Bus weiterfahren. Diese müsste auch nicht in Borgfeld-Ost enden , er könnte über Katrepel weiter fahren. Dann hätten auch die Borgfelder im hinteren Teil auch wieder eine Anbindung und auch die Schüler zur alten Borgfelder Schule. Wenn dafür mehr Busse benötigt werden , sollte man sich überlegen ob er im 30min Takt fahren muss. Evtl. Reicht ja ein 45min. Takt und wenn möglich in der HVZ halt mehr. Außerdem muss der Bus bereits morgens um 5 h fahren ? Fairerweise muss doch gesagt werden das es in Borgfeld-Ost sehr wenige Arbeitnehmer gibt die mit dem Bus fahren. Es sind eher Gelegenheitsfahrer oder Schüler. Im übrigen würde man weiter mit nur 1xumsteigen zur Uni kommen und zur 4 weiterhin Umsteigefrei.
Aber ihr seit die Experten bin gespannt.
. Gruß aus Borgfeld , hoffen wir das der Bus weiter fährt egal wie.

von Steppard - am 24.01.2013 13:28
Zitat
Steppard
Die Linie 31 könnte bereits im Leher Feld enden. Von dort aus könnte ein kleinerer Bus weiterfahren. Diese müsste auch nicht in Borgfeld-Ost enden , er könnte über Katrepel weiter fahren. Dann hätten auch die Borgfelder im hinteren Teil auch wieder eine Anbindung und auch die Schüler zur alten Borgfelder Schule. Wenn dafür mehr Busse benötigt werden , sollte man sich überlegen ob er im 30min Takt fahren muss. Evtl. Reicht ja ein 45min. Takt und wenn möglich in der HVZ halt mehr.

Selbst wenn der Bus am Leher Feld/Fultonstraße enden würde, benötige man auf der Linie 31 drei Fahrzeuge. Eine Weiterführung mit einem kleineren Bus (dieser müsste erneut extra beschafft werden) wäre ein Mehraufwand von einem Fahrzeug und entsprechenden Personalen pro Tag.
Außerdem wurde der Abschnitt Borgfeld-Mitte - Katrepeler Landstraße von so gut wie keinem Fahrgast genutzt. Der Großteil der 100 Fahrgäste täglich stieg erst am Upper Borg zu.

Außerdem wurde über die Gründe für die neue Linienführung, deren Takt, die eingesetzten Fahrzeuge und die Einstellung des Quatierbusses ausreichend am 22. Mai 2012 auf der Beiratssitzung informiert.
Die sog. "Gegner, der Linie 31" hätten sich also nur frühzeitig über die Planungen der BSAG informieren müssen.

Ein 45-Minuten-Takt wäre m.E. auf dem Abschnitt Nedderland-Universität-Leher Feld nicht ausreichend.

Dass die Motoren der Busse am Upper Borg nicht abgeschaltet werden (die Fahrer haben dort sogar 21 Minuten Wendezeit), halte ich für ein Gerücht.
Das Geräusch, was den Anwohner stören könnte, wäre nur die Standheizung.

von Ersatzverkehr - am 24.01.2013 14:06
Jede Lösung, wo ein zusätzlicher Kleinbus eingesetzt wird, kostet halt diese Busleistung mehr. Die Linie 31 hat am anderen Ende kein Endhaltestelle, sondern fährt eine Schlaufe. Daher würde der Bus bei Verendung im Leher Feld eben dort keine 20 Minuten (entspricht Pausenregelung der BSAG) sondern 40 Minuten rumstehen. Der 30-Minutentakt auf der Strecke Lehe-Uni-Nedderland entspricht wohl dem Bedarf.
Und die Lösung, einen Kleinbus durch Borgfeld kreisen zu lassen, hatte man ein paar Jahre ausprobiert, aber das rentiert sich so oder so nicht. Ein Problem der mangelnden Erschließung von Borgfeld Ost ist sicherlich auch, dass man die alte Bushaltestelle Querlandstraße zugunsten der Erschließung von Borgfeld-West nach Norden verlegt hat und man selbst aus dem vorderen Bereich der Kaisen-Allee einen ordentlichen Fußmarsch zur Straßenbahn hat. Die Zählung von 100 Fahrgästen hinter der Haltestelle Kaisen-Allee verschweigt, dass ca. die Hälfte der neuen Fahrgäste die 31 schon an der Haltestelle Bürgermeister Kaisen Allee verlässt! (eigene Beobachtung).
Also vielleicht wäre eine Lösung, den Bus zu den Zeiten, in denen bis zur derzeitigen Endhaltestelle niemand fährt, bis Borgfeld-Mitte umzuleiten. An der Einmündung Bürgermesiter-Kaisen-Allee müssten dann noch Haltestellen an der Heerstraße eingerichtet werden, da dort definitiv auch außerhalb der HVZ Bedarf besteht.

