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vor 4 Jahren, 8 Monaten
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vor 4 Jahren, 7 Monaten
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Mangelnde Anbindung Bremen Nord

Startbeitrag von haubra am 24.05.2013 22:00

Nachdem ich in den 90ern täglich nach Oslebshausen pendelte, hatte ich nun mal wieder das
"Vergnügen". Früher war es so, daß man - egal ob mit 2,3 oder 10 - eintraf, die 70/71 oder 73 wartete,
man stieg um, und der Bus fuhr los. Am Donnertsag fuhr ich mit der 3 um 17.28 ab Georg-Bitter-Str.
Richtung Gröpelingen. Bequem und ohne Verzögerungen ging es bis zur "Waterfront/Uhse Akschen",
hier wartete eine größere Menschenmenge und der Fahrgastwechsel verzögerte sich etwas. Trotz-
dem wurde Gröpelingen +1 erreicht. Von der EFA-angekündigten 93 war nichts zu sehen, stattdessen wartete
eine große Menschenmenge am Bussteig, die sich durch die Ankünfte von Linie 2 und 10 noch vergrößerte. Busse kamen zu dieser Zeit zuhauf an, um dann entweder leer wieder abzufahren, oder sinnlos Runden in Gröpelingen zu drehen. Nach etwa 10 Minuten kam dann eine 90 vorgezogen, die dann hoffnungslos überfüllt war. Unter Zeitdruck nahm ich diese dann, um später festzustellen, das kurz darauf noch eine 94 und 93 folgten. Ich bin wahlich nicht empfindlich, aber die darauffolgende
Fahrt hat meinen Magen dann fast überfordert. Vollgas, bremsen, rechts, links - wie sollen das ältere
oder behinderte Menschen durchhalten. Zuguterletzt regnete es im Bus auch noch durch... Ich frage mich, wieso man dafür noch Geld bezahlen muß und nichts bekommt....
Fazit: eine Verlängerung der Straßenbahn zum Oslebshauser Bf. ist zwingend erforderlich - und wer die Vorteile der Straßenbahn gegenüber eines Busses nicht begreift, soll mall während der HVZ zwischen GPL und Burg hin und her fahren....

Antworten:

Zitat
haubra
Fazit: eine Verlängerung der Straßenbahn zum Oslebshauser Bf. ist zwingend erforderlich - und wer die Vorteile der Straßenbahn gegenüber eines Busses nicht begreift, soll mall während der HVZ zwischen GPL und Burg hin und her fahren....


Haha! Echt sehr, sehr lustiges Fazit, das du da ziehst :D
Geh doch zu Fuß, wenn's dir nicht passt, oder fahr zum Brill und steig dort in die 2. Die fährt nicht über Use Akschen und du könntest an der Lindenhofstraße die 82 nehmen, die dich dann nach einem kleinen Aufenthalt in Gröpelingen bis zur Karl-Bröger-Straße bringt. Ganz ohne die 90, 93 oder 94 zu nutzen! Ist das nicht toll? Probier es doch am besten gleich morgen einmal aus.

Alternativ, wenn man nicht weiß, dass nach der 90 die 93 und 94 folgen, lese man bitte einmal die DFIs, die Haltestellenfahrpläne oder nutze die tolle EFA. Kann doch wohl nicht so schwer sein. Die Fahrer machen auch nur ihren Job, und zwar meist, sogut es geht. Du scheinst nur den Sinn des ÖPNVs in Bremen-Nord noch nicht verstanden zu haben, so helfe ich dir: Die Busse sind als Zubringer zum Zug gedacht, welcher ja praktischerweise auch in Oslebshausen hält, sprich: Wenn das Ziel mit Zug erreicht werden kann, dann soll das so auch passieren. Wieso nimmst du dann nicht die Nordwestbahn ab HBF? Oh schau mal, schon wieder eine Möglichkeit, das Warten in Gröpelingen zu umgehen.

Wüsste ich, wer du bist, dann könntest du laufen. Meines Busses würdest du mit solch einer Einstellung knallhart verwiesen werden. Sowas wie dich braucht man nicht in Bussen zu haben, nimmst den anderen Fahrgästen ja bloß den Platz weg und bringst schlechte Stimmung.

Btw: Die Busse fahren in Gröpelingen keine sinnlosen Runden, hat schon alles so seine Richtigkeit.

Gruß

von HB-Nord - am 24.05.2013 23:12

Re: Anbindung Bremen Nord

Gestern war durch die Sperrung der A270 Richtung A27 der gesamte Busverkehr in HB - Nord aus dem Plan, das kann man so nicht verallgemeinern....

von T.Hancke - am 24.05.2013 23:25

Re: Anbindung Bremen Nord

Zitat
HB-Nord
und du könntest an der Lindenhofstraße die 82 nehmen, die dich dann nach einem kleinen Aufenthalt in Gröpelingen bis zur Karl-Bröger-Straße bringt.


Die 82 fährt schon ewig nicht mehr zur Karl-Bröger-Straße.

Zitat
HB-Nord
Alternativ, wenn man nicht weiß, dass nach der 90 die 93 und 94 folgen, lese man bitte einmal die DFIs.


Wenn die DFIs mal endlich richtig funktionieren würden...

von DoktorStrom - am 25.05.2013 05:07
Zitat
HB-Nord

Wüsste ich, wer du bist, dann könntest du laufen. Meines Busses würdest du mit solch einer Einstellung knallhart verwiesen werden. Sowas wie dich braucht man nicht in Bussen zu haben, nimmst den anderen Fahrgästen ja bloß den Platz weg und bringst schlechte Stimmung.



