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Informationen zum Thema:
Forum:
bremer-nahverkehrs.net(z) Forum
Beiträge im Thema:
13
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
outsider99, strabatim, VolkerP, Arne Schmidt, Bremer89, Dennis97, D.Kleine, HM2204

Erstes Ergebnis Verkehr 2025 - ÖV-Offensive

Startbeitrag von outsider99 am 26.08.2013 11:53

Eine schöne Karte mit eigentlich allen - auch hier - mal diskutierten Maßnahmen zur Verbesserung des ÖPNV in Bremen. Wenn da auch nur 1-2 Sachen von in den nächsten 12 Jahren verwirklicht werden, wäre es schon toll..

[bremenbewegen.de]


[bremenbewegen.de] :

MASSNAHMENÜBERSICHT

Öffentliche Verkehrsmittel werden attraktiver, fahren häufiger und schneller

Taktverdichtung S-Bahn:

RS1 Blumenthal – Achim: 15-Min.-Takt ganztägig
RS2 Bremerhaven – Syke: 30-Min.-Takt ganztägig

Öffentliche Verkehrsmittel werden attraktiver, fahren häufiger und schnellerOptimierung des Busnetzes

Einzelne Expressbuslinien werden eingerichtet.
Tangentiale Busverbindungen werden ausgebaut.
Erschließung der Stadtteile und Quartiere wird verbessert.
Änderung der Linienführung

Taktverdichtung im Busnetz bei Bedarf
Bus und Straßenbahn werden beschleunigt:

Einrichtung von Busspuren
Behinderungen werden beseitigt

RS3 Oldenburg – Hbf.: 30-Min.-Takt ganztägig

Erweiterung S-Bahn-Netz:

RS5: Hbf – Rotenburg

Neue S-Bahn-Haltepunkte, z.B.:

Universität/Technologiepark, Horn/Achterdiek, Klinikum Mitte, Steubenstraße, Arbergen, Mittelshuchting, Gewerbepark Hansalinie, Farge-Ost

Weitere Elemente:

alle RS halten an allen Bahnhöfen im Linienverlauf
Optimieren der Umsteigebeziehungen zu Bus und Bahn
Echtzeitinformation pre-trip und on-trip
optimierter barrierefreier Ein-/Ausstieg an allen Haltestellen

Tarifsystem weiterentwickeln:

einheitlicher Tarif für Bremen
zielgruppenspezifische Angebote (z.B. ein Gruppenticket für 5 Personen)

Öffentliche Verkehrsmittel werden attraktiver, fahren häufiger und schneller.

Erweiterung des Straßenbahnnetzes, z.B.:

Gröpelingen bis Bf. Oslebshausen
Sebaldsbrück bis Hans-Bredow-Straße (Weserpark)
Gleisverbindung Malerstraße
Gleisverbindung zwischen Linie 4 und 6 in Horn
Verlängerung Kulenkampffallee bis Universität
neue Verbindung Findorff – Woltmershausen
ggf. Verlängerung von Brüsseler Straße bis Bf. Mittelshuchting (sofern der Bf. verkehrlich sinnvoll ist)
neue Verbindung Überseestadt – Walle – Findorff – Bürgerpark – Schwachhauser Ring – Schwachhauser Heerstraße
neue Verbindung Langemarckstraße – Huckelriede / Sielhof

Die Straßenbahn fährt in den Hauptverkehrszeiten im 5-Minuten-Takt.

Weitere Elemente:

Echtzeitinformation pre-trip und on-trip
optimierter barrierefreier Ein-/Ausstieg an allen Haltestelle

Antworten:

Re: Erstes Ergebnis Verkehr 2025 - ÖV-Offensive (1 Szenario von 5!)

Man sollte aber nicht vergessen zu erwähnen, dass die ÖPNV-Offensive nur eines von fünft alternativen Szenarien ist!

von D.Kleine - am 26.08.2013 12:17
Klar ist das die ÖV-freundliche Variante. Wie ich schon sagte, wäre es ja schon wünschenswert, wenn ein paar Sachen davon umgesetzt werden würden... (gerade der Aufbau einer S-Bahn S5 wäre ja an der Achse nach Oberneuland/Rotenburg eine schöne Sache).

Am meisten wundert mich, dass man die "Bürgerpark-Straßenbahn" aufgenommen hat. Ich meinte mich zu erinnern, dass da eigentlich nicht soviel Zuspruch in den Foren zu war. Da sah es bei der Straßenbahnverlängerung bis Burg doch eigentlich ganz anders aus (diese steht jetzt nur bis Osleb im Plan).