von outsider99 - am 24.01.2013 14:10

Re: Linie 31 - Lösungsvorschläge

Hallo,

die Ringlinie 32 habe ich nie benutzt, die 31 dagegen schon häufiger. Einfach weil sie mir eine direkte Verbindung zur Uni und den Anschluss an die dortigen Linien bietet. Deshalb halte ich sie für attraktiver. Eigene Beobachtung vom letzten Freitag: 7.37 ab Wilhelm-Kaisen-Alle Richtung Nedderland; es steigen 2 Fahrgäste ein, keiner aus, und 15 sitzen schon im Bus. 17.38 ab Am Lehester Deich Richtung Borgfeld-Ost fuhren 5 Fahrgäste mit. Das macht 22 Fahrgäste bei nur 2 von insgesamt 61 angebotenen Fahrten (okay, in der HVZ).

Wenn man dennoch etwas ändert, fallen mir 3 verschiedene Lösungsvorschläge ein:

1. In der NVZ wird der Takt zwischen Wilhelm-Kaisen-Alle und Upper Borg auf stündlich ausgedünnt, die überzähligen Fahrten stattdessen bis zur Endhaltestelle Borgfeld geführt.

2. Die Linie 31 wird bis Horner Kirche verkürzt. Dort wird die Pause eingelegt, die Pause am Upper Borg und das dortige Toilettenhäuschen verschwinden. Dauer einer Rundfahrt gemäß aktuellem Fahrplan: 51 Minuten, Pause in Horn also 9 Minuten.
Dann gibt es 3 Alternativen:
2a) Eigenständige Linie Horn - Nedderland - Horn wird eingerichtet. 18 Minuten Fahrzeit, 12 Minuten Pause.
2b) die Kurse beider Linien (Horn - Borgfeld-Ost - Horn und Horn - Nedderland - Horn) werden verknüpft, so dass eine durchgängige Pause von 21 Minuten bei einer der beiden Verknüpfungen entsteht.
2c) einzelne Fahrten der 33/34 werden verlängert

3. Linie 31 wird bis Leher Feld verkürzt und eine neue Kleinbuslinie eingerichtet: Borgfeld - Katrepeler Landstr. - Upper Borg (östliche Linienführung) - Straße Lehester Deich - Am Rüten - Leher Heerstr. - Horner Mühle - Vorstr, - Horner Bad - Helmer - Horner Kirche.
Ja, das ist eine zusätzliche Linie für die entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden müssten. Allerdings hat diese Linie den Charme, damit möglicherweise neues Fahrgastpotential zu erschließen (Hans-Wendt-Stiftung, Neubaugebiet Horner Gärten bei der Konsul-Kassel-Str., Freibad Horn).

Analyse:
Variante 1
Vorteile: Kostenneutral, Belastung für Anwohner wird verringert
Nachteil: geringere Taktdichte macht die Linie unattraktiver,

Variante 2
Vorteile: Kostenneutral, Belastung für Anwohner wird verringert
Nachteil: die Linie wird durch die fehlende Direktverbindung Uni - Nedderland (zumindest in einer Richtung) unattraktiver

Variante 3
Vorteile: Neues Fahrgastpotential wird erschlossen
Nachteil: benötigt Ressourcen, lange Vorlaufzeit

Meinungen?