Das nennt man wohl mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Wenn Du tatsächlich Fahrer bist, solltest Du über Kritik stehen.
Außerdem kann ich in haubras Ausführungen nichts schlimmes entdecken.
Den Wunsch einer Straßenbahnverlängerung in Richtung Burg habe ich auch.

von Jens Stein - am 25.05.2013 08:31
Zitat
Jens Stein
Das nennt man wohl mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Wenn Du tatsächlich Fahrer bist, solltest Du über Kritik stehen.
Außerdem kann ich in haubras Ausführungen nichts schlimmes entdecken.
Den Wunsch einer Straßenbahnverlängerung in Richtung Burg habe ich auch.


Bei dem Fazit musste ich allerdings auch schmunzeln. Im Prinzip kann es auf jeder Buslinie mal passieren, dass duch Verspätung oder Ausfall eines Kurses der nächste über die Maßen gut gefüllt ist. Kombiniert mit einem sportlichen Fahrer und einem in die Jahre gekommenen Bus könnte man folglich für alle Buslinien die sofortige Umstellung auf Straßenbahn fordern.

Aber als Wahl-Hamburger bin ich vielleicht auch nur zu desillusioniert, was den Bau neuer Straßenbahnstrecken angeht ;)

von Martin B. - am 25.05.2013 12:55

Re: Anbindung Bremen Nord

Zitat
DoktorStrom
Zitat
HB-Nord
und du könntest an der Lindenhofstraße die 82 nehmen, die dich dann nach einem kleinen Aufenthalt in Gröpelingen bis zur Karl-Bröger-Straße bringt.


Die 82 fährt schon ewig nicht mehr zur Karl-Bröger-Straße.


Achso? Auch gut, dann halt das nicht.

Zitat
Jens Stein
Das nennt man wohl mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Außerdem kann ich in haubras Ausführungen nichts schlimmes entdecken.


Solche Beiträge, wie den von haubra, könnte man sich echt sparen. Immer diese Nögler, die mit nichts zufrieden sind und meinen, dass ihre Verbindung die wichtigste ist, und man sie nach ihren Vorstellungen gestalten sollte... Nunja.

von HB-Nord - am 25.05.2013 15:06

Re: Anbindung Bremen Nord

Zitat
HB-Nord
Zitat
DoktorStrom
Zitat
HB-Nord
und du könntest an der Lindenhofstraße die 82 nehmen, die dich dann nach einem kleinen Aufenthalt in Gröpelingen bis zur Karl-Bröger-Straße bringt.


Die 82 fährt schon ewig nicht mehr zur Karl-Bröger-Straße.


Achso? Auch gut, dann halt das nicht.

Zitat
Jens Stein
Das nennt man wohl mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Außerdem kann ich in haubras Ausführungen nichts schlimmes entdecken.


Solche Beiträge, wie den von haubra, könnte man sich echt sparen. Immer diese Nögler, die mit nichts zufrieden sind und meinen, dass ihre Verbindung die wichtigste ist, und man sie nach ihren Vorstellungen gestalten sollte... Nunja.

Diese Person "HB-Nord" glänzt hier durch mangelndes Fachwissen.
Arbeiten tut diese Person sicherlich nicht bei der BSAG, eher ist es ein aufgescheuchtes Buskind, das auch endlich mal mitreden will.
Das wird hier immer mehr zum Kiddie-Forum... schade eigentlich!

von Kärtchen55 - am 25.05.2013 15:18

Re: Anbindung Bremen Nord

Zitat


Zitat
Jens Stein
Das nennt man wohl mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Außerdem kann ich in haubras Ausführungen nichts schlimmes entdecken.

Zitat
HB-Nord
Solche Beiträge, wie den von haubra, könnte man sich echt sparen. Immer diese Nögler, die mit nichts zufrieden sind und meinen, dass ihre Verbindung die wichtigste ist, und man sie nach ihren Vorstellungen gestalten sollte... Nunja.


@HB-Nord:
Einspruch ! DEIN Beitrag ist hier komplett überflüssig.
Haubra hat eine Situation beschrieben, die wohl JEDER Fahrgast als ärgerlich empfindet. Er hat niemanden direkt kritisiert. Ich frage mich, warum hier einige User solche Kritik scheinbar persönlich nehmen. Es ist wirklich unterste Schublade, wie Du Haubra hier anpöbelst ("Geh doch zu Fuß usw.") !
Wenn Du wirklich Fahrer bist, dann frag Dich mal, woher eigentlich das Geld für Dein Gehalt kommt !

von VolkerP - am 25.05.2013 15:35
Dadurch, dass mir die Fahrtzeit der Busse und der Straßenbahnen sowie der mangelnde Anschluss nicht passt, bin ich schon vor langer Zeit auf die NWB umgestiegen, da ich persönlich auch in Oslebshausen wohne, und, wenn es denn mal klappt mit dem 15-Min-Takt, dann kann man da eigentlich nicht meckern.
Sollte ich dann doch mal einen Zug nicht erwischt haben, steige ich in die RS2, fahre bis Burg und ab dann mit dem Bus - geht schneller, als wenn ich 15 Min warte ;)

€: Allerdings muss ich dazu erwähnen, finde ich, ist der Norden (oder hier in Oslebshausen ist es ja noch eher der Westen) prima an das ÖPNV Netz angebunden - ich hier habe allen 4 Haltestellen, die ich nutzen kann, inkl. Bf. Oslebshausen...

von Marvo - am 25.05.2013 16:29

Re: Anbindung Bremen Nord (OT)

Zitat
Kärtchen55
Zitat
HB-Nord
Solche Beiträge, wie den von haubra, könnte man sich echt sparen. Immer diese Nögler, die mit nichts zufrieden sind und meinen, dass ihre Verbindung die wichtigste ist, und man sie nach ihren Vorstellungen gestalten sollte... Nunja.


