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Forum:
bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren
Beteiligte Autoren:
Jens Stein, HM2204, Treptower, Arne Schmidt

Wieder Stellwerksprobleme Bremen Hbf

Startbeitrag von Jens Stein am 11.07.2013 13:00

Laut RIS läuft in Bremen Hbf gerade wieder nichts.
ICE aus Hannover enden in Verden, IC nach von Hamburg machen einen Zusatzhalt in Sagehorn, Bremen Hbf entfällt.
Regionalzüge von und nach Oldenburg (w)enden in Delmenhorst, und ab Bremen-Burg Richtung Hbf läuft auch nichts.
Ist doch noch gar nicht so lange her, daß das gleiche Problem dort war...

Der metronum schreibt aktuell im Facebook:
"metronom Eisenbahngesellschaft
Wegen einer Stellwerksstörung in Bremen wenden bis auf Weiters alle Züge in Sagehorn. Es können auch keine Züge in Bremen beginnen. Busnotverkehr ist bestellt. Es wird allerdings noch dauern bis Busse vor Ort sein können."

Antworten:

Schuld soll wohl ein Böschungsbrand in der Nähe von Verden sein.
Mittlerweile läufts wohl langsam wieder, mit den entsprechenden Folgeverspätungen.

von Jens Stein - am 11.07.2013 15:19
Ein Glasfaserkabel zum ESTW nach Hannover wurde dabei zerstört. Deswegen lief nichts.

von Treptower - am 12.07.2013 13:42
Zitat
Treptower
Ein Glasfaserkabel zum ESTW nach Hannover wurde dabei zerstört. Deswegen lief nichts.


Wäre die zentrale Steuerung für den Bremer Hbf seinerzeit nicht nach Hannover verlagert worden, hätten wir die Probleme gestern nicht gehabt (und viele andere auch nicht). Es stellt sich die Frage, ob solche Maßnahmen am Ende wirklich Geld einsparen.

von Arne Schmidt - am 12.07.2013 15:09
Zitat
Arne Schmidt
Zitat
Treptower
Ein Glasfaserkabel zum ESTW nach Hannover wurde dabei zerstört. Deswegen lief nichts.


Wäre die zentrale Steuerung für den Bremer Hbf seinerzeit nicht nach Hannover verlagert worden, hätten wir die Probleme gestern nicht gehabt (und viele andere auch nicht). Es stellt sich die Frage, ob solche Maßnahmen am Ende wirklich Geld einsparen.


Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die alten Stellen aber noch einsatzbereit für den Notfall.
Die wurden dann ja wohl auch besetzt, aber es dauerte halt, bis man entsprechend die Leute vor Ort hatte...

von Jens Stein - am 12.07.2013 15:49
Die Stellwerkstechnik an sich befindet sich ja auch weiterhin in Bremen. Hier sind in den örtlichen ESTW entsprechende - natürlich im Regelfall unbesetzte - Notbedienplätze vorhanden.

Im Normalbetrieb werden diese dezentralen Stellwerke entsprechend aus der "Betriebszentrale" in Hannover zentral ferngesteuert.

Ist nun die Kommunikation zwischen Zentrale und dezentralem Stellwerk gestört, steht der Betrieb. Das ist der massive Nachteil der Zentralisierung. Gerade auch im Winter, wenn z.B. irgendeine Weiche in HB keine "Endlage" meldet, kann sich nicht "mal eben" der Fahrdienstleiter vor Ort persönlich ein Bild von der Lage machen und ggf. sogar das störende Eisstück entfernen, sondern der "örtlich zuständige Fahrdienstleiter" in H sitzt vor dem Monitor und kann nichts machen, außer ein entsprechendes Entstörungsteam zu beauftragen.

Im Regelbetrieb ist die Ganze Sache natürlich - vor allem wirtschaftlich - toll: Alles läuft automatisch mit nur geringem Zutun der in der Anzahl deutlich reduzierten Fahrdienstleiter. Bei Großstörungen ist natürlich der jeweils zuständige Fahrdienstleiter mit einem riesigen Einzugsgebiet aufgeschmissen und kann sich nur langsam durch die Probleme arbeiten ...

Das Problem wurde auch vor einiger Zeit bei der Betriebszentrale der S-Bahn in Berlin deutlich: Irgendjemand hat die Stromzufuhr zur Zentrale gekappt. Das ganze Netz stand, bis auf die wenigen autarken Bereiche, die noch mit analoger und dezentraler Technik arbeiten. Wenn heute also eine Störung in der Betriebszentrale auftritt, dann hat das in der Regel gleich eine größere Flächenwirkung.

von HM2204 - am 17.07.2013 13:52
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