Interessant auch die Schnellbusse über die A27/A281. Ob es dann auch mal Haltestellen direkt an der Autobahn wie in anderen Ländern geben könnte? (Beispiel Metrobus Istanbul).

von outsider99 - am 26.08.2013 13:41

Bürgerforum Neustadt/Links der Weser zum VEP 2025 am 27.8.2013

Gestern fand als Auftakt der nächsten Runde bei der Erstellung des Bremer Verkehrsentwicklungsplans 2025 das erste von fünf Bürgerforen statt. Im Forum K des Roten-Kreuz-Krankenhauses erläuterten Vertreter der Verwaltung und der beauftragten Planungsbüros noch einmal die Methodik des Verfahrens sowie mögliche Maßnahmen als Antwort auf die Chancen- und Mängelanalyse aus der vorherigen Runde. Dieser Planungsstand mit konkreten Vorschlägen an denkbaren Maßnahmen und erhofften Wirkungen soll ab heute im Laufe des Tages im Internet unter www.bremenbewegen.de abrufbar sein; weitere Informationen zum VEP allgemein finden sich unter www.bau.bremen.de/vep.

Anhand von statistischen Daten (z.B. Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung) und beschlossenen Verkehrsprojekten (z.B. Weiterbau A 281 und Wesertunnel, Strab-Verlängerungen Huchting/Leeste und Spange Steubenstaße) wurde als Vergleichsgrundlage ein Basisszenario erstellt, welches die prognostizierte Entwicklung des Verkehrs zeigt, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden. Dieses Szenario dient vor allem dazu, den Nutzen (und bedingt auch die Kosten) aller zukünftigen und zu beschließenden Maßnahmen zu messen. Vorgestellt wurden fünf idealisierte und hypothetische Zukunftsszenarien, die jeweils von einem anderen Leitbild geprägt sind:

1. Maßnahmen zugunsten des Kfz-Verkehrs
2. Maßnahmen zugunsten ÖPNV und SPNV
3. Maßnahmen zugunsten der Nahmobilität (Fußgänger und Radfahrer)
4. Maßnahmen zugunsten umweltschonender Verkehre (Mischung aus 2 und 3)
5. Maßnahmen vor dem Hintergrund hoher Mobilitätskosten.

In einem gesonderten Szenario wurde die Steuerung des LKW- und Schwerverkehrs betrachtet. Keines dieser Szenarien wird 1 zu 1 umgesetzt werden können; vielmehr wird eine Mischung aus Maßnahmen der fünf Zukunftsvisionen, die entsprechend gewichtet werden müssen, den VEP 2025 ergeben.

Knackpunkt jeden Szenarios scheint mir die Unterstellung, dass alle Beteiligten (Bund, Land/Stadt, Verkehrsträger und Bürger) an einem Strang ziehen und dass Finanzmittel in beliebiger Größe zur Verfügung stehen. Die Präsentation der einzelnen Szenarien in kleinen Gruppen erwies sich als schwierig; durch allgemeine Verständnisfragen und einsetzende Einzeldiskussionen wurden konkrete Maßnahmen, wenn überhaupt, oft nur angerissen. Immerhin konnten spontane Ergänzungen eingebracht werden, was auch im online-Prozess mittels einer Schaltfläche "Fehlt was?" möglich sein soll. Der lokale Bezug zum Stadtgebiet der Veranstaltung, also gestern Abend der Neustadt bzw. allen Stadtteilen links der Weser, fehlte leider völlig.

In der abschließenden Diskussion wurden überwiegend Einzel-Maßnahmen (z.B. Einrichtung von Richtungsstraßen in Abhängigkeit von zeitlichen Verkehrsspitzen) ergänzt oder noch einmal Mängel (z.B. Lärmbelastung, Taktung und Fahrzeuggrößen im ÖPNV) angesprochen. Konktrete Maßnahmen wurden leider kaum diskutiert.

Die im Eingangsbeitrag erwähnte "neue Verbindung Langemarckstraße – Huckelriede/Sielhof" geht von einer Neubaustrecke durch Pappelstraße, Gastfeldstraße, Kirchweg, Kornstraße/evtl. Neuenlander Straße, Huckelriede/Sielhof aus.