Viele Grüße, Tim

von Rauqs - am 26.01.2013 19:42

Re: Linie 31 - Lösungsvorschläge

Generell gibts du den Beschwerden eines Anwohners direkt an der Endhaltestelle Upper Borg einfach zu viel Gehör. In meinen Augen ist dies kein Problem, welches einer Lösung bedarf. Die Linie 31 unnötig ausdünnen, nur um dann einen Parallelverkehr zur Linie 4 zu schaffen, macht auch keinen rechten Sinn, zumal die betroffenen Bürger auch bei einem Stundentakt sicher noch meckern.

Einen Quartiersbus hat man ja nun gerade in Borgfeld schon ausprobiert, die BSAG betonte ja gerade, dass die Linie im Bereich Katrepeler Landstraße wenig genutzt wurde. Da die BSAG sowieso sparen muss, ist eine Lösung die einen zusätzlichen Kurs erfordert auch nicht realistisch.

von D.Kleine - am 26.01.2013 20:21

Re: Linie 31 - Lösungsvorschläge

Hallo,

ein Kernargument der Gegner ist ja: "der Bus ist leer". Damit lässt sich schon gut argumentieren. Man stelle sich einen Bericht im Fernsehen vor, etwas reißerisch gestaltet: "Die BSAG muss sparen, Linie XY wird ausgedünnt zu Lasten der Nutzer, während in Borgfeld ein leerer Bus umherfährt und die Anwohner nicht mehr schlafen können". Da würde man doch denken: "Die spinnen, die Bremer".

Ich benutze die 31 nur in der HVZ, da sitzen dann auch Leute drin. Über 5 Uhr morgens und 10 Uhr vormittags kann ich keine Aussage treffen, das wird die BSAG erfassen wenn die elektronische Fahrgastzählung kommt.

Bedenken muss man auch, dass z.B. morgens nach Borgfeld-Ost der Bus leer sein dürfte weil der Fahrgaststrom um diese Uhrzeit ausschließlich aus der Siedlung herausführt. Nur einen leeren Bus gesehen zu haben reicht also nicht, man muss auch gucken in welche Richtung er fährt.

Wenn es nach mir persönlich geht darf alles so bleiben wie es ist. Ich halte die 31 für einen Gewinn. Alternativen schaue ich mir aber trotzdem an weil ich Spaß dran habe.

Viele Grüße, Tim

von Rauqs - am 26.01.2013 21:19

Re: Linie 31 - Lösungsvorschläge

Die Argumentation "der Bus ist leer" kann eigentlich erst greifen, wenn das Angebot lange genug besteht. Dies ist bei der 31, die es so ja noch kein halbes Jahr gibt, noch nicht der Fall. Menschen sind halt Gewohnheitstiere und sie müssen sich auch erst daran gewöhnen, dass es da eine Linie 31 gibt.

Und meinst du, dass es auf anderen Strecken zu Tagesrandzeiten nicht auch mal leere Busse hast? Ich erinnere mich z.B. gut an eine Fahrt mit der Linie 51 vor etlichen Jahren. Es war die letzte Fahrt des Tages, damals begann die 51 noch in Kattenturm-Mitte, dort bin ich eingestiegen und bis Huckelriede gefahren, also die ganze Strecke. Ich war während der ganzen Fahrt der einzige Fahrgast. Gerade gegen die Lastrichtung, dürfte das am Tagesrand öfter zu beobachten sein.

Wie du schon sagst, nur weil man mal einen leeren Bus gesehen hat, heisst es noch lange nicht, dass eine Linie keinen Sinn macht. Man muss eben auch ein stetiges konstantes Angebot haben, eine Ausdünnung kann eben auch bedeuten, dass man Fahrgäste abschreckt, die die konkrete leere Fahrt vielleicht nicht nutzen, aber sie sehen im Fahrplan, dass der Bus viel zu selten fährt und nehmen lieber gleich das Auto. Einzelne Fahrten umzuleiten verkompliziert das Angebot auch unnötig.