Diese Person "HB-Nord" glänzt hier durch mangelndes Fachwissen.
Arbeiten tut diese Person sicherlich nicht bei der BSAG, eher ist es ein aufgescheuchtes Buskind, das auch endlich mal mitreden will.
Das wird hier immer mehr zum Kiddie-Forum... schade eigentlich!


Ja, sehe ich auch so. Es macht mir trotzdem keinen Spaß, solche Beiträge lesen zu müssen. Meine liest man auch nicht gerne, nachvollziehbar... Habs zur Kenntnis genommen, sorry.

von HB-Nord - am 25.05.2013 23:53

Re: Mangelnde Anbindung Bremen Nord/ Bremer Westen

Die Regio-S-Bahn ist schon eine gute Einrichtung. Allerdings ist die Verknüpfung mit dem Stadtverkehr in Oslebshausen und Walle leider nicht ideal (langer Fußweg, Ampeln...). Lediglich Burg ist ein idealer Verknüpfungspunkt. Nun leider betrifft das nicht die Straßenbahn, da diese ja in Gröpelingen endet. Ich hoffe, dass die BSAG merkt, dass eine Verlängerung einer Straba-Linie bis mindestens Bf Oslebshausen (idealerweise eine zweite dann auch irgendwann bis Burg), neben den günstig zu verwirklichen Tangentialverknüpfungen im Osten, derzeit die dringlichsten Verlängerungsziele nach Vollendung der Verlängerungen der 1 und 8 im Süden sein sollten. Linie 8 zur Uni ist nur sinnvoll, falls man dort eine Verknüpfung zur Eisenbahn schafft (neuer Halt), Findorff und Woltmershausen halte ich derzeit für zu ambitioniert - vielleicht erst mal eine Option für O-Busse.

von outsider99 - am 27.05.2013 09:49

Re: Mangelnde Anbindung Bremen Nord/ Bremer Westen/ Bf. Oslebshausen

Ich denke auch, daß möglichst die Linien 2 + 3 bis Bf. Oslebshausen verlängert werden sollten.
Nur müßte man dann dort eine Wendeanlage für die Straßenbahn und mind. 2 Norder Buslinien errichten und ich wüßte nicht, wo dort so viel Platz wäre. Die Busse könnten vielleicht vor dem Bahnhof wenden, aber die Straßenbahn ? Vielleicht müßte sie weiter in Richtung Autobahn/Industriegebiet verlaufen, um dort eine Schleife zu bauen.

von VolkerP - am 27.05.2013 16:28

Re: Mangelnde Anbindung Bremen Nord/ Bremer Westen/ Bf. Oslebshausen

Vollste Zustimmung! Wenn man sich den Liniennetzplatz anschaut dann erkennt man das der Abschnitt Gröpelingen - Burg, der letzte verbleibende in Bremen ist, wo sich "ein Strahl von Buslinien" entlang zwängt.
Es wäre wieder mal eine Verbindung die es bereits in der Vergangenheit gegeben hat. Es wirkt einfach dumm wenn man so darüber nachdenkt. Aber im historischen Kontext ist es schon verständlich.

von tom85 - am 27.05.2013 18:05

Re: Mögliche Straßenbahnschleife Oslebshausen

Problem ist eben halt nur, dass es in Oslebshausen kaum Platz für die Straßenbahn geben wird, in meinen Augen ist sie leider nur schwer vorstellbar, selbst für die Busse der 81, die vor ein paar Jahren an der Schragestraße endeten, war es so eng, dass sie auf dem Parkplatz vom Dänischen Bettenlager wenden mussten (!), was viele Fahrer verunsicherte und dazu führte, dass sie mit dem Bus am hinteren Wendeplatz stecken blieben.
Vielleicht lässt sich bei der ehemaligen BAB-Auffahrt was machen, allerdings iust dort der verfügbare platz auch gering ...

Freundliche Grüße.

von Marvo - am 27.05.2013 18:14

Re: Mögliche Straßenbahnschleife Oslebshausen

Es wäre doch durchaus eine Schleifenfahrt um das Einkaufszentrum herum möglich.

von haubra - am 27.05.2013 19:22

Re: Mögliche Straßenbahnschleife Oslebshausen - Entwurf

Ich habe mal zwei Bilder mithilfe von Google Maps angefertigt und mir einige Streckenführungen überlegt.



Auf diesem Bild sind die möglichen Streckenverläufe rund um den Oslebshauser Bahnhof eingezeichnet.
Zum Einen besteht die Möglichkeit der Schleife beim Einkaufszentrum, zum Anderen, welches allerdings mit Mehrkosten durch den Bau einiger Brücken zusammen hängt, die Verlängerung von der Sperberstr. bis zur Schragestr., anschließend uter der Brücke durch und dann wie normale Linienführung.
Bei der letzten Methode wäre Die Straßenbahnhaltestelle in Höhe des Busunternehmens platziert, was bedeutet, dass eine Brücke die Fahrgäste zu den Bahngleisen bringen muss, außerdem muss die Straßenbahn irgendwie an den Bahngleisen vorbei, entweder durch Tunnel oder Brücke.
Wie gesagt, dies wäre m.E. nach die teuerste Variante, allerdings könnte man dadurch mehr Haltestellen (z.B. Schragestr.) anfahren und man hätte deutlich mehr Platz,