Was eine mögliche Straßenbahnverlängerung über Gröpelingen hinaus Richtung Oslebshausen bzw. Burg angeht, scheint die mittelfristige demographische Entwicklung einen deutlichen Bevölkerungsrückgang als Folge einer starken Überalterung der Einwohner in den Ortsteilen Oslebshausen, Grambke und Burg zu prognostizieren. Konsequenz dieser Entwicklung wäre ein Rückgang der Fahrgastzahlen, der im Zusammenhang mit den zu erwartenden Baukosten einer Straßenbahntrasse nördlich von Oslebshausen einen Kosten-Nutzen-Faktor von unter 1 erwarten lässt. Eine Alternative könnte ein S-Bahnhaltepunkt in Grambke sein, da die Bahnstrecke die Siedlungsstruktur zentraler erschließt als die etwas abseitige Achse des Heerstraßenzugs. Die dichte Belegung der Strecke und dadurch bedingt notwendige Investitionen in die Infrastruktur bleiben in dieser Phase der Planung zunächst noch unberücksichtigt.

von strabatim - am 28.08.2013 12:09

Re: Bürgerforum Neustadt/Links der Weser zum VEP 2025 am 27.8.2013

Die 52 über Delmenhorst nach Burg übers GVZ das braucht doch keiner :D

von Dennis97 - am 28.08.2013 12:13

Re: Bürgerforum Neustadt/Links der Weser zum VEP 2025 am 27.8.2013

Danke an Strabatim für den fundierten Bericht. Der Prozess bleibt spannend, hoffentlich wird nicht alles zerredet ...

von HM2204 - am 28.08.2013 13:44
Bin ich blind? Was ist bitte mit der S-Bahn-Station Föhrenstraße passiert? :mad:

von Bremer89 - am 28.08.2013 21:23

S-Bahn-Haltepunkt Föhrenstraße

Nein, du bist nicht blind, aber "Opfer" der Methodik geworden: der S-Bahn-Haltepunkt Föhrenstraße ist als bereits beschlossene Maßnahme Teil des Basisszenarios wie beispielsweise auch die Spange Steubenstraße oder die Strab-Verlängerungen in Huchting und nach Leeste. In den Zukunftsszenarien werden Maßnahmen beschrieben, die zusätzlich zu laufenden Projekten (egal in welchem aktuellen Planungs- oder Realisierungsstadium) ergriffen werden könnten.

von strabatim - am 28.08.2013 22:34

Re: Föhrenstr. + weitere S-Bahn-Haltepunkte

Ich hatte mich auch erst gefragt, warum der Bahnhof Föhrenstr. (und Hemelingen neu) da nicht auftaucht. Da man davon in letzter Zeit wenig bis nichts gehört hat, hatte ich schon überlegt, ob man den Plan schon wieder aufgegeben hat und statt dessen lieber einen Umsteigeknoten an der Steubenstr./Julius-Brecht-Allee errichten will. Aber wenn Föhrenstr. gebaut wird, ist die Entfernung zur Steubenstr. doch viel zu kurz, um dort auch einen Haltepunkt zu bauen.

Das gilt genauso für folgende Haltepunkte:
Arbergen (Nähe Bf. Mahndorf)
Münchener Str.
Überseestadt (Nähe Bf. Neustadt)

Dagegen taucht ein Haltepunkt Grambke in der Karte gar nicht auf.
Auch erstaunlich finde ich, daß ein Haltepunkt Horn in Höhe Achterdiek erwähnt wird. Der würde zwar ein Wohngebiet erschließen, es gäbe aber im Gegensatz zur Horner Heerstr. oder Nedderland überhaupt keine Verknüpfung zu Bus oder Tram. Und eine bessere Verknüpfung der Verkehrsmittel wird doch immer als Ziel genannt.

Gruß
Volker

von VolkerP - am 29.08.2013 19:50

Re: Delmenhorst - GVZ - Burg

Zitat
Dennis97
Die 52 über Delmenhorst nach Burg übers GVZ das braucht doch keiner :D


Ich hatte davon schon irgendwo gelesen, aber unter dem angegebenen Link konnte ich diese Verbindung so konkret nicht finden.
Davon mal abgesehen finde ich die Linie sehr sinnvoll ! Es gibt sicherlich genug Delmenhorster und Bremen-Norder, die im GVZ arbeiten und momentan keine vernünftige ÖPNV-Verbindung dorthin haben. Ich hatte schon mehrmals vorgeschlagen, die Delmenhorster Linie 205 und die BSAG-Linie 61 zu einer Linie zu verknüpfen. Wenn diese Linie dann sogar bis Burg geführt wird, umso besser ! Dazu müßte allerdings irgendwann mal der Wesertunnel gebaut werden...

von VolkerP - am 29.08.2013 20:10

Re: Föhrenstr. + weitere S-Bahn-Haltepunkte

Zitat
VolkerP
Auch erstaunlich finde ich, daß ein Haltepunkt Horn in Höhe Achterdiek erwähnt wird. Der würde zwar ein Wohngebiet erschließen, es gäbe aber im Gegensatz zur Horner Heerstr. oder Nedderland überhaupt keine Verknüpfung zu Bus oder Tram. Und eine bessere Verknüpfung der Verkehrsmittel wird doch immer als Ziel genannt.