von D.Kleine - am 26.01.2013 22:24

Re: Linie 31 - Lösungsvorschläge

Ich glaube auch, dass kurzfristig neben einer Klohhausbegrünung allerhöchstens eine kleinere Fahrplananpassung gemacht werden sollte, wenn sich herausstellt, dass z.B. in den Fahrten vor 6 Uhr nie ein Fahrgast sitzt.
Mittelfristig glaube ich schon, dass man das ganze Busnetz im Bremer Nordosten über/neu planen sollte. Insbesondere die 33/34 habe ich da im Auge. Die Strecke zwischen Horner Kirche und Mühle ist eigentlich unnötig, so viel Ärzteverkehr von Oberneuland zu Lestra gibt es auch nicht. Das Ortsamt ist in Zukunft an der Mühle. Eine dieser Linien könnte man durchaus zur Uni verlänger, vielleicht durch den Herzogenkamp oder oben rum mit Bedienung der Haferwende/Haltestelle Kopernikusstraße. Dann reicht auf dem schwächeren Ast in Oberneuland vielleicht auch ein Kleinbus und man könnte so von Borgfeld den Lehester Deich entlang fahren und eine direkte Verbindung zB zum Bahnhof Oberneuland anbieten (eventuell dann am anderen Ende der Strecke dann auch durch den Büropark nach Nedderland). Zur Uni steht ja fest, dass die 630/670er Linien bleiben, da muss die 32 nicht unbedingt hinfahren.

von outsider99 - am 27.01.2013 07:53

Neuplanung Busnetz bis 2014

Zitat
outsider99
Mittelfristig glaube ich schon, dass man das ganze Busnetz im Bremer Nordosten über/neu planen sollte.

Eine Neuplanung des gesamten Stadtbusnetzes bis 2014 durch eine externe Beratungsfirma hatte Herr Eisenberg in seinem Fachvortrag im Oktober letzen Jahres angekündigt.

von strabatim - am 27.01.2013 10:41

Re: Linie 31 - Lösungsvorschläge

Hallo,

vor fünf Jahren wurde die Ringlinie 32 eingestellt, dafür kann die neue Linie 31, welche den alten Ringbus teilweise ersetzt hat.

Durch die Querverbindung zwischen Horn-Lehe und Borgfeld ist die neue Linie natürlich deutlich ansprechender, als der alte Bus. Jedoch fährt die Linie 31 nur in einem 30-Minuten-Takt und nicht, wie die damalige Linie 32 alle 20 Minuten.
Der 30-Minuten-Takt ist gerade für die Abschnitte "Borgfeld-Ost" und "Nedderland" ein großer Nachteil. Die Anwohner, welche in Nedderland wohnen, sind auf den Bus angewiesen, um zur Straßenbahn zu kommen. Da ist ein 30-Minuten-Takt echt schwach. Die Anwohner aus Borgfeld-Ost und Katrepel, nutzen den Bus etwas weniger, da dieser zu selten fährt.

Im Sommer ist die Linie 31 im Borgfelder Bereich meistens nur mit ca. fünf Personen besetzt. Im Frühling/Winter und Herbst ist der Bus oft gut gefüllt. Damit meine ich verstärkt die Fahrten 6:34 Uhr, 7:04 Uhr und 7:34 Uhr.

Derzeit sind drei Fahrzeuge auf der Linie 31 im Einsatz, samstags sind es zwei.

Mein Lösungsvorschlag:
Mo-Fr: Gibt es in der HVZ einen 20-Minuten-Takt und in der NVZ einen 30-Minuten-Takt.
In der HVZ kann der 20-Minuten-Takt durch die Uni-Umfahrung möglich werden. Ab Kopernikusstr. würde der Bus weiter in Richtung Horner Mühle und anschließend Horn fahren, dort kann er die weitere Linienführung fortsetzen (Fahrzeit 46 Minuten). Die HVZ der Linie 31 würde zwischen 6:30 Uhr und 8 Uhr, sowie zwischen 14:30 Uhr und 17:30 Uhr sein. Die NVZ würde zwischen 8 Uhr und 14:30 Uhr sowie zwischen 17:30 Uhr und 20:00 Uhr sein. In der NVZ kann die derzeitige Linienführung angewendet werden. In der HVZ können Fahrgäste von der Uni entweder mit der Linie 21 nach Horn oder mit den Linien 630 und 670 nach Borgfeld fahren.