Bei diesem Bild kommend von der Grambker Heerstraße geht es in Richtung Burg wie jetzige Linienführung, allerdings wenden die Straßenbahnen an der Bremer Heerstraße und fahren somit nach links, und nicht nach rechts, wie die Busse momentan. Fragwürdig wäre eine Straßenbahnhaltestelle in Richtung GPL bei dieser Methode...
Allerdings gibt es auch hier eine Alternative:
Die Bahnen biegen in den Steindamm ein und eine neue Umsteigeanlage würde dann quasi rechts neben dem Bahnhof entstehen (m.E. befindet sich dort momentan eine Freifläche). Dafür müsste der Fahrgasttunnel bis dort hin verlängert, oder eine neue Brücke errichtet werden. Dort könnte man die Straßenbahnen dann wenden lassen, oder alternativ in Richtung Bremer Heerstraße, anschließend links abbiegen lassen.
Fraglich ist in meinen Augen die Führung über die sog. Hafenrandstr...

Was meint Ihr?

von Marvo - am 27.05.2013 20:04

Anbindung Bremen-Nord

Der Beitrag von haubra mag vielleicht sehr subjektiv und (objektiv betracht) ein bisschen übertrieben sowie das Fazit übereilt sein, aber niemand wird doch ernsthaft den Komfortnachteil des Busses gegenüber der Straßenbahn infrage stellen wollen.

Der Ausbau des Straßenbahnnetzes in Richtung Bremen-Nord ist schon mehrfach Thema gewesen, nicht zuletzt durch die BSAG unter Herrn Drechsler selbst. Neben der Komfortsteigerung erscheint mir dieses Projekt auch betriebswirtschaftlich äußerst vorteilhaft, wenn man überlegt, wie viele Busfahrten (und Fahrer) bei vier parallelen Buslinien durch die größere Kapazität einer oder zweier Straßenbahnlinien eingespart werden können. Zu guter letzt wäre diese Maßnahme auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz - sowohl durch Emissionssenkung als auch Lärmreduzierung.

Solange nicht zusätzliche Haltepunkte für die S-Bahn zwischen Walle und Burg gebaut werden (können), stellt das Angebot der BSAG mehr als einen Zubringerdienst zum Zug dar. In Gröpelingen wäre in S-Bahn-Halt bedingt durch die abseitige Lage der Eisenbahn immer fernab vom Fahrgastpotenzial gelegen und ein wünschenswerter Halt im Bereich Grambke (besonders vorteilhaft für die Wohngbiete jenseits der Bahnlinie Richtung Autobahn) scheint mir angesichts der dichten Steckenbelegung ohne ein weiteres Gleis nicht machbar.

Die S-Bahn mag für Fahrten zwischen Bremen-Nord und der City das beste Verkehrsmittel sein, aber auf Teilstrecken nördlich von Walle ist die BSAG überlegen und damit eine Verbesserung des Angebots unverzichtbar. Entlang des Heerstraßenzugs liegen einige öffentliche Einrichtungen, allen voran das DIAKO, sowie mehrere Einrichtungen für Senioren, für die eine ruhig laufende Straßenbahn sicher vorteilhafter wäre als der schaukelnde Bus. Dank des überwiegend breiten Straßenquerschnitts scheint mir sogar über weite Strecken ein eigener Gleiskörer möglich, wenn der Verkehrsraum neu geordnet wird.

Schwierig ist sicher die unmittelbare Anbindung des Bahnhofs Oslebshausen; eine Ausschleifung z.B. über Sperberstraße und Ritterhuder Heerstraße dürfte entweder an den schmalen Seitenstraße bzw. der dichten Bebauung oder am Verkehrsaufkommen scheitern. Eine Schleife jenseits der Eisenbahn scheint mir nicht zielführend; als Provisorium könnte vielleicht ein Gleisdreieck auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle in der Oslebshauser Heerstaße schräg gegenüber der Volksbank dienen. Den vollen Nutzen kann die Straßenbahn ohnehin nur bei einer Verlängerung bis zum Bahnhof Burg entfalten. Bis vor einigen Jahren wäre sogar eine Fortführung zu einer Wendeschleife auf dem Goldbergplatz möglich gewesen, so dass der ehemals im Volksmund genannte "Gummibahnhof" wieder seine Aufgabe als End- und Umstiegshaltestelle hätte bekommen können, aber mit der Neustrukturierung des Platzes ist diese Möglichkeit im wahrsten Sinne des verbaut.

Nach den inzwischen sicher überholten BSAG-Plänen aus der Zeit von Herrn Drechsler sollte die Linie 3 die Verlängerung befahren; sollten die Fahrgastzahlen eine zweite Linie erforderlich machen, würde ich der 10 gegenüber der 2 den Vorzug geben. Hoffentlich bleiben die Fördermöglichkeiten derartiger Projekte auch über das Jahr 2019 hinaus erhalten, damit Bremen und BSAG dieses ehrgeizige Vorhaben angehen können!

von strabatim - am 27.05.2013 20:22

Re: Anbindung Bremen-Nord

@ Marvo: Ich verstehe den Text zur Burger Schleife nicht: Warum sollten die Straßenbahnen von der Heerstraße links abbiegen und wenden? Die Variante jenseits der Bahngleise bringt in meinen Augen nichts, sondern verteuert die Sache nur - außerdem sind die Flächen bebaut. Die Freifläche nördlich des Steindamms, wo ursprünglich die Güterabfertigung war, existiert nicht mehr - die Satellitenbilder bei Google-Maps sind veraltet. Bei Bing-Maps sind die Bilder aktueller. Meiner Meinung nach müsste die Schleife am Burger Bahnhof der Mahndorfer möglichst ähnlich sein, so dass man fast vom einen ins andere Verkehrsmittel fallen kann. Selbst die paar Schritte am Waller Bahnhof scheinen für viele schon eine Barriere zu sein.

von strabatim - am 27.05.2013 21:15

Re: Anbindung Bremen-Nord

Eine Anbindung des Bf Oslebshausen an das Straßenbahn-Netz kann ich mir ehrlich gesagt beim besten Willen nicht vorstellen bei dem grandiosen Erfolg, den die die Linien 80/81 dorthin hatten.