Vermutlich ist damit der hier im Forum bereits diskutierte Stop für den Metronom in Uninähe gemeint. Dann würde es sich allerdings um die Achterstr. handeln, vielleicht liegt ja ein Irrtum in der Straßenbezeichnung vor. Alles Andere würde ja nun wirklich keinen Sinn machen.

von Arne Schmidt - am 29.08.2013 20:47

Re: Föhrenstr. + weitere S-Bahn-Haltepunkte

Die Teilprojekte und Maßnahmen, die hier gerade für Verwirrung sorgen, stammen aus dem mündlichen Vortrag der Planer, Anregungen aus dem Publikum sowie aus der abschließenden Diskussion. Soweit ich das überblicke, sind die online-Dokumente entgegen der Ankündigung während des Bürgerforums bislang leider nicht aktualisiert worden; vielleicht wartet man nun doch noch die Bürgerforen der nächsten Woche ab ...

@ VolkerP: Unsere "Regio-S-Bahn" ist ja nur ein neues Label für den vormaligen Regionalverkehr im Agglomerationsbereich Bremen. "Echte" S-Bahn-Betriebe wie in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart oder München haben im Citybereich durchaus Haltepunktabstände von einem Kilometer oder sogar weniger. Die Abstände zwischen den zusätzlich geplanten Haltestellen wären, abhängig von der genauen Lage der Stationen, etwa

- Föhrenstraße - Steubenstraße 1,2 km,
- Steubenstraße - Klinikum Mitte 1,6 km,
- Klinikum Mitte - Hauptbahnhof 2,0 km,
- Hauptbahnhof - Münchener Straße 1,7 km,
- Münchener Straße - Weidedamm III 1,6 km,
- Weidedamm III - Universität/Technologiepark 2,5 km,
- Universität/Technologiepark - Achterdiek 2,4 km, und
- Achterdiek - Oberneuland 3,0 km.

Die Entfernungen zwischen Neustadtsbahnhof und Überseestadt bzw. Bahnhof Mahndorf und Arbergen wären mit jeweils rund 800 m sicher an der unteren Grenze.

@Arne Schmidt: Mit Achterdiek ist nicht der Haltepunkt für Universität und Technologiepark gemeint. Jenseits der A27 gibt es am Übergang von Horn-Lehe nach Oberneuland eine Straße mit dem Namen Achterdiek, die die Hamburger Eisenbahn überquert und die von der Buslinie 31 gekreuzt wird - sogar mit eigener Haltestelle. Ob die lockere Bebauung aber ausreichend Fahrgastpotenzial für einen Bahnhaltepunkt hergibt, scheint mir sehr fraglich.

So wünschenswert zusätzliche S-Bahn-Haltepunkte sein mögen, angesichts der dichten Streckenbelegung wird das mit der vorhandenen Infrastruktur kaum zu realisieren sein. Ob die DB zu einer kostspieligen Entmischung der Verkehre und zusätzlichen Gleisen zu bewegen sein wird, wenn sie selber nur indirekt davon profitiert ... ?

von strabatim - am 30.08.2013 01:17

Re: Föhrenstr. + weitere S-Bahn-Haltepunkte

Ich fürchte auch, dass der Bausenator nie im Leben ein für einen echten S-Bahnbetrieb notwendiges drittes Gleis durch Findorff, Bürgerpark, Horn und Oberneuland durchsetzen wird. Da würde es an Grundstücke einflussreicher Bürger gehen...
Vielleicht wenn im Zusammenhang mit dem Bau einer Mahndorfer Kurve der ME dort nicht mehr fahren würde, könnte man zusätzlich zum überall haltenden MEr dann noch zur anderen halben Stunde eine RSB zwischen Sagehorn oder Ottersberg und HBF pendeln lassen. Aber welche zusätzlichen Haltepunkte hier sinnvoll wären, ließe sich ja sicherlich untersuchen, wenn der politische Wille für einen Schnellverkehr auf dieser Achse da sein sollte.

von outsider99 - am 30.08.2013 07:45
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