Samstags: Gibt es, auf der kompletten Strecke, einen 40-Minuten-Takt zwischen 9 Uhr und 16 Uhr.
Der 40-Minuten-Takt ist durch die verkürzte Unibefahrung möglich. Der Bus fährt dann über die Haltestelle Universität-Ost und spart dadurch pro Fahrtrichtung 4 Minuten ein (Fahrzeit 59 Minuten). Somit ergibt sich ein 40-Minuten-Takt am Samstag. Alternativ könnte man die Linienführung samstags weiter ausdünnen, der Bus könnte dann, wie in der HVZ über die Horner Mühle fahren, damit werden pro Fahrtrichtung 10 Minuten eingespart (Fahrzeit 46 Minuten). Dies würde am Samstag sogar einen 30-Minuten-Takt ermöglichen.

Die Vorteile sind:
-keine weiteren Kosten, durch weiteres Personal oder weitere Fahrzeuge
-Stärkung der Bereiche „Nedderland“ sowie „Borgfeld-Ost“, dementsprechend höhere Nachfrage/Nutzung

Der Nachteil:
-weniger Fahrten zwischen Uni und Horn bzw. Borgfeld, dies können jedoch die Linien 21, 630/670 übernehmen

Ich würde mich zudem über weitere Vorschläge/Ergänzungen, zur Linienführung und den daraus ergebenen Fahrzeiten, freuen.

von Linie 4 Lilienthal - am 30.08.2017 18:38
Die Aufgabe der Linie 31 ist primär Zubringer zur Linie 4, sekundär Direktverbindung zur Uni und erst danach Verbindung von Horn und Borgfeld (das macht nämlich die Linie 4 schon!). Von daher erscheint mir dein Vorschlag wenig realistisch. Gerade die vorgeschlagenen drei verschiedenen Strecken für eine Linie machen aus der 31 eine Linie, die ich meiden würde, weil ich mir nie wirklich sicher sein kann, welche Strecke sie nun nimmt.

Wenn die Linie 31 im Borgfelder Bereich zur HVZ nur mit 5 Personen je Fahrt besetzt ist, rechtfertigt das eher eine Einstellung als eine Taktverdichtung. Da muss man auch realistisch sein. Zumal ein 20er Takt nun auch keine wirklich extreme Verbesserung ist, die massive Steigerungen der Auslastung erwarten lässt. Man darf hier auch nicht vergessen, dass gerade Borgfeld und Nedderland eher die MIV-Klientel zu Hause ist und nicht besonders ÖPNV-affin sind. Die alte 32 war ja offensichtlich trotz 20-Minuten-Takt nicht ausreichend ausgelastet.

von D.Kleine - am 30.08.2017 18:50

Re: Linie 31 - Lösungsvorschläge

Zitat
Linie 4 Lilienthal
Der 30-Minuten-Takt ist gerade für die Abschnitte "Borgfeld-Ost" und "Nedderland" ein großer Nachteil. Die Anwohner, welche in Nedderland wohnen, sind auf den Bus angewiesen, um zur Straßenbahn zu kommen. Da ist ein 30-Minuten-Takt echt schwach.


Was ist denn das für ein Argument? Ich bin auch auf die Regio-S-Bahn angewiesen, um zur Straßenbahn zu kommen - trotzdem fährt diese nur alle halbe Stunde, da die Nachfrage recht gering ist über Vegesack hinaus in Richtung Farge.

von HB-Nord - am 30.08.2017 20:49
Es gibt sicher Optimierungsbedarf.
1) die Neuplanung der 31 vor einigen Jahren wurde durch das Haltestellenarrangement der 4S zur Farce. Will man heute in der Hauptverkehrszeit zum Beispiel von Borgfeld Ost nach Lilienthal, ist man sage und schreibe 45 Minuten unterwegs. Rumgekurve bis zur Kopernikusstraße um dort in die 4S umzusteigen nach 15 Minuten Wartezeit. Umstieg zur 4S wäre Richtung Lilienthal Am Lehster Deich ideal, aber da hält dummerweise die 4S aktuell nicht. Selbst die 4 ins Borgfelder Zentrum verpasst man natürlich in der Regel und wartet 5 Minuten Am Lehester Deich. Das Thema 4S ist ja immer noch in der Diskussion, siehe Weser-Kurier Beiträge im Pressethread und Hinweis auf Einstellung dieser Linie im Beirat Horn-Lehe, siehe Umlaufmappe in der Einladung: [www.ortsamt-horn-lehe.bremen.de]

2) Die alte Endhaltestelle der 21/31 Fultonstr. ist immer noch ein Provisorium, Schlaufenfahrt in beide Richtungen. Die Einkürzung kann jederzeit wieder erfolgen

3) die 3 unterschiedlichen Linienverläufe wie zuvor vorgeschlagen sind natürlich nicht zielführend.