Eine Verlängerung im Zuge der Heerstraße bis zum Bf Burg bzw. gleich bis zur Kreuzung Hindenburgstr/Stader Landsstr/Bremerhavener Heerstr/Bremer Heerstr (über den Bf Burg), würde in meinen Augen allerdings durchaus Sinn ergeben, da sich hierdurch viele Busfahrten einsparen liessen und ich wundere mich, dass dieses Projekt bisher nie ernsthaft seitens der BSAG diskutiert wurde. Der Platz ist auf dieser Strecke ohne Zweifel vorhanden.

von D.Kleine - am 27.05.2013 21:16

Re: Anbindung Bremen-Nord

Zitat
strabatim
@ Marvo: Ich verstehe den Text zur Burger Schleife nicht: Warum sollten die Straßenbahnen von der Heerstraße links abbiegen und wenden?


Stell Dir die jetzige Situation vor:
Die Busse verlassen die Umsteigeanlage und fahren anschließend nach rechts auf die Bremer Heerstraße.
Im Falle der Straßenbahnen würden diese dort allerdings links in Richtung Burg abbiegen, um dann wieder Richtung GPL zu fahren.

von Marvo - am 27.05.2013 21:22

Re: Mögliche Straßenbahnschleife Oslebshausen

@ haubra und Marvo: Ob eine Schleifenfahrt um die Ladenzeile herum vom Platz her möglich wäre, kann ich nicht abschätzen - es wäre sicher eng! Für einen Durchstich unter der Eisenbahn hindurch zur Pferdeweide oder Schragestraße sehe ich kaum Platz - auch da hat Bing die aktuelleren Bilder. Für mich wäre Oslebshausen ohnehin nur ein Etappenziel auf dem Weg nach Burg.

@ D.Kleine: Dieser Kreuzungsbereich wäre zweifellos der beste Standort für eine mögliche Wendeschleife - nur was reißen wir ab: den Lidl mitsamt dem China-Restaurant im Eckhaus oder das AWO-Jugendzentrum?

@ Marvo: Ach du meinst, nachdem die Straßenbahn vorm Bahnhof gehalten hat und dann mit zweimaligem Links-Abbiegen von der Straße "Am Burger Bahnhof" wieder auf die Heerstraße Richtung Burg einbiegt. Ich hatte verstanden, dass du die Schleife stadtauswärts betrachtet gleich auf der linken Seite planen/bauen wolltest. Ich bin mir nicht sicher, ob der Platz an der Umsteigeanlage vor dem Burger Bahnhof ohne Umbauten reicht, wenn man den heutigen Standart-Radius von 25 m zugrunde legt. Toll wäre, wenn die Bahn das Parkhaus umrunden könnte, aber auch das wäre mit den Radien nicht möglich und würde zudem die Zufahrt zu den übrigen Parkplätzen blockieren.

von strabatim - am 27.05.2013 22:01

Re: Mögliche Straßenbahnschleife Oslebshausen

Zitat
strabatim
@ D.Kleine: Dieser Kreuzungsbereich wäre zweifellos der beste Standort für eine mögliche Wendeschleife - nur was reißen wir ab: den Lidl mitsamt dem China-Restaurant im Eckhaus oder das AWO-Jugendzentrum?


Naja man könnte die Schleife ja um eines der Gebäude führen, abreißen muss man da nichts.

von D.Kleine - am 27.05.2013 22:26

Endschleife Burg

Ich fürchte mit der reinen Umfahrung eines der Gebäude (da kommt sicher nur das kleinere AWO-Jugendzentrum in Frage) ist es nicht getan, denn es muss ja auch Platz für eine leistungsfähige Umsteigeanlage zu und von den Bussen vorhanden sein ...

Gruß Tim

von strabatim - am 27.05.2013 22:47

Re: Mögliche Straßenbahnschleife Oslebshausen

und dieses rote Einzelhaus rechts vom Studentenwohnheim könnten die Fahrer dann auch als Pausenraum nutzen (wäre so eine Kooperation eigentlich möglich oder braucht die BSAG eigene Pausenräume/Toiletten?

von outsider99 - am 28.05.2013 05:43

Re: Anbindung Bremen-Nord

Ach Leute,
bleibt doch mal auf dem Boden der Tatsachen.
Wer soll das alles bezahlen ?

Der Fahrgast ?
Der ist doch jetzt schon am meckern wenn er jedes Jahr ne Preiserhöhung bekommt.

Die Bsag ?
Die versucht erstmal ihre Fzg auf den neusten Stand zu bringen.

Die Stadt Bremen ?
Die schafft es noch nicht mal die Strasse zu flicken.

Und ?

Wer soll die Strassenbahnfahrzeuge finazieren ?
Wenn die Linie Verlängert wird, müssen ja auch mehr Fahrzeuge auf der Linie sein
Drei Busse verkaufen, eine Strassenbahn kaufen ?

Und was ist mit den Fahrer/in ?
Sollen die alle gekündigt werden ?
Weil, wenn die Strassenbahn verlängert wird, fallen mindestens 3 Busse weg für eine Strassenbahn.
Siehe Verlängerung der Linie 1. Die Buslinie 25 -38 - 40/41 fallen weg und dafür fährt eine Linie 1.

Fragen über Fragen

Naja, wer weiß, vielleicht fährt ja in 20 Jahren nicht mehr die Bsag in Nord sondern Buschmann, WEB usw.

Gruß

von Taz 5 - am 28.05.2013 20:19

Re: Anbindung Bremen-Nord

Zitat
Taz 5
Ach Leute,
bleibt doch mal auf dem Boden der Tatsachen.
Wer soll das alles bezahlen ?


Stadt Bremen, Land Bremen und die Bundesrepublik Deutschland. Wie man schon an den Linien 1, 4 und 8 sieht: Die Finanzierung ist ein lösbares Problem.

Zitat

Der Fahrgast ?
Der ist doch jetzt schon am meckern wenn er jedes Jahr ne Preiserhöhung bekommt.


Und die Erhöhung kommt auch ohne neue Straßenbahnstrecken, durch wirtschaftlicheren Betrieb erlauben sinnvolle Ausbauten des Netzes sogar Kosteneinsparungen und damit geringere Fahrpreiserhöhungen.

Zitat

Die Stadt Bremen ?
Die schafft es noch nicht mal die Strasse zu flicken.


Die Stadt möchte aber ihre jährlichen Förderzahlungen an die BSAG senken, dafür muss der Betrieb effizienter werden. Die Erweiterung des Straßenbahnnetzes hilft dabei die laufenden Kosten zu senken. Daneben werden volkswirtschaftlich nützliche Projekte vom Bund bis zu 60% bezuschusst.

Zitat

Wer soll die Strassenbahnfahrzeuge finazieren ?
Wenn die Linie Verlängert wird, müssen ja auch mehr Fahrzeuge auf der Linie sein
Drei Busse verkaufen, eine Strassenbahn kaufen ?


Neubeschaffungen im Rahmen von Neubaustrecken, werden in der Regel auch bezuschusst. Die heute nötigen Busse wachsen schließlich auch nicht auf Bäumen und müssen gekauft werden und alle 10 bis 15 Jahre ersetzt werden.

Zitat

Und was ist mit den Fahrer/in ?
Sollen die alle gekündigt werden ?
Weil, wenn die Strassenbahn verlängert wird, fallen mindestens 3 Busse weg für eine Strassenbahn.
Siehe Verlängerung der Linie 1. Die Buslinie 25 -38 - 40/41 fallen weg und dafür fährt eine Linie 1.


Da wird kein Fahrer gekündigt. Das dürfte über die Fluktuation gelöst werden, man würde also nicht für jeden ausscheidenden Fahrer einen neuen Mitarbeiter einstellen. Daneben dürfte es mittelfristig eher schwieriger werden genug passendes Personal zu bekommen. Bei der Eisenbahn ist es teilweise schon problematisch ausreichen Lokführer zu finden.

von D.Kleine - am 28.05.2013 23:44

Warum dieser Pessimimus?

@ Taz 5: Es mag ja sein, dass manche von uns im Forum die Dinge lieber optimistisch sehen - teils aus der Begeisterung für das Verkehrsmittel Straßenbahn, teils aber auch aus der Einsicht, dass die Straßenbahn als das älteste und erprobteste elektromobile Fortbewegungsmittel unverzichtbar ist im Zusammenspiel von zukunftsweisender Urbanität, nachhaltigem Umweltschutz und effektivem ÖPNV. Dieser Optimismus ist aber nicht unberechtigt nach den Veränderungen und Entwicklungen, die in den vergangenen rund 20 Jahren in Bremen stattgefunden haben - und die wurden nicht von "Fans", sondern von der BSAG selbst, den politischen Verantwortlichen und nicht zuletzt deren Wählern auf den Weg gebracht:

- vollständige Flottenumstellung auf Niederflurfahrzeuge,
- Netzausbau in neun (!) Einzelmaßnahmen,
- eine Neubaustrecke in Bau,
- zwei weitere Verlängerungen in der Planfeststellung,
- die Spange Steubenstraße beschlossen,
- die Spange Malerstraße sowie die Findorfflinie für den mittelfristigen Bedarf voruntersucht und
- eine Handvoll Pläne für den längerfristigen Bedarf, u.a. Überseestadt, Woltmershausen, Sebaldsbrück - Mercedes (- Vahr)/Osterholz (- Weserpark), zweite Uni-Anbindung, Leeste - Kirchweyhe/Südweyhe

Nicht zu vergessen

- die kontinuierliche Netzsanierung,
- die schrittweise Erweiterung des Gleismittenabstands und
- der Umbau/die Erneuerung von Knotenpunkten wie u.a. Gröpelingen, Hauptbahnhof, Am Brill und aktuell Huckelriede.

Das ist doch schon mal eine ganze Menge, was konkret passiert ist, und da braucht Bremen auch nicht den Vergleich mit Städten ähnlicher Größe zu scheuen. Das ist der Boden der Tasachen, auf dem wir gerne diskutieren können!