4) Busnetz 2020/VEP und die ohnehin anstehende Änderung am anderen Linienende der 31 (Durchbindung durch die Neubaugebiete nach Oberneuland) werden eh zu Fahrplanänderungen führen. Eine Querspangenlinie Am Lehester Deich - Oberneuland - Nedderland könnte entweder zu einer komplett neuen Linienführung (also andersrum zur Horner Kirche) führen, Das hätte sicherlich auch Auswirkungen auf die 21,33 und 34.

Ich denke, wir dürfen gespannt sein.

von outsider99 - am 01.09.2017 13:17
Zitat
outsider99

4) Busnetz 2020/VEP und die ohnehin anstehende Änderung am anderen Linienende der 31 (Durchbindung durch die Neubaugebiete nach Oberneuland) werden eh zu Fahrplanänderungen führen. Eine Querspangenlinie Am Lehester Deich - Oberneuland - Nedderland könnte entweder zu einer komplett neuen Linienführung (also andersrum zur Horner Kirche) führen, Das hätte sicherlich auch Auswirkungen auf die 21,33 und 34.

Ich denke, wir dürfen gespannt sein.


War bisher nicht immer von einer Führung der 31 über "Büropark" Oberneuland zur Berliner Freiheit ab 2019 die Rede?

von Arne Schmidt - am 01.09.2017 17:35
Zitat
Arne Schmidt
Zitat


4) Busnetz 2020/VEP und die ohnehin anstehende Änderung am anderen Linienende der 31 (Durchbindung durch die Neubaugebiete nach Oberneuland) werden eh zu Fahrplanänderungen führen. Eine Querspangenlinie Am Lehester Deich - Oberneuland - Nedderland könnte entweder zu einer komplett neuen Linienführung (also andersrum zur Horner Kirche) führen, Das hätte sicherlich auch Auswirkungen auf die 21,33 und 34.


War bisher nicht immer von einer Führung der 31 über "Büropark" Oberneuland zur Berliner Freiheit ab 2019 die Rede?


Korrekt. Siehe S. 157 im VEP Bericht. Nedderland-Ast wird (schon 2019) zu Linie "E" Horn-Nedderland-Berliner Freiheit. Borgfeld-Ost - Oberneuland - Bf Sebaldsbrück wird die neue Linie "G". Die 28 ersetzt die 31 zwischen Uni und Lehe als Verlängerung der Findorffer Linie.

von outsider99 - am 04.09.2017 09:42
Linie "E":
Die Umgestaltung der Linienführung bzw. Verlängerung zur Berliner Freiheit finde ich prinzipiell sehr gut, jedoch ist da wieder der niedrige Takt ein Problem. Bei einem 30-Minuten-Takt werden sicherlich keine weiteren Menschen auf den Bus umsteigen. Ich sehe bei einem 20-Minuten-Takt deutlich größeres Potenzial.

Linie "G":
Bei dieser neuen Linienführung sehe ich viele Vorteile, gerade für Menschen, welche im Bereich Lehester Deich wohnen. Diese bekommen erstmalig das Vergnügen einen ÖPNV-Anschluss direkt vor der Haustür zu nutzen.
Als Problem sehe jedoch ebenfalls den 30/60 Minuten-Takt, in der HVZ wäre ein 20 Minuten-Takt sinnvoll und in der NVZ ein 40-Minuten-Takt.

Zudem wäre es dann sinnvoll, die Linie 28 bis Borgfeld-Ost durchfahren zu lassen.

von Linie 4 Lilienthal - am 04.09.2017 19:32
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