Die rhetorischen Fragen und teilweise polemischen Eigenantworten hat D.Kleine bereits sehr gut versachlicht und klargestellt. Bei den Fahrpreiserhöhungen würde ich gerne noch ergänzen, dass diese kein Bremen-spezifisches Phänomen sind und vor allem durch die ständig steigenden Energiekosten verursacht werden. Solange trotz Fahrpreiserhöhungen die Fahrgastzahlen steigen, scheint mir die Gratwanderung zwischen Kosten und Nutzen geglückt.

von strabatim - am 29.05.2013 02:32

Re: Anbindung Bremen-Nord

Zitat
D.Kleine
Zitat

Und was ist mit den Fahrer/in ?
Sollen die alle gekündigt werden ?
Weil, wenn die Strassenbahn verlängert wird, fallen mindestens 3 Busse weg für eine Strassenbahn.
Siehe Verlängerung der Linie 1. Die Buslinie 25 -38 - 40/41 fallen weg und dafür fährt eine Linie 1.


Da wird kein Fahrer gekündigt. Das dürfte über die Fluktuation gelöst werden, man würde also nicht für jeden ausscheidenden Fahrer einen neuen Mitarbeiter einstellen. Daneben dürfte es mittelfristig eher schwieriger werden genug passendes Personal zu bekommen.


Und durch die Deregulierung des Fernbusmarkts besteht auch in diesem Segment ein massiver Bedarf an Busfahrern.

von outsider99 - am 29.05.2013 06:39

Re: Anbindung Oslebshausen vs. Burg

Zitat
D.Kleine
Eine Anbindung des Bf Oslebshausen an das Straßenbahn-Netz kann ich mir ehrlich gesagt beim besten Willen nicht vorstellen bei dem grandiosen Erfolg, den die die Linien 80/81 dorthin hatten.

Eine Verlängerung im Zuge der Heerstraße bis zum Bf Burg bzw. gleich bis zur Kreuzung Hindenburgstr/Stader Landsstr/Bremerhavener Heerstr/Bremer Heerstr (über den Bf Burg), würde in meinen Augen allerdings durchaus Sinn ergeben, da sich hierdurch viele Busfahrten einsparen liessen und ich wundere mich, dass dieses Projekt bisher nie ernsthaft seitens der BSAG diskutiert wurde. Der Platz ist auf dieser Strecke ohne Zweifel vorhanden.


Eine Straßenbahn-Anbindung des Bf Oslebshausen kann man doch nicht mit den Linien 80/81 vergleichen ! Die Busse haben eine unübersichtliche Linienführung, fahren maximal im 30-Min.-Takt, aber auch nicht durchgängig den ganzen Tag über. Sie sollen ja auch GPL + Bf. Oslebshausen mit dem Hafen und den Stahlwerken verbinden. Die Straßenbahn könnte dagegen die Busse 90, 93 + 94 bis Oslebshausen komplett ersetzen, die entsprechend verkürzt werden könnten.

Eine Verlängerung bis Burg wäre zwar schön, hier sehe ich aber auch Probleme:
- die Strecke GPL - Bf. Burg ist sehr lang, fast vergleichbar mit Kirchbachstr. - Borgfeld, der Bau wäre daher mit sehr großem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden
- die Wohnbebauung zwischen Oslebshausen und Burg ist teilweise nicht so stark
- Platz mag auf der Heerstr. vorhanden sein, aber Burg ist durchaus ein Nadelöhr
- wurde beim derzeitigen Neubau der Lesumbrücke eine evtl. Tram berücksichtigt ?

von VolkerP - am 29.05.2013 19:13

"Wurde beim derzeitigen Neubau der Lesumbrücke eine evtl. Tram berücksichtigt?"

Suchfunktion hilft: Das hatten wir hier schon einmal geklärt...

von Michael Schwaß - am 30.05.2013 04:56

Re: Anbindung Oslebshausen vs. Burg

Zitat
VolkerP
Eine Straßenbahn-Anbindung des Bf Oslebshausen kann man doch nicht mit den Linien 80/81 vergleichen ! Die Busse haben eine unübersichtliche Linienführung, fahren maximal im 30-Min.-Takt, aber auch nicht durchgängig den ganzen Tag über. Sie sollen ja auch GPL + Bf. Oslebshausen mit dem Hafen und den Stahlwerken verbinden. Die Straßenbahn könnte dagegen die Busse 90, 93 + 94 bis Oslebshausen komplett ersetzen, die entsprechend verkürzt werden könnten.


Wenn die Straßenbahn die 90er-Busse ersetzt, könnten die Linien 80 und 81 mit angepassten Linienführungen noch stärker die Rolle von Quartiers- bzw. Shuttlebussen zum Hafen und zum Stahlwerk übernehmen. Die bereits angesprochenen Platzprobleme unmittelbar rund um den Oslebshauser Bahnhof gelten nicht nur für den Bau einer Wendeschleife, sondern umso mehr auch für eine Umsteigeanlage zwischen Bahn und den Bussen, die dann den Übergang von und zu den 80er- und den 90er-Linien abzuwickeln hätte. Abhilfe könnte hier nur eine langfristige städtebauliche Überplanung schaffen. Es ist wirklich schade, dass man nicht schon bei der Planung des Einkaufszentrums zumindest die Möglichkeit einer nachträglichen Straßenbahnanbindung räumlich bedacht hat. So sind jetzt bauliche Fakten geschaffen, die eine nahe und attraktive Verknüpfung der Verkehrsmittel wie in Mahndorf verhindern.

Zitat
VolkerP
Eine Verlängerung bis Burg wäre zwar schön, hier sehe ich aber auch Probleme:
- die Strecke GPL - Bf. Burg ist sehr lang, fast vergleichbar mit Kirchbachstr. - Borgfeld, der Bau wäre daher mit sehr großem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden


Die Entfernung vom Depot Gröpelingen bis zum Burger Bahnhof beträgt exakt 6 km bzw. bis zur Kreuzung Bremer Heerstraße/Hindenburgstraße/Stader Landstraße 6,8 km und wäre damit etwas kürzer bzw. gleich lang wie der Horner Ast der Linie 4 mit ebenfalls 6,8 km. Das legt sicher eine Aufteilung in mindestens zwei Bauetappen nahe und insofern kann man sicher von ähnlichen Bauzeiten wie in Horn und Borgfeld ausgehen. Egal ob als Endpunkt oder als vorübergehendes Etappenziel, wird der benötigte Platz für die Umsteigeanlage zwischen Straßenbahn und Bus die Grenze zwischen den Teilabschnitten diktieren. Ich sehe nur zwei mögliche Orte: entweder wie bereits erwähnt ein provisorisches Wendedreieck auf dem Grundstück der ehemaligen Tankstelle (Oslebshauser Heerstraße 142) oder aber die nach dem Abbruch der Werkshallen entstandene große Freifläche an der Ecke zur Riedemannstraße bei der heutigen Haltestelle von-Ossietzky-Straße.
Ich sehe in der Streckenausdehnung auch die besondere Chance des Projekts, weil umso mehr Buskurse ersetzt werden können, je länger die zu bauende Straßenbahnstrecke ist, der volkswirtschaftliche Nutzen also mit zunehmender Entfernung stärker wächst als die Baukosten.

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VolkerP
- die Wohnbebauung zwischen Oslebshausen und Burg ist teilweise nicht so stark


Wo das Fahrgastaufkommen heute vier Buslinien rechtfertigt, wird sicher auch genügend Potenzial für eine Straßenbahnlinie sein. Hinter Oslebshausen wird es in Grambke zwar noch einmal recht dörflich, aber selbst dort ist die Bebauung in den letzten Jahren teilweise erheblich verdichtet worden. Man kann eine Straßenbahnstrecke durchaus auch als Instrument der Stadtentwicklung betrachten, die neue Ansiedlungen nach sich zieht und den durchfahrenen Stadtteilen neue Impulse gibt - insofern sollte eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Verkehrsplanern stattfinden, die ja nicht ohne Grund im gleichen Senatsamt zusammengefasst sind. Von der Anwohnerdichte gibt es auch auf anderen Linien vergleichbar oder sogar dünner besiedelte Abschnitte (z.B. Linien 1/8: Grolland - Huchting, Linie 3: Überseestadt, Linie 4: Huckelriede - Sielhof - Robert-Koch-Straße, Linie 6: Riensberg); dennoch sind diese Strecken wegen ihrer Netzwirkung wichtig.

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VolkerP
- Platz mag auf der Heerstr. vorhanden sein, aber Burg ist durchaus ein Nadelöhr


Die kurze, enge Ortsdurchfahrt in Burg würde dann in etwa so aussehen wie entsprechende Abschnitte in Lilienthal - baulich also sicher machbar und von der Verkehrsbelastung macht eine Straßenbahnlinie im 10-Minutentakt doch weniger Probleme als vier Buslinien jeweils im 15-Minutentakt; selbst wenn in der HVZ noch eine zweite Straßenbahnlinie die Strecke befahren sollte, bliebe die Belastung geringer als heute.

von strabatim - am 30.05.2013 05:13

Re: Warum dieser Pessimimus?

Danke an strabatim und D.Kleine für die sehr sachliche und fundierte Argumentation.

Ich würde ebenfalls fast etwas salopp sagen, dass die Notwendigkeit einer Straßenbahnverlängerung ab Gröpelingen selbst "ein Blinder mit Krückstock" sehen würde. Es ist einfach richtig, dass der Ersatz von 12 Bussen je Stunde und Richtung durch entsprechend weniger Straßenbahnen erhebliche Betriebskosten einspart und darüberhinaus durch den Schienenbonus auch in diesem Bereich große Fahrgastpotenziale und damit Erlöse neu generiert werden. Die hinzugewonnenen Fahrgäste stammen dabei zumeist aus dem Segment der sog. "Wahlfreien" (könnten alternativ auch das Auto nutzen), die in der Regel mit ihrer Ticketwahl hohe Durchschnittserlöse bringen.

In Sachen Erfolge der letzten Jahre ist noch eines zu ergänzen: Die weitgehende Beschleunigung an den Lichtsignalanlagen im Straßenbahn- und Busnetz. Hier ist zwar noch viel Detailoptimierung zu tun, aber der heutige Status quo ist kein Vergleich gegenüber früher.

von HM2204 - am 31.05.2013 07:54

Re: negative Beschleunigung

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HM2204
In Sachen Erfolge der letzten Jahre ist noch eines zu ergänzen: Die weitgehende Beschleunigung an den Lichtsignalanlagen im Straßenbahn- und Busnetz. Hier ist zwar noch viel Detailoptimierung zu tun, aber der heutige Status quo ist kein Vergleich gegenüber früher.


Wobei es in letzter Zeit auch wieder negative Entwicklungen gibt. Bei der Umgestaltung der Langemarckstraße wurde zwischen Pappelstr. und Neuenlander Str. der eigene Gleiskörper aufgegeben und nun fahren Autos und Straßenbahnen zusammen. Das ist auf einer so wichtigen Straße ein Abschnitt, der häufig Verspätungen aufbaut!

von Der Wolf und die sieben Geißlein - am 31.05.2013 09:09
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